Walter Hövel

 

ABC für Lehrer*innen
Zugehört, Gedanken und Zitate gesammelt, Praxis gedacht und gemacht, gezweifelt, schlau und faul gewesen, verändert, Vorschläge

 

Abhängigkeit
Das Schlimme ist nicht, dass sich nicht jeder Lehrer auf jeden Lernenden einstellen kann, sondern dass die Lernenden sich auf jeden Lehrer einstellen müssen.

 

Unser Gehirn wird schon lange beeinflusst, zum Beispiel durch Bilder in der Werbung oder mit chemischen Substanzen“
Christian Ruff, Schweizer Hirnforscher Mai 2017

 

Abitur
Die statistischen Zahlen der Deutschen mit Abitur schwanken zwischen 20% und über 50%. An der Grundschule Harmonie gingen zwischen 1994 und 2014 60-75% der Kinder „gymnasial“ ab. Das Ziel sind 100% Abiturienten in Deutschland!

 

Ablehnung
Viele, oft stille Ablehnungen der Schule haben auch mit der Erfahrung von Proleten und Bauern zu tun, die dort die Bevorzugung von Industrie, Medien und Staat erfuhren.

 

Ablösung
Die Aufgabe des Lösungsprozesses, der in Bindungsprozessen immer stattfinden muss, wird gerne auf die Kinder abgeschoben. Was aber, wo die Helikoptererwachsenen den Steuerknüppel nicht loslassen?

 

Abneigung
„Wir stellen eine wachsende Abneigung gegen die Schule fest, und zwar besonders in Problemgebieten.“
Roger Fauroux, französischer Minister 1997

 

Abrichten
„Die alte Arbeitswelt der oft gleichförmigen Dienstleistungsberufe, auf die uns die Schule noch immer abrichtet, bröckelt dahin“
Richard David Precht

 

Sie waren hungrig, hatten aber keinen Appetit“
Michael Köhlmeier

Abstimmen
Im Kollegium der Grundschule Harmonie wurde nicht abgestimmt. Alle erklärten, was sie aus der gemeinsam erarbeiteten Haltung heraus tun würden. So entstand der Maximalkonsens aller und verhinderte den üblichen Minimalkonsens, mit dem du in Schule alles verhindern kannst.

 

Die Demokratie … beruht keineswegs allein auf Abstimmung ..., sondern grundlegend zuerst auf Übereinstimmung hinsichtlich des Unabstimmbaren …“
Adolf Arndt, deutscher Künstler

 

Die Zeiten einer Mehrheitsdemokratie sind vorbei. Sie unterdrückt Minoritäten.

 

Abwerbung
Wie viele Menschen schaffen kein Abitur, brechen ihr Studium ab, werden von Privatschulen oder
von der Industrie und ihren Stiftungen abgeworben, bevor sie jemals Lehrer*innen würden?

 

Achtung
„Achtung der Unwissenheit, der Wissbegierde, der Misserfolge und Tränen und des Eigentum des Kindes.“
Janusz Korczak

 

ADHS
„ADHS gibt es nicht. ADHS ist keine Krankheit. Das Gehirn reagiert normal. ADHS ist nur für alle bequem.“
Gerald Hüther, Hirnforscher 2013

 

Akademikerhaushalte
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt‘s sich ungeniert. „Deutschland ist mit den USA (beide 85%), Österreich (90%) und Italien (93%) bei den ersten zehn Ländern der Welt mit Sprösslingen aus Akademikerhaushalten“ (OECD-Bericht 2018)

 

Alternative
Du kannst selber lernen, dass rechte Alternativen keine sind.

 

Ändern
„Man kann nicht etwas ändern, ohne alles zu ändern“
Martin Buber
Politik, Presse und Schule suggerieren etwas anderes.

 

Andere
Manche sagen, „Es geht uns viel zu gut“. Dabei geht es uns „nur“ besser als den anderen Menschen auf der Erde. Uns muss es nicht schlechter gehen, sondern den anderen so gut wie uns.

 

Anders
Grundschule Harmonie: Kinder sind der eigene Mittelpunkt. Sie entscheiden und organisieren ihr eigenes Lernen selbst. Kinder entscheiden selbst in welcher jahrgangsgemischten Klasse sie sind. Wir können ihre Klassenzugehörigkeit nicht ändern. Wir lassen keinen Rassismus oder Auswirkung der Armut zu. Demokratie, Autonomie und Selbsteinschätzung arbeiten gegen Gleichgültigkeit. Abhängigkeiten werden in Frage gestellt. Entscheidungen bleiben aber bei den Kindern. Das Primat der Präsentation macht selbstbewusst. Tests und Noten gibt es nicht. Verstecken gab es im Schulgelände immer. Das Selbstentscheiden der Kinder schützt sie. Lehrer*innen schützen mit ihrer Professionalität.

 

Anti-Demokraten
Anti-Demokraten wollen ihre Freiheit gegen Demokratie für alle stellen; nur noch ihre Wahrheit hören: das Ende des Wohlfahrtsstaates; eine superreiche „kognitive Elite“, die fernab des Rests des
Volkes lebt; die Alternative ihres totalen finanziellen Sieges oder des weltweiten Zusammenbruchs,
den sie als Profiteure überleben; Steuern nur die Bürgern zahlen lassen, damit sie Straßen, Krankenhäuser, Pflegeheime und Schulen finanzieren. Sie wollen nicht Faschisten genannt werden.

 

Arroganz
Arroganz ist eigentlich Latein. Es setzt sich zusammen aus „ar“, was „für“, „herbei“, und „rogare“, was „bitten, ersuchen, bittend verlangen“ heißt. Vielleicht kommt es auf die Richtung an. Mit Schule wird das „von oben nach unten“ manifestiert.

 

Ästhetik
In vielen Kindergärten und Klassen ist es dann „aber auch schon mit der Kunst am Ende“. Künstlersein wird nicht auf den Menschen und seine Entwicklung oder sein Lernen bezogen. Künstlerisches wird als Fach oder Spiel verständigt oder gilt als schmückendes, vielleicht ergänzendes, neuerdings förderndes, oft manipulierendes Beiwerk.

 

Aggression
Sich selbst besser einschätzen können, über sich selbst Bescheid sagen können, sind Mittel gegen Aggression.

 

Aktiv und passiv
Er [der Lehrer] muss passiv werden, damit das Kind aktiv werden kann
Maria Montessori

 

Akzeptanz
Du überzeugst als Lehrer*in Kinder nur, wenn du deiner Würde nichts geschehen lässt.

Alternative Realität
„Behauptung ist nicht Beweis.“
William Shakespeare, englischer Dichter

 

Alles
„Omnes omnia omnino“
J. A. Comenius, Prager Pädagoge

 

Alltag
Mind the gap between teachers and students. School is a Tube.

