Saat

 Die Saat der Demokratie ist nicht auszurotten. Leider geht auch immer wieder die Saat unserer Vorfahren auf.

 

 Sachlichkeit

Im Namen der 'sachlichen Wiedergabe' verkaufen Wissenschaften 'nicht sachliche' Meinungen. Wissenschaften verlangen 'Sachlichkeit' nur von ihren Reproduzenten, also Lehrlingen.

 

Sagen und Handeln

Soweit zu Sagen und Handeln: Bis 1938 sprach Hitler in seinen Reden von Frieden als seinem Ziel.

 

Zu viele schreiben zu vieles, was sie aber nicht tun. Ich sagte zu einem Schulleiter: „Ihr tut, was ihr aufgeschrieben habt und das kann nicht falsch sein“.

 

Schach

Unsere Kinder lernten Schach spielen, um nicht wie Bauern oder Pferde herum geschoben zu werden und weil es Spass macht selbst zu denken.

 

Schädigung

„US-amerikanischen Schulen sind zu schädigenden Institutionen für die Kinder geworden.“

John Taylor Gatto

 

Jede Schädigung der Umwelt durch die Industrie muss strafbar sein.

 

Schädlich

„Ein Säugling fördert sich selbst von früh bis spät. Ihn zum Sitzen oder stehen aufzurichten ist nicht nur überflüssig, sondern schädlich.“

Emmi Pikler

 

Scham

Erzieher*innen wollen immer noch „erfolgreich“ mit Gewalt erziehen, weil sie ihre Angst und Scham der Strafe in sich fühlen.

 

Schande

"Einkommen und Vermögen sind keine Schande, höchstens die Art, wie sie zustande kommen."

Bruno Kreisky

Wer aber schützt und fördert ein System, das Einkommen und Vermögen zur Machtergreifung macht?

 

Scheideweg

Schon als Kind sagten sie zu mir „Du stehst am Scheideweg“, z.B. „zwischen Faulheit und Fleiß, Persönlichkeit und Anpassung, Vorsicht und Mut, Liebe und Sicherheit, Unterwerfung und Aufbegehren“. Heute weiß ich, nichts „steht“. Alles geht.

 

Scheiße

Kinder finden Corona Scheiße. Sie haben sich an Schule, das gemeinsame Essen dort, das Spielen und Verabreden zu Sport und Musik gewöhnt. Was wird nach Corona? Noch mehr Ausbrüche der Gefühle, keine Eltern und Nachbarskinder mehr(, oder) wieder Konsum und Fun, bei all den jetzt und vorher schon überbeanspruchten Erwachsenen Zuhause, in Beruf und in der Schule.

 

Schicht

Als Unterschichtler tanzte ich oft mangels Unterschichtler mit Mittelschichtlern.

 

Schichten

Auch Unterschichtenkinder haben das Recht Schule zu Bedingungen der Oberschichten-kinder zu erleben, während Mittelschichteneltern gerne für „ihre“ Schule nur für Mittelschichtenkinder eintreten.

 

Schicksal

„Aus den eigenen Entscheidungen formt sich das eigene Schicksal“

Deutschlandfunk 5.6.2019, etwa 17.56 Uhr

 

Schiedsrichter
Könnem Fußballer*innen nicht mehr ohne Schiedsrichter*innen Fußball spielen?

 

Schizophrenie

Unsere Schizophrenie wächst. Wir wollen rein in den Kapitalismus, von, mit und in ihm wir leben, und den wir gleichzeitig nicht mögen. So ist es auch mit der Schule. Viele wollen „ihre“ Kinder „am Gymnasium“ sehen, obwohl sie „persönlich“, „eigentlich“, „wenn sie ganz ehrlich sind“ eine „Schule für alle“ gerechter finden.

 

Warum gehen so viele junge Menschen in einen Schuldienst, den sie weder mögen noch schätzen?

 

Schlaf

"Wir lernen – im Schlaf"
Forschung

 

 

Schlagen

Fast alle meiner Volksmitschüler*innen wurden von ihren Eltern und Großeltern mit Schlägen oder sehr viele von ihnen mit Naziidelogien erzogen.

 

Kinder werden geschlagen und erzogen, damit sie lernen wie die Welt „richtig“ geht.

 

„Keiner, der für eine Lüge geschlagen wurde, hat dadurch die Wahrheit lieben gelernt.“

Ellen Key

 

„In der Deutschen Demokratischen Republik wurde das Schlagen von Kindern in Schulen 1949 verboten, in der Bundesrepublik Deutschland 1973. Erst im Jahr 2000 wurde durch eine Gesetzesänderung das elterliche Züchtigungsrecht abgeschafft.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_P%C3%A4dagogik

 

Ein geschlagenes Kind trägt die Spuren der Folter.“

Janusz Korczak

 

"Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit"

Art. 2 Abs. 2 Grundgesetz

 

„Maria schlägt das Jesuskind immer noch“. Max Ernst malte dies 1926 als Bild und wurde einer der meist angefeindeten Menschen im katholischen Rheinland. Der amtierende Papst befürwortete „einen Klaps auf den Hintern“ 2015 als „nicht entwürdigende Erziehungsmaßnahme“ mit den Worten „Wie schön!“

 

Wenn ein begabtes Kind Jahre und Jahre… vergewaltigt, geschlagen, verschüchtert, verschachert oder verängstigt worden ist, wenn … … dieses Kind plötzlich befreit wird, … vielleicht zündet es zuerst ein Haus an oder macht andere Streiche.“

Hermann Hesse, deutscher Dichter

 

„Es gibt eben auch in Deutschland einen rechten Rand, der gegen Flüchtlinge, Europa, Frauenrechte, für die Prügelstrafe und autoritäre Erziehung ist.“

Heiner Geißler, deutscher Politiker

 

Nach 1945 wurde an deutschen Schulen Lehrer*innen das Prügeln gesetzlich verboten. Erst in den70iger Jahre hörte das Schlagen von Schüler*innen „zur Verstärkung des Lernens“ auf. Nach jetzt 70 Jahren gibt es nur noch vereinzelt schlagende Lehrer*innen. Seit dem Verbot der „körperlichen Züchtigung“ wird gerne mit Noten, Versetzungen und Abschlüssen zugeschlagen.

 

Viele Erwachsene schlagen, weil sie nichts anderes können oder wissen, wie es ohne Schlagen geht. Sie schlagen aus Stress oder Überforderung.

 

„40% der Eltern in Deutschland geben ihren Kindern einen Klaps auf den Po. 10% verteilen Ohrfeigen. Zu harten Körperstrafen wie "Hinternversohlen" greifen 4%.“

Forsa-Umfrage der Zeitschrift "Eltern„ 2012

Meine Erfahrungen setzen diese Zahlen 2014 höher an.

 

Schlaglöcher

Viele Kitas und Grundschulen, die Sekundar- und Hauptschulen sind die Schlaglöcher im deutschen Straßennetz.

 

Schlampigkeit

Ich liebe demokratische Schlampigkeit

 

Schlau werden

Dreißig Jahre lang hörte ich die Vorträge von 5000 bis 10.000 Kindern und Jugendlichen. Wie selbst-ruinös es da ist als Lehrer*in nur zu lehren.

Schlauer werden

 

Begreifen wir von Generation zu Generation mehr?

 

Schlecht

„Schlechte Bildung – kürzeres Leben“

Titel einer TV-Sendung im November 2019

 

Schlüssel

Çünkü biliyorum ki, dünyaya aç℩lan kap℩lar℩n: DIL...

(Denn ich weiß und glaube, daß die Sprache der Schlüssel zur Welt ist)

Yüce şeyfi

 

Schluss

Weiße kriegerische Männer bestimmen seit tausenden von Jahren unsere Welt. Damit ist jetzt Schluss!

 

Schlusslicht

Bei ihnen kommen die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen und die Zukunft der Wirtschaft zuerst, Kultur und Bildung am Schluss.

 

Schnittstellen

Was entsteht an den Schnittstellen von Ästhetik und Partizipation, von Demokratie

und fachlicher Qualifikation, von persönlicher Lerngeschichte und gesellschaftlicher Lehrgeschichte?

Was geschieht an den Bruchstellen von reicher Schule und den Menschenrechten, von sozialer Inklusion und gesellschaftlicher Macht, von Diversität und Armut?

 

„Erfahrungen sind nicht einfach nur schön und lustvoll, sondern nähren, im Anbetracht auf die Komplexität der Bildung, die ,,elementare Fähigkeit zu Anteilnahme. Ästhetische Bildung fundiert damit das, was wir im umfassenden und ganz elementaren Sinne Partizipation nennen.“

Cornelie Dietrich

 

Schöpfer

„Als letzter Aberglaube, als trauriges Reststück des Schöpfungsmythos, blieb dem westlichen Kulturkreis das Märchen vom Schöpfertum des Künstlers.“

Max Ernst

 

Schreddern statt Wahrheit

Alle Firmen und Ämter Firmen schreddern. Jedes Amt schreddert seine Vergangenheit bei jedem "Wechsel".

 

Das Schreddern von Daten beim Übergang von einer "demokratisch" gewählten "Regierung" zur anderen ist legitim geworden. Gilt das auch für Schulen?

 

Schreiben

Armut siehst du, wenn du die Augen der Menschen auf der Straße siehst. Ihre Armut siehst du nicht, wenn du die Geschichten ihrer Kinder hörst

 

Milliarden Menschen lesen und schreiben mit ihren IPhone. Das lernen sie trotz Schule und Lehrer.

 

Und wenn die Kinder in der Schule „nur“ ihre eigenen Texte schreiben dürften …

 

„Was uns wirklich zu Menschen macht, ist die Tatsache, dass wir einander Geschichten erzählen können“

Henning Mankell, schwedischer Schriftsteller

 

Es schreibt mich

 

Du solltest beim eigenständigen Lernen der Kinder das eigenständige Schreiben fördern und die Kinder schreiben lassen. Ohne die Hemmung der ständigen Frage nach der Richtigschreibung werden Kinder begeisterte Leser*innen und Schreiber*innen. Selbst wenn sich das Rechtschreiben verzögert einstellt, schaffen sie so bessere Schulabschlüsse Das ist wie ein Instrument ohne Zwang spielen lernen.

 

„Ein Blatt schreiben regt den Bildungstrieb lebendiger auf als ein Buch lesen.“

Jean Paul, deutscher Schriftsteller

 

Schreiben, mit der Hand

Und wenn Kinder nur noch lernen für die Mitteilung im Untergrund, die nicht von Maschinen gelesen wird, mit der Hand zu schreiben …

 

Wenn Maschinen und Elektronik für dich alles schreiben, was du sagst, wenn die gleichen Computer für dich vorlesen, was du und andere ihnen gesagt hast, musst du kein Lesen und Schreiben mehr lernen.

 

Schreiben nach Gehör

Gerade meine Lehrer der 50iger Jahre sagten mir, ich solle „nach Gehör“ die Verdoppelung der Konsonanten, das Dehnungs-H oder den Endkonsonanten durch Verlängerung des Worts schreiben. Wie habe ich nur Schreiben gelernt?

 

Wie geht Schreiben ohne zu Lesen?

 

Schreiblandschaften

… und jedes Stück Papier ist schon ein Text.

 

Schreien

Schreie ich in mein Kissen des Mitleides oder lerne ich ohne zu verschweigen zu sprechen?

 

"Schützen"

Kürzlich sagte eine zu mir "Ich wollte dich nur schützen". Hätte ich lachen oder kotzen sollen?

 

Schulabschluss

Ein guter Schulabschluss ist kein Indikator für Intelligenz, sondern von guter Anpassungsfähigkeit.“

Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther, deutscher Hirnforscher

 

Schulaufsicht

Im Meer der Wirklichkeit derer, die an Schulen lernen, arbeiten und leben, würden die Verantwortlichen ersaufen. Daher strampeln sie in ihren Swimmingpools von einem Beckenrand zum anderen.

 

Bezirksregierungen jagen jeder pädagogischen Idee nach. Nur außerhalb des Schulpflichtsystems wirkt die Verbesserung anders. So macht die Mühle staatliche Pflichtschule freieres Lernen kaputt.

 

Schulbehörde

„Ist es die Rolle der Schulbehörde die Entwicklung von Schule zu fördern oder zu verhindern?“

Mitarbeiter einer höheren Schulbehörde 2017

 

„Zuerst erschuf Gott die Dummköpfe. Das tat er zur Übung. Dann erschuf er die Schulbehörde.“

Mark Twain

 

„Die meisten großen Reiche und Kulturen sind an ihren eigenen Verwaltungen kaputt gegangen“

Giovanni Vetere

 

Administrative Aufgaben fressen auch den letzten Rest von pädagogischer Menschlichkeit.

 

Kaum etwas überrascht mich mehr als die Überraschung der für Schule Verantwortlichen, wenn sie damit konfrontiert werden wie schlecht Schule ist.

