Labern
Das "Laber-Rhabarber", das "keiner mehr hören" will.
Kevin Künert

Und in Fragen der Bildung labern sie noch immer.

 

Lachen
Lachen gehört zum Lernen.

 

Du kannst mir das Brot wegnehmen, du kannst mir die Luft nehmen, wenn du willst, aber nimm mir dein Lachen nicht.“
Pablo Neruda

 

Sie lachen über mich, weil ich anders bin. Ich lache über sie, weil sie alle gleich sind.
Kurt Cobain

 

Lage
Ich traue mehr den Menschen in der Sozialarbeit. Lehrer*innen wollen in der Regel die Arbeit ihrer Schule und ihre Lage, nicht die der Lernenden verbessern

 

Langeweile
„Gründe für Langeweile: 62% Unterrichtsgestaltung, 45% Inhalte und Themen, 57% Kinder werden unterfordert und 31% überfordert, 50% mangelnde Bedeutsamkeit und fehlendes Sinnverständnis des Lehrstoffs, 31% suchen die „Schuld“ bei sich selbst. Langeweile nimmt im Laufe der Schulzeit zu!“
Götz, Frenzel, Haag, Grunder, Lohrmann, …

Kinder müssen nicht die schulischen Inhalte lernen. Sie lernen selbst. Wichtig ist, dass sie ohne Langeweile lernen, also eigene Lerninhalte gestalten und bearbeiten.

 

Kinder sind so oft online, weil „normale“ Schule und „Freizeit“ so langweilig sind.

 

Falsche Langeweile ist der größte Gegner des Lernens. „Langeweile ist objektive Verzweiflung“
Adorno, deutscher Philosoph

 

Langeweile, zur rechten Zeit empfunden, ist ein Zeichen von Intelligenz“
Clifton Fadiman

 

Kinder haben das Recht auf Erwachsene, die nicht so langweilig sind“
Kellner aus Leipzig 2019

 

Landflucht
Wann gab es mehr Landflucht, im Mittelalter oder heute? Diese Flüchtlinge, meist junge Menschen mit einer guten Intelligenz und Bildung, verlassen das Land wegen besseren Jobs, mehr Konsum und/oder freierem Leben.

 

Langsam
Veränderung und Geschichte gehen sehr, sehr langsam, planbar, absichtsvoll, aber nicht mit Gewalt.

 

Langzeitstudien
Am 21.10.2018 finde ich gegen 10.30 Uhr zwischen Werbekacheln und “Berichterstattungen” von
Aldi, Tchibo, web.de, Trump, CSU und Fußballbundesliga einen Spiegelartikel über eine “Langzeitstudie”, die feststellen lässt, dass "schwache Kinder“ in “normalen” Klassen schlechter lernen.

 

Langzeitstudien“ oder „Studien“ sind wissenschaftlich oder unwissenschaftlich gemachte, aber bezahlte „Berichte“ zur Gestaltung alter oder neuer „Wirklichkeiten“

 

Laut
„The most revolutionary thing one can do is always to proclaim loudly what is happening.“
Rosa Luxemburg

 

Learning by Teaching
„Man lernt am schnellsten und besten, indem man andere lehrt.“
Rosa Luxemburg, deutsche Politikerin

 

Learning Design
„Wir können zukünftiges Lernen nur designen“
Flora Niess

 

Leben
Wieso muss ich meinen Lebensunterhalt verdienen? Wieso darf ich nicht einfach leben? Wieso muss ich lernen, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen? Wann werde ich endlich lernen?

 

Mädchen sind in Schule erfolgreicher. Sie sind angepasster. Erst später werden sie schwieriger“, sagen die Leute. - Nein, wir machen uns so!

 

The past forms the future, without regard to life. - Die Vergangenheit formt die Zukunft
ohne Rücksicht auf das Leben.“
Robert Menasse

 

Wie wundervoll das Leben ist, solange du darin lebst.

 

„… che move il sole e l‘altre stelle“
Dante

 

Kinder wollen nicht auf das Leben vorbereitet werden, sie wollen leben“
Ekkehard von Braunmühl

 

Life happens to you. But sometimes you happen to life“
Ben Schreiner

 

Lebendig
Don't take life too serious. You will never get out of it alive.“
Elbert Hubbart

 

Leben mit Lüge
„Tausend Schulen fehlen“
Udo Jürgens, 1970

 

Lebensmoderatoren
„Statt Lehrer*innen brauchen wir Lebensmoderatoren“
Marco Holländer

 

Lebenswert und Lernwürde
„Die einzige Zeit in der meine Ausbildung unterbrochen wurde, war meine Schulzeit“
George Bernard Shaw, irischer Dramatiker

 

Viele Lehrerinnen und Lehrer verbrachten fast ihr gesamtes Leben in Kindergarten, Schule und Hochschule. Kennen sie ihr eigenes Leben? Kennen sie das Leben „ihrer“ Lerner?

 

Life is what‘s happening to you while you‘re busy making other plans “
John Lennon

 

Verständnis für ihren Hunger nach einem besseren Leben“
Thuli Madonsela

 

Für mich gibt es wichtigeres im Leben als die Schule.“
Mark Twain

 

Frage einer Studentin, als sie begriff, dass Kindergarten und Schule den Kindern so viel vorgeben: „Aber es ist doch laisser-faire den Kindern als Erwachsener nicht wenigstens einen roten Faden vorzugeben!“ Antwort: „Kinder brauchen mehr als einen Faden in einer Farbe um das zu stricken, zu weben und zu häkeln, was sie für ihr Leben brauchen.“

 

Das Leben zwingt den Menschen zu allerlei freiwilligen Handlungen.“
Lee Krackow, US-amerikanischer Manager

 

Der Sinn des Lebens besteht nicht darin, als arbeitender Mensch zu funktionieren, sondern als lebender Mensch zu existieren.“
Gerald Hüther, deutscher Neurowissenschaftler

 

Wir leben um zu lernen“
Viola Remter, 1997, 7 Jahre alt

 

Alles Leben ist Problemlösen“
Karl Popper. Er forderte die Offene Gesellschaft

 

La vie – rien que la vie!“
Celestin Freinet, französischer Pädagoge

 

Leben um zu arbeiten? Arbeiten um zu leben? Wir leben um zu leben!!

 

Macht das Leben zur Schule. Alle Menschen und alle Leben sind einmalig!

 

Zwei Sätze deutscher Kardinäle gaben mir Grund zum Denken: „Ich wurde in das ewige Leben hineingeboren.“ und „Tot ist tot.“

 

Lebenslanges Lernen
„Leben ist nicht genug, sagte der Schmetterling. Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu.“
Hans Christian Andersen, dänischer Schriftsteller

 

Auch „Positives“ bekommt seine Rückseiten. „Lebenslanges Lernen“ wird als „Übercoaching“ verstanden und betrieben. Zumindest die selbstorganisierten Fort- und Weiterbildungen der Freinetleute und anderer der 70er und 80er Jahre wurden von kommerziellen Veranstaltungen für Pädagogen abgeschafft und ersetzt.

 

Das Ziel jedes Pädagogen, dass jeder Mensch, aus sich heraus, lebenslang lernen will und es bei ihm lebt!“
Marlies Schmitz, Evo-Training und Autistenexpertin

 

Lebensphasen
Viele Teile meiner auswendig gelernten oder übernommenen Bildung sind ein Beweis dafür, dass ich in verschiedenen Lebensphasen anderes übernahm als ich es heute tun würde.