 

Was ich am liebsten an meiner Schule mag (Ein 6jähriges Kind der Grundschule Harmonie):
„Ich mag die Drehräder im Matheraum, mit denen man die Schule ausmessen kann. Draußen mag ich am liebsten den Balancierbalken. Wir haben eine Druckerei, dort kann man seine Geschichten drucken. Ich drucke da immer schöne Bilder. Annalena und ich gehen gerne auf den Speicher. Dort gibt es gute und schlechte Geister. Die Schlechten jagen uns Angst ein, und die Guten begleiten uns durch den Speicher. Bei uns heißt die Nachmittagsbetreuung FLieG. Warum das so heißt, weiß ich nicht. FLieG ist toll, weil ich dann mit Pepe, unserer FLieG-Lehrerin, basteln kann. Rechnen tu ich am liebsten mit dem Papa zu Hause. Im Musikraum bin ich ganz oft. Manchmal bekommen wir Ärger, weil wir zu wild sind. Aber beim Theaterspielen ist man halt manchmal wild. Wenn der Musikraum besetzt ist, gehen wir auch schon mal in die Bücherei. Dort gehe ich auch hin, wenn ich meine Ruhe haben will. Dann guck ich mir ganz lange die Bücher an. Am Teich spiele ich, dass da Delfine und Robben und Seepferdchen drin sind. Manchmal gebe ich ihnen zu fressen oder springe auf einen Delfin, um mit ihm eine Runde durchs Wasser zu tauchen. Das spiele ich natürlich nur. Wenn ich in der Schule oder auf dem Gelände unterwegs bin, fallen mir immer tolle Sachen ein. Dann gehe ich in den Kunstraum und male ein Bild dazu. Was macht ihr denn so in der Schule?“

 

Altes und Neues
Neue Techniken verbünden sich gerne mit alten Gedanken, damit sie anerkannt werden.
So lernen Menschen auf alte Weise Neues.

 

Weinkenner müssen nicht jeden Wein probieren, nur weil ihnen der Schlauch bekannt vorkommt.

 

Analphabetentum
„Unser wahres Analphabetentum ist nicht das Unvermögen, lesen und schreiben zu können, sondern das Unvermögen, wahrhaft schöpferisch tätig zu sein. Das Kind besitzt diese schöpferische Fähigkeit. Das scheinbar analphabetische, scheinbar unwissende Kind ist gar nicht unwissend und kein Analphabet, sondern ein schöpferisch Wissender und wird erst durch unser Erziehungssystem zum wahren, zum schöpferisch Unwissenden degradiert.“
Friedensreich Hundertwasser, Wiener Künstler

 

Über 300.000.000 Kinder auf der Welt gehen nicht zur Schule.

 

Anfang
Du hast keinen anderen Anfang als den gegebenen.

 

Wenn wir einen “Beschluss“ fassen, sind wir dem „Schluss“, dem Ende, dem Alten, sehr nahe. Wenn wir etwas erreichen wollen, fange einfach von vorne an. Wir nennen es „Anfangen“. So, angefangen, findest du besser Anschluss bei dir selbst, den anderen und dem, was du suchst.

 

Anspruch
Haben Sie schon einmal selbst einen Witz, ein Experiment oder eine Theorie erfunden? Von Kindern verlangen wir das.

 

Allgemeinbildung
Noch vor hundert Jahren kamen viele junge Menschen aus proletarischen und bäuerlichen Verhältnissen. Sie waren bürgerlich und menschenrechtlich schlecht gebildet. Durch ihre Volksbildung außerhalb der Schule aber profitierte auch der Mittelstand. Nun wird die Allgemeinbildung immer demokratischer, individualistischer und akademischer, aber Schule bildet auch immer mehr für die führende Industrie aus.

 

Antisemitismus
„Der Antisemitismus ist das Merkzeichen einer zurückgebliebenen Kultur“
Friedrich Engels

 

Alternative Lösungen
„Viele sind offenbar so sehr auf festgelegte Strukturen „gedrillt“, dass ihnen alternative Lösungen suspekt erscheinen!“
Björn Schneider, Student der Uni Bremen 2016

 

Altersmischung
In meinen 30 Jahren Grundschule waren die Grundschulkinder vom 1. bis 4. Schuljahr 4 bis 14 Jahre alt.

 

Jahrgangsklassen wurden eingerichtet, damit junge Männer nach Abschluss der Schule gemeinsam zu Militär gehen konnten. Es ist normaler in einer Altersmischung zu lernen.

 

Jahrgangsübergreifendem Lernen muss aufgrund der positiven schulischen Erfahrungen ein großes pädagogisches und didaktisches Potenzial zugesprochen werden“
Wissenschaftliche Expertise des Grundschulverbandes erstellt von Prof. Dr. Ursula Carle und Heinz Metzen 2014

 

Andere
„…als menschliche Wesen haben wir nur die Welt, die wir zusammen mit anderen hervorbringen - ob wir die anderen mögen oder nicht."
Maturana/Varela, chilenische Biologen

 

Lehrer*innen und Erzieher*innen lernen von Kinderärzten, Hirnforschern, Familientherapeuten, Psychologen, Philosophen, Künstlern, Theatermenschen … und Kindern.

 

Angst
Wenn Angstbürger fordern, man müsse Rücksicht nehmen auf die, die Angst haben vor denen, die von woanders zu uns kommen, bekomme ich Angst vor denen, die schon hier sind.

 

Nur wenn dich die Angst, die die Rechtskräfte schüren, nicht ansteckt, wächst die Kraft der Menschen.

 

Immer wenn „die Deutschen“ noch mehr Angst bekommen als sie eh schon haben, bekomme ich mehr Angst vor diesen „Deutschen“.

 

Habe keine Angst davor Angst zu haben.“
Thanks to Yoko Ono

 

Redet mit Kindern, hört ihnen zu. Lasst sie von ihren Ängsten, ihren Überforderungen und Träumen erzählen.

 

Ich verstehe meine Kolleginnen und Kollegen Schulleiter nicht. Sie haben immer so viel Schiss in der Hose.

 

Antireformkräfte
„Wer lernt, kann auch lehren“

 

Antwort
„Unsere Antwort wird mehr Offenheit und mehr Demokratie sein“
Jens Stoltenberg, Ministerpräsident Norwegens 2011

 

Arbeit und Leben
„Lebe ich um zu arbeiten oder arbeite ich um zu leben - ?“
Hannes Hövel

 

Wieso soll ein Kind den ganzen Tag in KiTa oder Schule sein? Warum soll ein Mensch den ganzen Tag oder nachts für Geld arbeiten? Wieso sollen wir fünf oder mehr Tage in der Woche zum „Lebensunterhalt“ arbeiten? Warum sollen wir für andere arbeiten bis wir 65 Jahre alt sind? Menschen wurden niemals dazu geboren Sklaven, Bauern, Arbeiter oder „bezahlte“ Arbeitskräfte zu sein. Sie lernen und tun mehr für sich selbst in Freiheit.

 

Arbeit und Lernen
Wir sollten unsere Lernarbeit sichtbarer machen. Wer immer gesehen wird, sieht sich selbst. Wer selbst gesehen wird, sieht auch andere. Es ist und wird deine eigene Arbeit.

 

Arbeit und Sinn
Viele Menschen an der Grundschule Harmonie arbeiteten ohne Bezahlung, ohne Verdienst oder für sehr, sehr wenig Geld. Anderen besorgten wir Krankengeld und Rentenanspruch.

 

Kinder werden für ihre Arbeit in Schule, Kita und Hochschule nicht bezahlt. Frauen oder Männer nicht für ihre Hausarbeit. Nur im Beruf oder bei Militär wird gezahlt. Daraus entsteht Abhängigkeit. Aber Arbeit ohne Bezahlung? Eine gute Versorgung aller ist eine Konsequenz!

