Walter Hövel
Es kann nur das Werk der Menschen sein

Solange ich die Wahl habe zwischen
Hass sabbernden Rechtswichtigtuern,
für die Werbungseinnahmen,
Onlinenachrichten
und Einschaltquoten
Ängste textenden Schreibern,
verängstigten Kleinbürgern,
versponnenen Alternativen
immer Unzufriedenen
und aufrechten Demokraten,
geht es mir besser als in meiner Kindheit.

 

In meiner Kindheit
redeten fast alle davon
wie toll es „damals“ war,
dass es ihnen „unterm Schnäuzer“ besser ging
und sie nur verloren hätten,
weil die „Wunderwaffe“ nicht rechtzeitig fertig war.

 

Und sie handelten auch,
wo immer es ging,
wie sie redeten.

 

Obwohl sie mich und andere erzogen
zu denken wie sie,
kam doch etwas Menschlicheres heraus.

 

Heute lernen viele von uns,
so zu handeln
wie wir schon reden können.

 

Aber immer noch
machen wir die Herrschaft
der Industrie, Militärs und Banken,
die Armut und Dummheit hier und anderswo

 

Sie herrschen
als Bänker, Vorstandsmitglieder,
Firmenchefs, Verleger und Generäle,
weil wir ihre Herrschaft wollen.

 

Wir wollen konsumieren.
Wir wollen, dass es uns,
koste es andere was es wolle,
immer besser geht.

 

Hier hilft die Erfahrung
eines eigenen anderen Handeln
durch die Bildung
unserer menschenwürdigen Haltung