Walter Hövel
Wir nennen die Dinge beim Namen

 

 

 

Herrschaft heißt es, nicht Damenschaft. Gott wird als Mann angebetet. Er ist der Herr, in anderen Sprachen der Große oder der 'Lord'. Die ersten Ersten waren noch Götter oder gottgleich oder bis 1918 „Kaiser von Gottes Gnaden“. Noch heute gehört es zum Guten Ton auf die Bibel, den Koran oder sonstwas Göttliches zu schwören.

 

 

 

Wir wissen unter was wir leiden. Solange es Herrschaft gab, hatten die Mächtigen (immer im Bündnis mit ihren Staatsreligionen) ihre Kanzler. Das war in Rom, Ägypten, dem uns bekannten China und überall, wo es Menschen und Regime gab.. Das gab es im Mittelalter. Der Kanzler regierte für den König oder Kaiser mit 'Brief und Siegel“, so lange er seine Sache gut machte. So ist es auch heute, wir wählen nur unsere Beherrscher. „Unser“ Kanzler „regiert“ im Auftrag vieler reicher Familien, Banken und Unternehmen.

 

 

 

Die sichtbaren, auswechselbaren Kanzler und Regierungen der Herrscher gab es vor dem Mittelalter bis heute. Der Kanzler regiert zwar, aber das nur solange die mächtigen Familien, die Banken und Industriellen ihn mögen. Selbst Hitler ließ sich von den Deutschen bestätigen, dass er Führer und Reichskanzler (siehe Wikipedia) bis 1945 war. Auf jeden Fall wurde Deutschland immer von einem „Kanzler“ regiert.

 

 

 

Aber auch vorher schon, seitdem es Herrschaft seit 8 bis 9 Tausend Jahren gibt.

 

 

 

Den Kanzlern unterstehen „Minister*innen“. Es sind auch die „geringeren Diener“. Ein Drittel des deutschen Volkes arbeitet direkt für seinen Staat, in seiner Verwaltung, ob als Soldat*in, in Rathäuser und Kreisen, in Schulen, Polizist*innen, Ämtern und Putzstellen. Alle dienen, ob als Beamt*innen, Angestellte, Arbeiter, Minijobler*innen oder Arbeitslose.

 

 

 

„Beamter“ ist sprachlich keltischen Ursprungs und heißt „Bote“ oder „Diener“. Es gibt sie seit 5000 bis 10.000 Jahren und noch vor hundert Jahren hatten auch Privatfirmen ihre „Beamten“ und „Privatbeamten“. Ansonsten hielten oder halten sich die Dienstherren „Arbeitnehmer“. Damit wurden sie „Arbeitgeber“.

 

 

 

„Soldarius“ kommt aus dem Lateinischen und heißt „Krieger“ oder „Gefolgsmann“. Du bist nur ein treuer „Gefolgsmann“, wenn du so lebst und arbeitest, wie es von dir gewollt wird. „Polizist“ kommt aus dem Altgriechischen und heißt „Gemeinschafts-, Stadt- oderStaatsverwalter“. So weiß „man“ bei allen Worten noch woher es kommt. Selbst „Mensch“ kommt von „Mann“.

 

 

 

Der „Kaiser“ ist der „Cäsar“. Es kommt aus dem Lateinischen, von „caedere“ , und heißt „aus-schneiden, fällen, niederhauen, töten“. König kommt aus einer germanischen, römischen, indischen, keltischen, slawischen Sprachsuppe. „Wang“ heißt es auf chinesisch. Fast alle „alten“ Könige sind „Gottkönige“. Noch sehr viele Nationen werden heute von einer Königin oder einem König regiert. Auf jeden Fall kommen daher die Wörter „regieren“, „Reich“ oder „Adliger“.

 

 

 

Demokratie war erst nur für „freie weiße Männer“, nichts für Sklaven, Ausländer oder gar alle Frauen. Heute ist Demokratie noch nichts für Kinder. Es kommt die Forderung auf, dass Demokratie für alle gilt.

 

 

 

Wir sind sprachlich um keinen Deut freier als früher, nur unsere Gesetze und unser gegenseitiger Umgang sind demokratischer. Denken und Handeln wir in einer uns eigenen Sprache, oder sind wir chronisch krank?