 

Erst lasst Ihr sie als Kinder spätestens ab der 5.Klasse eine testorientierte, reproduzierende, Noten geile und sozial selektive Schule durchlaufen. Dann lasst Ihr die zukünftigen Lehrer*innen auf die gleiche Art eine theoretische Ausbildung ohne Bezug zum Menschen durchmachen. Dann bringt Ihr ihnen bei „gute Stunden“ zu geben. Ihr doziert das Unterrichten. Wieder wurde das Lernen nicht gelernt. Dann erwartet Ihr, dass die so Gebildeten als Lehrer*innen Unterricht und Schule öffnen. Und wenn man fragt, wer dafür verantwortlich ist, meldet sich niemand von Euch!

 

Schul“besuch“

Nach dem Jahr 2000 kamen Flüchtlinge in Deutschland nicht auf den Arbeitsmarkt. Ihre Kinder gingen nicht zur Schule. Sie hatten kein „Anrecht“ auf Bildung.

 

Über 300.000.000 Kinder auf der Welt gehen nicht zur Schule.

 

Schulbildung

„Auch Schulbildung war nur eine Falle. Das bisschen Bildung, das zu mit durchgedrungen war, hatte mich nur noch misstrauischer gemacht. Was waren den Ärzte, Anwälte, Wissenschaftler? Doch nur Menschen, die sich die Freiheit nehmen ließen, selbständig zu denken und zu handeln.“

Charles Bukowski

 

Schuld

Immer noch glauben zu viele Eltern, dass Scheitern „Schuld“ ihrer Kinder und nicht Ursache des Bildungssystems ist.

 

Das Gefühl der Schuld ist das Böseste, was mir Erziehung einpflanzte.

 

'Schuld' ist eines der schlimmsten Worte, das in meine Sprache gelegt wurde.

 

Sind jetzt „psychisch Kranke“ wieder „schuld“?

 

Schule

Ich mag Schule als System nicht, aber Schule als Ort.

 

Der Ratsherr schimpfte gegen die Grundschule Harmonie, weil er diese Freiheit gegenüber seinem Kind nicht zugeben konnte.

 

Schule könnte eine herrliche Gelegenheit zum demokratischen, inklusiven, individuellen, kooperativen und fachlich fundierten Lernen sein. Dies wird durch die Machtposition der Lehrer be- und zu oft verhindert. In der Wirklichkeit der Grundschule sind vielleicht 5% der Lehrenden in der Lage Kindern auf Augenhöhe pädagogisch und menschlich zu begegnen. In der Sekundarstufe sind es noch weniger.

 

„Die Schule sei keine Tretmühle, sondern ein heiterer Tummelplatz des Geistes.“

Johannes Amos Comenius

 

Schule ist nicht machbar.“

Donatus Stemmle, Schweizer Dozent der PH Zürich

 

Schule als Institution

Wenn Schule ein Irrgarten ist, erkläre nicht wo es lang geht. Nimm den Deckel runter, damit die Kinder alle Wege von oben sehen.

 

Schule funktioniert oft durch den Aufruf zur Beschäftigung mit Problemen derer, die Schule bestimmen und die Ignorierung anstehender Lösungen derer, die in der Schule sind.

 

Wer Bildung für ideologiefrei hält, hat in seiner Schulzeit nicht aufgepasst.

 

Es gibt keine Haftungsfrage bei der Beschädigungen an Schülern oder deren Zerstörung durch Lehrer des Staates.

 

„Viele Schulen erinnern heutzutage beinahe an Kriegsschauplätze.“

Steve Biddulph, australischer Psychologe und Familientherapeut

 

„Wer sich in einer verkehrten Welt einrichtet, wird selber verkehrt.“

Christa Wolf

 

Schule ist das exakte Abbild unserer Gesellschaft.

 

Schule anders

„Die Schule sollte in unserer neurotischen Gesellschaft mehr denn je ein Ort sein, an dem das akzeptiert und angenommen wird, was anderswo verboten ist. Sie könnte zur Wiederherstellung des Gleichgewichts verhelfen.

Paul le Bohec

 

„Ich hoffe, dass wirkliche Menschen aus ihrer Schule herauskommen.“

Hans-Peter Profunser, Künstler aus Kärnten

 

Der Staat arbeitet immer noch daran seine Schulen zu kontrollieren, um sie zwanghaft und verpflichtend zu etwas Besserem zu entwickeln. Menschen mögen beherrschbar sein. Aber man kann sie nicht zwingen.

 

„Schule heute braucht ein Gesicht, einen Raum, Zeit, einen Garten, Essen, den Kreis, Feuer, Netze, Wege, Sprache, Beziehung, Fundament und Offenheit, eigenes Lernen, Menschen und Freiheit.“

 „Eltern und Lehrer*innen der Projektschule Graz

 

Denkt Schule nicht als kindliches Arbeitslager, Erziehungsanstalt, kostenlose Betreuung, gut funktionierende Lernfabrik oder verschultes Unterrichten! Lasst Kinder entdecken, erobern, forschen, tasten, versuchen, fragen, wahrnehmen und selber lernen – gegen Langeweile, ohne den Zwang zur Arbeit.

 

„Eine Schule kann Kinder auch vor ihren Eltern schützen.“

Alexander Lubomierski

 

Schule ist bei eigenem echten Experimenten, bei Kombinatorik, Zeit und Geduld komplett anders. Sie vertieft!

 

Keine Schulglocke, offener Unterrichtsbeginn, keine Jahrgangsklassen, kein Sitzenbleiben, Selbstbestimmung der pädagogischen Beziehungen, selbst gekochtes Essen, keine Zeiten nur für Pausen oder Lernen, keine Tests oder Noten, keine Hausaufgaben, offener Ganztag, kein Unterricht, Demokratie, mit Freunden lernen, kein Lehren oder Belehren, eigenes Lernen, ...

 

Wenn wir Schule jetzt neu erfinden würden, würde etwas herauskommen, das mit bestehenden Strukturen überhaupt keine Ähnlichkeit mehr hätte“

Richard David Precht

 

Schule aktuell

Lehrer*innen bekommen zuerst zu spüren, dass immer mehr Kinder das System Schule ablehnen. Sie halten dies für ein Problem der Schüler*innen, nicht für ihrs.

 

Lernen Schulen immer besser für Menschen zu werden oder lernen Menschen hierfür sich selbst zu entscheiden?

 

„Kollege kommt gleich!“ Schullehrer*innen werden zunehmend zu pädagogischen Fachkräften ausgebildet, wie Ärzte, Anwälte oder Arbeiter. Sie helfen Schüler*innen in defizitären Bereichen als Fachkraft. Sie fühlen sich als echte Lehrer nicht für den ganzen Menschen zuständig.

 

Kluge Köpfe analysieren Unterricht als Hauptübel der gängigen Schule. Dann fordern sie „offenen“, „systemischen“ oder „demokratischen Unterricht“. Das ist wie in vielen Fällen wie gerechte Ungerechtigkeit wollen.

 

Einige suchen jetzt bei Goethe oder den Humboldts Zitate, um in Schule und Bildung die Tests, Noten, Bewertung, die Vorgabe von Lehrinhalten und die Führung der Erwachsenen und des Staates zu erhalten.

 

„Daher muss die Schule nicht so oder so sein, sie muss so und so sein, und die eine Schule so und die andere so“

Paul Michael Meyer, Schweizer Pädagoge

 

Schule früher

Und es gab zur Kaiserzeit eine Getrennte-Klassen-Gesellschaft. Mädchen und Jungen waren getrennt, Katholische und Evangelische waren getrennt“

Georg Divesson, Filmemacher

 

Heute wird nach dem 4.Schuljahr „nur“ noch in arm und reich, in gebildet und ungebildet getrennt.

 

„Die Hände auf den Tisch, zur Tafel das Gesicht“. Das wurde „gesittet“ genannt. Was ist heute „gesittet“?

 

Es gibt noch immer Länder, wo du Mönch werden musst, um überhaupt zur Schule gehen zu können.

 

Schule, gute alte

Die „gute alte Schule“ wie sie in den Köpfen der Leute ist, hat nie existiert. Aber die „gute alte Schule“ prägt die Schule von heute, weil sie in den Köpfen der Menschen ist.

 

Schule, neue

„Die alte Schule lehrte Worte und Begriffe; die neue Schule lehrt anschauliches Erkennen. Die alte Schule übte das Wortgedächtnis; die neue Schule denkt auf Entwicklung des ganzen Menschen. Die alte Schule war eine Lernschule; die neue Schule eine Schule der That. Die alte Schule stellte die Lerngegenstände nebeneinander; die neue Schule verknüpft sie organisch-genetisch.“

A. Diesterweg 1852

 

Nicht nur an der Grundschule Harmonie traten Kinder öffentlich für die Umwelt und für Kinder- und Menschenrechte auf. Zu viele Rechtskräfte sprachen vom Missbrauch von Kindern anstatt an der Schule praktizierte Grundrechte willkommen zu heißen.

 

schulen

Bei vielen Menschen wird die Sprache geschult. Werden so Rassismus und Faschismus verbessert?

 

Schulentwicklung

 Schulentwicklung findet statt im Klassenrat, im Kinderparlament, auf Elternsitzungen, in Frühkonferenzen, in Lehrer*innenkonferenzen, in Schulversammlungen, in Schulkonferenzen, in Gesprächen, in der Kommunikation einer Schule.

 

 "Schule kann mit den Kindern entwickelt werden!“

„Mit Kindern Schule entwickeln.“

 Gertrud Beck, deutsche Pädagogin

 

Arbeite immer zuerst mit denen, die Lernwirklichkeit demokratisieren.

 

Schule, öffentlich

 „Alle öffentlichen Schulen sind auf die mittelmäßigen Naturen eingerichtet.“

Friedrich Wilhelm Nietzsche

 

Schule und ihr Ruf

"Der heilige Augustinus hat scheinbar von sich selbst im Alter von 62 Jahren gesagt, er wolle lieber den Tod erleiden, als nochmals in die Schule zu gehen."

https://www.sbg.ac.at/ges/people/janotta/sim/kindheit.html

 

„Du woost op dere Schull, nur se han der verdamp vell Schwachsenn beijebraach“ (Du warst auf ihrer Schule, nur haben sie dir verdammt viel Schwachsinn beigebracht)

Wolfgang Niedeggen, BAP

 

„Schule führt zur Bildung wie Folter zur Gesundheit.“

Graffito

 

Gib Lehrer*innen das Recht der Entscheidung über den weiteren Lebensweg anderer Menschen und sie lehren die herrschende Herrschaft.

 

„And goods of school are – teachers, conditions, surrounding etc. The more you pay, the better product you get. That’s the harsh truth.“

Solomia Petryshyn, Ukraine

 

Wenn auch noch so viele intelligente Menschen, von Albert Einstein bis Hermann Hesse, von Maria Montessori bis Astrid Lindgren, die Grausamkeiten von Schule beschreiben, die Gesellschaft schafft sie deshalb (heute) nicht ab.

 

„Twenty years of schooling and they put you on the day shift.“

Bob Dylan in Subterranean Homesick Blues, amerikanischer Musiker

 

„Die Schule war die schlimmste Zeit meines Lebens.“

Michael Ende, deutscher Schriftsteller

 

„Das Schlimmste, was ich erlebt habe, war die Schule. Wenn ich das noch einmal erleben müsste, würde ich lieber sterben. Ich will schon allein deshalb keine Kinder haben, weil sie in die Schule gehen müssten.“

Janosch, deutscher Illustrator und Schriftsteller

 

„Schule rettet die Welt eher nicht!“

Andrea Platte, deutsche Pädagogin

 

 „An mir hat die Schule viel kaputt gemacht. Ich kenne wenig bedeutende Persönlichkeiten, denen es nicht ähnlich ging. Gelernt habe ich dort nur Latein und Lügen.“

Hermann Hesse

 

Die Erziehungsminister kommen und gehen, die schlechten Schulen bleiben bestehen.

 

„Die Schule verwischt die Eigentümlichkeit eines Menschen“

Franz Kafka

 

Auch noch weitere 1000 Zitate von denkenden Menschen hindern die Schule nicht daran so weiter zu machen wie bisher. Zu viele Lehrer waren dort Schüler. Sie lernten hier nicht für die Freiheit und Menschlichkeit zu leben!

 

„In meiner Schulzeit habe ich vor allem gelernt, das Gelernte wieder zu vergessen“

Thomas Wehner

 

„Ich habe nie meine Erziehung durch Schulbildung beeinträchtigen lassen“

Mark Twain

 

„Die Schule ist mit Prüfungen und Noten zur Treibjagd verkommen.“

Remo Largo

 

„Eine Aversion gegen den Ort Schule an sich, die entstanden ist durch Projektion ihrer eigenen Erfahrungen.“

Heike Wagner

 

Wir gehen in die Schule, damit man uns examinieren kann! – Und wozu examiniert man uns? – Damit wir durchfallen“

Frank Wedekind

 

Schule und Lernen

Wer fordert sich Zuhause beim Lernen raus zuhalten, ist schon darauf reingefallen, dass Lernen in der Schule stattfände.