 

Lebenssinn
„Die Eltern von heute dürfen nicht erwarten, dass ihnen der Staat oder der Arbeitgeber genügend Zeit zur Verfügung stellt, um zu lieben, zu schlafen, zu essen und zu spielen. Sie müssen sich die Zeit selbst nehmen. Denn ohne diese Dinge verliert die Familie ihren Sinn.“
Jesper Juul

 

Lebensvorbereitung
Für Dewey ist die Schule keine Vorbereitung auf das Leben, sondern gehört zum Leben.

 

Lebenswege
Haben Sie schon einen gemacht? Die gibt es im deutschen Angebot:
Oberschicht: Geburt – Internat oder Privatschule – Abitur – Apanage – Studien – Führende Position – Erfolg – Lebensabend – Tod;
Mittelschicht: Geburt – Kindergarten – Grundschule – Gymnasium oder Gesamtschule – Studium – Job oder Eltern finanzierte Arbeitslosigkeit – Ehrgeiz oder Karriere – Elternwerden - Burnout – Therapien – Sport – gesunde Ernährung - Alter – Tod;
Unterschicht: Geburt – Kindergarten – Grundschule – Haupt- oder Sekundarschule – Sehnsucht – Schulversager – Minijobler oder arbeitslos – Elternwerden – Großelternwerden – Trunksucht und Sport – Krankheit – Tod;
Und jetzt machen Sie sich einen, oder.

 

Ein Kind ist, was es sein kann.“
Lew Wygotski, weißrussischer Psychologe 1896 – 1934

 

dass Schule mir hilft mich zu finden, ich selbst zu sein und weiter werden zu können. (Text Grundschule Harmonie 2012)

 

Hier kommt keiner lebend raus.“
Anthony Hopkins

 

Erst wirst du in Kindergarten und Schulen untergebracht, dann bekommst du zur Entlassung Lebenslänglich. Du lebst zwischen den Zeilen.

 

LebensWert
„LebensWert, Grundschule Harmonie“
Deutscher Schulpreis, Prof. Hannelore Faulstich-Wieland, 2007

„Kultur ist…eine Frage von Orientierung über das, was das Leben lebenswert macht“
Richard David Precht 2018

 

Leben und Lernen
Alles was lebt lernt. Selbst Algen, Bäume, Pilze, Einzeller, Krokodile und Menschen.

 

Lebensziel
„Das Ziel für Arbeitslose muss nicht ein Schulabschluss zuerst sein. Beziehungsfähigkeit ist zum Beispiel ein lernbarer Lebensinhalt.“
Andreas Finke

 

Lehren
„Man lehrt das was man wird.“
Paul le Bohec

 

Lehrer können nur Lehrer sein, wenn sie Forscher sind.“
Heinz von Foerster

 

Lehrer*innen können lernen, wenn sie selbst forschen. (Abänderung des Heinz-von-Foerster-Zitats)

 

Ich berühre die Zukunft. Ich lehre.“
Christa McAuliffe

 

Je direkter ein Kind das soeben selbst Gelernte an andere lehrend weiter gibt, umso intensiver ist ihr Lernen.

 

Lehre was du lernen willst“ – alte Weisheit

 

Es gibt keinen Menschen, der nicht mehr zu lernen als zu lehren hätte.“
Hugo Ball, deutsch-schweizer Autor

 

Ich lehre Lehrer*innen, dass Kinder ihr Lernenlernen lernen.

 

Früher und auch heute bedeutet Lernen in der Schule das Gelehrte gelernt zu haben.

 

Der Mensch muss sich in der Welt selbst forthelfen. Dies ihn zu lehren, ist unsere Aufgabe“
Johann Heinrich Pestalozzi

 

Alles Lehren ist mehr Wärmen als Säen“
Jean Paul

 

Man erstickt den Verstand der Kinder unter einem Ballast unnützer Kenntnisse“
Voltaire

 

Weniger Lehren zugunsten von Lernen auf eigenen Wegen.“
Simone Jung

 

Lehren und Reden
Frage an Schüler*innen einer Grundschule: „Wann, glaubt ihr, könnt ihr besonders gut lernen?“

 

Wenn die Lehrerin nicht so viel redet!“
Zitiert nach „Momente“ von Prof. Franz Kröning/Prof. Andrea Platte

 

Frage an Hannes Hövel, 8 Jahre alt: „Was sind Lehrer*innen?“ „Das sind Leute, die immer so viel reden.“

 

Lehrer*innen
Warum lehren Lehrer*innen nicht, wie Menschen lernen?

 

Die Borniertheit, Blindheit und Ignoranz so vieler Lehrer*innen ist unerträglich.

 

Zu wenige Lehrer*innen sehen, dass es in Schule um und für Kinder, also Menschen geht.

 

Warum lassen Lehrer*innen nicht zu, dass „ihre“ Lerner*innen selber lernen?

 

Lehrer*innenberuf
“Der Beruf prägt. Jede Aufgabe, die ihr korrigiert, jeder Strich mit roter Tinte, jede Lektion, die ihr wiederholt, jeder Schlag mit dem Lineal auf den Tisch, jede großzügig verteilte Strafe gräbt in euch ihre unauslöschliche Spur. Seid alles zugleich, Arbeiter, Gärtner, Techniker, Spielleiter und Dichter, lernt wieder zu lachen, zu leben und zu fühlen. Ihr werdet neue Menschen sein. Am Glanz der Augen misst man das Maß der Freiheit und die Tiefe der Kultur bei einem, der es verdient, als guter Erzieher gekennzeichnet zu werden.“
Célestin
Freinet

Mittel des Berufs: Schul-Aufsicht, Richt-Linien, Lehr-Pläne, Unter-Richt, Rollen-Klarheit, Dienst-Anweisung, Be-Noten, Schul-Leitung, …

 

Presse, Politik und Schulen bringen Menschen nicht bei, dass sie ausgebeutet werden. Also werden Lehrer*innen das nicht schreiben, nicht sagen und nicht lehren.

 

Einige Lehrer*innen fordern ein Skriptum, um nicht selbst begreifen zu müssen.

 

Zu viele Lehrer*innen zwingen ihre Schüler*innen zum Lernen, weil sie es „gut mit ihnen“ meinen.

 

Lehrer*innen werden ihre Probleme in immer größer werdender Zahl und Vielfalt formuliert, so dass sie nicht mehr wissen, welche die entscheidenden sind.

 

Während meines neunjährigen Eingewecktseins an einem Augsburger Realgymnasium gelang es mir nicht, meine Lehrer wesentlich zu fördern
Bertolt Brecht

 

Fakten ignorieren, andere bewerten, das machen Lehrer und Politiker vor.

 

Wären alle Lehrer Gärtner, es gäbe nur Fallobst“
Johannes Beck Professor Uni Bremen

 

Pädagogen hingegen treffen auf formbare junge Menschen, die jedem Eindruck zugänglich sind und deren Seelenleben verletzbar ist. Erzieher müssen sich deshalb die Verpflichtung vorhalten, behutsam mit den Kindern umzugehen und deren individuelle Möglichkeiten respektieren.“
Sigmund Freud

 

Werden die „Lehrer*innen-begabten“ Kinder Lehrer*innen an Schulen?

 

Entweder Lehrer*innen wollen, dass die Schüler*innen das lernen, was Schule will, oder wir hätten eine Schule, in der die Schüler*innen entscheiden, was sie lernen wollen und können.

 

Lehrerinnen und Lehrer haben nie mit den Kindern zu tun, für die sie ausgebildet wurden.

 

An Lehrer*innen gefällt mir nicht, dass sie gute Unterrichter sein wollen, ihre Macht gegenüber Kindern und Eltern ausüben und das System Schule als Staatsdiener immer schützen wollen.

