Es sieht so einfach aus, wenn zwei Bärenjungen miteinander spielen.

 

Es sieht so einfach aus, wenn mein Enkelkind meinen Turm wieder umschmeißt.

 

Sag mal dem Gymnasiallehrer, er solle mit den Jugendlichen seiner Klasse spielen

 

Walter Hövel
Gedanken über das Spielen

 

Warum sind die immer so sicher, die sagen,
“Hast du den ganzen Tag wieder nur gespielt statt zu lernen.“

Warum sind die anderen so unsicher, wenn sie wissen,

 dass „beim Spielen mehr als gelernt wird“.

 

 

Kinder würden vielleicht gucken und sich fragen, ob sie gerade gespielt haben. 

 

Spielen und Spiel scheint ein vollkommen abgegrastes, ja oft ödes Feld zu sein. Jede/r kennt sich hier aus. Und genau in diesen Tagen ist es das große Geschäft. Immer mehr Eltern erkennen die Wichtigkeit des Spiels beim Lernen ihrer Kinder. Immer mehr Menschen sind so ausgelaugt von der „eigenen Arbeit“, dass sie selbst zum Spielen zu müde sind. Aber da helfen Spiele wie Sport, gesund Kochen, Ablenkung oder die Mode. Elektronische Spiele werden seit Jahren zum Verkaufshit. Spielen findet jetzt auch für Erwachsene im Sex, in der Beziehung, im Denken, im Beruf, in der Wissenschaft, in der Freizeit, beim Essen und Trinken, beim Konsum – einfach überall, statt. Und die Lust auf nur Neues wird größer. Oft wird nur noch registriert was neu ist.

 

Doch sehen wir das Geschriebene darüber als Spiel an. Hier sind Üben und Wiederholung, Können und Leistung (wieder) erlaubt.

 

Spiel-Pläne für Kleine“

Der Bayrische Bildungs- und Erziehungsplan sagt: „Aber zugleich will kein Kind nur spielen, es will auch mit realem Leben und ernsthaftem Tun befasst sein.“

 

Die Hamburger Bildungsempfehlungen sagen, „… daß Erzieherinnen das Spiel nicht für angebliche Bildungszwecke benutzen sollen. Spiel ist eine zweckfreie Tätigkeit der Kinder. Es darf nicht umgebogen werden, um ein von den Erwachsenen vorgegebenes Ziel zu erreichen.“

 

Beide Arten zu denken gibt es in unserer Gesellschaft. Das erstere ist Bildungs- und Erziehungswissenschaftlich nicht mehr zu halten, das zweite könnte unserem Denken - ohne die “Zweckfreiheit“ - eher entsprechen.

 

Warum lassen Eltern ihre Kinder immer weniger und wenn, nur im Kindergarten spielen?

 

Zum Ernst des Lebens gehört es, auch in der Grundschule und immer danach, zu spielen. Wir leben in einer Zeit, wo du für dein nicht nur berufliches Fitsein selbst sorgen musst. Und Spielen hält fit.

 

Spielen Menschen da und überhaupt „genug“?

 

Tierisches Vergnügen“

Ich sah im Fernsehen einen Film über Affen auf einer indischen Müllhalde. Er zeigte wie Affenmütter ohne Nachwuchs anderen Affen die Kinder klauten, um selber Kinder zu haben. Sie ließen sie auch – mangels Muttermilch und Knowhow - sterben.

 

In diesem Film sah ich zudem, wie Affen auch junge Hunde stahlen. Sie ordneten sie - mit Zwang - aus drei Gründen in ihre Sippen ein: Sie hatten Aufpasser, Spielgefährten für ihre Jungen und Sexual- und Beziehungsersatz.

 

Es ist Fakt, dass wir durch Müll – auch religiös – je nachdem in der größten Armut einen Fressüberschuss produzieren, der solche Symbiosen möglich macht1.

 

Oder ist es einfach die immer gleiche Geschichte, dass der Mensch wie bei der Domestikation von Hunden und Katzen bisher nur sich selbst solche Fähigkeiten zugute hielt. Nur der Mensch kann domestizieren, nur er kann reden, philosophieren, Werkzeuge herstellen, Feuer machen und natürlich „als Einziger bewusst spielen“.

 

Wir spielen

Schließen wir uns weder der Herabqualifikation anderer Lebewesen an (damit wir sie weiterhin verhätscheln oder fressen können), noch schließen wir uns einer Überhöhung des Tiers als solchen an (wie es auch gerne beim Thema "Kinder" passiert). Fakt ist, das alle Lebewesen, zumindest erkennbar in ihrer Kindheit, spielen, also nicht nur Menschen. Unser Blick hat sich bei immer größerer Einschränkung der Abgrenzung erheblich erweitert.

 

Spielen scheint uneingeschränkt eine Eigenschaft lernender Lebewesen zu sein. Wenn wir Tiere genug zu essen haben, und Zeit und keinen Stress, spielen wir. Lebewesen tun dies mit anderen jungen Geschwistern, mit Älteren und Dingen und Beute. Sie tun es auch trotz Stres

 

Un selles2?“, wie der Rheinländer fragt

Wir scheinen uns zu erproben, Fähigkeiten zu trainieren... Entscheiden wir welche? Finden wir auch neue Lösungen? Können wir aufhören mit Spielen?

 

Heike Wagner zeigt mir einen Film mit ihrer sehr jungen Tochter: „Ich fand spannend, was da alles gleichzeitig ablief: nachahmen, fantasieren, Absprache treffen und direkt verwerfen, Freundschaftsgrenzen abtesten, Barrieren aus dem Weg räumen, nebeneinander und miteinander agieren, dialogisch und monologisch sprechen...“

 

Wir fahren augenscheinlich mit dem Spielen immer fort. Es scheint ein Lebensmotor zu sein. Spielen wir aus Langeweile, Übermut, Gewohnheit, zwanghaft ungezwungen, scheinbar unüberlegt, auf etwas abzielend?

 

Ich selbst spielte mit Spielzeug, andere anders und mit anderem. Ich spielte weniger mit anderen Kindern. Ich fand zuerst keine. Später spielte ich mit ihnen „Möttchen - und - „Buden“ - Bauen, Irgendwo-Raus-oder-Runter-Springen, Weitpissen, Räuber- und Gendarm, Cowboy- und Indianer, Onkel-Doktor, Fußball, Fangen, Verstecken, - jetzt fällt mir nichts mehr ein. Ich wurde älter.

 

In der Schule spielten wir nicht, außer Theater. Später habe ich Singen, Zeichnen, Büchermachen, Reisen, Feuermachen, Kochen, Zelten gelernt. Dann wurde Lernen bewusster, organisierter, beeinflusster, ich lernte zu verlieren, Kräfte einschätzen, zu lernen was ich wollte, … Radfahren, Rollschuhfahren.

