Walter Hövel

Kärtner Freinetstudium

 

Und wieder einmal begegnen sich der freinetische Freiheitsanspruch und die staatliche Autorität beim Versuch die Schule zu modernisieren...

 

 

 

 

 

Es sieht so aus als ob unser Team sich wie folgt zusammensetzt:

 

 

 

Christine Wiedermann, Volksschullehrerin (wo andere Grundschule zu sagen), vor mehr als 15 Jahren hat sie mit der Freinetpädagogik begonnen, den Wiener Freinetverein mit Emmerich Gradauer gegründet, ist deren Vorsitzende, hat maßgeblich das Wiener Symposion zu Freinets 100sten vorbereitet, sie ist eine gründliche, kreative, sehr belesene (wie Nicholas Beattie es nennt) thinker-practioner. Sie führt eine eigene Klasse, ist erfahren in der LehrerInnenfortbildung, im (innerbetrieblichen) Atelier-Animieren, sie hat einige Schriften herausgegeben und verfügt last not least über ein gutes Archiv. Vorsicht, sie raucht Kräuterzigaretten.

 

 

 

Gerhard Rabensteiner, er ist an der Pädagogischen Akademie Klagenfurt in der LehrerInnenbildung als nimmermüder Vertreter der Reformpädagogik mit Geschick und Ausdauer tätig, er hat das ganze Studium "an Land geholt", eine Leistung für sich, wenn wir bedenken, dass da auch der finanzielle und der politische Anker zugehören! Gerhard hat mit Pia-Maria etliche Freinetfortbildungen, Freinet-Bausteine, den Kärtner Verein etc. organisiert. Er schreibt und liest viel. Er zählt also mehr zur Abteilung "Thinker", was nicht heißt, dass er von Praxis keine Ahnung hätte. Vorsicht: Er ist Sportler und tut's auch.

 

 

 

Martin März, er ist Mitglied im oberösterreichischen Freinetverein (eine Wahnsinnsansammlung von Individualisten), leitet eine Volksschulklasse in einer kleinen Schule in Kremsmünster. Ihr müsstet sehen, wie er mit seinen Kindern in einem seiner kleinen Räume, die zusammen seinen Klassenraum bilden, sitzt, und "voll lässig", aber professionell, mit den Kids den Tag plant. Er ist nicht nur ein thinker-practioner, sondern auch ein Künstler und hat die Gabe, dass sich andere, die mit ihm arbeiten, auch als Künstler erleben und etwas davon mitnehmen, um es selbst wieder weiter zu geben. Er ist zudem ein Künstler der Korrespondenz, er gestaltet und schreibt Bücher, ist einer der Herausgeber der tollen Atelier-Zeitung. Vorsicht, er kann gegen geschlossene Glastüren laufen.

 

 

 

Pia-Maria Rabensteiner, Volkschullehrerin in einer viel besuchten Freinetklasse in Viktring (Kärnten), hier arbeiten die Kinder intensiv, leise und geschäftig, mit Pias reichhaltigen und vielfältigen Anregungen, sie hat ihre Magisterarbeit zur Freinetpädagogik gemacht, den blühenden Kärntner Freinetverein gegründet, mit der dortigen Freinetzeitung begonnen, initiiert Bausteine, Fortbildungen, Treffen, Hospitationsfahrten, sie schreibt viel, auch in der FuV, erstellt Unmengen von Materialien, die auch allmählich veröffentlicht werden. Sie ist ein (oh, hätte Beattie niemals diesen Begriff für diese Art von Freinis gefunden) thinker-practioner. Vorsicht, sie ist, wenn sie will, und sie will es oft, ein Workoholic.

 

 

 

Uschi Resch,) hat Jahre lang an einer Volksschule, hier auch in der Vorschulklasse, in Wien gearbeitet, machte dort und macht jetzt hier Fortbildungsarbeit, Freinetateliers, sie ist seit mehr als zwei Jahren an deutschen Grundschulen, jetzt in Bonn. Sie gehört zu denen von uns, die mit ihrer Arbeit nie zufrieden sind. Wenn du in ihre Klasse kommst, weißt du allerdings sofort, wie sie Freinet interpretiert. Sie kann Kinder wirklich lassen, ohne sie allein zu lassen. Ihr gelingt es, mit den Kindern an deren eigenen Bedürfnissen zu arbeiten. (practise-part) Sie schreibt, arbeitet seit einem Jahr in der Redaktion der Fragen und Versuche und hat an einem "Schulbuch" mitgearbeitet, dass bald auf den Markt kommt. (thinker-part). Vorsicht: Sie stellt immer die Frage: "Was ist Lernen?"