 

Zu viele Lehrer*innen glauben immer noch, dass sie den Menschen einen Gefallen tun, wenn sie sich daran aufreiben zu unterrichten, „Fehler“ zu zeigen, zu benoten und zu be-werten.

 

Lehrer*innen wundern sich über die Gleichgültigkeit und den Durchschnitt, den sie produzieren.

 

Lehrer*innenbildung
„The ideal teacher is a favourite teacher, a kind person, loving children, who knows what each child needs; nice, polite person, so both children and adults like him.
The ideal teacher is the one who can make the student independent, responsible, purposeful and resistant to life's trials, one that can awaken the learner in children.
A professional: he/she knows his subject, explains clearly.
A manager - "keep the class in hand", has an influence on the students.
A mentor - sets the direction of development, taking into account the child's skills.
A partner – this implies that all parties work together — as equals, teacher and pupils are a team which cooperate.
An ideal student – means that teacher continuously learns and respects his teacher in the pupil.
The ideal teacher is interesting, he gives pupils the opportunity to speak, knows how to establish relationships with them, can make them love their subject through pedagogical skills and personal qualities (sense of humour, pleasant voice).
An ideal teacher is interested in the formation of the soul, the character of the child; should know that each of pupils is accompanied by certain circumstances of life - parents, material security, intellectual abilities, and propensity to sympathy or to leadership.
An ideal teacher likes his work.
All learning is the child’s decision.
The learner decides what, when, how and whom with to learn. • Where teachers and students improve together continuously.
Where you are respected and any of your opinions is taken into consideration.
Where debates/argues prove the truth.
Where teachers learn and learners teach, with pleasure!
All human rights are the rights of children.
Where you are valued and proud of yourself!
Where you want to learn not only to know.
All students can choose their own class because of personnel importance and interests.
When children are interested in learning, when subjects are interesting with its difficulties.
A school in which qualitative education is given to each student.
All students are accepted in a regular school ( the principle of inclusion)
The correct and appropriate, an individual approach to each student.
With a good, friendly and safety atmosphere, full of love, respect and care.
With a variety of extracurricular activities.
Ideal school is beautiful, with good furniture, with all the necessary equipment, and flowers.
If it is good not only to learn but also to live in a such a school - then everything is alright.“
European Students in 2017

 

Wir brauchen sofort und auch Lernlehrer*innen aus den unteren Schichten, aus der Masse der Migranten und Flüchtlinge, ‚normale‘, pädagogisch ausgebildete und (!) begabte Lernkünstler, die junge Menschen nicht mehr unter-richten oder belehren, sondern sie verstehen und mit ihnen demokratisch lernen.

Lehrer*innen anders
Gute Lehrer*innen sollen etwas können. Einige sind Expert*innen. Andere sind Vor-Experten. Diese haben den Mut, etwas mit Lerner*innen zu erfahren, was sie selbst bei Expert*innen erprobten.

 

Engagierte Lehrer*innen brauchen gute und demokratische Lehrpläne nur zur Orientierung und Anregung. Lehrpläne wurden von schlauen Leuten gemacht.

 

Manchmal erkennst du gute Lehrerinnen und Lehrer an der Selbstverständlichkeit des Lernens in ihren Klassen.

 

Siehst du was das Kind kann, oder was es für uns falsch, also anders macht?

 

Wenn die Lehrer anders sind, dann sind wir Kinder auch anders“
von Marion Hackl, Ergotherapeutin

 

Wir sind als Lehrerinnen und Lehrer von der eigenen Schulzeit so geprägt, dass eine theoretische Belehrung es anders zu machen, nicht ausreicht. Wir arbeiten „automatisch“ so, wie wir es gelernt haben. Wir müssen in Ausbildung und Weiterbildung eigenes selbst bestimmtes und freies Lernen selbst erfahren, um uns selbst neu prägen zu können. Sonst können wir uns nicht in die Lernenden und ihre neuen Prozesse hineinversetzen.

 

Lehrerinnen und Lehrer sollten bevor sie wieder in die Schule gehen, ein Jahr außerhalb der Schule arbeiten und ein Jahr in einem anderen Land leben.“
Werner G. Mayer, deutscher Pädagoge

 

Bevor wir das letzte Geld für MINT-Berufe ausgeben, müssen wir Menschen für Empathieberufe bilden, aber vor allem solche, die Pläne für ihren eigenen Tag generieren können.“
Richard David Precht

 

Wir müssen Schule für Menschen öffnen, die begnadet sind, anderen etwas erklären zu können.“
Richard David Precht

 

Erst wenn die Damen und Herren der Sekundarstufen bereit sind von den Grundschul-
lehrer*innen, Erzieher*innen und Kindern zu lernen, können sie sich Lehrer*innen nennen.

 

Lehrer*innen, gute
„Wenn du wissen willst, welche Lehrer*innen die besten für die Kinder und Jugendlichen sind, musst du die Kinder und Jugendlichen fragen.“
Ben Schreiner

 

Fast alle Lehrer*innen halten sich für so gut, dass sie sich gar keine bessere Schulbildung für sich wünschen. Oder sind sie eh gut genug für die existierende Schule?

 

Gute Lehrer*innen haben Ideen zum Gestalten von Lernarrangements und Lernumgebungen. Sie setzen pädagogisches Denken in angebotene Lernhandlungen um.

 

Der ist der beste Lehrer, der sich nach und nach überflüssig macht.“
George Orwell, englischer Autor

 

Gute Lehrerinnen sind psychisch gesund. Sie sind glaubwürdige und demokratische Persönlichkeiten. Sie können auf die Kooperationsangebote von Kindern und Jugendlichen adäquat eingehen. Sie werden nicht übergriffig. Sie wollen keine Macht über Menschen. Sie lassen anderen die Verantwortung für das eigene Lernen. Sie beantworten nicht alle Fragen, sondern hören die Fragen und Antworten der Kinder. Sie sind verantwortlich für die eigene Haltung, Handlung und das eigene Verändern. Sie wissen noch um die eigene Kindheit. Sie können lernen lassen und Lernlandschaften anbieten. Kinder brauchen Lehrer*innen aus Unterschichten, die ihr eigenes Aufwachsen begriffen und verarbeiteten, die nicht unterrichten und selber intelligent sind.

 

Lehrerausbildung oder Lehrer*innenbildung
Lehrer*innen-Ausbildung muss mangels existierender guter Praxis immer wieder auf „bessere“ Theorie zurückgreifen.

 

Kinder lernen lassen, ist etwas anderes als Kinder lernen lassen.

 

Schule, das ist genau das Gegenteil von Leben und wer von uns mit dem Leben nichts zu tun haben wollte, ging zurück in die Schule“
Volker Pispers, https://www.youtube.com/watch?v=Y7ww9p2MQVg

 

Gewöhnliche Lehrerausbildung von 1955 bis heute, geht nicht vom Lernen des Kindes aus. Sie lehrt Lehrer*innen Kinder zu belehren. Die Modernisierung ist immerhin, dass Fachdidaktiken begannen, die Wege der Kinder beim Zugang zum gewünschten Lernen einzubeziehen. An sehr wenigen Schulen ermutigen Lehrer*innen Kinder das eigene Lernen zu lernen, um mit allen gemeinsam zu lernen wie Lernen geht.

 

Schule ist nur so fähig wie es ihre Lehrer*innen sind. Lehrpläne sind weiter als die Realität der Schulen und der Ausbildung.