 

Für mich ist Spielen mit Kinder immer noch die alten Spiele spielen, wie Karten, Mensch ärgere dich nicht, Mühle , Dame und ähnliches. Dann natürlich im Garten oder auf dem Spielplatz, wie Schaukeln, Balancieren, Ballspiele. Wasserplanschen, haben wir im Garten gemacht. Ein Riesenspaß für alle, wenn man selber einstecken kann. Mir hat die Frau dabei vom Balkon einen Eimer kaltes Wasser über den Kopf geschüttet, wegen unfairem Verhalten. Ich hatte auch einen großen Kletterbaum im Garten, den ich zum Klettern hergerichtet habe. Balancieren habe ich immer für wertvoll gehalten, über alles. Man muss den Kindern etwas zutrauen.“

Karl-Heinz Jagosch

 

Und ich musste viel lernen, weil Erwachsene das wollten: Ordnung, Gehorchen, Benehmen, Lernen in der Schule, Essensmanieren, Schwimmen, Mich-Richtig-Anziehen, Waschen, Kämmen, Haushalten, Mit-Geld-Auskommen, Rechtzeitig-Schlafen-Gehen, Reden, Schweigen.... Spielen wurde immer mehr zu überlegtem Tun, zum Erwachsenwerden. Mit den Erwachsenen spielte ich auch, Karten, Brettspiele, Wegfahren, später selber Rollenspiele, Liebesspiele, Zeittotschlagen...

 

Ich sagte zu Uschi kürzlich: „Leben ist für mich Spielen“.

 

Konfuses
Grundlagenforscher*innen spielen. Sportler*innen spielen. Theaterspieler*innen spielen, Musiker-*innen spielen. Sänger*innen singen, Künstler*innen malen, Köch*innen kochen, Bastler*innen bauen...Menschen lernen, sie arbeiten für Geld, Soldat*innen schießen, unterhalten sich selbst zum Leben, rekreieren, amüsieren sich und schlafen.

 

Kinder spielen immer und alles. Die Kinder der Grundschule Harmonie spielten mit einander, im Gelände, hinter Theatervorhängen, bauen, sammeln, lesen, basteln, malen, musizieren, schreiben, mathematisieren sogar mit Dingen, ihre eigenen Spiele und immer wieder spielten sie Bekanntes und Unerkennbares. Sie spielen immer wieder Rollenspiele, ...Lehrer*innen und viele Eltern ermunterten sie zum Spielen, weil wir es schafften das Spielen wichtig zu machen.

 

Die Grundschulzeit wurde mehr zum Spielen genutzt, was wir aber „Arbeit“ nannten, weil ja sogar ein noch besseres Lernen als woanders dabei herauskam. Einige Leute sagten gerne, „das sei hier wie im Kindergarten“. Ja, paradiesisch, kindlich, ungezwungen.

 

Aber machen das nicht alle Tiere so lange, bis sie alles was sie lernen konnten oder mussten, konnten? Spielen wir so lange wie junge Wölfe, Vögel, Elefanten, Delphine, Tintenfische, Löwen, Krokodile, Fische, Ameisen, Bienen, Raupen, Spinnen oder Käfer?

 

Spielen ist gesund ... für Kinder...

 

Das Spielen Jugendlicher

Wenn ich „mit der Welt“ spielen will, sie erkunden will, welche besseren Möglichkeit haben dann „Kinder“ als das elektronische Spiel? In 100 Jahren wird man auch dieses oder jenes gute alte Spiel vermissen. Wer weiß dann noch von Frau Zehnpfennig? … von der Unbeaufsichtigt-Spielen-Nostalgie der ehemaligen Kinder der 1950er Jahre, … und, wenn der Bruegel nicht die Kinderspiele gemalt hätte, …

 

Doch von Jugendlichen später mehr.

 

Weiter Konfuses

Wie fasziniert ich war, als Delphine schnalzten, pfiffen, glucksten oder schnatterten und sich (dann) Bilder zuspielten, die ihre Gehirne produzierten. Und wir Menschen konnten diese Bilder sichtbar machen … und wie Delphine dabei und ohne das mit einander spielen!!!!

 

Wenn es einen Zusammenhang zwischen Kommunikation, Lernen und Spiel gibt, muss(!) es den bei allen Lebewesen, also allem Lebendigen geben. Ich will es nicht beweisen, aber ich denke, dass alles Lebende denkt und spielt.

 

Es ist nur dann richtiges Spielen, wenn alle die mitmachen auch wirklich möchten und Spaß haben.“

Lea Krist-Rösgen, Grundschülerin

 

Wie kommen Menschen, die ihre Macht über andere behalten wollen, dann und denn dazu, gerade in Bildung und Schulen, gegen besseren Wissens, ihren lernenden Jungen das Spielen zu verbieten, sie einen ganzen Tag in Bänke zu zwingen, ihr Spiel zu lenken, „sie spielerisch ansprechen und entwickeln“ und sie belehrend unterrichten zu wollen.

 

Sind wir nicht - also alle Menschen und Tiere ohne Lehrmeister – spielend zu unseren heutigen Entwicklungen gekommen – mit den heutigen Vor- und Nachteilen unserer Realität – ? Oder sind „unsere menschlichen Nachteile“ nicht das Produkt unserer eigenen Belehrung? Passt da nicht der Witz „Warum sich Tiere nicht in eine Schulbank zwängen lassen? - Weil das unmenschlich ist“?

 

So viele Theorien des Spiels

Und was für haarsträubende, kluge und abwegige Theorien zum Spiel aufgestellt werden3. Sie sind „Entladung überschüssiger Kräfte“ (H. Spencer), „Rekapitulation der kulturellen Entwicklung des Menschen“ (St. Hall), „Ein- und Vorübung wichtiger Anlagen und Instinkte“ (K. Groos), „Erholung und Entlastung“ (M. Lazarus), „Assimilation von Erfahrungen“ (J. Piaget) oder „Abfuhr von Affekten und Triebregungen“ (S. Freud), „Erholung bei partieller Ermüdung“ (Schaller), „Ritualisierung von Territorialverhalten“ (Lorenz) oder „törichtes Treiben“ (J.Locke).

 

Spiel ist eine Form der subjektiven ästhetischen Erfahrung.“
Sita Fritz, Studentin in Köln

 

Es gibt Spieltheorien als „Vermittlungsinstanz zwischen Bewusstem und Unbewusstem“, bei der „Verarbeitung von Eindrücken“, bei der „Befreiung von Ängsten und Konflikten“ und bei der „Stärkung des Ichs“, als „Förderung des individuellen Entwicklungsprozess“, als „Ausdruck des Neugier- und Erkundungsverhaltens“, als „Einübung und Aneignung sozialer Rollen“ oder als „Förderung der kommunikativen Fähigkeiten (Empathie, Rollendistanz“…).

 

Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen

als im Gespräch in einem Jahr.“
Platon, griechischer Philosoph

 

In „Homo ludens“ ist es „ein Phänomen von Kultur und Kunst“. Es sind „Ablaufgestalten spielerischen Geschehens“ mit Merkmalen. Hier finden sich die „Freiheit von Zielen und Zwecken“, „ständige Selbstwiederholung“, die „Fiktion von Wirklichkeiten, mit innerer Spannung, Offenheit in der Geschlossenheit und in zeitlicher Gegenwärtigkeit“.

 

The Theatre of the Oppressed is theatre in this most archaic application of the word.

In this usage, all human beings are Actors (they act!) and Spectators (they observe!)”
Augusto Boal, brasilianischer Regisseur

 

Für Scheuer haben Spiele „Regeln, Zweckfreiheit, Quasi-Realitäten, intrinsische Spannung, Zielrichtung und eine eigene Dynamik, Handlungsorientierung, Lustbetonung, Ansteuerung von Lernzielen, Sozialisationscharakter“ und – sie haben eine „selbst motivierende Lerninstanz“.

