Rolf Wagner

 

Rembrandt aktiv

 

 

 

Lange Zeit habe ich mich an das NRW-Treffen im letzten Frühjahr in Berchum bei Hagen erinnert. Als dann Dieter (Hartmann) die Fotos vom Treffen mitbrachte und zeigte, machte ich mich auf die Suche nach diesem Rembrandt.

 

 

 

Leider fehlen die Bilder. Rolf Wagner ist im unteren Teil des Bildes die Leiche

 

 

 

Walter (großes Bild, rechts oben, wegen der größten Halskrause klar als der Chef zu identifizieren) hatte uns dazu angeregt, Bilderinterpretation einmal anders zu wagen.

 

 

 

Wir einigten uns nach längeren Entscheidungsschwierigkeiten auf das Rembrandt-Bild. Wir, das waren außer Walter die sechs anderen Akteure (hier ist der Beweis: Hannes baut nicht nur Karteikästen!).

 

 

 

Ein wichtiges Argument bei der Auswahl war, das wir alle mitspielen konnten. Denn das war das Tolle an der ganzen Geschichte, wir wollten (sollten) das Gemälde samt Hintergrund nachstellen.

 

 

 

Zuerst alte Tapeten über die gute Wand, Zeitungen über den Teppichboden, mit Abtönfarben den Hintergrund gemalt (der ist leider nicht zu erkennen auf der Kopie, er war blau-grün mit ziemlich differenzierten Farbunterschieden).

 

 

 

Schon der Hintergrund war gar nicht so einfach, Perspektive des Betrachters berücksichtigen (is dat nun Fluchtpunkt oder wat?), Aufbau der Figuren, wer übernimmt welche Rolle.

 

 

 

Aber erst bei den Kostümen: Material ausprobieren, Klopapier zu weich..., dann ging es ans Schminken. Alle Bartlosen bekamen einen, der Leiche (mir) wurde das Fell vom Arm geschminkt (wie war das noch mit Elle und Speiche, Walter?), dann Bildzusammenstellung.

 

 

 

Und da ging das Ausprobieren erst richtig los: mehr nach links, der Seziertisch ist zu niedrig, die Füße müssen mehr in den Raum...

 

 

 

Aber dann war es doch geschafft, unser Bild wurde schnell der Schattentheatergruppe gezeigt, Foto, die Reaktionen der Zuschauer ganz unterschiedlich: beklommenes Schweigen und ängstliches

 

Kichern.

 

 

 

Wir hatten gerne noch mehr aus unserem Bildertheater gemacht, einige wollten ein größeres

 

Spektakel, andere über die Gefühle beim Aufbau und Spiel reden. Zu beidem kam es nicht.

 

Aber trotzdem war es ein sehr schönes Erlebnis, ich habe seit langer Zeit wieder einmal das

 

Gefühl, ein Bild richtig kennengelernt zu haben.

 

 

 

Zur Nachahmung empfohlen!

 

Rolf ( die Leiche)

 

 

 

 

Auf jeden Fall brachte Walter Hövel es so 1983 zu seinem

 

ersten Atelierangebot auf einem Freinettreffen