 

Solange „Lehrer - Ausbildung“ stattfindet, lernen Lehrer*innen Kinder für die Schule beherrschen zu wollen. Erst eine Lehrer*innen - Bildung befasst sich mit der Frage Menschen beim eigenen Lernen qualifiziert zu begleiten.

 

Schaffen wir es, eine bessere Schule zu machen? Vor 60 bis 200 Jahren gab es einfach zu wenig qualifizierte Lehrkräfte, um eine bessere Schule zu machen. Die Lehrer*innenbildung wurde so verbessert, dass es heute mehr fähige Lehrer*innen gibt. Heute haben wir aber immer noch zu wenig qualifizierte Lehrer*innen und Schulleiter*innen, um die Schule so gut zu machen, wie sie sein müsste, um wirklich gut zu sein.

 

Die besten Lehrer*innen sollen Lehrer*innen lehren wie der Mensch lernt.

Lehrer*innen
Gerade wenn du Lehrer*in bist, reflektiere die eigene Lerngeschichte, die eigene Machtrolle, das eigene Verhalten und Handeln und den eigenen Inhalt noch genauer.

 

Der alte Lehrer wusste, was er lehrte. Der neue weiß, dass Schüler lernen.

 

Emporkömmlinge aus Unterschichten müssen ein Gefühl für Neuerungen entwickeln. Lehrer*innen aus Unterschichten fehlen in den Schulen und beim Lernen.

 

Ich erkenne als Lehrer*in eher was mit mir geschieht als was ich mit anderen tue.

 

Gerade Lehrer*innen müssen lebenslang lernen. Unsere Gesellschaft verändert sich ständig!

 

Lehrkräfte sind nicht dazu da „Kinder glücklich zu machen“. Kinder lernen selbst! Lehrkräfte müssen als Lernkräfte die eigenen Kompetenzen entwickeln.

 

Mal sind die Lehrer allesamt „faule Säcke“, oder „arme Schweine“, dann ebenso pauschal wieder „Helden des Alltags“. Kritiker bezeichnen Lehrer vorwurfsvoll und zugleich neidisch als die Ferien- und Freizeitkönige der Nation, um im gleichen Atemzug und mit tiefer Überzeugung zu betonen, dass sie selbst diesen furchtbaren Beruf auf keinen Fall ausüben möchten.“ 
Ewald Terhart, Uni Münster 2010

 

Wichtige Lehrer*innen können mit Kindern über die wirklich wichtigen Dinge reden.

 

An allem Unfug der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.“
Erich Kästner

Lehrer*innendummheiten
„Aus uns ist doch auch was geworden!“

 

Das machen die Kinder aber gerne.“

 

Bei einigen Kindern nutzt das aber.“

 

Lehrer*innen und Demokratie
Auch einer DDR gelang es nicht Lehrer*innen der Arbeiterklasse zu Demokrat*innen zu machen. Ohne Demokratie geht keine Demokratie.

 

Wenn Demokraten rechte und linke Lehrer*innen zulassen, fühlen sich die Rechten als Opfer. Wenn die Rechten die Macht haben, töten sie die linken Lehrer*innen. Das ist nur durch Demokratie zu verhindern!

 

Lehrersein
Lehrersein können nur „geborene“ Lehrer*innen. Die können mehr über das Lernen lernen. Die Mehrzahl der Lehrer*innen sind keine “geborenen” Lehrer*innen, weshalb sie auch nicht weiter lernen.

 

Wir brauchen Lehrer*innen, die nicht einfach für den Lehrplan, das Fach und den Staat, sondern Demokraten, die zuerst für die Kinder und sich selbst arbeiten.

 

Die Lehrer tun gewiss ihr Bestes. Aber der Macht der sozialen Ordnung, haben sie nichts, oder sehr wenig entgegenzusetzen.“
Didier Eribon

 

Lehrer*innenmontagskonferenzen.
Es gab hier immer nur ein Thema. Immer ein Mensch ist für das Thema verantwortlich und leitet. Ein Beispiel für Themen der wöchentlichen Montagskonferenz der Lehrer*innen 2006: Wir - Jahrgangsübergreifende Teams - Weihnachtszeit - Qualität des Lernens mit Gast aus Bremen - Musikalische Notationsformen - 4 Kinderkonferenzen – Computer – Religionsprojekt – Selbsteinschätzung - Berlin live - Englisch - Mathe (alle)- Graphische Notationen

 

Lehrgang
Nicht die Kinder brauchen Krücken, den Lehrgang, sondern der Lehrer*innen.

 

Lehrer*innenteams
Lehrer*innenteams sind nicht dazu da, den Kinder zur gleichen Zeit allen das gleiche zu lehren, sondern dass Lehrer*innen gemeinsam lernen, wie Kinder lernen.

 

Lehrpersonen
Eine gute Lehrperson kann vieles vermitteln. Ob das immer gut ist?

 

Lehrplan
Den Lehrplan von 1900 beschreibend: „Der so genannte ‚Lehrplan‘ war nach hundertjähriger Erfahrung sorgsam ausgearbeitet … ein kalter Lehrplan, der sich nie an dem Individuum regulierte und nur wie ein Automat mit Ziffern ‚gut, genügend und ungenügend‘ aufzeigte, wie weit man den ‚Anforderungen‘ des Lehrplans entsprochen hatte.“
Stefan Zweig 1941

 

Lehrplan, geheimer
Wenn Lehrer schon einen geheimen Lehrplan haben, sollten sie wenigstens wissen, was davon sie selbst bestimmen.

 

Im Notfall sind genau meine Erziehungsziele die der Industrie. Das nennt man auch den „geheimen Lehrplan“.

 

Lehrlinge
Die übergroße Zahl freier Ausbildungsplätze ist am wenigsten „Schuld“ der jungen Menschen oder ein Problem dieser autoritären Ausbildung, sondern zu aller erst der Beschluss aller Parteien den Ausbildungswünschen der internationalen Konzerne per OECD-Beschlüsse zu folgen.

 

Lehrstoff
Schüler*innen werden wie Mastgänse mit Lehrstoff vollgestopft. Sie hungern nach Sinn und Wissen.

 

Leiden
„Das war meine einzige 5 die ich in der Grundschule auf dem Zeugnis hatte...Da leide ich irgendwie noch heute drunter." Günther Jauch

 

Leidtragende
Die Kluft zwischen armen und reichen Familien in Deutschland ist in den vergangenen zehn Jahren noch tiefer geworden - und Leidtragende sind vor allem die Kinder.“ (web.de 1.August 2019)

 

Leistung
Schule lehrt Reproduzieren als Leistung. Als Jurist kannst du dann bestehendes Recht verkaufen, als Journalist Bestehendes wiederholen oder manipulieren, als Arzt lässt du Menschen Gesundheitshecks bestehen, als Lehrer bestehen Schülerinnen und Schüler Tests und du bestehst auf Lehrer zentrierter und selektierender Pädagogik.

 

Wenn es stimmt, dass unser menschliches Denken und Handeln vom Zustand des eigenen limbischen Systems abhängt, wenn es stimmt, dass Sprache und Konstruktion unsere Wirklichkeit von durch Emotionieren des menschlichen Geistes tragen, wenn es stimmt, dass Menschen sich selbst erhaltende und organisierende Lebewesen sind, - wenn es stimmt, dass Lernen nur selbstgesteuert und in der Gemeinschaft der Menschen findet, - wenn es stimmt, dass Sich-Mühen-Können und selbst bestimmtes Arbeit Spass machen können, - wenn es stimmt, dass die lernen können, die sich wohl fühlen, - wenn es stimmt, dass wir gute Lehrpläne und Richtlinien haben, dann sind das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl unserer Kinder das Ergebnis ihrer Leistungen und der Bewusstheit der eigenen und gemeinsamen Leistungsfähigkeit. (Forderprogramm der Grundschule Harmonie)

 

Die sanfte Tendenzwende zur leistungsorientierten Pädagogik. - Man schlägt den Esel nicht mehr; man streichelt den Sack, den er schleppen soll.“
Prof. Rainer Kohlmayer

 

Noch immer brauchen Menschen in ihrer Bildung das, was von Schule verlangt wird. Zunehmend fragen Menschen, was sie selber lernen wollen. Welche Schule kann beides bereits leisten?