 

Arm
„Arm ist nicht wer zu wenig hat. Arm ist, wer nicht bekommt, was er braucht.“
Mahatma Gandhi, indischer Staatsmann

In Deutschland sind über 15% aller Kinder arm. „Die im Dunkeln sieht man nicht“.
Bertolt Brecht und Kurt Weill, Dreigroschenoper

 

Armut
„Die bürgerliche Gesellschaft wird nie reich genug sein, die Übermaße der Armut und die Erzeugung des Pöbels zu steuern“
Georg Friedrich Wilhelm Hegel (1770-1831) in seiner „Rechtsphilosophie“

 

Je mehr es Dinge in der Welt gibt, die man nicht tun darf, desto mehr verarmt das Volk... Je mehr Gesetze, umso mehr Diebe und Räuber.“
Laotse, 6. oder 4. - 3. Jh. v. d. Z., chinesischer Philosoph

 

Falsche Ernährung, fehlende Bewegung, Mobbing, soziale Benachteiligung, religiöser Fanatismus, Lernen für den Test, Konsumverhalten, elektronische Manipulation, rechte Politiker … sind echte Probleme. Unser größtes Problem aber, auch in Deutschland, ist die Armut.

 

Arme Menschen schämen sich zuerst für ihre Armut.

 

Wir leben in einem der reichsten Ländern der Welt“
Mein Nachbar

 

Armutszeugnis
Welch ein Armutszeugnis sich der deutsche Staat jeden Tag ausschreibt. Sie loben und erhalten ihre „Förder“schulen, weil sie so „viel besser sind“ als ihre „Regel“schulen.

 

Armut und Bildung
Armut ist keine eigene „Schuld“, „Strafe“ von Konsum und Kapital oder Dummheit nicht „die Strafe“ Gottes. Adel brauchte Religion und dumme Menschen, die ihnen folgten. Kapitalismus aber braucht gebildete Menschen und leider auch verschiedene Armut um existieren zu können.

 

Arbeiterklasse schreibt Arbeiten in der Schulklasse. Die anderen, die privaten Schulen bezahlt die herrschende Klasse für die eigenen Kinder aus ihrer Portokasse. Diese, wie alle anderen Kassen füllen die, die in der Regelschule Klassenarbeiten schreiben.

 

Armut und Demokratie
Die Frage der Demokratie wird sich daran entscheiden, ob es gelingt die Armut abzuschaffen. Das geht über und vor Bildung, Inklusionsdenken und demokratisches Handeln.

 

Demokratie begegnet Armut, Unbildung, Macht und Gewalt. Wer das nicht will wendet sich gegen Demokratie. Sie ist aber nicht mehr mit einem Umsturz abschaffbar. Demokratie muss – wie Sand – Stück für Stück beseitigt werden. Aber so bauen wir sie –immer wieder, - und weiter auf.

 

Auf lange Sicht war eine hierarchisch geordnete Gesellschaft nur auf einer Grundlage von Armut und Unbildung möglich.“
George Orwell

 

Armut und Macht
Ein gegliedertes Schulsystem will das Unten und Oben.

 

Schulische Bildung und berufliche Qualifikation sind eine Grundlage für die Teilnahme und Teilhabe am Abbau der gesellschaftlichen Macht- und Herrschaftsverhältnisse.

 

Schulische Bildung und berufliche Qualifikation sind die Grundlage für Teilhabe am Arbeitsmarkt
und der beste Schutz gegen Arbeitslosigkeit und Einkommensarmut.“
Dritter Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung 2008

 

Armut und Reichtum
„Armer Mann und reicher Mann. Standen da und sah‘n sich an. Und der Arme sagte bleich: Wär‘ ich nicht arm, Wärst du nicht reich“
Aus einem Kindergedicht von Bertold Brecht 1934

 

Armutsfalle: Schulbeginn überfordert Zehntausende Familien finanziell“
Schlagzeile Kurier 31.8.2017
Schule überfordert Kinder der Reichen psychisch, die Armen und deren Kinder psychisch, bildungspolitisch und finanziell.

 

Armut kann im Rahmen der bestehenden Gesellschaftsordnung nicht durch einen sich vermehrenden Reichtum beseitigt werden.“
Prof. Christoph Butterwegge, Uni Köln

 

Das reichste Prozent der Welt besitzt weit mehr als die restlichen 99 Prozent. 8 Menschen besitzen so viel Vermögen wie die Hälfte der Welt, also mehr als drei Milliarden von uns. (Quellen Oxfam 2017)

 

Aufgabe von Schule
Seit es Geld und Macht gibt kaufen sich die Reichen Fabriken, Verwaltungen, Wissenschaft, und Staaten kaufen Arbeiter*innen, Fachleute und neue Intelligenz. Sie „besorgen“ sich ihre neuen Menschen samt Kindern in anderen Ländern und Kontinenten. Die Aufgabe von Schule ist eine dreifache: Sie muss die Kinder der Reichen als zukünftige Herren erziehen, die Qualifikation der eigenen Unterschichten mehren und die „eingekauften“ neuen Arbeitskräfte so schulen, dass sie ihre neue Arbeit lernen und in der neuen Gesellschaft leben können.

 

Aufeinandertreffen
In der Schule treffen die Natur des Systems und die Natur des Menschen immer wieder aufeinander.

 

Aufmerksamkeit
„Wir widmeten…den Behinderungen unserer Patienten viel zu viel Aufmerksamkeit und beachteten viel zu wenig, was intakt oder erhalten geblieben war.“
Oliver Sacks, englischer Autor und Neuropsychologe

 

Die Methode der Interiorisation kennt willkürliche und unwillkürliche Aufmerksam. Du brauchst sie zur Konzentration auf etwas, was du lernen willst. Und das ist durch Handlung lernbar.

 

Ausbildung
Hochschule kann nicht auf eine unbekannte eigene Praxis theoretisch vorbereiten. Das Lernen der Menschen ist zu vielfältig und komplex.

 

Ausbildungsschulen
„Praktika“ alleine lösen nichts! Am permanenten Studieren an Ausbildungsschulen führt kein Weg vorbei.

 

Aushalten
Bürgerliche Mütter hielten das freiere Lernen aller Kinder aus, als sie sahen, dass es ihren eigenen Kindern besser ging als an anderen Schulen

 

Kinder lernen in ihrer frühen Kindheit sich selbst auszuhalten, wenn ihre persönlichen Kompetenzen sich um ihre sozialen erweitern.

 

Ausländer
Da alle Menschen aus Ländern kommen, sind alle Menschen Ausländer.

 

Je mehr Kindergärten, Schulen und Universitäten du im In- und Ausland gesehen hast, umso mehr verstehst du, was du selbst tust.

 

Aussehen
Regierungen entscheiden wie Schulen aussehen.

 

Aussteiger
Aussteiger sind Gesellschafts-, Bildungs-, Schul-, Studien-, Berufs- und Pensionsaussteiger.

 

Authentität
„Esch saren wat esch mejn, jonn esch och dodraan kapott.“ (Ich sage was ich meine, gehe ich auch daran kaputt)
Trude Herr

Autismus
Viele Menschen lernen sehr schnell sich an das anzupassen, was wir „Umwelt“ nennen. Diesen Prozess muss jedes Kind durchlaufen, um lebensfähig zu werden.

Wir müssen uns anpassen oder die Welt verändern. Dabei lauern einige auf die Chance der Veränderung der Welt. Wenige passen sich scheinbar nie an. Andere lernen, wann sie sich wie die Mehrheit verhalten und wann der Mensch etwas Eigenes sein muss.

 

Jeder Mensch begreift als Kind die Welt „autistisch“, um dann „erwachsen werdend“ von ihr erfasst zu werden.