 

Es gibt kein Licht ohne Dunkelheit, aber Lernen ohne Schule.

 

Ein Leben ohne Schule ist nicht möglich, aber sinnvoll.

In Abänderung eines Satzes von „Querlenker“

 

Schule wird meistens überschätzt.

 

„Schule ist nicht gleich Lernen“

(Studentin der TH Köln 2019)

 

Schule, wie früher

Wenn es „Herrn oder Frau Schmitz“ nach ginge wäre Schule wie früher, nur „moderner“.

 

Früher und auch heute bedeutet Lernen in der Schule das Gelehrte gelernt zu haben.

 

Schulfähig

Nicht die Kinder schulfähig machen, sondern Schulen lernfähig und kinderwürdig.

 

Schulfrieden

„Schulfrieden“ gibt es in (fast?) jedem Bundesland. Es ist die Übereinkunft der Parteien die soziale Selektion durch die schulische Selektion in Deutschland fortzusetzen, also das Gymnasium zu erhalten.

 

Schulgebäude

„Es muss vor allem in einer angemessenen Umgebung leben können, es darf nicht in einem unserer modernen `Kerker für die gefangene Jugend` vor sich hin dämmern.“

Célestin Freinet, französischer Pädagoge

 

„Schulhäuser wecken böse Erinnerungen an die unfreieste Zeit des Lebens.“

Tobias Prüwer

 

„Im Zuge der Umbauarbeiten ersuchen wir um ihr Verständnis. Danke“

Die Direktorin

 

Das Gebäude einer Schule scheint mir für das Lernen immer wichtiger.

 

Schulgelände

Baut um die Schulen ein Gelände zum Verstecken, Toben, Erproben, Spielen und Lernen.

 

„Warum Huckleberry Finn nicht süchtig wurde.“

Eckhard Schiffers, deutscher Arzt

 

Ein Anfang ist ein freies Abenteuergelände um die Schule.

 

Schulgeld

An der Grundschule Harmonie arbeiteten über 40 Erwachsene für 8 Klassen – ohne einen Cent Schulgeld. Falko Peschels private Schule kostet kein Schulgeld.

 

Meine Eltern haben 1960 noch „Schulgeld“ bezahlt, damit ich das Gymnasium besuchen durfte.

 

Schulglocke

Die Schulglocke, ob als schrilles Klingelzeichen oder elektronisches Glockenspiel, ist ein Gefängnis - oder Fabrikutensil.

 

Schulordnung

Dieser Schulordnungstext von 1962 ist die Grundlage unserer heutigen oft noch immer ähnlichen Erziehung: „Die Jungen und Mädchen (in getrennten Klassen unterrichtet) benehmen sich ordentlich und unterlassen jedes Sprechen, sobald sie das Schulgebäude betreten oder den Klassenraum verlassen. Jeder erscheint pünktlich zum Unterricht. Vor jeder Unterrichtsstunde steht der/die Klassensprecher/in am Lehrertisch und führt Aufsicht, bis der Lehrer kommt. Jedes Herumlaufen im Klassenzimmer ist verboten. Die Kinder sitzen auf dem ihnen zugewiesenen Platz. Vor und nach der Pause treten die Kinder zu zweien an und gehen ruhig die Treppe hinauf bzw. herunter. … Wenn ihr dieser Schulordnung Folge leistet, werdet ihr gerne gesehen sein.“

 

Schulpflicht

„Die Einführung der Schulpflicht Maria Theresias war keine romantische, menschenfreundliche Geste, die allen Kindern aller Stände die Möglichkeit zur Bildung geben sollte, sondern eine Reaktion auf das Problem, dass die zur österreichischen Armee einberufenen Soldaten die deutschen Befehle ihrer Offiziere nicht verstanden, weil sie unterschiedliche Muttersprachen hatten.“

Christian Schreger, Lehrer in Wien

 

Schulprogramme

Schulprogramme sind für Erwachsene - Kinder brauchen das Recht das eigene Lernprogramm bestimmen zu dürfen.

 

Schulkonzepte

An den nächsten Schulkonzepten wird schon gearbeitet, wenn die neuen herauskommen. Lehrer*innen aber arbeiten nach ihren alten Konzepten, nach denen, die in ihren Köpfen und Klassen aktuell sind.

 

Schulleiter*in

Wenn du als Schulleiter*in noch etwas gestalten kannst, wirst du als Schulaufsicht noch mehr Wasserträger deiner Ministerien.

 

In Deutschland wird in "Schulen" zwischen Lehrer*innen, Erzieher*innen, ihrer Ausbildung, staatlichen "Aufsicht", Bezahlung und Ausbildung sehr stark unterschieden. So ist die Leiter*ineiner Grundschule eine Rektor*in, die Leitung eines Gymnasiums eine Studiendirektor*in. Beide werden sehr verschieden bezahlt. Die Größe der Schulen spielt keine Rolle. Das ist in anderen Ländern anders!!

 

Schulleitung

Das Kollegium ist „meine“ Klasse. Wir lernen das Lernen zu lernen.

 

„Mehr und mehr wird die „klassische“ Schulleitung, die prägte, durch junge Menschen ersetzt, die verwaltend überfordert werden.“

Ben Schreiner

 

Die meisten Schulleiter*innen sind Verwalter und Durchschnitt. Dabei brauchst du für Kinder keine „Ausgebildeten“, sondern Könner*innen.

 

Schulpflicht

„Sobald das Schulsystem keinen Zwang mehr darstellt, bekommt der Begriff „Schulpflicht“ seine richtige und eigentliche Bedeutung: In einer Demokratie steht der Staat in der Pflicht, dem Menschen gegenüber eine Schule zur Verfügung zu stellen; dem freien, mündigen Menschen steht es selbstverständlich frei, ob er dieses Angebot annimmt – oder nicht... Und dies hätte Rückwirkungen auf die Qualität des Angebots!“

Bertrand Stern

 

Schulschwänzen

Das „Schulschwänzen“ muss als Menschenrecht von lernenden Menschen dringend legalisiert werden.

 

Schule „schwänzen“ entsteht durch den Zwang in einer Pflichtschule das zu lernen, was der Staat will.

 

„Schulschwänzer“ wollen in der Welt mehr lernen!

 

Was heißt „Schule schwänzen“? Im Rotwelschen, der Sprache der Gauner, hat es die Bedeutung „hin und her übers Land ziehen“. Studenten drückten im vorletzten Jahrhundert durch das Schwänzen ihre größte Verachtung gegenüber bürgerlichen Philistern aus, die prellten, betrogen und ignorierten oder unbeliebten Professoren.

 

Der Hamburger SPD-Schulsenator will 2019 junge Menschen, die für Umweltschutz demonstrierten, wegen „Schulschwänzens“ bestrafen.

 

Schulschwänzerei

Das ist mehr als Schulschwänzerei“

Alexander Lubomierski

 

Schulsprachen

Sollte es wirklich so gewesen sein, dass in allen deutschen und im österreichischem Reich die Kinder Deutsch in ihren Schulen lernten, damit sie die Befehle der Militärs verstanden?

 

Einerseits bringt dies Sprachen wie Fränkisch, Bayrisch oder Alemannisch in Gefahr, andererseits sorgt dies dafür, dass wir uns in Deutsch verständigen können.

 

Comenius, die pädagogische Leitfigur der EU forderte zwei Sprachen. In der Schule sollte in der eigenen Sprache gelernt werden. Für ihn war das Böhmisch. Die zweite Sprache diente als Sprache der Verständigung. Das war für ihn Latein.

 

Heute ist dies Englisch und Deutsch oder unsere Familiensprache wie Kölsch oder Romanes, Arabisch oder Kurdisch, Türkisch, Portugiesisch oder Polnisch?

 

Oder müssen wir drei Sprachen lernen, die Familiensprache, die Landessprache und eine Verständigungssprache?

 

Schuluniformen

Wenn Kinder Uniformen tragen, sagen die, die sie nicht im Leben gleich frei machen wollen, werden sie für alle als Schulangehörige einer Gesellschaft erkennbar, die arme Menschen kennt. Es ist die Schule über das ganze Volk, nicht die Schule der Bürger.

 

Die Einführung von Schuluniformen ist immer ein Zeichen von autoritärem undemokratischem Denken.

 

Schulwesen

Kaum etwas hat mich mehr zur täglichen Verbesserung des Lernens angetrieben als die scheinbare Unveränderbarkeit des deutschen Schulwesens.

 

„Die Grundstruktur unseres Schulwesens und des in ihm praktizierten Unterrichts sowie des vorwiegenden Verständnisses von Leistung ist nach wie vor entscheidend durch das im 19. Jahrhundert ausgebildete Modell bestimmt“.

Bildungswissenschaftler Wolfgang Klafki 1976 (!).

 

Schulzeit

„Meine ganze Schulzeit war, wenn ich ehrlich sein soll, nichts als ein ständiger gelangweilter Überdruss von Jahr zu Jahr gesteigert, durch die Ungeduld dieser Tretmühle zu entkommen“.

Stefan Zweig

 

Ich bin zu vielen erfolgreichen Menschen begegnet, egal ob in der Literatur, Wissenschaft oder Kunst, die sich an die eigene Schulzeit nur negativ erinnern!

 

Schusssicher

In den USA gibt es jetzt schusssichere Schulranzen

(Netz)

 

Schutz

Die Grundschule Harmonie zeigte, dass eine staatliche Schule in der Lage ist, ein demokratisches Lernen zu realisieren, so lange genügend Kräfte das wollen und schützen. Aber ohne diesen Schutz will eine Mehrheit derer, die das öffentliche Leben bestimmen, das nicht.

 

„In Wirklichkeit schützt gerade der Lockdown die Wirtschaft.“

Süddeutsche Zeitung vom 15.12.2020

 

Schwach

Sind Lehrerinnen und Lehrer, die immer wieder von „schwachen“ Schülerinnen und Schüler reden, „schwache“ Lehrerinnen und Lehrer“?

 

Ja, der Kapitalismus ist schwach. Leider sind die Menschen noch schwächer.

 

Ein Kind sagte einmal zu mir "Zwing mich doch". Er grinste dabei.

 

Schwarmverhalten

„Fly with the Eagles? Scratch with the Chicken?"

Forschungsfrage zum Herdenverhalten

 

„Free as a bird, it's the next best thing to be!“

Beatles

 

„Ohne Autonomie kein Schwarmverhalten.“

lain Couzin

 

Schweigen

Mir fiel schon die Lust vieler Grüner auf alle Corona-Einschränkungen zu unterstützen. Sie versuchten zu schweigen bis es vorbei war.

 

"Und kann in vielen fremden Sprachen schweigen"

Mascha Kaleko

 

Schwer

Wie viele Kinder haben es schwer mit oder durch die Eltern, deren Krankheit oder deren Schichtenzugehörigkeit?

 

Show

Die Politik-Talk-Shows werden den Sport-Fan-Talks immer ähnlicher. Bei beiden zahlen zudem die Zuschauer, ob sie bei den Spielen sind oder nicht. ...

 

Scolatismus

„Widerwille vor intellektueller Ernährung, der bis zur totalen Verweigerung gehen kann, Verkrüppelung des Individuums, Lebensuntüchtigkeit, Feindseligkeit gegenüber der falschen Kultur der Schule. Diese Mangelerscheinungen nenne ich Scolatismus.“

Célestin Freinet, französischer Pädagoge

 

Sehen

Oft wollen Menschen nur verstehen, was sie sehen können.

 

Sehr gut

„Gerade in Deutschland denken Lehrer*innen, dass sie „sehr gut“ sind. Schüler*innen haben es sehr schwer von ihnen ein 'sehr gut' zu bekommen.“

Uschi Resch, Lehrerin in Österreich und Schulrätin in Deutschland

 

Seilschaften

Entwicklung ist die Entwicklung von Seilschaften. Immer werden alte durch jüngere ersetzt.

 

Sein oder Nichtsein ?

"There is no emotion, there is peace

There is no ignorance, there is knowledge

There is no passion, there is serenity

There is no chaos, there is harmony

There is no death, there is the Force"

Mantra of the Jedi Code

 

Seitengespräche

„Seitengespräche haben Vorrang"

Ruth Cohn, deutsche Psychologin

 

Selberlernen

Studies bemerken, dass ihre Mitstudierenden reprokuktives Wissen dem eigenen Denken und Lernen bevorzugen. Ziehen sie daraus den Schluss, dass Kinder das Selberlernen von selber lernenden Erzieher*innen lernen?