 

Leistung durch Selbsteinschätzung
Das autonome, kooperative und demokratische Lernen mit Selbsteinschätzung und gegenseitiger Beratungskultur von Eltern, Schule und Kindern befähigt die Kinder zunehmend das eigene Lernen zu gestalten, zu beherrschen, beschreiben und erklären zu können.

 

Nicht weniger leisten! Nicht weniger Anspruch haben! Jeder Mensch soll von sich fordern können, was er von sich und der Welt fordern will.

 

Wenn du als Lehrperson lernst, den eingeübten „Überblick“ über die übliche Leistungsbewertung der Schüler zu verlieren, bekommen die Lernenden und Lehrende einen viel größeren Einblick in die eigenen Leistungen.

 

"Kinder suchen als Menschen die Messung und Kontrolle ihrer Bemühungen, die genaueste Notation ihres Fortschritts."
Celestin Freinet

 

Leistung und Noten
Ein erfolgreicher Unternehmer sagte kürzlich, dass die 1,0-Mitschüler in der Regel treue Beamte wurden und blieben.

 

Warum werden die Opfer von Schule für das, was ihnen dort angetan wurde, durch Sitzenbleiben, schlechte Noten und fehlende Abschlüsse auch noch angeklagt und bestraft?

 

Noten … man lernt dabei nur, dem Lehrenden zu gehorchen. Kinder werden regelrecht süchtig nach diesen Bestätigungen von außen. Das ist falsch und in Bezug auf unsere Demokratie ein sehr zweifelhaftes Lernziel. Die Heranwachsenden lernen dabei lediglich, sich zu unterwerfen.
Georg Lind, Uni Konstanz

 

Und ich schleppte all die Jahre die Fünf hinter mir her, wie ein Sträfling die schwere Kugel an seinen Füßen.“
Heinrich Böll, deutscher Schriftsteller

 

Statt Noten und Tests: Selbsteinschätzung - Eigenevaluation im Kreis – Präsentation – Gespräche - Kooperation mit Freunden, beim selbstbestimmten Lernen.

 

Geisterfahrer beschuldigen Entgegenkommende gerne als „Falschfahrer“. Angstbürger sehen den Gegner im „kriminellen Flüchtling“. Schulnoten finden das Versagen beim „schlechten Schüler“.

 

Leistung ist das, was Menschen für sich und andere tun, wenn sie Menschenrechte verwirklichen.

 

Wenn es stimmt, dass unser menschliches Denken und Handeln vom Zustand des eigenen limbischen Systems abhängt, wenn es stimmt, dass Sprache und Konstruktion unsere Wirklichkeit durch Emotionen des menschlichen Geistes tragen, wenn es stimmt, dass Menschen Menschen sind ….

 

Präsentation und Vortrag sind Mittel zur Selbsteinschätzung Sie machen beim selbstbestimmten Lernen Noten und Tests überflüssig.

 

Zeugnisse, Tests und Noten gehören abgeschafft. Sie behindern das Gespräch zwischen Bildung, Erziehung und Gesellschaft, also zwischen Kindern, erwachsenen und Schule.

 

Leiten
Kinder sollen leiten lernen, Kreise, Kinderräte, Kinderparlamente, Versammlungen, Dichterlesungen, die eigene Gruppe, Gespräche und sich selbst.

 

Lenkung
Schule war immer der Versuch Kinder zu lenken.

 

Lernen ist kein Lenken oder Gelenktwerden.

 

Presse, Medien und Werbung wurden Mittel der noch ungeschickten Lenkung des Volkswillen.

 

Leopoldina
1652 gründete sich diese „Deutsche Akademie der Naturforscher“. Sie hat om Jahre 2020 1.600 Mitgliedern aus nahezu allen Wissenschaftsbereichen, eine klassische Gelehrten-gesellschaft. In der Nazizeit blieb sie konform und schloss alle Juden, sogar Albert Einstein aus. Sie existierte in der DDR und in der BRD. In Coronazeiten bestimmt sie entscheidend die Wiedereröffnung von Kitas und Schulen.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Akademie_der_Naturforscher_Leopoldina

 

Lerndemokratie
Du kannst froh sein, wenn sich die Lerndemokratie, egal mit welchen Abstrichen, der Grundschule Harmonie oder sonst wo überhaupt fortsetzt.

 

Lerndisposition
Wir können Menschen würdigen, während Lehrer*innen andere bewerten.

 

Lernen
Lernen findet immer statt.

 

Laufend, singend und trommelnd lernen Menschen gut. Soldaten sogar das Töten.

 

Egal wie wichtig ein Lernauftrag ist, Menschen können immer „wild“, immer das Eigene lernen.

 

Lernreicher leben um das Leben lebhafter zu machen.

 

Menschen lernen schneller als sie das Gedachte umsetzen können – dürfen.

 

Der Mensch soll lernen, nur die Ochsen büffeln.“
Erich Kästner

 

Lernen ist das persönlichste auf der Welt.“
Heinz von Foerster

 

Lernen findet den ganzen Tag, die ganze Nacht, ein ganzes Leben statt.

 

Die eigenen Erfahrungen, die Artikulierung ihrer Emotionen, ihr originäres Handeln, das Erproben eigener Lösungswege in ihrer realen Welt und ihre Sicht der Welt gehören in den Mittelpunkt des Lernens von Kindern.

 

Wir lernen nicht das was wir selbst erschaffen haben. Wir lernen Neues zu erfinden, um uns an alles Entstehende anzupassen, um zu überleben. Das nennen wir lernen.

 

Lernen, Altes und Neues
Ich entdecke in der Regel nur, was andere schon dachten. Altes wieder, und sehr selten Neues zu entdecken, ist Lernen.

 

Entweder wir finden einen Weg oder wir machen einen.“
Hannibal, karthagischer Heerführer

 

Viel habe ich gelernt von meinen Lehrern, mehr noch von meinen Schulkollegen, am meisten von meinen Schülern.
Talmud

 

Lernen, anders
Wenn Sie als Lehrer*in lernen wollen, dass Kinder selber lernen, müssen sie akzeptieren, dass Kinder anders lernen als wir erwartet haben.

 

Es ist es sehr wichtig, dass in den Lehrern kein Gedanke existiert, dass die Schüler ohne Wissen wären. Wenn ein Lehrer etwas so denkt, werden die Schüler auf Dauer kaum etwas behalten können.
Die Aufmerksamkeit muss auf die Lösung gelenkt werden, statt auf das Auswendiglernen. Man muss den Gedanken von „Lernen“ völlig aufgeben und sich auf das Lösen konkreter Aufgaben ausrichten.
Es ist praktisch wie das Erinnern an etwas Eingeschlafenem. Der Mensch weiß alles!“

Michail Petrowitsch Schetinin

Lernende
„Der Mensch ist immer ein Lernender, die Welt ist ein Versuch, und der Mensch hat ihr zu leuchten.“
Ernst Bloch, deutscher Philosoph

 

Herkömmliche Bildung verlangt, dass Kinder das verstehen, was Erwachsene denken. Kinder haben ihre Intelligenz dadurch zu beweisen, dass sie nachahmen, was Erwachsene für lernenswert halten. Es ist das das alte Top-Down-System, die alte Sackgasse. Du bist als Kind und Jugendlicher nur anerkannt intelligent, wenn du verstehst, was Erwachsene in Krippen, Tagesstätten und Schulen denken.

