Walter Hövel

 

Zur Bedeutung meines Namens

 

Von uns verwaltenden „Namen“, „Wesen“ und „Ämtern“

 

 

 

Mein Name ist Walter,. Es ist „der im Heer Waltende“, „der Heerführer“. Der männliche Vorname Walter oder Walther stammt aus dem Germanischen und ist aus den althochdeutschen Namenselementen „waltan“ für „walten“ oder „herrschen“ und „heri“ für „Heer“ zusammengesetzt.

 

 

 

Das passt zu mir. Ich leitete eine Schule und führe auch sonst viele Menschen in Kämpfe, Niederlagen, Siege und Auseinandersetzungen. Mein Name ist Walter Hövel. Ich lebe vor allem mit dem Nachnamen in einer treu väterlichen Linie. Ich trug - soweit meine Erinnerung geht - nie den Namen einer Mutter, so wie es heute geht. Immerhin können schon 40 Vornamen sowohl weiblich als auch männlich sein, so wie Ulli, Michi, Chris, Jamie, Alex, Nicola, Sam oder Toni.

 

 

 

Ich hieße gerne anders. Walter klingt sehr faschistisch, sehr deutsch und gewalttätig (Da ist das Wort). Ich hieße lieber An, Asti, Barish oder notfalls Frank. Ich hieß auch Liberty oder Perspektive. Aber der Name ist mir als ein „vom Hügel kommender“ gar nicht so wichtig. Meinem Vater war die sterbene Kriegskamerad oder der Kölner Nazi-Poilzeipräsident mit Namen Walter Hövel wichtiger als die Bedeutung der Namen. Ich erlebe mehr und mehr wie das Wort einer Gewaltenteilung eines nichtfeudalen Staates, einer Republik zum Gewaltbegriff eines feudalen Staates zurückfindet. Norwegen, Schweden, Dänemark, die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Spanien, das Vereinigte Königreich von Großbritanien und Nordirland, nordafrikanische Staaten und alle europäischen Kleinstaaten werden feudal geleitet.

 

 

 

Ich glaube, dass die Menschen sich vor 300-500 Jahren zwecks einfacherer Identifikation für die Obrigkeit, also deren Vögte und Poilzei benennen mussten. Sie wählten einen Nachnamen, der nur patriachal weitergegeben wurde. Meine Vorfahren nannten sich „Hüvvel“, was auf hochsprachlich „Hövel“, „Hill“, „Hiller“, „Hillmann“ oder „Colline“. Mit Vornamen hießen meine männlichen Vorfahren fast immer „Rheinerus“. Ich hieß, wie zu meiner Zeit üblich, „Walter“.

 

 

 

Meine Vorfahren wählten die Namen nach ihrer Herkunft und als „Schutz“ durch die Namen "Heiliger". Die Katholiken feierten in meiner Jugend nicht den Geburtstag, sondern den Vor-„Namenstag“. Also wurde ich ein „Heerführer vom Hügel“.

 

Ich hieß Walter Peter Hövel. Natürlich trug ich als Schutzpatron den Namen meines Onkels, dem Paten aus der väterlichen Familie. Er ging bei mir verloren, vielleicht weil mein Onkel schon früh starb. Bei Adligen ist es so üblich, dass sie eine Menge von Verfahren als Schutznamen haben. Meine Kinder trugen keinen Paten im Namen.

 

 

 

Mein „Heiliger“ ist Walter von Pontoise oder auch Gualterius von Rebais. Er wurde in der Nähe von Paris am 8.April 1033 geboren. „Als Novice habe Walter im Klostergefängnis einen misshandelten, hungernden und halb verdursteten Mann vorgefunden, der seine Abgaben nicht bezahlt hatte. Für Walter widersprach das dem christlichen Liebesgebot, weshalb er nachts heimlich die Klausur verließ, das Gefängnis öffnete, dem geschwächten Gefangenen Brot gab und ihn auf seinen eigenen Schultern ins Freie trug. Die Tat wurde entdeckt und Walter dafür vom Abt geprügelt.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_von_Pontoise)

 

 

 

Noch heute erklären Geistliche gläubigen Kindern und Erwachsenenen, dass sie das mit dem „christlichen Liebesgebot“ nur falsch verstanden hatten. Aber die Legenden, Märchen, Sagen und Geschichten haben sich seit hunderten von Jahren gehalten. Aber hunderte von Jahren der Partneinahme für die Herrschenden prägten auch die Verwalter.