 

Jeder Mensch wird „als Autist“ geboren. Dann sozialisieren wir, indem wir ein eigenes System des Verstehens der Welt und unser selbst aufbauen.

 

Autonomie
„Dass ein selbstgesteuertes autonomes Lernen nicht nur Zielperspektive, sondern Grundvoraussetzung ist.“
Falko Peschel, deutscher Pädagoge

 

Unsere finnischen Kolleg*innen erzählten, dass sie bei internationalen Vergleichsarbeiten die Kinder – wie sonst auch – im Team arbeiten ließen. Die englischen Kolleg*innen erzählten, dass sie jedem Kind hierbei die Aufgabenstellung so lange erklären, bis sie sie verstanden hatten. Die meisten deutschen Lehrer*innen übten vorher die Aufgabenstellung und die Lösungen. Die finnische Methode setzt auf die Kinder. Sie sind erfolgreich. Die englische setzt auf Erwachsene, deutsche Schule auf Unterricht. Englische und deutsche Lehrer*innen sind weniger erfolgreich.

 

Autoritär
„Die Autorität des Lehrers schadet oft denen, die lernen wollen.“
Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)

 

Autoritätsduselei ist die Grundlage der Schule. Freiheitsliebe die Grundlage des Lernens.

 

Backlash
Der gegenwärtige autoritäre Backlash unserer Gesellschaft zu einem nationalistisch, rassistischen Denken, hängt auch damit zusammen, dass nicht Kinder mit Kindern leben, sondern Erwachsene und ihre Schulen in ihrem alten Denken erziehen.

 

Superman und die Freiheitlich Demokratische Grundordnung des Grundgesetzes wurden gegen die Nazis erfunden.

 

Der Staat erlaubt es sich, sich von denen wählen zu lassen, die über 10 Jahre ihrer Kindheit und Jugend verpflichtet waren von ihm erzogen zu werden. Zumindest würde ich vom Staat in Schule und Bildung erwarten, dass er mehr Demokratie wagt.

 

Die zukünftige Realität wird eh anders als deine heutige Utopie. Also pass dich an, verstehe das Neue und fordere, fordere, fordere!

 

Jeder Schweizer Bürger hat sein eigenes Gewehr im Schrank. Wer sich den Kämpfer im Schrank hält, muss seine Männer im Alltag domestizieren. Und damit fangen wir in Familie, Kindergarten und Schule an.

 

Die Forderungen werden von jenen höher geschraubt, denen zu wenig -für ihren Vorteil - geleistet wird.

 

Sie wollen noch mehr von unserer Zeit, noch mehr Selbstoptimierung und eine effektivere Ausbildung - ohne die bewusst leer gehaltenen öffentlichen Kassen für Bildung und Schulen zu füllen. Unsere Antwort ist das Offene Lernen, die Öffnung der Gehirne und Schulen, damit etwas bei uns reinkommt.

 

Die Verquickung von technischer Fertigkeit und „realistischem Sich-um-sich-selbst-kümmern-Wollen“ einerseits mit der sturen Weigerung andererseits, die Wirklichkeit geistig zu erfassen, ist genau das Klima, in dem faschistische Bewegungen gedeihen.“
Adorno 1949

 

Backlashtaktik
Angesichts der Realität des Kapitalismus werden alte Erziehungsmethoden wieder ausgegraben und „für das Volk“ in ängstliche Fragen verwandelt: Erziehe ich mein Kind zu selbständig, zu verständnisvoll, zu freundlich, zu pazifistisch, zu demokratisch, etc.?

 

Bänke
Die Regierungsbank tuschelt, feixt, quatscht, hört nicht zu und guckt in das Handy. Welch ein Vorbild für die Schulbank!

 

Bauhaus
In der Bauhauspädagogik gossen Künstler ihr Können in ein Lernkonzept. Es wurde nicht umgekehrt versucht Menschen in ein Konzept zu zwingen. Sie formten den Inhalt ihres Erfolgs in eine Form alternativen Lernens. Diese gestaltenden Menschen hießen u.a. Henry van de Velde, Walter Gropius, Gertrud Grunow, Lyonel Feininger, Johannes Itten, Helene Börner, Josef Albers, Paul Klee, Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer, Lucia Moholy, László Moholy-Nagy, Lilly Reich, Joost Schmidt, Marianne Brandt, Alfred Arndt, Gunta Stölzl, Ludwig Mies van der Rohe und viele andere mehr. Miro sagte, „man solle Bauhaus denken und sich vom Konzept nicht einengen lassen“. Wer heute wie ein Künstler denkt, wird durch Re-Formen von Schule und Bildung gebremst. Daher musst du „das
Bauhaus“ selber denken und machen!

 

Bedürfnisse
Die eigenen Bedürfnisse, die der Kinder, die inneren der Institutionen und die äußeren der gesamten Gesellschaft, also der Menschen sehen!

 

Hat die Gesellschaft ein … Bedürfnis, so hilft das der Wissenschaft mehr voran als zehn Universitäten:“
in heftiger Abwandlung eines Zitats Friedrich Engels (das Wort „technisches“ entfällt)

 

Die Schulen, so wie sie heute sind, sind weder den Bedürfnissen des jungen Menschen, noch denen unserer jetzigen Epoche angepasst.“
Maria Montessori, italienische Pädagogin und Ärztin

 

Selbstverwirklichung und die Suche nach Freiheit sind Urbedürfnisse der menschlichen Entwicklung und des menschlichen Lernens.

 

Beeinflussung
"Du brauchst keinen Lehrer, der dich beeinflusst. Du brauchst einen Lehrer, der dich lehrt, dich nicht beeinflussen zu lassen."
Dalai Lama, tibetanischer Mönch

 

Begabung
Erst begriff ich, dass Behinderungen gemacht werden. Verstehe ich jetzt, dass Begabungen auch machbar sind?

 

Heute gelingt es Schule schon ab und zu den Werdegang eines Kindes zuzulassen.
Bald wird gute Schule versuchen jedes Kind seinen Werdegang erkennen zu lassen.
Und dann wird sie lernen müssen, jeden dieser Wege bis zur Exzellenz zu fördern.

 

Jeder Mensch erlernt seine „Gaben“. Gesellschaft entscheidet über die „Begabungen“.

„Du musst als Lehrer damit rechnen, dass mindestens zwei deiner Schüler intelligenter sind als du selbst“
Jürgen Reichen, Schweizer Pädagoge

 

Jeder Mensch ist begabt.“
Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft

„Fördere jeden Menschen auf Verdacht.“
BMW-Film „Homo sapiens“

 

Wenn mehr als ein Drittel des Volks dumm gehalten wird, nützt bei fehlender Bildung zur Intelligenz alle Begabung wenig.

 

98% aller Kinder kommen hochbegabt zur Welt, am Ende der Schulzeit sind es nur noch 2%.“
Erwin Wagenhofer - http://www.alphabet-derfilm.at/

 

Schule muss begabter werden.

 

Der Weg zur Anerkennung der Begabung aller führt über die Verwirklichung von Menschlichkeit, Freiheit und Autonomie beim Lernen.

 

Die Schule für Alle wird jede Begabung finden und fördern müssen.

 

Begeisterung
Be inspired to inspire others.

 

Begreifen
Manche Dinge begreifst du nur, wenn du älter bist. Andere nur, wenn du jünger bist.