 

Lernen lassen
Erwachsene lassen Kinder (ohne Sie) lernen. Jürgen Reichen nannte dies bei Lehrer*innen „qualifiziertes Nichtstun“.

 

Lernen lernen
Kinder kommen durch ihre Eltern und ihre Umwelt darauf andere ein- weg- oder auszuschließen. Sie lernen von uns auch mit einander zu leben.

 

Lernen offen
Menschen mit negativen Lernemotionen neigen eher zu rigiden Lernstrategien wie Auswendiglernen. Sie lernen lieber fremdbestimmt und befolgen eher extern vorgegebenen Regeln. Menschen mit Lernfreude erfahren flexibles, transfer- und verständnis-orientiertes Lernen. Ihre Selbstregulierung führt zu größerem Lernerfolg. Lernfreude fördert die Ausdauer und Bereitschaft zur Anstrengung.
Frenzel, Stephens, Hagenauer, Hascher

 

Sich selbst schon als Kind verstehen lernen.

 

Lernen muss für die Lernenden einen direkten Sinn haben, es muss etwas aus deren Lebenswelt erklären, verständlich machen.
Jürgen Göndör, Sekundarstufenlehrer

 

Wir wissen nicht wie Menschen lernen. Und genau das organisieren wir mit ihnen.

 

Wenn Sie das Kind etwas lehren, so hindern Sie es daran, es selbst zu entdecken. Sie stiften Schaden.
Jean Piaget

 

am besten macht man immer so viel wie man Lust hat, damit man nicht die Lust verliert
Falko Peschel

 

Verunsichern, provozieren, laterales Denken, paradoxe Intervention, Dinge von der anderen Seite sehen - gehören bedingungslos zu den Techniken des Lernens.

 

Ohne Bücken lernst du kein Jonglieren ist ein Lehrsatz des Jonglierens. Wenn du vor lauter Bücken das Jonglieren vergisst, wirst du ein guter Diener (Lernsatz).

 

Zum Lernen brauchen Lerner*innen: Zeit und Raum zum eigenen Lernen - die Einsicht der Gleichwürdigkeit aller Menschen, damit alle - so wie sie sind - immer teilhaben - Eigenes Erwachsenwerden, ohne dabei die bereits Erwachsenen erziehen zu müssen - in einer Schule für Alle sich selbst, Haltungen und Handlungen einschätzen können. Nicht: „Ein Lehrer muss seinen Schülern den geforderten Lernstoff vermitteln. - Eine Lehrkraft muss in der Lage sein, den Schülern moralische und soziale Normen und Werte zu vermitteln und ihnen somit zu ermöglichen an der Gesellschaft teilzuhaben. - Eine Lehrkraft muss ebenfalls Erziehen und die Schüler in bestimmten Situationen beraten können. - Außerdem wird von Lehrkräften verlangt, ihre Schüler bewerten zu können, um die Selektionsfunktion von Schule gewährleisten zu können.“ (Ein Student im Jahre 2016, angehender Lehrer).

 

Sie müssen nicht begreifen wie ein anderes Lernen geht, aber sehen, dass es geht“
Empfehlung der Schulrätin Gisela Kuhn zum Besuch der Grundschule Harmonie an ihre Schulleitungen

 

Das Lernen hochhalten.“
Falko Peschel

 

Die eigenen Erfahrungen, die Artikulierung ihrer Emotionen, ihr originäres Handeln, das Erproben eigener Lösungswege in ihrer realen Welt und ihre Sicht der Welt gehören in den Mittelpunkt des Lernens von Kindern.

 

Lernen im „Dorf“
Lehrer*innen sollten „das Dorf“ zum Lernen so einladen, dass sie in ihrer Überforderung entlastet werden!

 

Individuell bestimmte Lernprozesse nutzen das „ganze Dorf“, also „unsere“ Umgebung.
Kinder und Erwachsene lernen so ihre Lern-Strategie zu finden und zu erweitern. Sie hören zu.

 

Das Wissen ist da. Es ist im Kollektiv.
Ralph Illini, Wiener Rhythmik-Professor

 

Die individuell bestimmten Lern-Prozesse verfügen über das „ganze Dorf“ Das ganze Dorf ist das bereits existierende Wir. Lehrer*innen begleiten dies als Eigenaktivität von Kindern. Sie hören zu. Kinder und Lehrer*innen lernen dabei selbst die eigene Lernstrategie zu erweitern.

 

It is important to form a community around the school because children sometimes spend more time in school than at home and parents need to be involved as much as possible.
Iva Sivrić, Kroatien

 

Lernprozesse finden nur dann statt, wenn die kulturellen, historischen und institutionellen Kontexte, in denen sich ein Individuum befindet, einbezogen werden“.
John Dewey

 

Wenn Schule das Reden mit dem Nachbarn verbietet, beschneidet sie das Lernen. Die Kunst ist es, Freunde miteinander lernen zu lassen.

 

Erziehung braucht das ganze Dorf. Es gibt kein anderes Dorf als uns!

 

Lehrer*innen und Erzieher*innen lernen von Kinderärzten, Hirnforschern, Künstlern, Familientherapeuten, Psychologen, Philosophen, Theatermenschen … und Kindern.

 

Lernen und Handeln
„Probleme und Konflikte sind Gelegenheiten zu zeigen, was man wirklich kann.“
Duke Ellington

„Die alte Schule war eine Lernschule; die neue Schule ist eine Schule der That.“
Adolph Diesterweg 1852

 

Lernen ist experiment-tasten-praxis-handlung-wahrnehmung-erkennen-ästhetik-verantworten-erfassen-reflektion-expression-schöpfung-ganzheit-demokratie-wissenschaft-selbst.

 

Eigenes Lernen braucht eigenes Leben.

 

Ohne Schule erworbene Handlungsfähigkeiten machen 70-80% des menschlichen Wissenserwerbs aus.“
Erpenbach

 

Unsere jetzige Entwicklung kannte schon lange das Rechtsdenken und das dazu passende rechte Handeln. Zurzeit lernen wir fortschrittlicher zu reden, bleiben aber beim tradierten Handeln. Nun können wir lernen so menschlich zu handeln, wie wir bereits denken können.

 

Wenn Lehrer*innen gegen besseres Wissen handeln, gilt nicht der 68er Slogan „Wenn du nicht Teil der Lösung bist, bist du Teil des Problems“?

 

Was wir lernen, ist Resultat unserer Handlungen, nicht umgekehrt.

 

Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden Es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.“
Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter

 

Das Hauptproblem von Schule ist, dass ihre Lehrerinnen und Lehrer wie lehrende Lerner*innen und lernende Lehrer*innen handeln und denken.

 

Du siehst nur, was du erkennst. Du erkennst nur was du selber erprobst.

 

Viele können heute anderen erklären wie etwas geht. Das heißt noch lange nicht, dass sie es können, wollen oder weiter geben können.

 

Wie entstehen eine andere Haltung, eigenes Handeln, Lernen und Selbstwertfindung? Es braucht Lernen für Alle bei systemimmanenter Anerkennung von Menschenrechten, Heterogenität, Demokratie, Ästhetik und Inklusion.

