Walter Hövel
Flüchtlinge

 



Es gibt an die achtzig Millionen Flüchtlinge auf der Erde, soweit die angegebenen Zahlen. Alleine 2017 sind es über 6 Millionen Flüchtlinge aus Syrien. Das alleine sind fast 0.1 % der Weltbevölkerung. Insgesamt sind es im Nachbarland, der Türkei mehr als 1%. In diesem Land bilden Syrer 4,5% der gesamten Bevölkerung. Ein Drittel der syrischen Flüchtlinge sind dort Analphabeten.

 

 

 

Die offiziell angegebene Zahl der Flüchtlinge von 80 Millionen Menschen entspricht fast der Gesamteinwohnerzahl von Deutschland. Frankreich, England oder Italien haben jeweils weniger. Noch anders ausgedrückt: wäre Syrien ein einziges Flüchtlingscamp gingen sechs Mal die Einwohner von Köln rein.

 

 

 

Millionen Menschen leben in solchen Flüchtlingscamps. Das größte ist mit über 400.000 Menschen in Dabaa, Kenia. 300.000 „leben“ in einem Lager in Uganda. Fährst du durch die Türkei findest du sie mitten in der Landschaft, weit weg von jeder Zivilisation. Das Volk soll so wenig wie möglich mitbekommen. Diese Camps gibt es dort überall. Auf Lesbos waren es „nur“ oder „doch unvorstellbar“ 12.000 Menschen.

 

 

 

Seit aberhunderten von Jahren das gleiche Spiel. Krieg und Macht werden auf dem Rücken von Soldaten und unbeteiligten Kindern, Frauen und Männern ausgetragen. Ein „Innen“minister Seehofer ist austauschbar.

 

 

 

Was sind da 1oo Jugendliche und Kinder, die Deutschland gegen seine Oberbürgermeister, die mehr Platz für Flüchtlinge haben, aufnehmen will. Ein anderer Bundesminister fordert dieAufnahme von 2ooo Flüchtlingen. Die Afd vertritt eine Politik der Abschottung, wie auch CDU, CSU und SPD, nur offener, aggessiver. Sie wollen die Kriege und die Ausbeutung im In- und Ausland fortführen. Was wollen die GRÜNEN?

 

 

 

Es geht nicht einfach darum Flüchtlinge aufzunehmen, sondern keine Kriege mehr zu führen. Es geht um die Ökonomie und Macht der Herrschenden dieser Welt. Doch die Menschen der Welt müssten ihre Denke verändern. Die Weltbevölkerung denkt (noch) im Spektrum von Trump, Putin, Xi Jinping, Modi, Macron, Merkel oder Johnson. Wenige folgen konsequent dem Primat der Menschenrechte.

 

 

 

Ich ende immer bei dem gleichen Überlegungen und Ursachen. Ich bin alt und mit dieser Politik mich umgebender Politik sehr müde. Aber es sind nicht Menschen, die wie Menschen denken, - sondern sie denken wie ihre Systeme.

 

 

 

Nicht alle Flüchtlinge sind gute Menschen. Viele von ihnen reagieren wie die anderen Menschen.

 

Auch sie wählen Trump bis Johnson. Ihnen wird die Flucht aufgezwungen, wir wählen dieses Schicksal freiwillig, oft genau, weil wir unser Freikaufen erhoffen. Es sind die modernen Ablaßbriefe.

 

 

 

Flüchtlinge selbst wollen oft nur raus aus ihrem Status, im Notfall auf Kosten anderer.

 

 

 

Wir legen keinen Schalter schnell um, damit alles gut wird. Wir brauchen mutige Politikerinnen und Politiker, die etwas anderes wollen, die „Freiheit“ sagen und sie tun. Menschen brauchen Zeit. Hoffentlich nicht mehr als sie haben.