 

Meine Wirklichkeit

Wie froh ich bin, dass solche Theorien, mögen sie auch noch so gut sein oder gemeint sein, mich eher abschreckend. Ich kann und will nicht klug über die vielen Theorien reden.

 

Welch ein Genuss und eine Warnung ist es da, Kinder, also Menschen, bei ihren Spielen zuzu-schauen. Spielen ist an und für sich noch nichts Gutes oder Schlechtes. Es ist wie Denken, Sprechen, Lernen oder Leben immer davon abhängig, was Menschen - demokratisch - für Menschen oder gegen Menschen, wollen. Es ist immer ein zuzulassender, aber nicht zu steuernder, kontrollierbarer Vorgang. Er braucht aber seinen menschlichen Zusammenhang und hat meine pädagogische Beziehungsabsicht!

 

Ich halte jede schulische Situation, in der gespielt wird, für kindgerecht und lehrreich“

 

Das Spiel und die Reform des Denkens

Wir Menschen sind einige Verständnisstationen bis zum heutigen Spielbegriff gegangen. Mein Weg führt über Fröbel, Montessori, Freinet, Pickler, Lago, Juul, Renz-Polster, Sevgül, Jakob, Tamara, Jette, Jale, Michi, Sean oder Deniz.

 

Fröbel (1782 - 1852) ist einer der ersten Pädagogen, der den Namen überhaupt verdient. Er forderte eine wissenschaftliche Ausbildung vor allem auch weiblicher Erzieherinnen (weg vom männlich dominant erziehendem Priester-ähnlichem Militär, ohne Ahnung vom Kind). Er erfand das Wort „Kindergarten“ (um aus dem einsperrenden „Kinderhaus“ herauszukommen). Er war Reformpädagoge und hatte eine vollkommen klare Auffassung vom Spiel. Er erkannte, dass das „Spiel die höchste Stufe der Entwicklung des Kindes ist“.

 

Fröbel4 sagte, er wolle weder bewahren (heute 'betreuen' oder 'beschützen') noch belehren (heute 'unterrichten' und 'spielerisch fördern').

 

Fröbel setzt dem die Entwicklung entgegen. Er möchte, dass Kinder sich ihrer Natur gemäß weiterentwickeln können. Oft meinen wir, dass wir dem Kind etwas näher bringen müssen, ihm etwas geben müssen, was es noch nicht hat. Fröbel sagt, dass das Gegenteil der Fall ist. Wir müssen einem Kind nichts näher bringen, ein Kind trägt schon alles in sich. Dieses Bild vom Kind haben alle Reformpädagogen.“5 

 

Das Spiel ist in Fröbels Pädagogik ein zentrales Element. Er vertritt die Auffassung, dass das Kind sich im Spiel ausdrückt und zu sich selbst findet. Im Spiel ergreift es die Welt und eignet sie sich dadurch an. Es lernt also durch das Spiel.6 

 

"BEI DER ERZIEHUNG MUSS MAN ETWAS AUS DEM MENSCHEN HERAUSBRINGEN UND NICHT IN IHN HINEIN."

Friedrich Fröbel

 

Ich würde heute sagen, das Kind entscheidet, welche Weltsicht es übernimmt und welche neue Weltsicht es neu kreiert. Kinder schaffen sich und ihre Welt aus den alten Baustoffen ständig neu.

 

Wie später auch Montessori hat Fröbel deshalb Spielmaterial entwickelt. Er  nannte sein Material "Spielgaben". Durch das Spielen mit den Spielgaben erschließt sich dem Kind die Welt und deren „Gesetzmäßigkeiten“.

 

Die Frage seit Fröbel sollte also nicht mehr sein, wie schaffe ich es 'spielerisch' etwas an das Kind heranzutragen, sondern Rahmenbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten für Lernende und Lebende zu schaffen, die eigene individuelle und menschenrechtliche Entwicklungen ermöglichen, wenn sie die von ihnen selbst überblickte Wahl ihrer Wege haben.

 

Emmi Pickler (1902-1984) war wie viele, eine Kinderärztin mit Reformideen. 1930 ging sie nach Ungarn als Privatärztin, 1946 gründete sie ein Waisenhaus. Spielmaterial sollte nicht auf bestimmte Funktionen festgelegt sein, sondern freies Experimentieren erlauben. Auch die Freinet-Kindererzieher*innen berufen sich heute wieder auf sie.7

 

Maria Montessori, die nach Fröbel kam, sagte etwas ganz Ähnliches: Es gilt, eine Lernumgebung zu schaffen, die es dem Kind erlaubt, sich zu offenbaren. Sie spricht auch vom sogenanntem "inneren Bauplan", ein eigener im Kind angelegter "Entwicklungsfahrplan", den jedes Kind in sich trägt und den der Erwachsene nicht kennen kann. Es gibt natürlich Gesetzmäßigkeiten in der Entwicklung von kleinen Kindern. Die kann jeder beobachten und die sind auch erforscht. Aber wie jedes einzelne Kind sich nach und nach die Welt aneignet, welchen Weg es dabei geht, in welcher Geschwindigkeit es sich die Dinge aneignet und was es wann bevorzugt - das ist bei jedem Kind verschieden.“8 Da nimmt auch der Diversitätsbegriff seinen Anfang.

 

Elise und Célestin Freinets sahen „das Kind“ nun im nächsten Schritt. Sie wollten nicht mehr, dass Kinder selbst die Welt wie sie schon war, schaffen, sondern, dass sie ihre Welt veränderten. Sie wollten, dass Kinder nicht einfach spielen, um sich im Spiel zu vertiefen. Sie wollten wissen, was sie dabei tun, welche neue, eigene Welt sie wie für sich erschaffen.

 

Die Freinets wollten die Welt selbst verändern und diese mächtige Fähigkeit fanden sie im viel höheren Maße, weil sie es zuließen und provozierten, bei Kindern.

 

Sie fanden das Spiel der Kinder wieder in ihrem „Tasten und Versuchen“, in dem „den Kindern das Wort geben“, in ihren Klassenräten, in der Kooperation, dem Freien Ausdruck, eigenen Fragen und Forschen, dem (nicht-schulischen) Lernen in ihren Klassen, der kritischen Sicht von selbstbestimmter veränderbarer Welt.

 

Die Freinets setzte dabei nicht den Spielbegriff als solchen in den Mittelpunkt ihres Tuns, sondern die „Arbeit“. Sie hatten – im Geist ihrer Zeit – mit Eltern und ihren Kindern zu tun, die in Fabriken, auf Bauernhöfen, im Fischfang und vielen sozialen Einrichtungen, nicht zunächst lebten, sondern „arbeiten“ mussten.

 

Bildung sollte nicht nur eine intellektuelle,
sondern eine die ganze Person betreffende Angelegenheit sein.“9
Vera A. Sippel

 

Sie prägten den Begriff „Le Travail-jeu“ (Arbeit mit Spielcharakter). Sie sahen die nicht-entfremdete Arbeit auch bei Kindern gewollt und zunehmend anerkannt, etwa bei ihren Experimenten. Heute würden sie dies sicher bei den elektronischen Ausflügen „(Arbeiten“... Spielen) der eigenen Kinder und Jugendlichen wiederfinden.

 

Und es gab den Begriff „Les jeux travaix“. Dazu zählten sie Spiele mit Arbeitscharakter wie das Boulespiel, Kegeln, Ball- oder Reiterspiele. 10.