 

Selbst

„Alles, was wir für uns selbst tun, tun wir auch für andere, und alles, was wir für andere tun,

tun wir auch für uns.“

Thich Nhat Hanh, vietnamesischer Mönch

 

„Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.“

Galileo Galilei, italienischer Wissenschaftler

 

Und wenn wir in Schule die Kinder nur zu sich selbst begleiten.

 

Das Selbst leitet mich.

 

Lehrer begleiten Kinder zu sich selbst. Lehrer sind nicht die Tausendsassas, die für jedes Kind die Strategie seines besten Lernens entwickeln. Ihre Aufgabe ist es mit jedem Kind so zu arbeiten, dass jedes Kind die eigene Strategie zum eigenen Lernen findet.

 

Alles, was du tust, ist wie ein Habitus, wird zur Gewohnheit, zu deiner Gesinnung. Du wirst du durch deine Taten. So kannst du für Menschenrechte eintreten.

 

„Es kommt nicht auf das an, was die Natur aus dem Menschen, sondern was dieser aus sich selbst macht.”

Immanuel Kant (1724 – 1804)

 

Am Selbst kann ich arbeiten. Das Ich bleibt und wird von mir verändert.

 

„Transformationsprozesse des Selbst, Momente der Konstitution und Zurückweisung der eigenen Identität waren für mich schon immer mit Prozessen sozialer Zugehörigkeit verbunden.“

Didier Eribon

 

„Der Versuch, das Selbst mit Willenskraft und Manipulation zu kontrollieren, gleicht dem Versuch, einen bereits gefallenen Würfel zu beeinflussen ...“

Shoma Masatake Morita

 

„Um sich zu bilden, genügt es nicht, dass das Kind jeden Stoff in sich hineinfrisst, den man ihm mehr oder weniger spannend serviert: es muss selbst handeln, selbst schöpferisch sein. Und es muss vor allem in einer angemessenen Umgebung leben können."

Célestin Freinet

 

Das „Selbst definiert Wikipedia als ein uneinheitlich verwendeter Begriff mit psychologischen, pädagogischen, soziologischen, philosophischen und theologischen Bedeutungsvarianten. Im Sinn der Selbstbeobachtung, also in Bezug auf die Empfindung, ein einheitliches, konsistent fühlendes, denkendes und handelndes Wesen zu sein, dient er zur Reflexion, Verstärkung und Betonung des Begriffs Ich. Das Selbst wird verwendet im Sinne des Zentrums der Persönlichkeit.“

 

 

Selbstaufmerksamkeit

„Wie gestalte ich eine Atmosphäre? - Wie schaffe ich einen Raum der Resonanz? - Einen Ort der Aufmerksamkeit? - Wie erlebe ich mich selbst darin? - Wie gelingen Lernlandschaften, die den Raum zur Entfaltung der Talente, der Potenziale und Fähigkeiten geben? - Wo ist Raum für das Ungewisse, das Unmittelbare, wo ist die Zeit für das Entdecken, Erkennen und Aufnehmen?“

Wilfried Schley

 

Selbstbestimmung

„Kinder haben das Recht auf Selbstbestimmung Dazu gehört das Recht, eigenen Bedürfnissen und Interessen nachgehen zu können, Nein zu sagen und sich zurückzuziehen, wach zu bleiben, wenn sie nicht müde sind, …“

Fröbel Istanbul

 

Mit dem Geld und dem Applaus der Eltern gibt es heute Schulen, die offener und freier sind als andere. Sie wagen sich aber nicht an die Selbstbestimmung des Lernens der Kinder.

 

Je höher der Grad der Selbstbestimmung der Lerninhalte und ihrer Methoden ist, desto höher ist die Chance eigener Konstruktion einer demokratischen Welt.

 

„Kinder sind nicht auf die Welt gekommen, um die Erwartungen ihrer Eltern zu erfüllen.“

Remo Largo

 

Die Selbstbestimmung der Lernenden und die Präsentation vor demokratisierten Zuhörerschaften führt in Schule zur Wahrheit. Machtpolitik basiert auf Lügen.

 

Du kannst selbst bestimmt lernen, wann du dich bremst, und wann du beschleunigst

 

Ich bin seit 71 Jahren Bürger der Bundesrepublik Deutschland. Geboren wurde ich aber unter König George VI von England. Ich konnte schon aus der Kirche austreten, den Kriegsdienst verweigern und ich werde eines Tages selber entscheiden, wem ich gehöre.

 

Selbstbestimmungsrecht der Völker

Das Argument des Selbstbestimmungsrecht der Völker gilt für unsere Länder nur zu eigenen Gunsten. Nach der Auflösung der DDR, der Sowietunion und Jugoslawiens gilt das nicht mehr für Katalonien, den Irak, die Kurden oder in deutschsprechenden Schulklassen.

 

Selbstbewusstsein

Wir lernen nichts, wenn nicht schon etwas da wäre. Ich kann mit Menschen lernen, wenn die Lernenden klar haben, dass sie schon etwas können. Notfalls alles!

 

Viele Dinge kannst du machen, nicht weil du musst, sondern weil du sie kannst.

 

Selbstentscheidung

Geht es darum im staatlichen Schuldienst alles für existent zu erklären, was dort schon einmal gemacht wurde? So bleibt diese Schule wie sie ist. Oder geht es darum alles in Schule möglich zu machen, was einen Wechsel von der Lehrerbestimmung zur Selbstentscheidung der Lernenden bringt? So wird es nur noch mehr „freie“ Schulen geben.

 

Selbsterziehung

Auch Schulleitung führte dank meiner offensiven Alternaivität nicht zu einer dienenden Selbstveränderung.

 

"Jede Erziehung ist Selbsterziehung, und wir sind eigentlich als Lehrer und Erzieher nur die Umgebung des sich selbst erziehenden Kindes. Wir müssen die günstigste Umgebung abgeben, damit an uns das Kind sich so erzieht, wie es sich durch sein inneres Schicksal erziehen muss“

Rudolf Steiner

 

Was beeinflusst deine Selbsterziehung am meisten? Eltern und Großeltern? Genetische Weitergaben? Freunde? Schule? Deine Zeit? Die eigenen Kinder? Deine Lebenszeiten? Du dich selbst?

 

Selbst leben

DAS macht den Unterschied zu anderen Schulen, die - auf Biegen und Brechen - versuchen, ein innovatives und gutes Konzept umzusetzen. Doch es kann nur dann gelingen, wenn man selber das, was dort geschrieben steht, lebt.“

Birte Hoffmann, Uni Kiel

 

Selbstlerner*innen

Was ist besser, Lernen mit oder ohne Lehrer*innen? Natürlich sind eine tolle Selbstlerner*in und eine tolle Lehrer*in das Ideale. Angesichts der vielen überforderten Lehrer*innen ist allerdings das Selbstlernen erfolgreicher. Das bedeutet nicht alleine, ohne Hinder oder Erwachsene, ohne das „Dorf“, also das vorhandene Wissenlernen.

 

Selbstmord

„Es wäre also widersinnig den Jugendlichen davon überzeugen zu wollen, dass Selbstmord sinnlos ist“

Helmut Willke 1994, Systemtheoretiker und Wilhelm Rotthaus 1998, ärztlicher Leiter Kinder- und Jungendpsychiatrie

 

Ich sage Kindern und ihren Lehrer*innen gerne, nicht den rechten Mördern in den Selbstmord zu folgen. Ihre Entscheidung ist ihre Verantwortung.

 

Selbstprahlerei

Ohne Selbstprahlerei sollten wir nicht existieren.

 

Selbst schuld?

Viele gebildete und erfolgreiche Menschen erkennen und berichten, was Schule anrichtete. Zu viele Menschen glauben immer noch, dass sie an „ihrer Schule oder ihren Leistungen selbst Schuld“ waren.

 

Das Gefühl von Schuld ist eines der perfidesten Mittel der Erziehung.

 

Das Schulsystem hat hier eine exkludierende Wirkung, auch wenn es sie glauben macht, dass sie diese Exklusion selbst gewählt haben.“

Didier Riberon

 

Selbstständigkeit

Die einen wollen mehr Verantwortung von Kindern für die Sauberkeit des Schulhofs, der Ordnung und der Tafel, die anderen für deren eigenes Lernen, auch das der ärmeren Kinder.

 

Vielleicht gibt es an Schulen vier Sorten von Menschen. Es sind die Lehrer*innen, also die Handwerker. Es sind die Schulleiter*innen, die sagen wie die Regierenden sich Schule gerade vorstellen. Drittens sind es die Fortbildner*innen, die malen und schreiben wie es eigentlich sein sollte, ohne das es so wird. Entscheidend zur Veränderung von Schule ist aber die Rolle der vierten Gruppe, die der lernenden Schüler*innen.

 

„Menschen zu sich selber ermutigen, sich selbst übersteigen können, auch zum Du hin“

Donatus Stemmle

 

Wenn ein Kind so lernt wie du willst, stimmt etwas nicht. Lass es selber lernen oder – aus freien Stücken – mit dir oder - du mit ihm.

 

Kann Schule Ausgangspunkt eines selbstbestimmten kooperativen Lernens der Lerner selbst an der Wirklichkeit der Kinder und der Welt sein?

 

Das Problem ist nicht die Bindung der Kinder an die Mütter. Kinder brauchen Bindung. Das Problem ist die Behinderung der Abkoppelung. Die brauchst du um schon als Kind Selbständigkeit leben zu können. Das Zulassen(können) des Kontakts zu Partnern ist ein Schritt in diese Richtung.

 

Selbständiges Lernen der Lernenden verlangt das Lernen der Lehrenden.

 

Selbstüberschätzung oder korrekte Einschätzung von Schule

 

Fast alle Lehrer*innen halten sich für so gut, dass sie sich gar keine bessere Schulbildung für sich wünschen. Oder sind sie eh gut genug für die existierende Schule?

 

Selbstverständlich

Lernen selbst-verständlich werden lassen, bedeutet selbstverständlich selbst lernen lassen. Die Menschheit hatte nie Lehrer. Sie lernte alles selbst, selbstverständlich.

 

„Die einzige Gefahr für die Demokratie ist, dass wir sie für selbstverständlich halten."

Barak Obama

 

Selbstverständlichkeit, prägende

„Lehrer entscheiden für ihre Schüler, Eltern für ihre Kinder, Chefs für ihre Mitarbeiter“

Spiegel-online, 6. August 2018

Das wäre schön!

 

Selbstverständnis

Der Vorsitzende eines Heimatvereins lässt Kinder Artikel schreiben. Er sieht sie aber nicht als Autor*innen.

 

Selbstvertrauen

Als Erzieher*in oder Lehrer*in kannst du wissen was du kannst. Du kannst Examina, Beurteilern und Noten glauben, um zu wissen, dass du gut bist. Du kannst auch von Kindern wissen, dass du dir traust.

 

„Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffen kann.“

Pippi Langstrumpf

 

Selektion

Wer Kinder sitzen lässt, lässt sie auch stehen. Kinder brauchen keine Selektion, sondern Zeit und alle Chancen zur Teilhabe.

 

Schulen schieben Kinder „nach unten“ zu Förder-, Haupt-, Sekundar- oder Gesamtschulen ab. Es ist nicht das Kind, das die Schule nicht schafft, sondern die Schule schafft das Kind nicht.

 

Das Abschulen erhält das selektive System Schule. Zum Beispiel Juli 2016. Das Gymnasium Eitorf selektiert Ende des 6.Schuljahres wie jedes Jahr Kinder aus! Ich kenne drei von ihnen. Sie sind ausgesprochen bildungsfähig und begabt! Aber das Gymnasium ist nicht in der Lage sie zu „beschulen“.

 

SCHULVERWEIS! Das ist der einfachste Lösungsweg im selektiven Schulsystem, wenn Schüler*innen Probleme machen. Von der Privatschule zum Gymnasium, danach in die Gesamtschule, dann in die Haupt-oder Sekundarschule, dann Förderschulen, von dort in den Hausunterricht, ins Heim, … So entsteht „Bildungsferne“.

 

Zu viele Lehrerinnen und Lehrer wollen von den Schülerinnen und Schülern beim Unterrichten in „Ruhe gelassen werden“. Sie sagen: „Wenn Kinder das nicht können, sollen sie die Schulform wechseln.“ Sonst müssten diese Lehrer ihre Form von Schule wechseln.

 

Leiharbeit gibt es schon lange. Große Firmen gründen im eigenen Betrieb „Leiharbeiter-Firmen“, um Gesetze zur gleichen Bezahlung für gleiche Arbeit zu umgehen. In deutschen Schulen gibt es die Selektion in Haupt-, Real-, Sekundarschulen, Gymnasien und privaten Schulen „Leihlernfirmen“, also die Abwertung von Menschen viel länger.

 

Die einen lernten Bücher lesen, die anderen Playstationspielen. Ein Team gibt das bei einer selektiven Klassengesellschaft nicht.