 

 

 

Heute glaube ich daran, dass der „Schutzzauber“ der Eltern durch die Namensgebung zumindest eine Rolle im Leben des betreffenden Menschen spielt. Die Namensgebung halte ich für vergleichbar mit einer „Familien-aufstellung“ oder „Vererbung“. Eltern stellen Ihre Kinder gerne so hin oder auf, wie sie heißen.

 

 

 

Meine Schwester hieß „Elfriede“, damals (1940/1) eine beliebte Ableitung von „Elfe“ (Er hatte wie die Zeit nichts mir „Frieden“ zu tun).

 

 

 

Aber zurück zu „Walter“. Da drin steckt also, das „Heer“. Damit wollte ich möglichst wenig zu tun haben. Ich wäre nie zum Militär gegangen. Noch heute halte ich uniformierte Soldaten für „arme Schweine, die morden lernen“. Die Greueltaten meines Vaters und meines mütterlichen Großvaters, einem bekannten „Kommiskopp“, waren genug. Ich bin heute stolz darauf, dass weder ich noch meine Söhne je bei einem Heer dienen mussten. Dass ich Menschen gut anführen konnte, dass Menschen sich „anführen“ lassen, erfuhr ich immer wieder voller Schreck. Ich hielt den Menschen zu Gute, dass die, die mir folgten, selbst dachten. Es waren die mit der wenigsten Angst.

 

 

 

Ich bin geWALTig. Ich führe an, was damals wie heute „walten“ heißt. Ich verwalte. Ich herrsche mit Gewalt. Die Bedeutung der Namen hat sich nicht verändert. Oder? Ich verwalte gerne die Macht der Ohnmächtigen.

 

 

 

Ich denke gerne an den Gedanken des Künstlers Givanni Vetere aus Kalabrien/Strongoli und Troisdorf und Eitorf in Rheinland. Er sagte, das Weltmächte nie an „feindlichen“ Angriffen oder ihrer ökölogischen Misswirtschaft zugrunde gingen, sondern an ihrer Unfähigkeit ihre eigenen großen Reiche zu verwalten. Sie hatten nach Innen also weinger Gewalt als nach Außen. Das hat was!

 

 

Irgenwann konnten die Reichen ihrer Reichtum nicht mehr genießen. Sie brauchten Verwaltung und Verwalter, die ihren Reichtum gegen die Ärmeren, die Arbeitenden der Mehrheit verteidigten. Mit dem Besitz und Eigentum entstand das Militärwesen, das Polizeiwesen, das Erziehungswesen, ....

 

 

 

Daher trugen die Männer der Verwaltung eine Uniform. Heute hat das noch das Militär, die Polizei, die Feuerwehr, zu Teilen die Post, Ordnungshüterfirmen Uniformen. Es haben die Ordnungsämter die Fahrzeugfarben wie die Polizei und deren Uniformen wieder einführen.

 

 

 

Im Deutschen ist alles was mit Verwaltung und Besitz zu tun hat ein „Wesen“. So gibt es das Anwesen, das Gemeindewesen, das Staatswesen, das Arbeitswesen,... Alles was verwaltbar ist kann mit „wesen“ kombiniert werden. Das geht so mit Militär, Polizei, Waffen, Banken, Bildung, Verkehr, Gesundheit, Verwaltung, Hochschule, Schule, Bau, Gerichten, Ernährung, Vermessung, Arbeit, Wirtschaft, Industrie, Geschichte, Kriminal, Betriebe, Ausbildung, Vereine, Ferien, …. Fast alles ist ein Wesen und hat zwei Dinge gemeinsam, nämlich der Ein- und Unterordnung.