 

Be-greifen
Greifen-Begreifen-Begriff-SprachBildung. Nicht nur Montessoripädagogik

 

Begriffe
Der Begriff der „antiautoritären Erziehung“ wurde erfunden, um eine autoritäre Erziehung besser begründen zu können. Nun erfolgt der nächste Angriff auf unsere demokratische Entwicklung. Neue Begriffe werden erfunden wie „wohlwollende Vernachlässigung“ oder „wieder Erwachsensein“.

 

Begründung
Die UNO, das Grundgesetz, die Menschenrechte, die Rechtsprechung, das Wissen um Menschlichkeit stehen auf der Seite aller Demokraten!

 

Behaviorismus
„Tatsächlich werden in Deutschland Erziehungsratschläge bis heute gerne mit Theorien des Behaviorismus begründet“
Herbert Renz-Polster

 

Beherrschung
„Beherrschen, was sonst mich beherrscht.“
Paul le Bohec, französischer Pädagoge

 

Behindert
„Nicht die Menschen sind behindert, Menschen werden behindert.“
Ingrid Körner

 

Es hilft zu wissen, dass ich selbst und jede*r behindert ist.

 

Don‘t always be sorry“
Mutter eines behinderten Kindes

 

Nehmen wir die Schlange, ein Tier ohne Arme und ohne Beine. Lebt sie deswegen in einem speziellen Behindertengebüsch? In einem Ghetto-Wald mit anderen Handicap-Tieren? Nein, sie lebt ganz normal gemeinsam mit anderen Tieren mit Vierbeinern, Vögeln und Mäusen. Letztere hat sie sogar zum Fressen gern.“
Gert Becker, Kölner Kabarettist

 

Beibringen
„Man kann niemandem etwas beibringen“
Gerhard Hüther, Hirnforscher

 

Beeinflussung
Versuche ruhig weiter das Handeln anderer zu beeinflussen. Sie werden dich enttäuschen.

 

Belastung
„Die Belastung als Lehrerin belastet mich mehr als die Arbeit mit den Kindern“
Carolina Oslath

 

Kinder werden von Erwachsenen immer belastet. Wenn Kinder erwachsen werden, erleichtern sie sich, indem sie wieder ihren Kindern die ihnen gebliebenen Lasten aufbürden. So lernen Menschen sehr langsam und vorsichtig.

 

Belastete Eltern belasten ihre Kinder, aber psychisch kranke Eltern sind eine besondere Belastung für sie.

 

Belehrung
Belehrung entleert sogar bereits vorhandenes Können.

 

Ich bin immer bereit zu lernen, aber nicht immer, mich belehren zu lassen.“
Oscar Wilde

 

Lass mich lernen, lehre mich nicht“
Pädagogische Weisheit

 

Wagenschein hat … ausführlich dokumentiert, wie sich Kinder zwischen 7 und 11 Jahren auf ihre Weise (und nicht ausführlich belehrt) der Physik annähern.
Zitiert nach Angela Glänzel in Fragen und Versuche 2018

 

Beliebigkeit
Ein häufiges Argument zur Rettung hergebrachter Pädagogik, ist die Warnung vor der „Beliebigkeit“. Dabei ist der Kern des Wortes nicht nur die „Liebe“, sondern Hirnforschung weist auf die Beliebigkeit des Lernens.

Belohnung
„Belohnung“ wegen guten Lernens ist wie noch ‘n Löffel, wenn man satt ist.

 

Beratung
In der Beratung von Familien, Kindern oder Eltern nicht immer wissen was richtig ist. Aber Ahnung musst du haben.

 

Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst. (Regula Aurea)

 

Wenn in einer Beziehung mit Kindern, die/der eine mehr berät und der/die andere mehr erzieht, kannst du nur raten nicht zu erziehen.

 

Berufsleben
„Das Problem schlecht auf das Berufsleben vorbereiteter Jugendlicher, rührt übrigens nicht daher, dass die Lehrer nichts taugen oder die heutige Generation nicht hart genug angefasst wird, wie manche hilflose Seelen behaupten.“
Herbert Renz-Polster

 

Berufspraktika für Grundschüler
Immer mehr Grundschüler*innen sahen ihre Eltern nicht mehr arbeiten. Für einige Schüler*innen konnten wir Praktika bei ihren Eltern oder Verwandten organisieren. Andere arbeiteten in der Schule und machten Besuche an verschiedensten Arbeitsplätzen.

 

Besserungsanstalt
Schule wird „zu einer Art Besserungsanstalt“ umgebaut
Richard Münz, Soziologe

 

Besten
Die besten Lehrer*innen gehören in Kindergarten und Grundschule (Skandinavische Weisheit)

 

Bestimmung
Reformpädagogik wollte „Bildung“ verbessern. Heute geht es nur noch darum Bildung zu bestimmen.

 

Betrügen
Wer, wenn nicht die Schule und Erziehung, lehrten uns Abschreiben, Vorsagen und Pfuschen.

 

Bewegen
Bewegen ist Lernen und keine Pause vom Stillsitzen.

 

Menschen sollen sich entspannen, bewegen, laufen. Schulen und Hochschulen aber schreiben das Schön-Brav-Still-Sitzen und Konzentriert-Lernen als Regel vor. Gute Grundschulen und fast alle Kindergärten kennen diesen Zwang nicht mehr.

 

Lernsätze der Hirnforschung und Pädagogik: Lernen ist Bewegung. Denken und Bewegung sind eins.

 

Bewerten
„Die höchste Form menschlicher Intelligenz ist die Fähigkeit, zu beobachten ohne zu bewerten.“
Jiddu Krishnamurti, indischer Philosoph

 

Beziehung
Nicht das Kind, sondern die Beziehung von Kind und einem Erwachsenen, der sich selbst verändert, steht im Mittelpunkt
Prof. Ursula Svoboda, Gestaltpädagogin, PH Linz

 

Mit einer alten Einstellung zu Beziehung wirst du auch ohne Erziehung wieder erziehen.

 

Beziehung berührt. Persönlichkeit wirkt.
montessori-werkstatt niederösterreich

 

Nicht autoritäre Erziehung durch verbesserte Beziehung ersetzen, sondern Kind sein dürfen, um erwachsen werden zu können.

 

Nichts aus der Schule wirkt nachhaltiger als die Persönlichkeit der Lehrerin oder des Lehrers.

 

Kinder suchen zuverlässige Bindung an Erwachsene, keine Fesselung!

 

Pädagogisch fruchtbar ist nicht die pädagogische Absicht, sondern die pädagogische Begegnung.
Martin Buber

 

Lernen hat am ehesten mit Beziehung zu tun.

 

"Da ich ein Mensch bin, der sich reflektiert, versuche ich immer neue Wege zu finden, um Beziehungen gelingend zu gestalten.“
Lisa-Marie Wolf, Studentin der TH Köln 2016

 

Ich betrachte die Weigerung eines Kindes nicht als Kritik an mir, sondern sehe sie als Chance,
neue Wege einzuschlagen. ‚Sag Ja zum Nein‘
Larissa Veigt, Studentin Uni Bremen

„Die Fähigkeit eine Verbindung von dem eigenem zu fremden Erleben zu schaffen ist die Grundlage aller Menschenkenntnis und das Fundament zwischenmenschlicher Beziehungen. Es beschreibt das Paradoxon die „Unmöglichkeit“, das Fremde im Eigenen doch als das Fremde zu erleben.“
Jürgen Körner, deutscher Sozialpädagoge

 

Wie bei Erwachsenen geht es bei Kindern nicht um Alles-Erlauben, sondern um gegenseitiges Aushandeln und Abgrenzen. Es geht nicht um Erziehung, sondern um liebevolle Beziehung. Die Kinder werden immer besser! Sie werden immer reflektierter, sprachgewandter und sie sind gewohnt von Erwachsenen einbezogen zu werden.“
Dr. Michael Schulte-Markwart, 2016, ärztlicher Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Uni Hamburg

 

Ich halte nichts von professioneller Distanz, ich glaube an professionelle Nähe.“
Bernd Siggelkow, Leiter des christlichen Kinder-und Jugendwerkes „Die Arche“

 

Lernen braucht Lehrer, die einen selber machen lassen, aber immer erreichbar bleiben.