 

 

 

Walter Hövel, eigentlich Hauptschullehrer, seit 1982 bei den Freinetpädagogen, seit fast einem Jahrzehnt an der Grundschule, seit 5 Jahren Leiter der Grundschule Harmonie, Fortbildung, Ateliers, viel Uni-Arbeit, Redaktion, Bücher, Schreiben, ...thinking, practioning. Vorsicht, nicht bremsen!

 

 

 

Wolfgang Mützelfeld: seit 1982 bei den Freinetpädagogen, er denkt immer, und behält, was andere denken, er arbeitet immer, aber eben nicht, was und wie andere arbeiten. Er bildet ständig Theorien und entwickelt ständig eine neue Praxis. Er war Hauptschullehrer, bis er sich selbständig machte. Er hat das Bildungszentrum PrinzHöfte mit Lutz Wendeler gegründet, hier unter anderem einen Kindergarten, und eine freie Schule, er ist Fortbildner, Atelieranbieter, Schreiber, Erzähler, Streiter, Perma-Kultur-Anhänger, Systemberater, Vertreter, bzw. Entwickler von "systemischer Pädagogik" Vorsicht: Er könnte recht haben, wenn man das Gefühl hat, ihm widersprechen zu wollen.

 

 

 

An dieser Stelle sei spätestens erwähnt, dass außer Gerhard und Uschi nur Dickköpfe in unserem Team sind! Ergänzt und verändert diese Angaben bitte selbst. (Kein Anspruch auf richtig oder vollständig)

 

 

 

Alles was nun folgt, sind Vorschläge. Leider gibt es keine Chance sich einige Wochen vor Beginn des Projekts zu treffen, um unser Vorgehen gründlich zu koordinieren, was gerade beim Anspruch, einen Studiengang (zu dem noch freinetisch) machen zu wollen, nötig wäre.

 

Aber Mittel, Zeit und Wege sind begrenzt. Aber die Erfahrung lässt das Risiko zu. Das Ganze wird auch so funktionieren.

 

 

 

Was ist bisher geschehen?

 

Wie bereits oben beschrieben, hat Gerhard das ganze Projekt ins Leben gerufen -( besser ist es, wenn Gerhard selbst diesen Teil etwas beschreibt). Sicherlich hat es zwischen Gerhard und Pia eine Menge Kommunikation gegeben, so wie es sie zwischen Uschi und Walter gibt.

 

Gerhard und Walter haben sich vor einigen Monaten in Köln getroffen und haben die Grundstruktur des Studiums skizziert, wie es als Grundlage des Antrags gegenüber der staatlichen Behörde diente und wie es freinetintern in dem Augenblick veröffentlicht werden konnte, als das Projekt genehmigt war. Bis auf einige Telefongespräche gab es dann noch ein Treffen (beim Frühstück) von Christine, Uschi und Walter und danach ein Treff von Christine und Martin. Das Folgende versucht die Ideen und Vorstellungen wieder zu geben, die dort geboren wurden.

 

In dieser mail-correspondence könnten wir dann hin und her denken, so dass sich alle auf einzelne Dinge vorbereiten können, die sie dann anbieten werden. Der "Endschliff" wird vor Ort, ab Sonntagabend in Kärnten vorgenommen.

 

 

 

Drei zentrale Aufgaben des ersten Semesters:

 

 

 

1 In den Ateliers soll durch eigenes Handeln freinetisches Lernen erfahren werden

 

2 Die Kurzzeitangebote am Nachmittag und Abend geben erste Orientierungen in Erfahrungen der Praxis, Theorie , Historie und politische Gegenwart der Freinetpädagogik

 

3 Die Selbstorganisation der TeilnehmerInnen muss grundgelegt werden

 

 

 

 

 

Am Dienstag: Nicht in Organisatorischem verlieren!!!!!!! Direkt anfangen:

 

 

 

1 Einstiegsrede....Die beiden Freinetgeschichten vom Pferd und dem Durst, dies dann übertragen, auf das was das Studium für Anforderungen stellt, wie

 

Wir stillen keinen Durst, sondern die Leute selbst.