 

Arbeit und Spielabsichten 1994-2014

Die Kinder an der Grundschule Harmonie spielten viel Schach, Hockey und Fußball. Spiele zum reinen Zeitvertreib oder zur Zerstreuung hielten schon die Freinets für überflüssig. Wir, das Lernpersonal, sahen sie – nicht immer verstehend - ungern. Zufriedenstellung kommt durch sinngebende Selbstentscheidung. An fremdbestimmten Schulen gibt es Mobbing, Schlägereien, Schulfrust und Stress. An der Grundschule Harmonie gab es trotz mancher Eltern und „normaler“ gesellschaftlicher Umgebung bedeutend weniger dieser Anfälle. Da hatten die Freinets Recht.

 

Das ist, glaube ich altersabhängig. Auf der Harmonie haben wir unter Spielen etwas ganz anderes verstanden. Z.B. Fußballspielen, Höhlenbauen, mit Stöcken einen Damm in den Fluss bauen etc.. .“

Jane Blume, - , Schüler*in, 14 Jahre alt

 

Aber(, liebe Freinets,) das Spiel ist nicht die Arbeit des Kindes. Es ist heute viel mehr. Darauf ist es, selbst bei noch so viel Freiheit auch in einem kapitalistisch staatlich gesteuertem Bildungsprozess nicht reduzierbar. Das Spiel aller Lebewesen, und davon gingen die Freinets aber eigentlich aus, ist ein unauslöschlicher Bestandteil jedes lebendigen Lernens.

 

Ich denke schon, dass es an der Grundschule Harmonie Spielen gab, da man ja in den Pausen immer was mit Freunden, aber auch im Unterricht unternommen hat und ich dies auch als “Spielen” deklarieren würde.“
Maruan Heusch, (14)

 

Vielleicht hätten sie besser - wie alle „Linken“ dieser Zeit nicht auf „die Arbeit“, sondern auf den menschlichen Müßiggang – oder das Spiel selbst gesetzt. Oder sie hätten konsequenter die Kinder, und nicht so sehr deren selbst gemachte Zukunft, die damals noch zuerst von Erwachsenen gedacht wurde, in den Mittelpunkt gestellt.

 

Sie sahen aber immerhin nicht die Form, sondern den Inhalt der Dinge. Sie sahen, dass Armut und Unbildung die Hauptursache für schlechtes Lernen waren und sind. Besser hätten die Freinets die wirkliche Selbstbestimmung der Kinder, ihre Ästhetik und gelebte Demokratie, die Inklusion und den Gedanken der Kinderreservate zuerst genommen, als die „Moderne Schule“ oder deren Rettung. Das Abstellen auf das Gleis der Arbeit war schon sehr mit dem Zeitgeist der linken Parteien, der Gewerkschaften und der Arbeiterbildung verbunden. Es steckte eigentlich mehr und Besseres in ihren Texten.

 

In Worten blieb auch an der Grundschule Harmonie die Arbeit im Mittelpunkt, obwohl das Lernen, Demokratie, Selbstbestimmung und Spiel immer wichtiger wurden.

 

Und an dieser Stelle muss ich natürlich auch überlegen wie relativ unbedeutend die Schulen im Leben eines Kindes sind. Zuerst kommt immer die frühere „Prägung“ im Leben und das Lernen außerhalb der Schule. Schule muss zum Sein des Kindes und seiner Familie passen.

 

Die Wiederentdeckung von Demokratie und Spiel

Wir entwickelten uns im Spiel. Nicht nur in Präsentation, Versammlung, Theaterspiel. Beim Filme Drehen, beim Suchen und Finden im Verkleidungsfundus, im Freien Ausdruck oder im Füllen freier Zeit konnten wir uns spielend und alles drum herum weiter entwickeln.

 

Vor allem lernten wir nicht nur im Fremdsprachenlernen das Rollenspiel zu benutzen. Wir spielten uns durch unser Lernen. Wir kreierten aus unserem Forum eine „virtuelle“ englische Kleinstadt, an der wir an vielen Orten unsere Dialoge erfanden. Wir feierten im Forum ganze Feste auf Englisch. Wir machten einen Gottesdienst nur in englischer Sprache. Wir verwandelten unsere Turnhalle in „A pirate ship we visited each week to speak and sing English. Wir machten Zirkusvorführungen, Supergirl- und Batmanausbildungen, Gucken von englischsprachigen DVDs, Holydays in different countries on the net, etc, etc. Wir spielten auf Englisch den 'Werewolf“ oder übersetzten viele andere Spiele wie „Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser“. Wir präsentierten zig Theaterstücke in englischer Sprache. Wir empfingen unsere englische Partnerschule mehrere Tage lang im Jahr und sprachen mit ihnen im Netz. Wir lernten nicht mehr Englisch um Englisch zu reden, sondern spielten Englischreden beim Englischlernen.

 

Spielen ist die einzige Art richtig, richtig verstehen zu lernen.“
Frederik Vester; Dozent an der Bundeswehrhochschule München

 

Menschlichkeit oder Vergesslichkeit

Leider machen sich Pädagog*innen immer wieder Bilder von Menschen, als sie von den Menschen machen zu lassen. Leider „vergessen“ auch die besten Pädagog*innen immer wieder ihre Absicht, nicht auf das Kind, also den Menschen einwirken zu wollen. Sie vergessen selber zu lernen. Sie „vergessen“, dass auch Materialien, durch Erwachsene oder „Schulen“ vorgegeben, zum – wie Freinet einmal sagte „ Gefängnis der Didaktik“ werden können.

 

Zu viele Lehrer*innen lassen das Spiel der Kinder,

dass zu eigenem Lernen führt - und bereits Lernen ist - nicht zu.“

 

Das einfachste ist übrigens – oft gegen die Wissenschaften, die Kontrollierenden und Mächtigen - Kinder und Menschen einfach spielen zu lassen. Wir taten und förderten dies an der Grundschule Harmonie. Wir vergaßen aber nie daraus durch Reflexion, Aufschreiben und Veröffentlichen zu lernen.

 

Die Eltern von heute dürfen nicht erwarten, dass ihnen der Staat oder der Arbeitgeber genügend Zeit zur Verfügung stellt, um zu lieben, zu schlafen, zu essen und zu spielen. Sie müssen sich die Zeit selbst nehmen. Denn ohne diese Dinge verliert die Familie ihren Sinn.“

Jesper Juul

 

Wir ließen sie gerne spielen, weil es uns gelang, dies ihren Eltern klar zu machen! Es begann mit dem Schulgelände, das zu jeder Zeit betretbar war. Das Schulgebäude, das dazu gehörte, war jederzeit überall (auch im Lehrer*innenzimmer, Schulleiter*innenbüro und Sekretariat)  füe jedes Kind benutzbar. Es begann damit, dass Kinder immer aufstehen, sich erst gar nicht setzen mussten, überall hin - und ihr eigenes Lernen, Handeln und Spielen vollends bestimmen konnten.

 

Das unterschied uns von anderen benachbarten Schulen: Kinder konnten lernend immer und überall ihre eigenen Spiele spielen.

 

Einmal beschwerten sich Kinder, dass sie in einer Klasse zu wenig spielen konnten. Die Lehrerin verwies auf die Möglichkeiten des Nachmittags. Ich verwies auf die Möglichkeiten des Vormittags und forderte generell mehr Zeit zum Spiel zu allen Zeiten. Die Lehrerin lernte auch vormittags zu spielen.