 

Kinder wollen Erwachsenen vertrauen - und dann klammern so viele Erwachsenen.

 

Das Selbstwertgefühl ist wesentlich, um mit seiner inneren Verantwortlichkeit in Verbindung zu treten, welche für fruchtbare Beziehungen benötigt wird“
Jesper Juul

 

Beziehungsarmut
Ist das Reichwerden der globalen und elektronischen Unternehmen Ursache für zunehmende „Beziehungsarmut“?

 

Beziehungsfähigkeit
„Ein Erziehungsziel für Arbeitslose kann auch Beziehungsfähigkeit sein“.
Andreas Finke

Beziehungsrichtung
Wurden die Kinder „ihren Erwachsenen“, oder die Erwachsenen den Kindern immer ähnlicher?

Bildung
1969 lag Deutschland in einem internationalen Bildungsvergleich auf Platz 65 direkt hinter Uganda. Ob Uganda besser werden konnte?

 

Statt mehr Soldaten und Bomben, Geld für eine Bildungsoffensive! Das Geld für unsere Schulen kommt nicht bei allen an. Zu viele sind arm, ungebildet und denken zu wenig.

 

Bildung soll allen zugänglich sein. Man darf keine Standesunterschiede machen.“
Konfuzius, chinesischer Philosoph

 

Education is the most powerful weapon which you can use to change the world“
Nelson Mandela, südafrikanischer Staatsmann

 

Mein Großvater grölte, sein Bajonett schwenkend: „Jeder Stoß ein Franzos“, „Jeder Schuss ein Russ“. Dann waren es „die Juden“ und „der Amerikaner“. Nach dem Krieg war es wieder „der Russe“. Jetzt ist es „der islamische Terrorist“. Erziehung und Bildung müssen dagegen für jeden Menschen einstehen!

 

Es gibt nur eine Sache auf der Welt, die teurer ist als Bildung – keine Bildung.“
John F. Kennedy, Präsident der USA

 

Bildung ist das Fenster, durch das wir auf dieses Land blicken.“
Franz Kühmayer, Wiener Experte für Arbeit und Zukunft

 

Bildung ist nicht das leere Gesicht vieler „Gebildeter“, sondern der Anspruch jedes Menschen.

 

Bildung, eigene
Erst eigenes Lernen macht Bildung.

 

Es reicht der Satz: Jedes Kind bestimmt sein eigenes Lernen. Die Aufgabe staatlicher Schule ist, anzuliefern, was das Kind braucht.

 

Ihr Ziel ist nicht die Steigerung einzelner Fähigkeiten und Leistungen, sondern sie hilft uns, unserem Leben einen Sinn zu geben, die Vergangenheit zu deuten, der Zukunft in furchtloser Bereitschaft offenzustehen.“
Hermann Hesse, deutscher Dichter

 

Bildung als selbstbestimmter und aktiver Prozess der Entwicklung der Person ist auf die Freiheit der Person sowie auf die Verhältnisse angewiesen, die Anregungen ermöglichen.“
Wilhelm von Humboldt

 

Bildung ist etwas Wunderbares. Doch sollte man sich von Zeit zu Zeit daran erinnern, dass wirklich Wissenswertes nicht gelehrt werden kann.“
Oscar Wilde, irischer Dramatiker

 

Alle Menschen hassen es, wenn sie geschlagen werden. Zu viele werden aber mit Schlägen erzogen. Alle Menschen lernen. Aber wie viele hassen es, dass sie zum Lernen gezwungen werden. Unsere Bildung und Erziehung kann so nicht richtig sein.

 

Meine eigene Bildung war mein Leben. Die andere war die meine Eltern. Sie war sehr faschistisch. Die andere war die meiner Schule. Sie war sehr bürgerlich. Die nächste war die meiner Unterschicht. Sie war undemokratisch und gleichzeitig die Hoffnung nach Demokratie. Die andere war die meiner Frauen und Freunde. Sie war sehr verschieden … Die letzte war meine eigene. Ob ich ihr glauben soll?

 

Bildungsabbau
Und schon ist diese Variante des Bildungsabbaus da: „Menschen müssen nicht lesen und schreiben können, um geschäftlich Erfolg zu haben.“ (Online-schlagzeile am 11. Oktober 2018
https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2018/personal/alles-im-kopf?utm_source=zeit&utm_medium=park)

 

Bildungsdiskussion
„Die Bildungsdiskussion der Medien und Politik hat nichts mit den wirklichen Problemen der Kinder, Jugendlichen, Eltern und der Schule zu tun.“
Der Wiener Augustin 2016

 

Viele, die verstehen, dass die jetzige Schule zu wenig bringt, fordern gerne, dass es wieder Bildung gäbe. Es hat sie aber nie für alle Menschen gegeben! Es wurde zu Gehorsam, Konversation und Funktionieren ausgebildet. Menschen bilden sich selbst!

 

Bildung braucht mehr als Reform, mehr als Transformation, sie braucht demokratische Inhalte.

 

Bildungsgeschichte
Noch vor hundert Jahren kamen viele junge Menschen aus proletarischen und bäuerlichen Verhältnissen. Sie waren bürgerlich und menschenrechtlich schlecht gebildet. Durch ihre Volksbildung außerhalb der Schule aber profitierte auch der Mittelstand. Nun wird die Allgemeinbildung demokratischer, individualistischer und akademischer, aber Schule bildet immer mehr für die weltbeherrschende Industrie aus.

 

Bildungsgrenzen
My education was limited to the knowledge of my teachers
Orlan Lulja, Albanien

 

Everything I learned had to be accepted, not questioned. I was a passive learner, constantly memorizing and never truly understanding. The result of this learning environment was disempowerment. I believe that there is an opportunity to revolutionize education through diversity.
Orlan Lulja, Albanien

 

Bildungslobby
Bildung hat in Deutschland keine Lobby.

 

Bildungspolitik
Es gibt keine gesellschaftliche Diskussion der Bildung. Wir reden über die von globalen Firmen und von ihr bezahlten Wissenschaften vorgegebene Bildungspolitik.

 

Bildungsreform
„Kein Wort über eine allfällige Bildungsreform“
David Richard Precht

 

Rechtes Denken braucht keine Weiterentwicklung von Schule. Sie ersetzen nur alle demokratischen Lehrkräfte durch ihre Leute. Die Nazis machten von 1933-1945 einen reichen, hirnkranken Alkoholiker, Rechtschreibfanatiker, ihnen selbst als „Hohlkopf“ bekannten politischen Gefolgsmann zum Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung

 

Bildungsschaften
Es sollte nicht Wissenschaften heißen. Die arbeiten auch für Industrie, Medien und Rechte. Wir machen Bildungsschaften.

 

Bildungsschule
„Schule muss zur Bildungsstätte werden, die nachhaltiges Lernen ermöglicht -wir brauchen keine Selektionsschule, sondern eine Bildungsschule!“
Falko Peschel 2014

 

Die Grundschule Harmonie war arrogant genug eine eigene Bildung von Lehrer*innen zu propagieren. Sie verstand sich selbst als Ort der Bildung von lernenden und lehrenden Kindern und Erwachsenen.