 

Selektion, politisch

„Schließt doch einfach alle Schulen außer den Gymnasien.“

Uschi Resch, österreichisch-deutsche Pädagogin

 

Die AfD, CSU bis in die CDU, FDP und SPD wollen ein gegliedertes selektives Schulsystem. Pädagog*innen in Ministerien und höherer Verwaltung sagen in ihrer Mehrheit, dass sie nicht selektieren wollen. Die, die die Parteien wählen, wie Eltern und Lehrer*innen, betonen in ihrer Mehrheit ihren Willen zur Nichtveränderung …. Aber sie werden Schule verändern oder abschaffen müssen!

 

Gymnasiale „Lehrer*innen“ werden anders ausgebildet, besser bezahlt, beaufsichtigt und verwaltet als Lehrer*innen der Grundschulen.

 

„Es gibt „die Lehrer“ nicht! Grund- oder Volksschullehrer tun etwas anderes als Fachlehrer*innen ‚höherer‘ Schulen und – werden anders bezahlt“

Lisi Suttner, Schulleiterin Wien

 

Gymnasiale "Lehrer*innen" arbeiten in einem sozial selektierenden System, Grundschullehrer*innen in einer „Schule für Alle“.

 

Die Abschaffung der Hauptschule bedeutet keinesfalls den Anfang des Endes des selektiven Schulsystems. Begraben wird nur das duale Schulsystem, in dem jeder ein Abitur oder eine Lehrstelle haben sollte.

 

„…mit Krethi und Plethi (so wurden die Kinder der arbeitenden Bevölkerung genannt) in den gleichen Bänken“ – Das wollten die Bürger 1920 (!) ihren eigenen Kindern nicht länger antun. Seither und deshalb gibt es in Deutschland im Gegensatz zu den anderen Schulen der Welt, das selektive Schulsystem ab 10 Jahre, also keine Schule für alle. Das Gesetz von 1920 gilt immer noch!

 

Selektion psychologisch

„Bis neun, zehn machen die Kinder alles mit. Sie glauben, sie hätten die besten Eltern der Welt. Ab zwölf, dreizehn sagen manche: Fuck you, ich mache das nicht. In Deutschland haben wir unglücklicherweise auch noch diese verdammte Schule, in der schon nach der vierten Klasse selektiert wird.“

Jesper Juul

 

Wie bilden 100 weitere Jahre der fortgesetzten schulischen Selektion ihre „Opfer“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

 

Selektion sozial

„Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, sing nicht ihre Lieder.“

Franz-Josef Degenhardt

 

Es wird ignoriert, obwohl es bekannt ist: Die soziale Mischung verbessert das Lernen.

 

Immerhin ein Abbau der Selektion - oder eine andere Art von Statistik? 2006 gab die Statistik noch wieder, dass 600 Kindern in NRW der „Sprung nach oben“ in Realschule und Gymnasium gelang. Allerdings wurden 18.000 nach unten „abgeschossen“. 2010/11 kommen auf jeden Aufsteiger mehr als 5 Absteiger in NRW, in Berlin 7 und in Niedersachsen mehr als 10. In den Hauptschulen wächst 2010/11 die anfängliche Schülerschaft durch „Schulformwechsler“ um 29 Prozent, in Niedersachsen gar um 42 Prozent an.

 

Ein Stillhalteabkommen von SPD, CDU und CSU verbietet bis 2030 das Gymnasium anzutasten.

 

Klar, zu viel Sport, zu viel gesundes Essen, zu viel Lernen und zu viel Arbeit machen „krank“, weil das alltägliche Bewegen, Essen, Lernen und Arbeiten selektiv „krank“ macht.

 

Seit 100 Jahren weigert sich das deutsche Bürgertum die gleiche Schulbildung allen Bürger*innen zu bieten.

 

Self Fullfilling Systems

Die Mehrzahl der Leute, die Schule so haben wollen wie sie ist, sind das Ergebnis dieser Schulen.

 

Seriös

Das ist fucking seriös. Klarer geht’s kaum: https://www.youtube.com/watch?v=4Y1lZQsyuSQ

 

Abertausende seriöser Wissenschaftler, dazu Jugendliche und Kinder, stehen bei Umweltfragen diametral zu den Taten der Industrie, Presse und Politik.

 

Seuchen

Wie bei AIDS wird beim Corona-Virus eine Angst zur undemokratischen Abkapselung geschürt. Den Schaden haben normale Menschen und kleine Firmen. Es nutzt großen, rechten Politiker*innen und ihren Familien.

 

Sicher

Sicher bin ich als Deutscher, oder als Europäer, oder Rheinländer, oder Kölner, oder Eitorfer oder Roderaner, oder doch als Brite, Engländer, Schullte, Ire, Waliser, als Mann oder Frau, als Kind oder Alter, Geimpfter, oder doch als Russe, Chinese oder gar US-Bürger, oder als Reicher, als Reisender, "Behauster", Getesteter, Zuhause, draußen, alleine, mit Menschenrechten, mit Gott, mit Staat, als Rentner, Arbeiter, Künstler, Geist, Kranker, Querdenker, ... ?

 

Sicherheit

Es ist „die Neigung der Deutschen, Gleichheit und Sicherheit der Freiheit vorzuziehen““

Götz Aly, deutscher Historiker

 

Ich kenne eine alte Frau. Ihre Angst, ihre Hoffnungslosigkeit, ihr rechter Schrei nach Sicherheit fordern all meine Zuversicht und Liebe zu Menschen und Demokratie. Wenn ich nicht wüsste, dass Kinder anders leben und lernen können, wäre ich versucht ihr zu folgen.   

 

„Wir aber sind auf dem Weg in eine totale Medizin“

Jakob Augstein

 

Sich-etwas-gefallen-lassen

Unsere Eltern lehrten uns, „uns nichts gefallen zu lassen“ und „zuzuschlagen, möglichst, wenn keiner zuschaut“. Heute lernen wir nicht zuzuschlagen.

 

Sichtbarmachen

Sichtbarmachen was einem wichtig ist.

 

„Hinter der Fassade ‚BRD‘ sah es anders aus“

Sabine Köchel, Deutschlandfunk 9.6.2018, 21.15 Uhr

 

In der Schule wurde in den 50er und 60er nicht über Faschismus gesprochen. Selbst heute wollen viele das nicht.

 

Sichtweise

Große Teile von Presse, Medien und Wissenschaften erfinden für unsere Sprache ständig neue Begriffe, die nicht die Wirklichkeit verändern, sondern ihre Sichtweise.

 

Sieger

Siegt im Kampf zwischen nationalistischem und „demokratischen“ Kapitalismus die wirtschaftliche Herrschaft bürgerlicher Familien oder die kapitalistische Fortführung eines Sozialismus?

 

Sinn

„Sinn kann nicht gegeben, sondern muss gefunden werden.“

Viktor E. Frankl, Wiener Psychologe

 

Sinne

Unsere Sinne spielen uns keine Streiche, sondern wir erkennen nicht mehr.

 

Sintikinder

20 Jahre lang arbeiteten die Kolleg*innen der Grundschule Harmonie mit jedem Sintikind. Heute schieben sie die Kinder wieder an „Sonderschulen“ ab.

 

Sintilyrik

"Es war einmal ein Vogel

Er hatte einen Stink

Er hatte einen Baus

Damit flog er raus."

Niko, 9 Jahre alt

 

Sinti und Roma
1933 lebten einige Hunderttausende d
eutsche Sinti und Roma in Deutschland. Heute 2021 sind es weniger als 100.000. Sie werden immer noch verfolgt.

 

Skandalös

Abertausende seriöser Wissenschaftler, dazu Jugendliche und Kinder, immer mehr Erwachsene, stehen bei Umweltfragen diametral zu den Taten der Industrie, Presse und Politik.

 

Sklaverei

Sklaverei wurde vor 3ooo Jahren nach „erfolgreichen“ Kriegen eingeführt. Die USA verbot sie erst 1865. In Ländern Nordafrikas und Vorderasiens hielt sie sich noch weit ins 20. Jahrhundert. So wurde sie in Saudi-Arabien erst 1963 abgeschafft. Heute gibt es auch in Deutschland noch Menschen, die als Sklavinnen und Sklaven gehalten werden. Die Nazis führten die Sklaverei wieder ein. Dies endete 1945.

 

Sklaven werden nicht als Menschen anerkannt, sondern sind Besitz, wie eine Ware ohne menschlichen Wert. Denken, dass Ausländer, Fremde, Arbeiter, Flüchtlinge, Farbige, Angestellte, Frauen, Untergebene und auch Kinder nicht alle Menschenrechte hätten, spukt noch heute in den Köpfen der Menschen.

 

„Bereits in der nächsten Generation werden die Herrschenden der Welt feststellen, dass frühkindliche Konditionierung und Narkohypnose als Herrschaftsinstrumente sehr viel effizienter sind als Schlagstöcke und Gefängnisse, und dass Machthunger sich nicht nur dann befriedigen lässt, wenn man die Leute zum Gehorsam prügelt, sondern ebenso gut, wenn man sie mittels Suggestion dazu bringt, ihr Sklavendasein zu lieben.“

Aldous Huxley, englischer Autor

(Narkohypnose, eine Hypnose, ausschließlich über betäubende Medikamente, Narkotika, eingeleitet.)

 

Bestimmte menschenverachtende Praktiken bei Hausangestellten, Leih- oder „Zeitfirmen“, oder in der Prostitution können auch heute als Sklaverei betrachtet werden.

 

In Teilen der USA wird noch nicht einmal über Sklaverei gesprochen.

 

Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden. Niemand darf gezwungen werden, Zwangs- oder Pflichtarbeit zu verrichten. Menschenhandel ist verboten.

 

In Deutschland wird „Sklaverei“ immer anders genannt: Hauspersonal, Züchtigungsrecht, Bedienstete, Haussklaven, Arbeitssklaverei, Ehefrauen, Kindererziehung, Eigentum, Jude, Pole, Russe, Sini- und Roma, Kommunisten, Kammermohr, Kriegsgefangene, Sklavenhalterzeit, Fremdarbeiter, Arbeitsausbeutung, Unfreie, Zwangsarbeit, Menschenhandel, KZ-Häftling, Kolonialerwerb, Zwangsehe, Zwangsprostituierte, Schulpflichtige, moderne Sklaverei, Illegale, … aber es gab nie ein „Sklavenhalterecht“. Trotzdem gilt die Sklaverei seit 1949 als abgeschafft.

 

Sklaven und Freie

„Einerseits gibt es das Lernen das eines Freien würdig ist. Dies ist das Lernen um seiner selbst willen. Oder für Freunde oder für die Tugend. Andererseits gibt es das sklavische Lernen, von welchem immer dann zu sprechen ist, wenn auf Veranlassung anderer gelernt wird.“

Aristoteles

 

Smalltalk

Wenn du 20 Jahre lang in der Schule für alles, was du sagst, benotet wirst, ist es kein Wunder, dass die Menschen später lieber belangloses Zeug quatschen.

 

Smartphones

Wer Smartphones in der Schule verbietet, versucht den Beelzebub mit dem Teufel auszutreiben.

 

Wer Smartphones verbietet, will zu langweiliger Schule und schlechtem Unterricht zwingen.

 

Soldaten

„Es ist die Pflicht eines Soldaten Menschen zu töten“

Babylon 5, April 2020

 

Solidarität

Angeka Merkel und die CDU haben wenig mit Solidarität zu tun. Sie sind zu allererst mit der Wirtschaft und den Banken solidarisch.

 

Sonder- und Förderschulen

Fakt ist, an der Sonderschule Gymnasium wird seltener geholfen als an der Sonderschule Förderschule. „Förderschulen“ heißen in einigen Bundesländern wie vorher in ganz Deutschland „Sonderschulen“ und davor „Hilfsschulen“. In anderen Sprachen heißen sie „Spezialschulen“. Fast alle Länder der Welt haben sich verpflichtet jede selektierende Form einer speziellen Schule abzuschaffen. Förderung aller wird Aufgabe der Regelschule.

 

20 Jahre lang arbeiteten die Kolleg*innen der Grundschule Harmonie mit jedem Sintikind. Heute schieben sie die Kinder wieder an die „Sonderschulen“ ab.

 

Sehr oft werden Kinder dadurch angeworben, „dass Freunde und Geschwister ja schon da wären. Oder sie werben damit, dass „in kleineren Gruppen die Probleme der Kinder ja besser aufgefangen werden können“.