 

 

 

Dazu müssen die TeilnehmerInnen IHRE Wege zu den Tränken finden. Wir haben etwas Ahnung davon, wie solche Wege gefunden werden, aber die Kompetenz ist bei den Leuten.

 

Wir haben schon Tränken gebaut, die Leute müssen ihre eigenen bauen, weil "nix Fertigbautränke", nicht bei den "Meistern und Meisterinnen" trinken,....

 

Dabei werden sie Durst bekommen und vielleicht darunter leiden, oder zu viel saufen,...

 

Sie sollten, falls der Durst unangenehm ist, uns nicht dafür verantwortlich........

 

....Walter wird die Tage einen Textvorschlag, der jetzt nur aus Notizen besteht, per mail weitergeben.

 

2 Dann sollte kurz und präzise ein Wochenplan, der als Wandzeitung erarbeitet sein wird, vorgestellt werden

 

3 Und dann los mit Christines "Berührungstexten"als erster Teil des Einstiegs, um

 

4 sofort anschließend in von Martin (und anderen) vorbereitete Kunstateliers (Stationen) zu kommen, wo das so eben gehörte zum Ausdruck gebracht werden soll, auf Papier, mit Farben, Strichen, Schrift, wie immer es kommt.

 

5 Diese Werke werden in einen Raum an die Wand gehängt. Wir sitzen im Kreis und jede® stellt sich vor: Das Bild - meine Erwartungen - ich. Jetzt erst wird geredet!!

 

 

 

Am Dienstagabend:

 

Plenum mit Gesamtübersicht über das Studium. Anschließend "Gemütliches Zusammensein" mit oder ohne Kennenlerngruppen.

 

Die Leute sollten unbedingt eine Mappe haben, die erst im Laufe der ersten Woche, dann im Laufe des Studiums, auch mit eigenen Beiträgen, wächst:

 

  • Die Einführungsrede*

  • 1 bis 2 Mattieu-Texte, um Geschmack auf mehr zu machen

  • Den Überblick über das Studium

  • Den Wochenplan*

  • Eine Literaturliste mit a) Originalfreinet*, b) Sekundärliteratur*, c) französische Originalliteratur (wo ist die Liste der polnischen Kollegin veröffentlicht?),

 

d) empfehlenswerte Literatur verwandter Geister -

 

Gebt bitte an, was in den Listen stehen soll

 

  • Alle deutschen Hospitationsadressen (inclusive Lehrerausbildung, Unis, Lernwerkstätten)*

  • Alle österreichischen Hosp.adr.

  • Internationale Möglichkeiten der Hosp. (Hier nur Länder, Orte)*

  • Übersicht aller Freinetveranstaltungen in 2000 (Die deutschen gibt’s in der FuV)

  • Mopäd-Katalog*

  • Andere uns wichtige Materialien- und Veranstaltungskataloge Kataloge

  • Freinet- Kooperativ, FuVs*, Atelier Schule und andere Probe-Zeitschriften

  • Register FuV* (Gibt es das auch für österreichische Zeitschriften?)

  • Liste der Examensarbeiten zu Freinet*

  • TeilnehmerInnenliste

  • Homepage und internet und mail -Adressen

 

(Wer besorgt hier was? - alles mit * können Uschi und Walter machen)

 

 

 

Die Ateliers müssen als Kern der Arbeit unbedingt am nächsten Morgen beginnen. Bei dreißig Leuten sollten 3 Ateliers, die nur 3 halbe Tage Zeit haben, genügen. Unsere Ursprungsidee war, alle Ateliers unter einem Oberthema laufen zu lassen. Dies hätte den Vorteil, eine größere inhaltliche Nähe unter einander herzustellen und möglicher Weise die Schlusspräsentation als integrierten Vorgang zu gestalten. Der Vorschlag war zum Thema "Zeit" zu arbeiten. Hier könnte Christine ein Atelier machen und Uschi. Ute hätte gerne das dritte gemacht, aber sie fällt leider aus. Somit könnten eine® von den anderen diesen Teil übernehmen. Wolfgang wird dies nicht tun, da er sich auf den zweiten und dritten(!!) Teil der Arbeit konzentrieren wird. Auch Walter würde dies gern tun.