 

Der spielend verkaufte Fortschritt

Doch wie erkenne ich im Netz „den Catcher“? Wie erkenne ich das Eingelulltwerden? Die durchaus erfolgreiche Erziehung zu einem anderen Spiel geschieht in einem Riesenschwall von vernünftig klingenden Worten.

 

Der Zusammenhang von Friedrich-Verlag, Klett Kallmeyer und Ulrich Baer, den Begründer des danach zitierten „Vereins“11, lässt sich – auch mit einiger Arbeit - herstellen. Von selbst sichtbar wird es erst kritischen Leser*innen. Aber trotzdem bleibt die suchende Pädagogin, die Erzieherin oder Mutter dem Online- Text des Verlags ausgeliefert.

 

Dort steht dann u.a.

...das Spiel der Kinder“... durch pädagogisch ausgewählte Spielanregungen besonders gefördert … Kindern Gelegenheiten, Räume und Materialien für ihr Spiel bereit gestellt ... angeleitete Spielaktionen, Organisation von Spielmöglichkeiten, Spielleitung und Lobbyarbeit fürs Spiel, von spielpädagogischen Fachkräften… und sie stellen sensible Fragen 'Können die Pädagogen die Kinder nicht einfach in Ruhe spielen lassen?' … egal ob es Pädagogen gibt oder nicht. Warum nicht mit dem Spiel zufrieden sein, dass die Kinder 'von sich aus' machen? Warum ist es gut und richtig, das Spiel der Kinder mit pädagogischen Zielen und Mitteln zu beeinflussen? ... gefördertes Spiel die Kinder herausfordert, ihnen spannende Aufgaben ...die Bewältigung dieser Spielherausforderungen erwerben … neue Fähigkeiten und üben ihre bereits erworbenen ... lernen im lustvollen Spiel kreative Anpassungen zwischen ihren Bedürfnissen ... von der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Bedingungen ... Pädagogische Fachkräfte fördern und lenken … täglich... Herausforderungen … Kinder nicht resignieren, nicht vorzeitig aufgeben … steuern die körperlichen, geistigen, psychischen und sozialen Aufgaben im Spiel … Kinder spannend ... motivierend, riskant, anstrengend, aber letztlich bewältigbar ... pädagogische Einwirken auf das Spiel der Kinder ... sichert Spielmöglichkeiten und professionalisiert ... Hineinwachsen in diese Gesellschaft, erweitert ihre Möglichkeiten sich zu bilden und Abschluss … Wenn es die spielpädagogisch ausgebildeten Fachkräfte nicht gäbe, überließe man diese Bildung durch gefördertes und angeleitetes Spiel im wesentlichen den Angeboten der Freizeitindustrie und den kommerziellen Medien.“12

 

Das sagen Mitarbeiter der Freizeitindustrien und kommerziellen Medien. Sie haben, kaum haben sie einmal Fuß gefasst im Spiel, kaum eine andere Chance als zu glauben, was da steht!

 

Kinder spielen zu mehreren oder alleine, wenn sie fern der Realität sind und in ihre Welt abgetaucht sind.“

Hannes Hövel, Vater zweier Kinder (1 und 5 Jahre alt)

 

Viele Eltern haben das Geld, das was sie glauben, zu bezahlen. Sind sie und andere - je gebildeter umso mehr - den Fängen des elektronischen Geld-Netzes der Verlage, Fachkräfte, und dem Staat, wenn er für Konzerne ausbildet oder eintritt, ausgeliefert?

 

Unsere Kinder brauchen keinen eingetragenen Verein noch einen Verlag. Sie können sich frei spielen. Und selbst in Unfreiheit tun sie das. Je besser das Essen, Trinken, die Gesundheit, das Recht zu lernen und Luft zum Atmen, um so mehr und besser spielen sie. Um das zu wissen, muss man selbst die Freiheit schon erlebt haben oder an sie glauben.

 

"Zu viele Lehrer*innen, - selbst in der Grundschule - kennen zu wenig Spiele. Sie behandeln Fachwissen ohne spielerisches Lernen, geschweige denn, dass sie Kinder und Jugendliche spielen lassen."

 

Schließen Sie nicht daraus, dass Firmen, Verlage, oder Staaten kein Kinder orientiertes Interesse haben. Sie eignen es sich an um noch besser verkaufen zu können. Poltiker*innen und Geschäftsleute interessieren schon ihre Verkaufs- und Wählerstimmen.

 

Unabhängige Menschen sind eher Persönlichkeiten. Denken sie daran, wie viele Reformpädagog*innen, Kinderärzte, Philosophen oder Psychologen es gab und gibt. Maria Montessori, Emmi Pickler, Janusz Korczak, Remo Largo oder Herbert Renz-Polster waren oder sind z.B. Ärzte.

 

Wissenschaftliches“ Beobachten13

Da geben „Wissenschaften“ objektivierte Werkzeuge an die Hände des unprofessionellen Menschen, um seine subjektiven Beobachtungen „haltbar“ zu machen. Das „Spiel des Wissens“ stellt Regeln auf, bevor sie sie finden. Die Wissenschaft kennt anerkannte Werkzeuge und hat eine Kaste von promovierten Menschen, die über die Einhaltung der Vorgaben wachen.

 

Ein Fakt ist, dass (zu) viele junge Menschen, die von den Wissenschaften allein höher ausgebildet werden sollen, sich von vorgegebenen Regeln und dem Nicht-Beraten-Lassen, einschüchtern lassen. Nicht zufällig sollen sie nicht nur gebildet, sondern mit Prüfungen und Examina beurteilt und so ausgebildet werden.

 

Viele Studies sind so gehemmt und eingesperrt in „wissenschaftliches“ Forschen, dass sie nicht eigenes Beobachten zur Bereicherung von zu schaffendem Wissen sehen, sondern sich dem vorhandenen Blick und den bereits getätigten Ergebnissen glauben ergeben und anpassen zu müssen.

 

Ich meine nicht die schnelle Antwort vieler „Fachkräfte“, die vorgeben zu beobachten. Sie wiederholen nur bekannte Ideologische Handlungen oder ein „Wohlwollen für das Kind“, dass diese im jetzigen alten Status lässt.

 

Einige Studies erkennen, dass sie eigentlich nichts erkennen, als dass das Kind Kontakt zu einem Erwachsenen aufnehmen will. Alles andere bleibt bestenfalls beim eigenen Wahrnehmen und bei unbeantworteten Fragen.

 

Lernen und Spielen für wen?

Und ist nicht die eigentliche Frage, für wen beobachtet wird? Ist es die „Wissenschaft“ als solche, das erfolgreich investierte Geld, die Bestätigung eines bereits vorhandenen Systems oder geht es nicht um das Weiterkommen, Weiterwollen oder Weitersehen der agierenden, also zu beobachtenden Personen? Das sind spielende Kinder und lernende Erwachsene.

 

Ist es ein Unterschied, ob Spielen Lernen ist oder, ob der Beobachtete lernt. Das Leben will es so, dass für die Studentin Spielen Lernen ist. Sie sieht ihre Forschung vom Kind bestätigt. Aber was lernt das Kind da?

 

Was hat das Kind davon sich so zu verhalten wie es sich verhält? Wieso fragen wir immer wieder nach dem Warum und stoßen immer wieder darauf, das wir sehen, was wir schon“ wissen. Was haben wir davon, dass wir „Warum“ fragen. Wir wissen es nie, stellen aber Hypothesen auf und begründen unser weiteres Handeln oder Nichthandeln mit unserem eigenen Wissen, anstatt die Kinder zu fragen.