 

"In drei Tagen in der Grundschule Harmonie habe ich mehr über Sonderpädagogik gelernt als in 7 Semestern Studium"

Praktikant*in an der Grundschule Harmonie

 

Sonderlinge

„Man hatte sich, als wir Kinder waren, viel Mühe damit gegeben, uns den „Willen zu brechen“, wie die fromme Pädagogik das damals nannte, und hat in der Tat allerhand in uns gebrochen und zerstört, aber gerade nicht den Willen, gerade nicht das Einmalige und mit uns Geborene, nicht jenen Funken, der uns zu Outsidern und Sonderlingen machte.“

Hermann Hesse, deutscher Dichter

 

Souveränität

„Alle Souveränität geht vom Volke aus – und kehrt so schnell nicht zurück“

Kurt Tucholsky

 

Das politisch emanzipierte Volk habe stets einen verhängnisvolle Neigung gezeigt, seine Souveränität an Diktatoren und Führer aller Art abzugeben.

Hanna Arendt

 

Sozialer Rang

Schon 1957 wusste der Soziologe Helmut Schelsky, dass die deutsche Schule „zur entscheidenden zentralen Dirigierungsstelle für die künftige soziale Sicherheit, für den künftigen sozialen Rang und für das Ausmaß künftiger Konsummöglichkeiten“ wird.

 

Sozialismus

Marx und Engels hätten sich bestätigt gefühlt Anbetracht der widersprüchlichen Brexit-Entwicklungen. Einst überwand das Land den eigenen Feudalismus erst lange nach dem Beginn des Kapitalismus. Vielleicht befinden wir uns auf dem Weg zu einem Sozialismus, der anders aussieht als wir dachten. Die Wirtschaft spielt gerade mal nicht die erste Geige oder nur eine andere?

 

Sozialschmarotzer

„Unser Sozialstaat…geht nicht durch „Sozialschmarotzer“ kaputt, sondern durch erfolgreiche transnational aufgestellte Unternehmen“

Herbert Renz-Polster

 

Spaß

Für Kinder könnte mit der Schule der Spaß des Lebens beginnen, wenn nicht für so viele Eltern der Ernst des Lebens begänne.

 

Spass

Für Rheinländer heißt das Wort „Spass“. Die Spass-Austreiber sind weiter unterwegs.

 

„Die Seele ernährt sich von dem, worüber sie sich freut.“

Augustinus, 354 – 430

 

„Nur wem mer fiere, künne mer jot liere.“

Schull- un Veedelszöch Köln 2015

 

„Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag.“

Charlie Chaplin, englischer Schauspieler

 

SPD
Die SPD versucht die Krisen des Kapitals zu lösen.

 

Spiegel

„Meine Rolle in der Gesellschaft besteht wie die eines jeden Künstlers oder Poeten darin, das auszuleben, was wir alle fühlen, und nicht etwa darin, den Leuten vorzuschreiben, was sie zu fühlen haben – nicht als Prediger, nicht als Führer, sondern als Spiegelbild von uns allen.“

John Lennon

 

Spiel

„Die Begegnung von Spiel und Realität zeigt die Veränderbarkeit von Mensch und System.“

Andrea Platte

 

„Die Quelle alles Guten liegt im Spiel“

Friedrich Fröbel, deutscher Pädagoge 1782-1852

 

Zu viele Lehrer*innen, - selbst in der Grundschule - kennen zu wenig Spiele. Sie behandeln Fachwissen ohne spielerisches Lernen.

 

Zu viele Lehrer*innen lassen das Spiel der Kinder, dass zu eigenem Lernen führt - und bereits Lernen ist - nicht zu.

 

„Die größte Kunst ist, den Kindern alles, was sie tun oder lernen sollen, zum Spiel zu machen.“

John Locke, englischer Philosoph 1632-1704

 

Wie gut muss ein Kindergarten sein, wie glücklich Eltern, wenn ihr Kind nur gespielt hat.

 

Spiel ist somit eine Form der subjektiven ästhetischen Erfahrung

 

„Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen als im Gespräch in einem Jahr.“

Platon, griechischer Philosoph

 

Ich halte jede schulische Situation, in der gespielt wird, für kindgerecht und lehrreich.

 

Im Spiel erproben und üben wir uns.

 

Spielen

„Mit Kindern in's Spiel kommen“

Claudia Korth-Kreimendahl

 

"Spielen ist die einzige Art richtig, richtig verstehen zu lernen.“

Frederik Vester

 

„Wenn Kinder sagen, dass sie zu wenig spielen, müssen wir morgens beim Lernen mehr spielen.“

Frühkonferenz der Grundschule Harmonie

 

Spieler

Ich bin ein Spieler. Nur so wurde der homo ludens neben den homo sapiens gestellt. Nur so halte ich die Welt aus.

 

Spielräume

Lehrer*innen die für sich selbst gerne große Spielräume verlangen, können bei Kindern das Gegenteil. Sie verbieten Handys und Mützen, schreien bei Überforderung oder bestehen auf Regeln.

 

Spiel, Theater

„Im Rollenspiel als Forumtheater lernst du die Kleinigkeiten, die alles verändern.“

Lehrerin aus Oberösterreich

 

„The Theatre of the Oppressed is theatre in this most archaic application of the word. In this usage, all human beings are Actors (they act!) and Spectators (they observe!).“

Augusto Boal

 

Spionieren

An der Grundschule Harmonie gaben Kinder und Eltern bei der Einschulung drei Klassenwünsche bei 8 bis 9 Altersgemischten Klassen 1-4 an. Die Schulleitung entschied, wer in welche Klasse kam. Es gab nicht, wie an anderen Schulen Klassen mit einem sozialen Schwerpunkt oder die Absprache aufgrund besonderer Beziehungen zur zukünftigen Klassenlehrer*in. Wenn wir nun bei einem Kind besondere Probleme mit Lernen, Freudefinden oder Freundefinden entdeckten, wurde dem Kind im Klassenrat empfohlen in einer anderen oder mehreren Kassen „spionieren“ zu gehen. Sie oder er sollten herausbekommen, wie woanders gelernt wird, wie andere lernen. In der Mehrzahl kamen sie zurück und berichteten. Andere fanden in einer anderen Klasse eine neue Lerngemeinschaft. Auch Erwachsene lernten diese Systemveränderung für das Kind.

 

Sport

„Die professionellen Schwimmer haben diesen perfekten Körperbau nicht, weil sie ausgiebig trainieren. Es ist anders herum: Sie sind gute Schwimmer, weil sie so gebaut sind. Ihr Körper ist ein Selektionskriterium, nicht das Resultat ihrer Aktivitäten.“

Rolf Dobelli, Schweizer Industriemanager und Autor

 

Technik und Werbung lassen uns elektrisch Schneeschippen, beim Rasenmähen sitzen und Blätter mit einem umgekehrten Staubsauger wegmachen. Zum "Ausgleich" machen wir Sport.

 

Sprache

„Der Mensch ist das Lebewesen, das nicht nur in der Welt, sondern in gleichem Maße auch in der Sprache lebt.“

Gert Scobel, deutscher Philosoph und Moderator

 

„… das Ende ist aber nicht, dass uns gewisse Sätze unmittelbar als wahr einleuchten, … sondern unser Handeln, das am Grunde des Sprachspiels liegt.“

Ludwig Wittgenstein, jüdisch-österreichisch-deutsch-englischer Philosoph, 1951

 

„Nothing you can sing that can't be sung. There's nothing you can do that can't be done.“

John Lennon & Paul McCartney

 

„Unsere Aufgabe ist es zu verstehen, Kinder und ihre Sprache zu verstehen – nicht umgekehrt. Ihre Sprache ist ein Abenteuer, sie forschen darin und damit.“

Christian Schreger

 

„Jeder Gegenstand der Welt kann von einer geschlossenen, stummen Existenz zu einem besprochenen, für die Aneignung durch die Gesellschaft offenen Zustand übergehen … Durch unseren Umgang mit den Dingen, und insbesondere durch unsere Sprachform überführen wir ihre stumme Existenz in den Raum der Wörter, des Denkens, der Sprache und führen sie dadurch in die menschliche Gemeinschaft ein. Die Dinge sind nicht mehr stumm, sondern leben mit und unter uns.“

Gert Scobel

 

„Durch die Sprache kann man nicht vermitteln. Durch die Sprache kann man nur orientieren.“

Humberto Maturana

 

“Die Sprache ist der große Kanal, durch den die Menschen einander ihre Entdeckungen, Folgerungen und Erkenntnisse vermitteln.”

John Locke

 

Sprache der Schule

Wie veraltet und verräterisch die Sprache der Schule ist:

Du bist ein „guter oder schlechter Schüler“. Du bist „dumm oder schlau“. Du schreibst „Arbeiten“. Du bleibst „sitzen, kleben oder hängen“. Du „wiederholst“ ein Schuljahr. Du musst „nachsitzen“ .Du „bekommst frei“. Du sollst dich „melden“ und warten bist du „dran genommen“ wirst. Du lernst „Stoff“ oder ein „Pensum“. Du bekommst „schlechte und gute Noten“. Du wirst „bewertet“. Du hast deine „Hausaufgaben“ nicht gemacht. Du bekommst „Nachhilfe“. Es gibt eine „Vertretungs- oder eine Freistunde“. „Deine „Arbeit“ ist daneben. Du hast „eine Stunde“. Alle müssen zur Schule gehen. Du bist ein „Inklusionskind“. Du gehst zur „Sonder- oder Förderschule“. Du „kommst nicht mit“. Du lernst „schön“. Du bist in einer „Klasse“. Du bekommst einen „Eintrag“ ins Klassenbuch. Du sollst „ruhig sitzen“. Du wirst „unterrichtet“. Du sollst „aufpassen“. Du lernst das „Auswendiglernen“. Du „fällst durch“ eine Prüfung.„Schwänzer“ dürfen nicht „fehlen“. Du erhältst „Zensuren“. Du musst „abschreiben“. Du „fliegst raus“. Du wirst „bestraft“ mit „Strafarbeiten“. Du sitzt „in Reih' und Glied“. Du wirst „entlassen“. Du lernst „nicht richtig“. Du bist zu „faul“. Du bist „pünktlich“. Du „erreichst das Ziel“ der Klasse. Du lernst „für den Test“. „Fehler“werden rot angestrichen. Lehrer*innen „berichtigen“ deine „Arbeiten“.

 

Sprache, eigene

Hier erscheint es als zentral, sich die machtvollen Auswirkungen der (eigenen) verwendeten Sprache bewusst zu machen und diese auf mögliche (Ab-)Wertungen, Barrieren oder Diskriminierung hin kritisch zu untersuchen.

nach Rebecca Maskos

 

Sprachen

Kinder lernen erst denken, ohne Sprechen oder sogar Sprachen zu können.

 

In Deutschland sprechen circa 64 Prozent der 4-5-jährigen eine von der Umgebungssprache abweichende Familiensprache.

nifbe/WiFF 2016

 

Ich lernte in vier Sprachen zu reden und zu denken. Das waren erst Deutsch und Kölsch, danach Latein und sehr viel Englisch. Ich lernte immer mehr Italienisch, Türkisch und Französisch, zumindest zu verstehen.

 

Bis zum zweiten Lebensjahr lernte ich Denken ohne Sprache.

 

Sprache und Einstellung

Wenn die arabisch-hebräischen bilingualen Teilnehmer auf Hebräisch getestet wurden, zeigten sie gegenüber Juden eine positivere Grundhaltung als bei den gleichen Tests auf Arabisch.

 

Anscheinend spielt die Sprache eine viel größere Rolle für unser geistiges Leben, als die Wissenschaftler früher annahmen. … Demnach dürfte es beim Erwachsenen kaum Denkvorgänge geben, bei denen die Sprache keine Rolle spielt. Ein Grundzug menschlicher Intelligenz ist ihre Anpassungsfähigkeit – die Gabe, Konzepte über die Welt zu erfinden und so abzuändern, dass sie zu wechselnden Zielen und Umgebungen passen. … Unsere Denkweise prägt die Art, wie wir sprechen, aber der Einfluss wirkt auch in der Gegenrichtung. Bringt man Menschen zum Beispiel neue Farbwörter bei, verändert dies ihre Fähigkeit, Farben zu unterscheiden. Lehrt man sie, auf eine neue Weise über Zeit zu sprechen, so beginnen sie, anders darüber zu denken. Man kann sich der Frage auch anhand von Menschen nähern, die zwei Sprachen fließend sprechen. Nachweislich ändern bilinguale Personen ihre Weltsicht je nachdem, welche Sprache sie gerade verwenden.“

Lara Boroditsky

 

Der Mensch schreitet dadurch fort, dass er sich eine Sprache formt, um die Welt seiner Zeit zu denken.“

Antoine de Saint Exupéry

 

„Da es keine Realität gibt, welche unabhängig von Sprache existiert, heißt das, dass wie unsere Realität kontinuierlich neu konstruieren.“

Gunilla Dahlberg

 

Früher achteten wir sehr darauf, wer die neuen Kernbegriffe mit Inhalten besetzte. Heute geht’s um die ganze Sprache, in den elektronischen Medien, in der Presse, in Schule und Bildung, in der Öffentlichkeit. Menschen bestimmen mehr denn je die Wirklichkeit durch die Sprache, die sie (nach)sprechen. Wir verändern uns, unsere Wirklichkeit und unser Sprechen.