 

 

 

Auch wäre es möglich in Doppelbesetzung in zum Beispiel nur 2 Ateliers zu arbeiten.

 

Es wäre natürlich auch möglich, zu anderen Themen zu arbeiten, was den Vorteil einer größeren inhaltlichen Streuung hätte.

 

Wir tendieren etwas zum ersten Vorschlag, weil einfach der Gedanke reizt, die Präsentation einmal als "Gesamtkunstwerk" zu feiern.

 

 

 

Die Vormittage (Mittwoch-Donnerstag_Freitag) gehörten dann ganz der Atelierarbeit.

 

Gerhard schlug nun vor, am Donnerstag Morgen eine Hospitationsmöglichkeit für alle anzubieten, die nicht wissen, wovon wir reden. Wenn dieses Bedürfnis bei Leuten da ist, sollte am Donnerstag das Morgen- und das Nachmittagsprogramm getauscht werden. Aber warum ist eine solche Hospitation nicht z.B. am Montag, oder noch früher oder nach der Woche möglich?

 

 

 

Ist nicht die intensive, nicht unterbrochene Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe sehr wichtig. Aber da ist auch der Gedanke, dass dies vielleicht ein Fehler aller deutschen Freinetwochen war, dass da eben zu inselhaft, zu abgehoben, zu realitätsisoliert Freinet "zelebriert" wurde, anstatt den einfachen Alltag der Schulklasse einzubringen. Aber was sehen die Leute an einem Vormittag?, wir haben das dritte Semester doch ausschließlich als Hospitationsarbeit geplant. Der Schwerpunkt des ersten Semesters sollte auf der Erfahrung des eigenen Lernens, nicht auf der Fremdbeobachtung basieren. liegt da nicht auch der Trend in neueren Ausbildungskonzeptionen? Lasst uns da gut drüber nachdenken.

 

 

 

Die Kurzzeitangebote müssen sorgfältig aus einem Riesenthemenkreis ausgesucht werden.

 

Wer möchte was hier anbieten???

 

 

 

1 Berichte aus der Praxis, Erzählen, Bilder, Dias, Film

 

2. Geschichte der Freinets, der internationalen Freinetbewegung, historische Einordnung in die pädagogische und politische Entwicklung des letzten Jahrhunderts, der aktuelle Stand in den deutschsprachigen Ländern, Zukunftsperspektive

 

3 Grundbegriffe und Grundtechniken der Freinetpraxis vorstellen (Moderne Schule, Freies Schreiben, Mathematische Erfindungen, Korrespondenz, Drucken, Fremdsprachen, Fragen zur Welt, Freier Ausdruck, Natürliche Methode, Klassenrat, Tastendes Versuchen, Schattenspiel, Theater,........................)

 

4 Diskussionen um Grundwerte, Einschätzungen, Schwerpunkte und marginale Begriffe

 

5 Entspannendes und Atmosphärisches

 

6. "Die kleine Provokation" zu einer festen Uhrzeit?

 

7. Material und Literatur vorstellen

 

8. Typische Probleme: Eltern, eigener Anspruch, Schulleitungen, gesellschaftlich herrschender Leistungsbegriff, Noten, Hausaufgaben, Kulturkämpfe

 

 

 

Für diese Dinge haben wir TOTAL WENIG ZEIT (Deshalb hadert Walter so mit der Hospitation!): 3 Nachmittage, die vielleicht halbiert werden können, in der Zeit, in der Gruppengröße. Hinzu kommt, dass in dieser Zeit auch die "Selbstorganisation" grundgelegt werden muss.