 

 

 

Da gibt es im Deutschen die Verwaltung, die Ämter. Es gibt das Polizieiamt, das Bundeswehramt, das Zivilamt, das Wirtschaftsamt, das Amt für Kultur, Tourismus und Zeitgeschichte, das Gesundheitsamt, das Verwaltungsamt, das Gemeindeamt, das Stadtamt, die Kommunalamt, das Kreisamt, das Ehrenamt, Bezirksämter, das Hauptamt, das Verkehrsamt, das Gerichtsamt, das Rechtsamt, das Bauamt, das Liegenschaftsamt, Tiefbau- und Vermessungsamt, Umweltamt, das Wohnungsamt, Amt für Innovation, Organisation und Digitalisierung, das Arbeitsamt, das Kriminalamt, das Grünflächenamt, Amt für Medien, das Eheschließungsamt, das Ausweißamt, das Sozialamt, das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutzamt, das Ordnungsamt, das Amt für Schulen, Kinder, Jugend, Sport und Alte, Amt für Statistik und Forschung, Personalamt, Revisionsamt, Amt für Zuwanderung und Integration, das Bürgermeisteramt und Ämter für Kassen und Steuer, die Stadtkämmerei. Fast jedes Wesen hat ein Amt. Für alles ist ein Beamter oder eine Beamtin, eine Verwalterung zuständig.

 

 

Alleine in Köln sind über 15.000 Angestellte zur Verwaltung der Stadt da. Das sind 1,5% direkte Verwalter

*innen. Noch viel mehr arbeiten in der Pflege, der Erziehung, in sozialen Bereichen, in Kindergärten, Schulen und der Ausbildung, bei Bahn oder Bus, in der Juristerei, in den Hochschulen, in Polizeistationen. Mehr als die Hälfte aller arbeitenden Menschen verwalten uns.

 

 

 

Früher gab es auch die Verwaltungen den privaten Betriebe. In meiner Jugend arbeitete ich bei Bayer Leverkusen. Hier wurde ich überwacht vom „Werkschutz“. Er war (wie alle großen Firmen privat) schwer bewaffnet (u.a. mit Panzern und 'panzerbrechenden` Waffen gegen 'die Soviets in der DDR“, 'falls die Russen kommen').

 

 

 

Wer unterscheidet da Verwalten als Herrschen und die Organisation einer modernen Gesellschaft?

 

 

 

In anderen Sprachen und Kulturen ist das nicht so. Da stehen die Worte häufiger für sich. Hier ist das Anhängsel „Wesen“ kaum zu übersetzen, eher gibt es Ämter. Lebewesen, lebendige Wesen, das Menschen- oder Kinderwesen, das Wunderwesen oder Fantasiewesen werden im Deutschen (manchmal) anders behandelt.

 

 

 

Gegen Gauner musste man die Menschen schützen. Einige werden dicker, beleibter, genährter, besoffener und voller Drogen und Religionen. Die Menschen „mußten“ verwaltet werden, damit die Macht einzelner gesichert wurde. Dies dauerte natürlich einige tausend Jahr, vielleicht nur wenige hundert. Waffen wurden nicht mehr alleine zur Jagd auf Tiere benutzt, sondern zur Jagd auf Menschen. Ein Leben, einst wertvoll und wichtig, wurde immer weniger wert. So wurden wir nicht nur im Sinne der Freiheit erzogen. Wir sehnen uns auch nach Sicherheiten, Vorbildern und autoritären  Verwaltungssmustern.

 

 

 

Es stimmt übrigens nicht, dass Chinesen , Russen oder Inder autoritärer denken. Es gibt nicht nur Hongkong, sondern auch Taiwan mit demokratischen Traditionen. Da lösen sich eine Ukraine oder andere Ostblockstaaten von ihrem autoritären Denken. Es stimmt nicht, das Skandinavier fortschrittlicher sind als Ost- oder Mittel-europäer.

 

 

 

Ja, an so etwas denke ich, wenn ich meinen Namen höre.

 

 

PS:

 

Überlegen Sie genau, welchen Namen sie ihren Kindern geben. Mark, Marco, Markus sind dem Krieg geweiht, sie sollen die Krieger sein. Max oder Maximus sind die Größten, die Ersten, Alfons ist der Kampfbereite, ...