 

Vorsicht, wenn neue Wörter kreiert werden. Sie klingen bekannt und gehen leicht über die Lippen. Es sind „Transformation“ oder „Reform“, „Lügenpresse“ oder „Gutmensch“, „Sekundarschule“ oder „Classroom Management“, „Verstärkerpläne“ oder „Trainingsraum“ und viele mehr. Prüft erst ihre Absicht!

 

Sprachen

Johann Comenius sprach viele Sprachen. Zwei sind ihm die wichtigsten. Das eine ist die eigene Sprache, in ihr soll, so Comenius, der Unterricht stattfinden. Er sprach böhmisch. Heute ist das bei uns Bayrisch oder Kölsch, Deutsch, Türkisch, Arabisch oder Paschtu oder… Das zweite ist die Verständigungssprache aller. Das ist heute Englisch. Bei Comenius war es Latein.

 

Warum sind in unseren Schulen nicht alle Sprachen, in denen wir denken - neben Deutsch und Englisch - präsent? Wir haben unsere Familiensprachen, unsere Dialekte und alle Sprachen aller unserer Herkunftsgebiete. Wir sind aberhunderte von Sprachen!

 

Die hundert Sprachen

Ein Kind hat hundert Sprachen - hundert Hände - hundert Gedanken - hundert Weisen zu denken, zu spielen und zu sprechen.- Immer hundert Weisen zuzuhören, zu staunen und zu lieben - hundert Weisen zu singen und zu verstehen - hundert Welten zu entdecken - hundert Welten zu erfinden - hundert Welten zu träumen - Ein Kind hat hundert Sprachen, doch es werden ihm 99 geraubt. - Die Schule und die Umwelt- Trennen ihm den Kopf vom Körper. - Sie bringen ihm bei, ohne Hände zu denken - ohne Kopf - zu handeln ohne Vergnügen - zu verstehen ohne Sprechen - zuzuhören - nur Ostern und Weihnachten - zu lieben und zu staunen. Sie sagen ihm, dass die Welt bereits entdeckt ist - und von hundert Sprachen rauben sie dem Kind 99. - Sie sagen ihm, dass das Spielen und die Arbeit - die Wirklichkeit und die Phantasie - die Wissenschaft und die Vorstellungskraft - der Himmel und die Erde - die Vernunft und der Traum Dinge sind, die nicht zusammengehören. Sie sagen also, dass es die hundert nicht gibt. Und das Kind sagt: Aber es gibt sie doch.“Loris Malaguzzi, Italien

 

„One language sets you in a corridor for life. Two languages open every door along the way“

Frank Smith

 

Menschen, die mit zwei oder drei Sprachen aufwachsen haben Lernvorteile. Junge Leute können Deutsch und Englisch, manchmal noch ihren Dialekt. Durchschnittliche „Flüchtlingskinder“ lernen zwei Sprachen mehr.

 

Schule verbietet uns allen (!) seit Jahrzehnten unsere Dialekte, also unsere Sprache zu sprechen. Sprachen wie Romani und Jiddisch, Kurdisch und Panjabi, Kölsch oder Schwäbisch waren oder sind nicht erwünscht. Sie sind weniger „wert“. „Wenn du nicht anständig Deutsch redest, hast du hier nichts verloren“, war und ist der Lieblingsspruch vieler Gymnasiallehrer. „Integration“ verlangt wieder zu aller erst das Lernen der deutschen Sprache.

 

Wir machen unsere Welt mit unserer Sprache. Sprache verändert sich und dich. Du veränderst Sprache. Sprachen sind lernbar. Sprechen ist lernbar. Wir sind Sprache.

 

In Österreich führte Maria Theresia deutschsprachige Schulen ein, damit ihre Untertanen die militärischen Befehle verstanden.

 

Sprachliche Bildung

"Inklusion und Sprachliche Bildung gelten inzwischen als Schlüssel zur Bildung"

Anke König, Tina Friedrich

 

Sprachmissbrauch

Fast alle Begriffe unserer und anderer Sprachen kennen den Ursprungs- und den Missbrauchsaspekt ihrer Bedeutung.

 

Sprechen

Noch immer werden Menschen am Sprechen unterschieden. Du bist akzeptiert, wenn du die Sprache der „Höhergestellten“ sprichst. Bildung ist nicht mehr allein die Bildung in klassischer Literatur und Kunst. Über gesellschaftliche Chancen entscheidet heute schärfer denn je der Grad deiner schulisch-gesellschaftlichen Bildung!

 

Ersetzen Sie in allen Ihren Sätzen, die Sie über Schüler*innen sagen, das Wort Schüler*innen“ durch „Menschen“ Schon veränderst du dein eigenes Handeln.

 

Unser Sprechen ist ein Ensemble artikulierter Bilder. Jedes Wort ist schon ein Bild. Kinder bilden zuerst Ein-Wort-Sätze.

 

Was ich gesagt habe, weiß ich erst, wenn ich die Antwort meines Gegenübers gehört habe.“

Paul Watzlawick, österreichischer Psychologe

 

„Das Sprechen zur Einheit mit Denken und Handeln werden lassen.“

Lew Wygotski

 

Sprechen und Können

Macht das Sprechenkönnen zur geübten Selbstverständlichkeit für jedes Kind. Es wird Generationen dauern, bis so die Menschen jederzeit und überall ihre Stimme gegen jedes Unrecht und jede Unbildung erheben.

 

Sprooch, ming

Minger Sprooch ze Ehr: Et es wie et es – Et kütt wie et kütt – Et hätt noch emmer joot jejange – Et hätt noch schlemmer kumme künne – Wat fott es, es fott – Et bliev nix wie et wor – Do häste nix ze kamelle – Maat et jot, evver net ze of – Wat sull dä Käu – Drink doch ene met – Mer muss och jönne künne – Mäht nix – Levve un levve losse – Jede Jeck es anders.

 

Spürbar

Demokratie ist lernbar, nicht als Fach, sondern, wenn sie spürbar für mich gilt.

 

Spuren und Spüren

In den meisten Schulen wird immer noch das Spuren gelehrt. In vielen lernst du das Spüren. Einige finden ihre Spuren selbst.

 

Staat

„Dabei ist grad der Staat das größte Übel“

Georg Kreisler

 

Staatsdiener

Polizist*innen, Lehrer*innen, Verwaltungen, Wissenschaftler*innen, Kirchenleute, Jurist*innen, Soldat*innen sind Staatsdiener*innen. Alle werden staatlich gebildet und ausgebildet, die Anderen von Firmen und Unternehmungen für die sie arbeiten.

 

Staat und Übergriffe

Ich will niemanden dadurch gefährden, dass sie oder er glaubt mich zu gefährden.

 

Stacheldraht

In den USA wurde der Stacheldraht 1878 erfunden. Er sollte den Besitz bewachen. Später wurden so Meschen "bewacht", Gefangene, Häftlinge, Soldaten, Industriearbeiter, Landesbewohner, ... Manchmal reichen Mauern.

 

Stadtluft

Stadtluft machte viele frei. Aber es dauert bis man sie atmen kann.

 

Stammesfürsten

Wissenschaft und Denken sind so viel weiter als Politik, die oft und gerne auf dem Stand von Stammesfürsten ist.

 

Stand-Art

Kinder, Jugendliche und Eltern erfahren Gesamtschulen und Gymnasien als nicht funktionierende Ausbildung durch standardisierte Lehrer*innen.

 

Standpunkt

Okay, jeder sehe sich da wo er will, links, in der Mitte oder rechts. Aber ich stehe bei den Menschen hinten. Die 2% vorne haben allerdings viele Helfer.

 

Werden Menschen erst zu Menschen, wenn sie riechen wie wir stinken?

 

Statistik

„Ich will den Schulen nicht unterstellen, dass sie die Statistiken getürkt haben. Und doch sind ihre Aussagen wertlos“.

Rolf Dobelli, Schweizer Industriemanager und Autor

 

Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“

Bischhof Otto Dibelius

 

Staunen

Lass jedem Kind seine Zeit zum Staunen, Wahrnehmen und Forschen. Nicht, damit es lernt was du willst, sondern es wird selbst beobachten, denken und handeln.

 

Sterbefälle

Das Robert-Koch-Institut geht nach jetzigem Stand nicht davon aus, dass die Pandemie einen erkennbaren Effekt auf die gesamtgesellschaftlichen Sterbefälle haben wird.

Das RKI am 12.12.2020

 

Sterben

Ich muss das millionenfache Sterben und Töten schon vor meiner Vergangenheit ständig in sinnvolles Leben verwandeln.

 

Die größte uns bekannte individuelle Konstante in unserem Lernen und Leben ist, dass wir sterben werden.

 

Die Lebenden tun so als ob die anderen nicht sterben dürfen. Dabei stirbt jeder, - und das ist ein Tabu!

 

"Manche Menschen würden eher sterben als nachdenken. Und sie tun es auch."

Bertrand Arthur William Russell

 

StimmHaft

In meiner eigenen Schulzeit war ich „dumm“. Dann wurde ich „schlau“, weil ich Unterricht, Lernen und Schule verändern konnte.

 

Was stimmt da nicht?

 

Stören

“Wer stört ist gestört”, eine ganz dumme Redensart. „Hör das auf, das stört“ war ein Spruch meiner Lehrer.

 

Hoffentlich störe ich manchmal.

 

Störung

Wenn die Gruppe lernt, sich inklusiver zu verhalten, mindern sich die Auffälligkeiten derer, die vorher als „störend“ galten.

 

Strategie

Wenn dir etwas nicht gefällt, ignoriere es - hebe nur das Positive hervor.

 

Die beste Strategie ist das zu wissen was man will und sein Gegenüber ernst zu nehmen.

 

Streiten

Noch schlimmer ist das schweigende Nicht-Aneinandergeraten der Menschen, ihre Distanz.

 

Studierende

Ein paar dieser Menschen machen eine allgemeine Ausbildung zum Schulmeister zu ihrer Bildung zum lernenden Erwachsenen.

 

Strafarbeit

Schule kennt noch immer die menschenfeindliche Bestrafung durch Arbeit.

 

Strategien

Entscheidende Strategien der Nazis für das Denken, das sie schon in der Schule lehren wollen: Modernste Formen, Nichtvertrauen in Demokratie, rücksichtslose soziale Verantwortung und Aggression für sich selbst.

 

Strategie und Taktik

Ich bin altmodisch. Bei allem Handeln sehe ich die Strategie der Bildung zu mehr Menschenrechten. Andere ändern ständig ihre Taktik nach den neuesten Vorgaben, um es anderen Recht zu machen.

 

Stress

Ein Kind an einer Schule geht in der Regel 8 Stunden zur Schule. Hinzu kommen die „Hausaufgaben“. Damit liegen Kinder über der durchschnittlichen Arbeitszeit ihrer Erwachsenen.

 

Viele engagierte Menschen in Kindertagesstätten, Grundschulen, Schulen, Altenheimen, häuslicher Pflege, Familie oder anderen sozialen Einrichtungen fühlen sich systematisch überfordert und ausgelaugt. Hierfür gibt es zwei Grundlagen: Die katastrophale Unterbesetzung der Plan- und Realstellen und den permanenten Krankheitsstand. Zum zweiten sind es veraltete konservative, oft menschenfeindlichen Arbeitsmethoden, die Kunden, Pfleger, Erzieher und andere deckeln, aber nicht ihre Kräfte freisetzen. Beide haben, egal wie man es dreht und wendet, ihre Ursache im Umgang des kapitalistischen Systems mit dem eigenen Profit und den nicht Profit bringenden Bereichen der menschlichen Gesellschaft.

 

„L’école est pressée, trop pressée.“

Celestin Freinet

 

Eine sehr freie Übersetzung: „Schule will nach vorne peitschen, das ist sehr viel Peitsche“

 

Struktur

Versprecher sind manchmal klasse: „Manchmal mangelt es an fehlender Strukturlosigkeit“.

Kinder können lernen, Transparenz und Struktur der eigenen Arbeit zu formen.

 

Struktur des Lernens

Nicht die Struktur der Schule den Kindern lehren, sondern die Struktur des Lernens jedes Kindes finden.

 

Unsere Struktur ist die Verschiedenheit des Lernens jedes Menschen

 

Vielmehr geht es immer darum den Zugang zum eigenen Handeln und Lernen vom Kind selbst finden zu lassen. Wir können nur beraten, begleiten und äußerst zurückhaltend den Kindern das eigene Gehen auf eigenen Lernwegen in eigenen Zeit-Räumen lassen.