 

 

 

Hier die Skizze eines möglichen Verlaufs:

 

Mittwoch 14-16 Uhr: Vortrag zu den Freinets und die Geschichte der Freinetbewegung

 

17-18.30 Uhr: 2-3 verschiedene Angebote zu Freinettechniken (hier Wünsche

 

der TeilnehmerInnen berücksichtigen)

 

dazu parallel für die erste Hälfte aller Teilnehmer: "Einführung in die Theorie der

 

Selbstorganisation" mit Wolfgang

 

abends: erst Plenum (mit Gesamtstudienplanung), dann verschiedene Berichte aus

 

der Praxis

 

 

 

Donnerstag: 14-16 Uhr Vortrag: Grundbegriffe der Freinetpädagogik, mit Akzenten auf

 

die Geschichte der Pädagogik und die Einordnung in aktuelle und

 

zukünftige pädagogische Entwicklungen

 

17-18.30 Uhr 2-3 verschiedene Angebote zu Freinettechniken

 

parallel die zweite Hälfte aller Teilnehmer: "Einführung in die

 

Theorie der Selbstorganisation" mit Wolfgang

 

abends: erst Plenum, dann "Lesezirkel-Theater":

 

6 bis 7 Gruppen bekommen einen kurzen theoretischen Text,

 

etwa von Ubbelohde, März, Hagstedt, Beck, Dietrich, Hering,

 

Wiedermann, Resch, le Bohec, Rabensteiner, Rabensteiner,

 

Hövel, Hänsel, Mützelfeld, Beattie u.v.a.m. dann sind ca. 90

 

Minuten Zeit, um diesen zu lesen und den Text als spontane

 

Theaterszenen zu verarbeiten, die anschließend aufgeführt werden.

 

Welche Texte sollen genommen werden?

 

 

 

Freitag: 14-16 Uhr: 5-6 parallele Angebote zu Grundbegriffen und -techniken

 

17-18.30 Uhr Gründung regionaler Selbstorganisationsgruppen,

 

Planung des weiteren Studiums

 

abends: Schlusspräsentation der Arbeit, anschließend: Tanz

 

 

 

Samstag:

 

Evaluation in der Großgruppe mit verschiedenen ganzheitlichen Techniken,

 

Evaluation in einer Kleingruppe, z.B. der regionalen Selbstorganisationsgruppe

 

Schlussplenum

 

 

 

Eigentlich wollten wir die Schlusspräsentation am Freitagnachmittag mit anschließendem Beginn der Evaluation und ein Fest am Abend, um noch mehr Zeit für die AusWERTung zu haben, aber wie sollte das zeitlich organisiert werden?

 

 

 

  • Ein guter Büchertisch wäre wünschenswert.

  • Dazu Materialien zum Schnüffeln und Bilden.

  • Brauchen wir eine Druckerei,

  • einen Internetanschluss?

  • Machen wir (in Verbindung mit der individuellen Mappe) so etwas wie ein "Studienbuch, das wie eine Tagungszeitung angelegt ist, aber individuell und zentral wächst.

 

  • Machen wir Teamsitzungen als Dozenten?

  • Machen wir alle zusammen etwas Kreatives, wie ein gemeinsames großes Gemälde?

  • Was fehlt?

  • Was wurde vergessen?

  • Fragen?

  • Versuche?

 

 

 

Last but not the least: Da wir ein Studium als Dozentinnen und Dozenten für eine pädagogische Akademie in Zusammenarbeit mit der Uni Bremen, dem Staat Österreich und der Europäischen Union durchführen, gilt es, unseren Status zu klären, der uns berechtigt, diesen Studiengang zu machen. Dazu haben wir zwei Vorschläge:

 

  • Wir bekommen vor Beginn unserer Arbeit alle die offizielle und gültige Bestätigung, die unsere TeilnehmerInnen erhalten, wenn sie unser Studium erfolgreich absolviert haben.

  • Wir werden von der Akademie ernannte und beauftragte Prüfer.

 

 

 

Gerhard, schick bitte eine TeilnehmerInnenliste, möglichst mit Arbeitsplatz!

 

 

 

Dann lasst uns mal kräftig mailen!

 

 

 

Ein Gedanke von Walter:

 

Eines der Hauptprobleme wird darin liegen, dass die Frage eines "Freinetstudiums" oder "Diploms" ja seit vielen Jahren diskutiert wird, aber eigentlich nie zu Ende oder auf den Punkt gebracht wurde. Alle Freinet-internen Versuche in dieser Hinsicht, sind bisher fehlgeschlagen oder im Stadium des "Andenkens" hängen geblieben. Wir haben mit dem Problem zu tun, dass wir, die Freinis, nicht der originäre Planer dieses Vorgangs sind, sondern das Ganze durchdrungen ist mit staatlichen und anderen hierarchischen Strukturen. Die "normativen Kräfte des Faktischen" sind da.