 

Lernen in der Schule wird oft vergessen. Mein Gehirn vergisst gerne, was es lernt. Was ich selber mache, kann ich nur schwer vergessen, je öfter ich es tue.

 

Lernen und Lehren
Lernen inkludiert das Lehren.

 

Beweisen Kinder ihre Intelligenz dadurch, dass Erwachsene begreifen, was sie als Lerner*innen aus Lernangeboten machen oder sollen Kinder durch die eigene und die Herausforderungen der Welt zu sich selbst finden?

 

Lernen von anderen
Niemand hat etwas dagegen, dass Kinder von anderen Menschen, Kindern oder Erwachsenen lernen. Das geht aber nicht über Lehren und Belehrung. Entweder du trägst vor, was du selbst gelernt hast. Dabei ist es alleine die Entscheidung der Lernenden, ob sie dir zuhören. Oder du trägst ein Thema „auf Verdacht“ vor. Auch dann entscheiden die Lernenden, ob sie überhaupt kommen und wie lange sie bleiben.

 

Lernen von der Umgebung
Wenn Menschenkinder agro reagieren, haben sie das als Kinder von Erwachsenen ihrer Umgebung gelernt. Ohne das aggressive Vorbild werden sie friedlich, was übrigens auch für Meerschweinchen gilt.

 

Lernen und Schule

 

Nicht die Schule ist der Motor zur Schulentwicklung (Dalin), sondern das menschliche Lernen.

 

Nirgendwo wird der Begriff „Lernen“ so pervertiert wie in der gängigen Schule.

 

Lernen, was ist das?
Lernen ist für die einen das, was sie in der Schule tun müssen, für die anderen das, was sie selbst gelernt haben.

 

Schule ist eine Sackgasse. Das Lernen der Ausweg.

 

Lernen ist die Entdeckung, dass etwas möglich ist.“
Fritz Perls, deutsch-amerikanischer Gestaltpädagoge

 

Ist der Begriff „Lernen“ selbst nur eine Hilfskonstruktion, um etwas zu erfassen, was dem Menschen als Wesentliches geschieht?

 

Menschen lernen, wenn man sie zwingt. Menschen lernen, weil es so Sitte ist. Menschen lernen, weil es gerade alle tun. Menschen lernen, weil sie dafür belohnt werden. Menschen können auch lernen, weil sie es wollen.

 

Lernerpersönlichkeit
Kinder entwickeln ihre Lernerpersönlichkeit in der Auseinandersetzung mit eigenen Inhalten, autonomen Lernen, selbst gesteuerten Prozessen und der Begegnung mit demokratischen Persönlichkeiten

 

Lerngänge
Eigene Lerngänge sind die Voraussetzung für eigene nicht erzwungene Lehrgänge.

 

Lerngelegenheiten
Wir schaffen gemeinsam Lerngelegenheiten. Der Weg und selbst das Ziel sind immer unklar.

 

Anstatt die Kinder in das Denken der Lehrer zu drängen, ist es besser, sie ihre eigenes erforschen zu lassen, da dies ihrer Realität mehr entspricht.“
Paul le Bohec, französischer Pädagoge

 

Lerngespräch
Ich kann mir einfach keinen Plan darüber machen, wie etwas zu lehren oder gar zu lernen wäre. Ich brauche beim Lerngespräch das Gegenüber, um jeden Menschen als Individuum mit zu bekommen. Bei Kindern reicht es oft sie bei ihrem Lernen allein zu lassen und auf Abruf, in der Nähe, erreichbar zu sein. Erwachsene reden mit anderen, weil sie einen Anfang oder Bestätigung für ihre Ansichten suchen.

 

Lernhölle
Eine Schule ohne Spielen mutiert zur Lernhölle.

 

Lernkräfte
Das offene Lernen entsteht nicht durch die veränderte Form des Lernens. Das offene Lernen gibt jedem Kind jeden möglichen Zugang zu seinen eigenen Themen und Inhalten. Lehrkräfte sind Lernkräfte.

 

Diese Lernkräfte haben keine Angst vor Politik und Psychologie. Sie beziehen Stellung für ihre Klienten.

 

Lernlandkarte
Die Lernlandkarte eines Lehrers ist nicht die eines Kindes.

Lernlandschaft
Meine eigene Lernlandschaft als Lerngeschichte kennen, um Lernlandkarten als Lernchancen schaffen zu können.
Uschi Resch

 

Je mehr Einfluss die Lernenden auf den Prozess der Planung, Durchführung, Reflexion und Nachhaltigkeit ihrer eigenen Lernlandschaften erlangen, umso eher werden sie befähigt, bewusst eine menschliche Zukunft zu produzieren.

 

Lernlehrer
Bildet Lehrer*innen aus, die Lehrer*innen und Lernenden lehren, wie gelernt wird. Wir brauchen dringend Lernlehrer*innen.

 

Lernprozesse
Wer Lernprozesse organisieren kann, kann unterrichten. Wer unterrichten kann, kann Lernprozesse begleiten, ohne zu unterrichten.

 

Kinder, die etwas lernen wollen, brauchen Lehrerinnen und Lehrer, die etwas lernen wollen. Kinder - alle Menschen - bringen sich das Lernen so oder so selbst bei!

 

Lernräume
Treppen sind Lernräume.

 

Fragen des Lehrers Falko Peschel an die Kinder: Was meinst du?“ - „Was denkst du?“ - „Was willst du entscheiden?“ - „Wie willst du entscheiden?“

 

Schule ist mehr als die Summe ihrer Klassenräume, Gänge und ihrer Verwaltung. Macht das ganze Gebäude und seine Umgebung zum Lernraum.

 

Lernreise
„Ein großer Hafen. Alle Schiffe werden vollgeladen. Alle loben die Qualität und Güte der Ladungen. Aber welches Schiff verlässt den geschäftigen Hafen zur großen Lernreise? Nur ein kleines Boot mit Menschen, die es nicht mehr aushalten, schafft ab und zu den Weg hinaus.“
Ulrike Schulte, Lehrerin der Grundschule Harmonie

 

Was nutzt Schule, wenn ihre Kinder und Lehrer nicht lernen auf Lernreise in die Welt zu gehen.

 

A ship in a harbour is safe, but this is not what a ship is built for“
William Shedd, US-amerikanischer Schriftsteller

Lernschwierigkeiten
„Früher blieben Lernschwierigkeiten häufig unbemerkt, weil ein hohes Bildungsniveau nicht erforderlich war.“
Steve Biddulph, australischer Psychologe und Familientherapeut

 

Lernstandsrückmeldung
Viele Eltern brauchen keine Lernstandsrückmeldung mehr! Sie kennen was da käme noch von früher … Sie wollen ein professionelles, für sie verständliches, für sie handhabbares Lern- und Arbeitskonzept für ihre und mit Ihren Kindern.

 

Lerntheorie
Hartmut von Hentig hat – 1985 veröffentlicht - in seinem Gutachten für die Frankfurter freie Schule den Begriff der Mathetik, als einer Lerntheorie vom Lernenden aus, entwickelt und der Theorie des Lehrens, der Didaktik, gegenübergestellt.
Zitiert nach Angela Glänzel in Fragen und Versuche 2018

 

Lerntraining
Ich hörte, dass die mächtigsten Staaten immer die best trainierte Armee der Welt, ausgerüstet mit der besten Technik, haben. So denken zu viele Lehrer*innen auch Schule. Sie „trainieren“ „ihre“ Schüler*innen. Doch spätestens an der „besten Technik“ scheitert es.

 

Lerntyp
Als Kind den eigenen Lerntyp entdecken, verstehen und entwickeln.