 

Es geht nicht darum „das Kind als solches“ zu verstehen, sondern unser eigenes Sehen, um besser lehren zu können. „Wissenschaften“, Ideologien und Interpretationen geben uns immer wieder das gute Gefühl endlich zu wissen, was da warum geschieht, um doch optimal lenken zu können...

 

Und wenn das Kind nur spielt, erprobt, lernt, lebt, selber versucht zu verstehen. Was lernt das Kind da spielend, was es brauchen kann?

 

Organisiert euch in eigenem Spiel, im eigenen Lernen, in euren erfahrbaren Welten. Glaubt nicht allen noch so klug geführten Reden. Glaubt an euch selbst und eure Macht. Gründet eure eigenen Kindergärten, Grundschulen und weiterführenden Schulen.

 

Glaubt an nichts als eure und eurer Kinder Menschenrechte, that among these are life, liberty and the pursuit of happiness – of everyone!

 

Es gibt immer „ihre Leute“

Im „Brauchbarsten“, dem Berliner Bildungsprogramm, heißt es: "Das Spiel der Kinder ist eine selbstbestimmte Tätigkeit, in der sie ihre Lebenswirklichkeit konstruieren und rekonstruieren... sie verhalten sich, als ob das Spiel Wirklichkeit wäre. Kinder konstruieren spielend soziale Beziehungen und schaffen sich die passenden Bedingungen. Kinder verbinden immer einen Sinn mit dem Spiel und seinen Inhalten. Sie gebrauchen ihre Fantasie, um die Welt im Spiel ihren eigenen Vorstellungen entsprechend umzugestalten. Für die Spielenden ist allein die Handlung, in der sie ihre Spielabsichten und Ziele verwirklichen, wesentlich und nicht ihr Ergebnis. Gerade darin liegen die bildenden Elemente des Spiels. Das Spiel ist in besonders ausgeprägter Weise ein selbstbestimmtes Lernen mit allen Sinnen, mit starker emotionaler Beteiligung, mit geistigem und körperlichem Krafteinsatz. Es ist ein ganzheitliches Lernen, weil es die ganze Persönlichkeit fordert und fördert..."14

 

Spielen bereichert und stellt zufrieden.“
Ulli Schulte

 

So schreibt Remo Largo: „... Das Spiel drückt den Entwicklungsstand eines Kindes aus. Und die Abfolge des Spielverhaltens ist bei allen Kindern gleich. So räumt jedes Kind Anfang des zweiten Lebensjahres Behälter ein und aus. Mit etwa anderthalb Jahren baut es einen Turm und gegen Ende des zweiten Lebensjahres einen Zug. Wir haben bei mehreren hundert Kindern immer die gleichen Abfolgen des Spielverhaltens beobachtet. Weiter haben wir herausgefunden, dass sich bei allen Kindern in unterschiedlichen Kulturen typische Verhaltensweisen beim Spielen finden. Natürlich gibt es kulturell bedingte Unterschiede. Während ein Kind in Europa fürs Einfüllen und Ausschütten Plastikbecher und Sand benützt, gebraucht ein afrikanisches Kind Tongefäße und Erde oder ein balinesisches ausgehöhlte Kürbisse und Kerne. Der Inhalt des Spiels wird durch den gesetzmäßigen Ablauf der geistigen Entwicklung bestimmt. Der Ausdruck des Spiels aber ist Zeit- und Kultur gebunden und damit verschieden von Generation zu Generation und von Gesellschaft zu Gesellschaft. Eine weitere Erkenntnis: Das Kind will und muss in seinem Spiel bestimmend sein. Es braucht die Kontrolle über seine Aktivität, damit es daran interessiert bleibt und das Spiel zu einer sinnvollen Erfahrung wird. Und: Das Kind hat ein angeborenes Interesse am Spiel.“

 

Claus - Dieter Kaul: „Spielen ist für mich die intensivste Form des Lernens im Sinne von Gerald Hüthers „Rettet das Spiel  - weil Leben mehr als funktionieren ist. -

Oder im Sinne von Friedrich Schiller: „Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“

 

Remo Lago fährt fort: „Auch wenn es mit großen Ernst dabei ist, spüren wir als Beobachter: Es spielt gerne und ist interessiert an dem, was es tut. Das Kind ist immer gefühlsmäßig an seinem Spiel beteiligt. Die Kontrolle sowie die interessierte und lustbetonte Ausführung unterscheiden das kindliche Spiel grundsätzlich von jenem Lernprozess, dem wir Erwachsene unberechtigterweise so große Bedeutung beimessen: dem Einüben oder Trainieren von Fertigkeiten. Im Gegensatz zum Spiel kann das Üben einer bestimmten Tätigkeit dem Kind aufgezwungen werden und geht oft ohne seine innere Beteiligung einher. Wenn es spielerisch lernt, mit dem Löffel zu essen, wird es diese Fertigkeit als eine eigene Willensäußerung verinnerlichen. Wenn die Eltern dem Kind beibringen, wie es mit dem Löffel zu essen hat, wird das Essen zu einer Handlung, die das Kind nicht als etwas Eigenes empfindet. Antrainiert kann das Essen selbst nach Jahren für das Kind immer noch ein Vorgang sein, der nicht seinem eigenen Bedürfnis entspringt, sondern von den Eltern gewollt und durch die Eltern kontrolliert wird. Dass ein solches anerzogenes Essverhalten zu Essstörungen führen kann, erstaunt nicht.“15

 

Eine Ahnung eines weiter entwickelten Spielebegriffs

Gut, dass ich Marc, Max, Severin, Jakob, Anne, Ben und Saskia kenne. Sie sind - als meine Kinder, Kollegen und Freunde - Spieler. Einige denken hier beim Schreiben dieses Aufsatzes mit. Kinder sehen Kindern zugewandte Wissenschaftler*innen, die spielerische Dekonstruktion und Rekonstruktion der Kinder selbst und ihrer Welten, um sie immer wieder so spielend zu konstruieren, dass sie dekonstruierbar bleibt und immer ihren Erwartungen entspricht.

 

Sie üben dies oft zum Unverständnis vieler Erwachsener auch im elektronischen Spiel. Weltveränderung ist dort zugänglich und möglich, wird aber nicht (immer) von den schon „Be- oder Gelehrten“ verstanden16. Alle heutigen neuen Denkwege brauchen den spielenden Menschen. Ohne eigenes Spielen wird das Lernen immer schwieriger.