 

Autokratische Lehrer sagen gerne, dass die, die das Lernen öffnen wollen, keine Struktur vorgäben. „Intelligente“ bräuchten Struktur und „Schwächere“ erst recht. Was sagt die Wissenschaft: „Autokratische Lehrer fördern deutlich mehr Regression beim Lernen.“ „Buch-Raus-Lehrer“ arbeiten laisser-faire und „Laisser-faire Lehrer fördern deutlich mehr Regression beim Lernen. … Mit demokratischen Strukturen lernen die Kinder mehr.“ Sagt die Wissenschaft.
(Ergebnis eines soziologisch-psychologischen Experiments von Ronald Lippitt und Ralph White, USA in den 1970er Jahren.)

 

Bestimmte Eltern sagen gerne „Mein Kind verträgt kein offenes Lernen. Es braucht Struktur. Es will wissen, was es lernen soll.“ – Das ist gegen die Natur des Menschen. Menschen lernen eigenverantwortlich! Sie brauchen aber eine helle Umgebung.

 

Struktur ist nicht die Fähigkeit das Lernen eines Kindes zu verstehen, sondern Kindern wieder ein eigenes selbst-strukturiertes Lernen zu lehren.

 

„Es ist zu wünschen, dass diese Forschungsarbeit Eingang findet in die endlosen Diskussionen über traditionelle und progressive Erziehung, dann blieben wir endlich von diesen falschen Dichotomien verschont.“

Charles Hampton-Turner, Hirnforscher, Cambridge und Harvard 1980

 

Vermeidet die Strukturen des Unterrichtens, damit die Kinder Strukturen ihres eigenen Könnens finden können.

 

Wir alle werden in einer Schule gebildet, die von einer Theorie der Bildung, nicht von den Menschen ausgeht. Die Wissenschaften vertun sich, da sie ihre Theorien von Strukturmodellen bilden. Alles, was lebt oder „tot“ ist, hat und ist aber bereits Struktur, weil es erfolgreich existiert. Menschen sollten nicht Strukturen angepasst werden, vielmehr können Menschen Strukturen schaffen, die selbst sind.

 

Strukturen

Die Strukturen des Essens, Schlafens und Arbeitens sind in Knast, Anstalt, Heim oder Schule eher gegeben.

 

Strukturen und Wissenschaft

Der beauftragten Wissenschaft bleibt nur die Aus-Rede, dass der Mensch Struktur bildet, damit er versteht. Und dabei versucht er dauernd bestehende Strukturen zu untersuchen.

 

Studienfinanzierung

"Die Studienfinanzierung ist nur auf die Mittelschicht ausgerichtet…. Semesterbeitrag von 400 Euro… Ein Problem ist auch, dass viele Politiker Akademiker sind und keinen Kontakt zu Menschen haben, für die das ein Problem ist.“

Katja Urbatsch, Arbeiterkind.de, 2018

 

Sehr viele Studierende müssen ihr Studium gleichzeitig verdienen. Wie soll das gehen?

 

Studieren

„Studieren dauert zu lange, ist langweilig und ineffektiv. Es gibt zu wenig Gelegenheit zur eigenen Praxis und deren Reflexion. Wir fürchten die Realität der Schule und deren Eltern.“

Linzer Studentinnen 2018

 

Studium

Nach gut 20 Jahren Schule und Kita bricht ein Drittel aller Menschen sein Studium ohne Abschluss ab. Wer wird dann Lehrer*in? Kommen nur die „Harten in den Garten“?

 

Mein langjähriges Seminar in der Lehrer*innenbildung der Uni Bremen hieß „Auf der Suche nach dem Glück. Zur Professionalisierung des Lehrer*innenberufs“.

 

Nach meinem Studium wurde mir klar, dass fast alle meine Lehrer*innen nicht wussten, wie „Pädagogik“ geht. Eigentlich gab das niemand zu.

 

Ich habe einfach Mathe und Deutsch nicht studiert, weil es zu doof war. Dann gab‘ ich die Fächer ein Leben lang an Schulen“.

 

"Mein Lehramtsstudium kurz zusammengefasst: Ich lerne im Frontalunterricht, wie schlecht Frontalunterricht ist und muss dann auswendig lernen, wie schlecht auswendig lernen ist."

Eine Lehramtsstudentin, zitiert nach Spiegel-online 2018

 

Studium und Wissenschaft

Ich glaube, eines der wichtigen Dinge für Studies ist das Beschreiben der eigenen Arbeit in Arbeiten. Mit wissenschaftlichen Methoden ordnen sie sich selbst, sehen die Ordnung von Welt und den Zusammenhang mit sich selbst.

 

Professor*innen versuchen an aller Regel den Student*innen ihr Professoren-Thema aufzudrücken.

 

Stufen

Ein Thema vorgeben und dann lernen lassen - Eine Lernlandschaft gestalten und lernen lassen - Die Welt als Lernlandschaft anbieten und lernen lassen - Die Lernenden selbst in der Welt lernen lassen und die Lernlandkarten anderer anbieten.

 

Stundenplan

Eine Schule an der gelernt wird, braucht keine Stundenpläne. Manchmal braucht ein Kind zwecks Eigenstrukturierung für eine kürzere Zeit einen Plan. Der beste aller Pläne an der Grundschule Harmonie war ein „Freundesplan“. Das Kind schrieb auf, wann er mit wem und wann er alleine arbeiten wollte.

 

Manchmal beginnt die Veränderung von Schule auch mit der Veränderung des Stundenplans. Dabei Stehenbleiben verändert aber nichts.

 

Sturheit

Wer geschlagen wird, muss stur sein ...

 

Suchen

In Schule und Kindheit nicht alles stereotyp sichtbar machen. Ich liebte es als Kind Dinge oder Tiere zu suchen.

 

Suggestion

„Bereits in der nächsten Generation werden die Herrschenden der Welt feststellen, dass frühkindliche Konditionierung und Narkohypnose als Herrschaftsinstrumente sehr viel effizienter sind als Schlagstöcke und Gefängnisse, und dass Machthunger sich nicht nur dann befriedigen lässt, wenn man die Leute zum Gehorsam prügelt, sondern ebenso gut, wenn man sie mittels Suggestion dazu bringt, ihr Sklavendasein zu lieben."

Aldous Huxley

 

Supererziehung

Werbung kann alles, Jetzt wird und die "Supererziehung" angeboten.

 

Wissenschaft macht den Rest. Du musst nur zitieren.

 

Superful

Das Leben ist "superful". Noch heute muss ich grinsen wie die Rechten, deren Verwaltung und ihre Parteien einer Schule zusehen mussten, die sie nicht wollten, - aber ich!

 

"Superful"

John Lennon

 

Angelas Tochter, Canadierin und Deutsche, guckte mich schräg an und sagte "Das Wort 'superful' gibt's nicht".

 

Superreiche

"Die Corona-Krise macht allen Deutschen finanziell irgendwie zu schaffen? Dass das eine Mär ist.

Die Zahl der Menschen mit über 100 Millionen US-Dollar, wuchs im Krisenjahr in Deutschland auf 2900."
Globat Wealth Report 2021

 

Alleine die ersten 10 der halben Million deutschen Dollarmillionäre besitzen 202 Milliarden Dollar.

 

16 Millionen "Deutsche" sind armutsgefährdet, eine halbe Million sind reich. 64 Millionen sind gut versorgt.

 

Surrealismus

Im Surrealismus tauche ich in eine nicht existierende Realität ein, in der es mir scheißegal ist, ob diese für mich im Augenblick der Erfahrung existiert.

 

Ich liebe den Surrealismus

 

System

„Bewährte“ Methoden, ritualisierte Abläufe, in der Ausbildung gelehrte Denk- und Handlungsmuster, sorgfältig erarbeitete Unterrichtswerkzeuge, neueste Didaktiken, den Eltern bekannte und von ihnen gewünschte Programme, von Firmen favorisierte Untersuchungsmittel, wissenschaftlich fundierte Fachcurricula, korrekte gesetzlich überprüfte Umgangsweisen, die vielen „Das-machen-wir-immer-schon-so“, amtsglatte Rechtsvorschriften, ausgeklügelte Beobachtungsbögen, supervisionierte Konferenzen, teuer bezahlte Audits. Sie können noch so veraltet, grottenschlecht oder sogar falsch sein, sie erhalten erfolgreich das System „Bildung“. Und das macht es so schwer veränderbar.

 

Die einen erfüllen innerhalb des vorgegebenen Systems Schule ihre Aufgabe nach bestem Wissen und Gewissen. Die anderen können nicht anders als mehr von sich, anderen und einem demokratischen Leben zu verlangen.

 

Ob Lehrer*innen oder Schüler*innen, wir werden in ein Schul- und Bildungssystem hineingezwungen, das wir selbst geschaffen haben. Zumindest kannst du in diesem System verändern, was veränderbar ist.

 

Wie stark ist das System Schule, wenn es nach nur wenigen Jahren aus so vielen demokratischen Studierenden bewertende und unterrichtende Lehrer macht.

 

Der gleiche Text führt bei jedem Zuhörenden zum eigenen Verständnis. Verlangt das Schulsystem das Gegenteil?

 

„Der Vernünftige verliebt sich leicht in Systeme. Er ist immer geneigt, seinen Instinkten zu misstrauen.“

Hermann Hesse

 

Das "System" ist kein Entschuldigungsgrund. Denke selbst!

 

Systemik

 Erst wollten die Herrschenden das System zur Grundlage der Systemik machten. Als dieses sich als zu schwierig erfuhr, schafften sie die Systemik ab.

 

„Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ / „Aber selbst das wissen viele auch nicht.“

Aristoteles/ Heinz von Foerster

 

Nicht den Kontakt zu sich selbst und der Welt immer weiter vereinfachen, sondern so viel Komplexität wie möglich in eigener Freiheit erfassen.

 

Du musst auch verlieren können!

 

„Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen bringen, dass man ihnen ihre eigene Musik vorsingt.“

Karl Marx

 

Wenn die Lösung das Problem ist…“

Paul Watzlawick, Wiener Psychologe

 

Systemik und Armut

Ich bin als bürgerlicher und somit menschenrechtlich denkender Mensch jemand, der Systemik nur mit dem Ziel der Abschaffung der Armut denken will.

 

Systemik und Macht

Systemiker behandeln Machtverhältnisse als „gegeben“. Für mich leugnen sie, dass die Menschen ihre eigene Welt nur so konstruieren können, wie es die jeweils Mächtigen bestimmen oder zulassen.

 

Systemik wird gerne als die vollkommene Optimierung des Bestehenden verstanden. Systemik bedeutet aber die verändernde Bearbeitung des Bestehenden zu Gunsten aller!

 

Viele systemisch denkende Menschen erwecken bei mir den Eindruck, dass sie „trotzdem“ erziehen wollen.

 

Systemik und Menschen

„Nehmt de Menschen wie se sind. Andere jibt es nicht.“

Konrad Adenauer

 

„Der Mensch mag für sich selbst und für Beobachter als Einheit erscheinen, aber er ist kein System.“

Niklas Luhmann

 

„Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt, ist ein Mensch.“

Erich Kästner

 

Alle Experimente, ob naturwissenschaftlich, sozial, ästhetisch oder literarisch sind so zu gestalten, dass die Achtung vor jedem Menschen erhalten bleibt.

 

Systemik und Schule

„Schule ist im Wesentlichen damit beschäftigt Kinder zu trivialisieren.“

nach Heinz von Foerster

 

Schulsysteme sind zu aller erst selbstherrlich hierarchisch. Sie arbeiten nach der Regel: Lernende passen sich dem System an. Ein gutes System aber passt sich den Regeln der Lernenden an.

 

Eine Wissenschaftlerin fragte angesichts von Forschung und Schulrealität: „Wie formt das den pädagogischen Blick auf Kinder?“ So weit gut. Aber sollten wir nicht fragen: „Wie formt dies den pädagogischen Blick der Kinder auf uns Erwachsene?“ „Wie formt dies den Blick der Kinder auf sich selbst und ihr Erwachsenwerden?“

 

„I like hiring young teachers who are not damaged by general educational system.“

James Brightman, Head Teacher of International School in Velden, Carinthia

 

Frage an das Kind: „Was kann die Schule tun, damit es für dich in Ordnung ist?“

 

Als sie verschmutzte Toiletten hatten, versammelten sich alle Toilettenbenutzer der Grundschule Harmonie. Sie beschlossen, dass 4 Kindern ab sofort die Toilettenbesitzer wurden.

 

Das Team der Grundschule Harmonie machte einmal im Monat eine „Kinderkonferenz“, um mit systemischen Mitteln zu lernen, Kinder anders zu sehen.

 

„Wer benimmt sich schlecht, wenn er sich wohl fühlt?“

Mauricio Wildt

 

Systemik wird gerne als Anpassung der Menschen an „ihre“ Systeme verstanden. Ging es nicht anders herum?

 

Systemisches Denken

Ist „systemisches Denken“ nicht gewollt? Dummheit, Absicht oder altes Denken? Zunehmend wird von staatlicher und medialer Seite der Begriff gebraucht als „auf bestehende, nicht zu verändernde Systeme bezogen“.