 

Bildungsstand und soziale Armut
Nichts und niemand bekommt uns zurück auf den Bildungsstand und die soziale Armut der römischen Sklaven oder 80% unserer Bevölkerung noch im 19.Jahrhundert.

 

Bildungsstau
Ich las, in einem Stau stehend, das Plakat „Du bist der Stau“. Ich verstand, dass alle Mitfahrer, ich selbst und der Stau den Stau ausmachen. Wenn Lehrer*innen einmal feststecken, sollten sie wissen, wie Staus entstehen und welche Rolle sie dabei spielen. Es reicht nicht die Kinder, die Lehrer und den Bildungsstau verantwortlich zu machen. Suchen wir andere Wege!

 

Bildung und Geld
„Mehr Geld in Bildung investieren, um seine wirtschaftlichen Probleme langfristig lösen zu können.“
Roland Döhrn, Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung, RWI, 2016

Bildung und Presse
„Die herrschende Meinung ist die Meinung der Herrschenden“
nach Karl Marx
Bildung und Presse helfen dabei.

 

Bildung und Reisen
„Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen“
Johann Wolfgang von Goethe

 

In Deutschland können Millionen Kinder und Jugendliche nicht in Urlaub fahren, weil sie nicht genug Geld haben. 2014 haben fast dreieinhalb Millionen Kinder und Jugendliche in einem Haushalt gewohnt, der sich keine einwöchige Urlaubsreise leisten konnte. Das ist fast ein Viertel aller Unter-18-Jährigen in Deutschland.

 

Bildungsziele
Wenn Lehrer*innen die Bildungsziele vorgeben, schaffen es viele Lerner*innen sie zu erreichen, die meisten in etwa und viele nicht. Wenn Lerner*innen ihre Bildungsziele selbst vorgeben, wie viele Lehrer*innen schaffen es dabei mitzukommen?

 

Bildung bildet das Volk nur so weit, dass die Gesellschaft sich so bildet wie sie ist.

 

Bindung
Wenn Beziehung etwas mit Herrschaft zu tun hat, dann hat Bindung etwas mit Frauschaft zu tun.

 

Biografisches
In meinem nun fast 70-jährigen Leben, habe ich mitbekommen wie eine rechte Mehrheit von über 90% lernte nach der eigenen Niederlage nach demokratischen Regeln zu leben. Wie viel Prozent haben auch gelernt demokratisch zu denken?

 

Ich nahm mir die Freiheit meine demokratischen Rechte zu nehmen und mit anderen zu genießen.

 

Ein Wunder, dass ich lerne! Ich brauche gute Inhalte, eigenen Willen, Ästhetik, Spiel, Formen, Vertrauen, Vorbild, Freunde, Neugierde, Gemeinschaft, Erotik, Intellekt, Lernumgebung, Selbst-Verständnis, Leben, Freiheit, Menschenrechte, Würde, Glück, Anerkennung, Raum, Zeit, Selbst-Struktur, Psychologie, Politik, Distanzierung von Manipulation, meinen Körper, meinen Geist, gute Theorien, Umgang mit mir selbst und eine demokratische Haltung und Umsetzungsfähigkeit …

 

Ich konnte nur schwer etwas behalten. Also lernte ich beim Sprechen alles immer neu zu formulieren. Zudem hasste ich es in der Schule Aufsätze zu schreiben. Oft lernen Menschen genau das, was sie nicht können. Sie lernen im Bereich ihres Defizits. Oder: Ich lernte alles auswendig, da ich nicht lesen wollte. Das war dann schlecht. Ich lernte Auswendiglernen als minder zu bewerten. Als Unterschichtenkind konnte ich nicht so gut reden wie die Bürgersöhnchen. Lehrer und Mitschüler verhöhnten mich. Erst später lernte ich mein Denken auszudrücken. Ich lernte also trotzdem was ich konnte.

 

Schütze mit deiner Professionalität das freie Handeln der Kinder.

 

Am Ende kommt es gar nicht so sehr darauf an, wie weit wir es gebracht haben, sondern darauf,
ob wir unseren eigenen Weg gegangen sind.“
Jochen Mariss, deutscher Autor

„Wir müssen uns selbst kennen, wenn wir andere kennen wollen.“
Jürgen Sellge, deutscher Pädagoge

 

Es ist nicht die Frage, ob du etwas falsch machst, sondern was du machst und brauchst.

 

Ich merke schon, je weniger ich über etwas weiß, umso angepasster bin ich oder anfälliger für rechte Thesen. Je mehr ich weiß, umso linksorientierter, kritischer wird meine Meinung. Ich bin demokratischer.

 

Biographisches als Lehrer
Ich hatte immer das Problem, dass ich „Vorlagen“ nicht schreiben konnte oder wollte, bevor etwas passiert war. So ging es mir mit der Schulaufsicht oder bei Fortbildungsveranstaltungen. Als Lehramtsanwärter ersetzte ich Lernziele durch Arbeitsziele. Heute weiß ich, warum ich vorher nicht weiß, was nachher geschieht: Ich befehlige keine Schüler zu meinen Lehrzielen, sondern lade in eine Lernlandschaft ein, damit sie bestimmen, was sie fragen, antworten und lernen.

 

Ich wollte immer eine Schule für „die kleinen Leute“. Sonst bestimmen die großen Leute und ihre Anhänger.

 

Als Student verstand ich oft nicht, was ein Professor sagte. Ich dachte – wie in der Schule gelehrt – ich sei zu dumm zum Verstehen. Heute nach über 40 Jahren sehr erfolgreicher Zeit als Lehrer an Schulen und Hochschulen, weiß ich, dass die meisten schlicht keine Ahnung davon haben, was sie als „Erziehungswissenschaften“ verkaufen.

 

Ich bleibe nach 60 Jahren eigener Erfahrung mit Schule dabei: Anfang der 1970er Jahre arbeitete ich in der Lehrplankommission Englisch des Landes Nordrhein-Westfalen für Hauptschulen. Dort wurde ich mit dem Vorwurf belächelt, dass ich Englisch situativ in Eigenhandlung individualisiert, also „planlos“ lernen lassen wollte. Schulisches, fremd geplantes Unterrichten behindert das Lernen.

 

Jedes Lernen ist subjektiv!

 

Einem Vater an der Grundschule Harmonie sagte ich: „Auch Sie machen aus dieser Schule keine Schule“.

 

Noch mit 40 Jahren glaubte ich an die Veränderbarkeit von Unterricht. Dann begann ich an der Verbesserung von Lernen zu arbeiten.

 

Erst wurde ich Hauptschullehrer und lernte 11 Jahre lang von den Grundschullehrerinnen und Jugendlichen. Dann ging ich 26 Jahre lang zur Grundschule und lernte dort von den Lehrerinnen und Kindern. Seit 5 Jahren lerne ich von den Erzieher*innen in Kita und Kindergärten und ihren Kindern.

 


Biographisches als Schüler
Es waren schon vor 50 Jahren, die spannende Einführung in ein physikalisches Problem, die Begegnung mit Musik und Kunst, das Lesen der Kurzgeschichten von Böll bis Hemingway, …

 

Für mich selbst war meine gymnasiale Schulzeit als Kind Gefangenschaft.