 

Kinder sind dabei nicht die 'anderen Wesen“' Sie nehmen genau unsere als ihre Welt auf. Sie zeigen „Ehrgeiz, Freude und Begeisterung, Aufmerksamkeit und Konzentration, Nachahmen, Fuschen, Frustration/Gezanke , 'Null Bock' und 'Kreative Handlungskompetenzen'“ (Karina Weber)

 

Dazu Ben Schreiner in 'hormonaler Selbstanalyse': „Es geht hier auch um Haltungsfragen. Ich habe jahrelang Video-Spiele gespielt auf kompetitivem Niveau – mein Ziel jedes Mal am Rechner war es nicht 'Spaß' zu haben. Es war so zu spielen dass man schneller, effektiver, präziser ist als die anderen. Später in Gruppenspielen habe ich die Rolle des Unterstützers gehabt. Da konnte ich meine Künste der Gruppe geben, damit wir zusammen Erfolg hatten. Erst dann kam der Zufriedenheitseffekt. Das gab mir 'Spaß' und auch 'Freude'.“

 

Nicht-Spieler und Doch-Spieler
Es gibt auch Kinder, die scheinbar „nicht spielen (können)“. Ulli Schulte beschreibt sie an ihrer jetzigen Grundschule in Papenburg. „Ansonsten beschäftigen mich während der Pausenaufsicht eher die Kinder, die nicht spielen (können). Sie können mit sich selber nämlich nichts anfangen und sind oftmals darauf aus, zu ärgern, Streitereien zu provozieren oder zu petzen. Der Umkehrschluss daraus wäre ja: Kinder, die spielen können, können mit sich selbst und mit anderen Menschen etwas anfangen.“

 

Ein kluger Gast an der Grundschule Harmonie beschrieb einmal, dass Kinder, die mit anderen ohne Aggressionen spielen, schon viel Kontakt zu anderen Kindern hatten und schon lernten auch einmal zu verlieren.

 

Der andere Schluss ist eben der, dass Kinder gerade das spielen, was sie bei uns Erwachsenen wahrnehmen. Das kenne ich aus meiner Kindheit, aus der direkten Zeit nach der Nazizeit. Wir „spielten“ auch Töten, mit Panzern, andere Ausschließen, Gefangennehmen, Krieg, Anführen oder Schlagen. Sind wir Menschen wie Meerschweinchen, die bei nicht aggressiven männlichen Vorbildner auch nicht aggressiv werden?17

 

Gibt es „falsche“ Spiele oder „richtiges“ Spielen? Spielen Lebewesen sich selbst oder lernen wir auch die Veränderung unserer selbst über das Spiel? Meine These ist, dass wir uns das friedlichere, kooperative Verhalten selbst angewöhnt haben, da unsere Eltern durchaus in der klaren Mehrheit Nazis waren.

 

Wie sagte ein Spanier 1976 bei der Loslösung vom Faschismus im Radio : „Wir werden das demokratische Spiel lernen“.

 

Wir fragen auch gerne „Was soll das Spiel?“

 

Ich denke für die meisten bedeutet 'Lernen' etwas repetitiv einprägen, damit man es weiß – so hat man es ihnen vorgelebt. – Es liegt auch in unserer Natur, das was uns mitgegeben wird, zu behalten und es als 'gut' anzusehen.

Es gibt einer Gesellschaft ein 'Sicherheitsgefühl'.“
Ben Schreiner

 

Über sich selbst reden
Eines der spannendsten Gespräche führte ich mit dem nun erwachsenen Syabend. Er gehört zu jenen kurdischen Menschen, deren Familien vor drei Generationen aus der Türkei kamen und hier geboren und eingeschult wurden.

 

Ich führte das Gespräch nach der Beerdigung seines Großvaters. Er will dessen immer währendes Lächeln tragen. Er weiß, dass das ein Spiel ist, das ihn viel Anstrengung kosten wird. Er will mehr positive Energie geben als er als Kind erfuhr. Für ihn, übrigens ein recht cooler, eigensinniger Typ, ist es „ein Lächeln aus dem Herzen“.

 

Als Kind erfuhr er als Grundlage seines jetzigen Lebens das bedingungslose Vertrauen in seine Eltern. Und er weiß auch sofort was ihm dabei fehlte: seine Eltern hatten keine Zeit mit ihm zu spielen. Im Nachherein erinnert er sich“ an sich selbst, als trauriges Kind, das viel mit anderen Kindern spielte.

 

Was ist nun Spielen?

Es gibt kaum einen schöneren Text über „das Spielen“ eines Erwachsenen als der von Max Resch (28). Das Studium der Wissenschaften machte ihn nur stärker, so dass er weiter spielen konnte. Folgendes spielte er in Sprache: „Spielen ist der wohl komplexeste Vorgang, der mit der schönsten Leichtigkeit stattfindet.  Manchmal macht der Ehrgeiz einen Knoten ins Hirn, und ich biete mir dabei selbst die Stirn.  Auch betrete ich Welten, in denen ungeahnte Regeln gelten, sie lassen mich Neues erfinden, die Knoten im Hirn entwinden und in den Lüften zelten. Unfreiwilliges Spielen, dass entspannt selten, unbewusstes Spielen ist gleichzeitig gestalten,  Ideen finden, sie verlieren und sie halten, sie formen und drehen, Neues aus Altem.  Drauf los und im Moment, der das Leben ist und den ein gutes Spiel sehr gut kennt.

 

Eine Frage, die noch wichtig wäre: Spiel ich mit oder gegen, alleine, zu zweit oder mit allen zugegen? Spielen heißt adaptieren, kreieren, reagieren, am besten ohne Gewinnen und ohne Verlieren. Aber mit Überraschung. Denn man kann mit Allem spielen. Gerade war es das Spiel mit Worten und der Inspiration einer Frage, wo die Antwort wohl abhängt von meinem Zustand an jedem Tage.“

 

Sehen „junge“ denkende Menschen beim Spiel ihrer Mitmenschen nicht zu oft deren negative, (bei sich selbst sehr positive) Seiten? Ich gucke immer wieder auf die 0 bis 10jährigen. Sie spielen noch nicht so bewertend. Wieder anderes beobachte ich bei 10 bis 14 jährigen und bei 14 bis 3ojährigen. Die einen „stoßen“ auf die eigene erfahrene und konstruierte Welt und nun vermehrt auf „fremde“ Welten. Wir richten uns in unserer Welt ein.

 

Jeder Mensch ist das Kind seiner Zeit, seiner Erziehung und (!) seiner selbst. Spielen kann es immer mehr als es schon besitzt.

 

Ich habe als Kind noch auf Tiere aufpassen müssen und dabei mit anderen Kindern mit Steinen, Holz oder Matsch gespielt. Zu erreichen waren eher die Großeltern. Ich wurde selbstbewusst, war aber eher frech, ohne Regeln.

Uns hat niemand beigebracht, wie erzogen oder gespielt wird.“
Sevgi, kurdische Mutter

 

... bei dem man über Stunden gefesselt ist – fasziniert mich nach wie vor und ich versinke gerne in diesen Welten, um ringsherum alles zu vergessen...“
Sandra Krist

 

Hat jeder Mensch als Kind anders oder genau so gespielt wie Erwachsene es heute oder als Heranwachsender oder Alte taten? Ich glaube, das Spiel jedes Menschen verändert sich und wächst mit sich selbst. Manchmal denke ich, wir imitieren gerne, wenn wir älter werden, das eigene Kind in uns oder die kopienhafte Erinnerung an uns selbst und nennen es "Spiel". Ich glaube, da es – wie die Wissenschaften heute belegen – keine lineare Zeit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gibt, unsere eigene Kindheit und sein Spiel „neben uns selbst“ liegt.