 

Lernverständnis
Für die einen ist Lernen Bewegen, Sprache, Denken - Für die anderen das Dazulernen, - oder das pervertierte Lernen in und für die Schule, - oder „Anpassen“ - oder Entwicklung - oder Verhalten - oder Lernen 1, 2 und 3 - oder …

 

Lernvoraussetzung
„Eigentlich braucht jedes Kind drei Dinge: Es braucht Aufgaben, an denen es wachsen kann, es braucht Vorbilder, an denen es sich orientieren kann, und es braucht Gemeinschaften, in denen es sich aufgehoben fühlt.“
Prof. Gerald Hüther

 

Lernwärts
Eine perfekte Schule mit perfekten Lehrern ist vielen Kindern langweilig, wie in Finnland von Kindern gehört. Schule kann wie in Deutschland lehrwärts gehen. Sie wird besser, wenn sie lernwärts geht. Spannend wird sie erst, wenn sie lernerwärts geht.

 

Lernwege
„Der Weg vom Objekt zum Kind und vom Kind zum Objekt verläuft über eine andere Person.“
Lew Wygotski, weißrussischer Psychologe

 

Die Zone der nächsten Entwicklung Wygotski ist die Distanz zwischen dem aktuellen Entwicklungsniveau eines Kindes, bestimmt durch seine Fähigkeit, Probleme selbständig zu lösen und der Ebene potentieller Entwicklung, in der Probleme mit Erwachsenen oder fähigeren Kindern gemeinsam gelöst werden.

 

Lernzukunft
„Wir suchen Lehrer*innen, die sich Zeit für Kinder nehmen.“
Ben Schreiner

 

Lernzwang
„Das Lernen macht stets dann Verdruss’ wenn man’s nicht will, es aber muss.“
Heinz Erhard

 

Lesen
Unverständliches Vorlesen sollte von Schüler*innen und erst recht nicht von Lehrer*innen kritisiert werden um zum Lesen zu erziehen. Stattdessen beraten die Kinder sich gegenseitig, damit alle Texte von allen verstanden werden.

 

Lesen ist cool. Wer sich Lesen und Schreiben selbst beibringt, empfindet das Lesen und Schreiben immer als seine Sache.

 

Das Kind hat das Recht nicht zu lesen – Seiten zu überspringen – nicht zu Ende zu lesen – noch einmal zu lesen – irgendwas zu lesen – den Roman als Leben zu sehen – überall zu lesen – herum zu schmökern – laut zu lesen – zu schweigen.“
Daniel Pennac

 

In Wirklichkeit liest jeder, wenn er liest, etwas über sich selbst“
Marcel Proust

 

Lesen lernen
Wenn ein Kind nur stockend oder verunsichert Lesen lernte, wusste ich, dass in aller Regel jemand in der Familie das Lesenlernen auf „alte Art“ übte.

 

Lesen und Schreiben
Wenn Maschinen und Elektronik für dich alles schreiben, was du sagst, wenn die gleichen Computer für dich vorlesen, was du und andere ihnen gesagt hast, muss keiner mehr Lesen und Schreiben lernen.

 

Verliert das Gros der Menschen wieder die Fähigkeit zu lesen und zu schreiben, weil Maschinen
das für uns tun?

 

Liberal
Das große Vorbild des FDP-Vorsitzenden ist der Kanzler des letzten Kaiser, Otto von Bismarck. Theodor Heuss, FDPler und erster Präsident der Bundesrepublik Deutschland stimmte für Hitlers Ermächtigungsgesetz. Walter Scheel, FDPler und Bundespräsident war unkommentiert Mitglied der NSDAP.

 

Liebe
Sich a la Rudolf Steiner für die „Liebe“ entscheiden, tut jeder, auch rechte und autoritäre Erzieher*innen. Es geht um die Kunst des Lebens aller.

 

Wenn „richtige“ Deutsche ihre eigenen Kinder und den Schäferhund lieben, hat dies nichts mit Würde oder Schutz aller Lebewesen zu tun.

 

Liebe und leiden können
Manche Menschen tun anderen Menschen etwas und wollen trotzdem von ihnen geliebt werden.

 

Liebevoll
Wir brauchen Menschen, die selber ein liebevolles, menschliches und demokratisches Weltbild haben und vorleben.

 

Light
Keine „Lehrer*innen light – Das macht unsere jetzige Lehrer*innenausbildung schon.

 

Linker Lehrer
Ich find's toll, ein linker Lehrer gewesen zu sein.

 

Linker
Viele werden mich als Linken nie akzeptieren. Aber ich akzeptiere alle Demokraten.

 

Linkes Denken
Die Mehrzahl aller „Linken“ kommt aus reicheren, sogar großbürgerlichen Familien, wie Marx, Engels, Lenin, Che Guevara, Fidel Castro, Mao, Rosa Luxemburg oder Salvador Allende. Es ist bürgerliche Bildung, die anders denken lässt! Links denken ist bürgerliches Denken.

 

Linke“ Schulkonzepte sind auch heute noch zu bieder und zu oft in alter Bildung verhaftet.

 

Links
„Ein bisschen links hier, ha ha“
Besucher der Stunksitzung 2019

 

Warum sollte es nicht divergierende, viele Formen und Inhalte des Linkssein geben?

 

Die meisten Menschen sollen und wollen einfach nicht über linkes Zeug reden.

 

Denke ich immer noch jung, bunt – und links?

 

Lobby
Lobbyisten brauchen keinen Druck zu machen. Im System sind sie schon lange die Impulsgeber.
So hat Bildung keine Lobby.

 

Kitas und Schulen sind ohne Lobby. Sie haben nichts für bürgerliche Verhandlungsstrategien anzubieten. Sie funktionieren feudal, also top down. Du kannst du Veränderungen schaffen, indem du demokratisches Handeln ohne zu fragen installierst.

 

Lock down
Heißt „lock down“ „Ausgangssperre“,oder „nieder sperren“?

Lösungen
Im Gespräch mit Kindern geht es, unter Beibehaltung der Würde aller, um das Finden einer gemeinsamen Lösung.

 

Weder Bund, Länder, Kreise oder Gemeinden werden jemals genügend Polizist*innen, Lehrer*innen, Pfleger*innen, Ärzt*innen, Richter*innen, etc. einstellen. Eine menschenrechtliche Demokratie braucht andere Lösungen.

 

Es kann nicht für alle Gruppen die gleiche Lösung geben.

 

Augusto Boal versuchte nicht die Menschen zu belehren, sondern spielte mit ihnen das nach, was sie selber als Unterdrückung erlebt hatten. Die Situationen wurden von allen, auch in vertauschten oder Zuschauerrollen bis zur Lösung für alle (!) gespielt.

 

Menschen heute wollen nicht wissen warum etwas nicht funktioniert, sondern wie etwas geht ohne zu schaden.

 

Lügen
Ich werde trotz Trump und anderer Politiker nicht zum Lügen erziehen!

 

Die elektronisch mediale Offenlegung gesellschaftlicher Vorgänge führt auch dazu, dass mehr gelogen wird, um sich zu rechtfertigen.

 

Heute fällt es auf, dass Politiker*innen lügen. Lügen auch Lehrer*innen?

 

Man kann sagen, dass der Faschismus der alten Kunst zu lügen gewissermaßen eine neue Variante hinzugefügt hat - die teuflischste Variante, die man sich denken kann - nämlich: das Wahrlügen.

 

Lust
„Was ihr nicht tut mit Lust, gedeiht euch nicht.“
William Shakespeare

 

Nirgendwo gehen die Menschen so lustlos zur Arbeit wie in Deutschland“
web, 10.03.2020