 

Oder um es einfacher zu sagen: Gerhard händelt das Ding in enger Kooperation mit Pia aus, Gerhard spricht Walter an, der für Gerhard und Pia einen großen Erfahrungs- und Diskussionshintergrund hat, der ist wieder in enger Kooperation mit Uschi.

 

Pia und Uschi, dann Christine, Ute, Hanni, Martin und Wolfgang werden als "DozentInnen" angesprochen, nicht Freinet-öffentlich, sondern privatissime, es sind Strukturen da zwischen Freundschaften und solchen, die eher der Struktur der Entstehung eines Lehrerkollegiums oder eben der akademischer Gewohnheiten als den Idealen einer Freinet-Kooperation entsprechen.

 

Aber unser Anspruch ist nun wieder einmal inmitten der gesellschaftlichen Herrschafts- und Machtstrukturen, dieses Stückchen Freiheit in Form von Freinet pflanzen zu wollen, und haben selber wieder mal nicht so angefangen oder anfangen können. Vor allem wollen wir das Studium nicht so organisiert und angelegt haben, wie andere Diplome, sondern wir wollen für uns selbst und die Teilnehmerinnen unseren Demokratieanspruch materialisiert wissen. Lasst uns auch hierüber mailen und in Klagenfurt reden.

 

Sicherlich werden wir am Ende des Studienganges mehr wissen, mehr über das Warum-Ja und das Darum-Nein eines Freinetstudiums.

 

 

Hallo lieber Gerhard, schneller ging's leider nicht.Hier meine Anmerkungen zur Formulierung.Wegen der ReferentInnen müssen wir dringend mit einander reden.Liebe GrüßeWalter

 

Block 1 Lerngänge,Einführung in die Freinetpädagogik (FP)TheoriebeiträgeAktuelle Praxis der FPGrundbegriffeGeschichte der FP

Atelierarbeit:Erfahren des FP-Lernbegriffs in angebotenen ganzheitlichen Lernprozessen

Studienplanung:Überblick über das Gesamtprogramm

Vorstellen der Hospitationsorte

Planung der eigenen theoretischen ArbeitEinrichtung selbstorganisierter Arbeitsgruppen nach lokalen AspektenBeschreibung der Abschlussarbeit

Block 2 Lernen lernen, Theorie und Praxis der Freinetpädagogik

Theoriebeiträge

Der bildungs- und gesellschaftspolitische Anspruch der FP

Lernen und Gesundheit

Was ist Lernen aus systemischer Sicht

FP heute, Zukunft von Erziehung, Bildung und SchuleAtelierarbeit

Erproben FP-Arbeitstechniken zu selbstbestimmten Inhalten in kooperativen Lernprozessen

Aspekte

Fachwissenschaftliche Inhalte

Kommunikation und Kooperation, Schulorganisation

Projektierte Planung als Mittel der Lernorganisation

Arbeitstechniken
Block 3 Sinn-voll selber handelnd mit FreinetpädagogInnen lernen, Hospitationen

Praktische Arbeit in FP-Klassen, Schulen und in der LehrerInnenbildung in FP-mentorenschaft

Dokumentation und Auswertung der Hospitationen

Block 4 Lernenlernen lernen, Systemik einer FP Lernorganisation

Atelierarbeit

Die TeilnehmerInnen animieren selbst geplante und realisierte Arbeitsgänge an

Gemeinsame Evaluation und Reflexion der angewandten und theoretischen Mittel

Dokumentation aller abschließenden ArbeisergebnisseEvaluation und Reflexion des Studiengangs

Extrablocks

Begleitende Maßnahmen und weitere Studienaktivitäten

Teilnahme an einem Freinettreffen oder einer Freinetfortbildung

Auseinandersetzung mit FP Theorie oder eigene Forschung mit Bezug zur FP

Eigenes Erproben am Arbeitsplatz in Begleitung einer regionalen selbstorganisierten Arbeitsgruppe

Studientagebuch oder Publikation