 

Spielen ist mehr als Lernen

Wenn schulisches Lernen eine Sackgasse eines künstlich-gesellschaftlichen Lernens ist (Mütter fragen zum Entsetzen Ihrer Kinder auf der ganzen Welt „Was hast du heute in der Schule gelernt?“), ist das Spielen aller Lebewesen dann nicht die schon lange vorhandene Lösung? (Stell dir vor die gleiche Mutter fragt endlich „Was hast du heute in der Schule gespielt?“)

 

Darinnen ist Spielen eben auch Ästhetik, Entrücktsein, Imagination, Unerreichbarkeit, Freiheit, Lerngarantie, Übung, Wiederholung, Reihenfolge, Individualität, Natürlichkeit … wie Demokratie, Inklusion, Heterogenität, Menschenrechte,...

 

Ist Spielen gar eine Form des freien Lebens jedes Lebewesens? Auf jeden Fall befinden wir uns im Dreieck von Spiel, Lernen und Leben, wobei wir uns in der Mitte selbst mit unserer Freiheit und Demokratie spiegeln.

 

Manche erkennen sich sogar wieder.

 

Junge Menschen
Einer der Youngster (14) fragt nach, was ich meine, „Meinst du das Spielen in Form von am Computer, Handy, Ps4, etc., also Spiele zu spielen? Z.B. Fifa usw. ; Meinst du in 'nem Casino um Geld spielen? Oder meinst du Brettspiele, z.B. Schach etc. zu spielen?“ Ich antworte: „ Das erste vielleicht, das so viele Erwachsene nicht verstehen.
Ich meine vielleicht das Dritte... Aber zuerst meine ich jenen Vorgang, den alle Menschen leben, spielen eben, als Kind, ohne Bedingungen, nur für mich selbst, ohne für andere erkennbare Absicht. … Ich liebe spielen,...  nicht arbeiten, nicht müssen, nicht was Vernünftiges machen. Nur ich selbst sein,... Das, was ich tue, wenn keiner aufpasst.“

 

Gut, dass ich darauf kam, dieses Alter zu fragen. In der Antwort ist „Dabei ist meistens das Spiel was grade „im hype“ ist ein Thema. Eltern sind dabei meist „nervig“, wenn man das so sagen kann, weil sie meistens peinlich mit einem reden und die Freunde mit denen man zusammen spielt sich über einen lustig machen. Ich finde es jedoch cool, wenn Erwachsene auch noch Spielen, also 'zocken'.“

 

Im Meer der Diversität ein echter Gegenentwurf einer 13-jährigen: "Früher bedeutete Spielen für mich eine Idee auszudenken und sie dann umsetzten. Heute ist es eher Chillen. Man spielt nicht mehr wirklich, sondern chillt halt, also mit Freunden treffen und unterhalten."

 

Mein Spiel
Ich erinnere mich an den Tag, als ich als Schuleiter zu den neuen Eltern bei der Einschulung sagte: „Für Sie beginnt heute vielleicht der Ernst des Lebens, die Schule. Für ihre Kinder beginnt der Spaß des Lebens. Sie sind an unserer Schule.“

 

Mir ist im Leben nie eine Pädagogik begegnet, die so auf's Spielen aus war wie die Freinetpädagogik.

 

Sie spielt mit dem 'Freien Text', dem 'Text libre', mit der Sprache der Kinder und den Sprachen. Sie spielt mit Tönen, mit der Mathematik, mit dem Zeichnen und den Farben, mit den Fragen und der Kritik an der Welt, der selbst gelebten Demokratie,`mit der 'natürlichen Methode' des Lernens, dem 'Freien Ausdruck', dem 'tastenden Versuchen', mit allem anderen, … das gesamte Lernen ist nur ein einziges Spiel.

 

So verstand und verstehe ich Schule und Lernen. Vielleicht brauche ich so viele Tage des Schreibens, um auf eine solch einfache Antwort zu kommen.

 

Das Spielen ist divers, immer anders, von Kultur zu Kultur, von Person zu Person, von Lebewesen zu Lebewesen, bei jeder/m auch von Alter zu Alter, vom kindlichen Welterkunden bis zur Sucht.
Es ist die Kunst des Lebens, alles auch anders, "spielerisch" zu können.

 

Spielen ist für mich "Spielen", nichts anderes.

 

 

Diesen Artikel haben sehr verschieden, aber doch irgendwann mit geschrieben.

Ihnen, und vielen anderen, gilt mein Dankeschön für die vielen Gedanken und Zitate.

 

Vivian Breucker, Schulleitung, Offene Schule Köln;

Elea Doppler, Schüler*in in Hennef, 11 Jahre alt;

Moritz Finke, Lörrach, Schüler, 14 Jahre alt;

Maruan Heusch, Schüler, 14, Eitorf;

Hannes Hövel, Schreiner und Vater, Eitorf;

Karl-Heinz Jagosch, pensionierter Versicherungsagent und Mensch aus meinem Dorf;

Claus-Dieter Kaul, Fortbildner, Montessori, München;

Sandra Krist, Sängerin, Schauspielerin, Eitorf;

Lea Krist-Rösgen, Grundschülerin, 10, Eitorf;

Max Resch, Masterstudent der Bewegung und Rhythmik in Wien, 28;

Ben Schreiner, Freinet, Schulleiter, Luxemburg, 33;

Ulli Schulte, war Lehrerin an der Grundschule Harmonie, jetzt an der GS Kirchschule, Papenburg;

Linda Thiele, Studentin des Studiengangs „Frühe Kindheit“, TH Köln;

Heike Wagner, war Lehrerin an der Grundschule Harmonie, jetzt in Bergisch-Gladbach;

Karina Weber, Kita-Erzieherin, Sankt Augustin;
Syabend Zorlu, Kaufmann, 25, Bonn

Sevgi Zorlu, Karakocan, Mersin und Hennef

 

 

Literatur

Peter Grey. Wie Lernen in Freiheit spielend gelingt. Drachen 2015

Herbert Hagstedt / Ilse Marie Krauth. Mit Lernwerkstätten Schule entwickeln. Grundschulverband 2014

Gerald Hüther, Christoph Quarch. „Rettet das Spiel  - weil Leben mehr als funktionieren ist“. Hanser 2016

Jesper Juul. Eltern Coaching. Gelassen erziehen. Beltz 2018

Herbert Renz-Polster. Erziehung prägt Gesinnung. Kösel 2019

 

2Was so viel heißt wie „Und selbst?“

3Ich zitiere nach https://www.bachelor-master-publishing.de/document/297745 von Jens Schütz

5Ebenda

 

6Ebenda

 

7ttps://www.balance-paedagogik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=118:der-paedagogische-ansatz-von-emmi-pikler&catid=65&Itemid=178

9Vera A. Sippel, Ganzheitliches Lernen im Sinne der Simulation globale, Gunter Narr Verlag, Tübingen 2003

10Gut nachzulesen in: J.Hering,W. Hövel, Immer noch der Zeit voraus.

11https://www.friedrich-verlag.de/klett-kallmeyer-fachbuecher/autoren/baer-ulrich/

12http://www.spielpaedagogik.info/abc-der-spielpraxis.html

13Anhand der Arbeit einer Studentin

 

14https://kindergartenpaedagogik.de/fachartikel/freispiel-spiele/1610

15https://www.spielundzukunft.de/de-de/de_DE/content/blog-5014504/remo-h-largo-das-kind-und-sein-spiel-verstehen-8691

16Walter Hövel. Realitäten. Eitorf 2019. Download: https://www.walter-hoevel.de/bildung-und-politik/realit%C3%A4ten/

 

17https://www.noz.de/deutschland-welt/gut-zu-wissen/artikel/473124/meerschweinchen-sind-muttersohnchen#gallery&0&0&473124