 

Blind
Wie überheblich und blind die Schulbehörde ist, wenn sie behauptet, dass sie alle Pädagogiken anbietet. Sie sagt es bei ihrer Begründung der Ablehnung von Freien Schulen. Sie will „nur Probleme gelöst wissen, die sie noch nicht gelöst hat“.

 

Boaltheater
Augusto Boal versuchte nicht die Menschen zu belehren, sondern spielte mit ihnen das nach, was sie selber als Unterdrückung erlebt hatten. Die Situationen wurden von allen, auch in vertauschten oder Zuschauerrollen bis zur Lösung für alle (!) gespielt.

 

Bürgerlich
Die Mehrzahl aller „Linken“ kommt aus reicheren, sogar großbürgerlichen Familien, wie Marx, Engels, Lenin, Che Guevara, Fidel Castro, Mao, Rosa Luxemburg oder Salvador Allende.
Es ist bürgerliche Bildung, die anders denken lässt! Links Denken ist bürgerliches Denken.

 

Burn-out, Burn- In
Ich mache mir die Welt wie es mir gefällt. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht.
Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht. Es geht nicht mehr.

Ruth Herzberg

 

Chance
Schule und Kindergarten sind einerseits Zwangsveranstaltungen. Andererseits sind sie große Chancen mehr zu lernen als es je möglich war.

 

Die Chance von Schule: Je besser die Bildung umso mehr Menschlichkeit kann sich entwickeln.

 

Nachdem der „real existierende Sozialismus“ besiegt ist, wittern die Rechtskräfte ihre neue Chance.

 

Computer
Der Computer wird von Kindern und Erwachsenen nur beherrscht, wenn sie sich selbst, ohne durch-sichtig zu sein, darin sichtbar machen.

 

Nicht die Ähnlichkeit des Computers zum menschlichen Denken war für Luhmann das unlösbare Problem, sondern dessen Andersheit“
Gerald Wagner

 

Computer sind weder demokratisch noch autoritär. Es kommt darauf an, wer sie besitzt, programmiert und wie wir sie nutzen.

 

Computerregeln
Das Kinderparlament der Grundschule Harmonie hat zur Benutzung der Computer im Jahr 2000 beschlossen. Das kann gemacht werden: Eigene Texte schreiben, eigene Texte bearbeiten, für die Schul- und Klassenzeitung arbeiten, Emails schreiben und lesen, mit Paint arbeiten, Präsentationen mit Word oder Powerpoint vorbereiten, im Internet zu eigenen Themen suchen, mit Kopfhörer arbeiten, die eigene Homepage besuchen, die Homepage anderer Schulen besuchen, Wörterbücher öffnen, in Matheprogrammen arbeiten und spielen, in Enzyklopädien forschen, mit abgesprochenen Programmen arbeiten, anderen die Funktionen des Computers erklären, Computerbenutzerkarten einführen, Nachfragen bei sinnvollem Neuem. Das wird nicht gemacht: Quatsch-Emails schreiben, Surfen um Zeit tot zu schlagen, aus Langeweile rumsurfen oder spielen, die Pausen verspielen, den Computer schlagen, schütteln oder treten, mit der Hand auf die Tastatur schlagen, blöd rumtippen, Sex- oder Gewaltseiten öffnen, ohne Erlaubnis downloaden, anderen etwas weglöschen, ohne Erlaubnis in Chatcorner gehen, Powerpoint als Zeitvertreib, ins E-bay gehen, Yu-gi-oh oder ähnliche Seiten öffnen, ohne Absprache ausdrucken, Bilder gucken, weil es witzig oder cool ist, etwas tun, von dem du weißt, dass es unsinnig ist.

 

Das Wort geben
Eine gute Institution schafft verbindlichen Raum zum regelmäßigen Reflexions- und Entwicklungsgespräch aus der Sicht der betroffenen Menschen.

 

Gebt den Kindern das Wort.“
freinetische Weisheit

 

Dagegensein
„Die Einwohner der Gemeinde, deren Kinder an der Grundschule Harmonie waren, waren für diese Schule. Die Eltern, die gegen die Schule waren, hatten die Schule weder selbst gesehen noch ihre Kinder sie je besucht.“
Ein älterer Herr aus der Gemeinde

 

Definition, verbleibende
An den Kaiser glauben? Nie! An einen rechten Führer? Niemals! An den russischen oder chinesischen Sozialismus? Sie enttäuschten. Nun enttäuschen die US-Amerikanischer, die sich Freunde nannten. Die einzig verbleibende Definition ist ein eigenes, menschenrechtliches Leben.

 

Defizite
Die so genannten „Defizite“ sind in der Regel Gaben…Und wenn nicht, macht welche draus!

 

Die „Qualitätsanalyse“ der Bezirksregierung stärkte in Eitorf den internen Schutz von Lehrkräften mit Defiziten, um den Ruf der eigenen Schule zu schützen.

 

Demokratie
Demokratie wird gerne als Herrschaftsmittel, als „Herrschaft über das Volk“ - oder „Mehrheitsdemokratie“ als Herrschaft des einen Teils über den anderen Teil missbraucht.
Dabei ist Demokratie eine Haltung! Da reichen keine (neuen) Worte und Parolen. Nur die selbst angewandte Praxis der Menschen, kann demokratisch sein.

 

Wer hat das Wissen über das gesamte Wissen der Menschen? Weder die Schule noch die Medien, nur die Menschen selbst.

 

Braucht gute Pädagogik nicht ein Stück Gleich-Gültigkeit?
Begegnung mit Ernst Fritz-Schubert, Schulfach Glück

 

Demokratisiert nicht eure Verunsicherung. Lernt zu entscheiden.

 

During this seminars I’ve learnt that mostly not discipline makes students to learn , but the feeling of freedom in combination with responsibility.“
Maxim Besliu

 

Wenn sich die Demokratie vor der eigenen Mehrheit schützen muss, geht das nur dadurch, dass die Demokratie die Mehrheit bekommt. Und das geht nur mit demokratischer Bildung.

 

Wo, wenn nicht in Familie, Kindergarten, Medien und Schule kann Demokratie gelernt werden?

 

Es ist ein Mythos, der immer noch kolportiert wird, dass freie Wahlen schon Demokratie herstellen.“
Manfred Despain, deutsches Weltkind

 

Eine Demokratie geht nicht an seinen Gegnern zugrunde, sondern daran, dass sie zu wenig demokratisch ist“
Claus Leggewie

 

Wenn ich mir anschaue wie wenig demokratiemutig alle Bürgermeister „meiner“ Kommune, ihre Verwaltungen, die Mitglieder der politischen Parteien, die Schulleiter*innen, die Priester*innen und die Wähler*innen sind und waren, verringert sich meine Hoffnung auf ein Überleben.

 

Demokratie in Europa
21 Wissenschaftler*innen und Lehrer*innen aus Deutschland, Estland, Litauen, Österreich, Slowenien und Spanien fragten „Was Schule und Demokratie brauchen“: Wörterbücher - Eine entwickelte Demokratie - Regeln? - „Wie lebe ich?“ fragen - Wissen über Verschiedenheiten der Länder - Demokratie sofort leben - Demokratie, Glück und Freiheit verankern - Platz für alle und ihr Denke - Ziele? - Eine demokratische Moral - Fragen, was Demokratie für Kinder ist - Vom ersten Tag an Selbst-Respekt erfahren - Verschiedene Wirklichkeiten zulassen – Persönlichkeiten - Kindern zeigen was Demokratie ist - Sich selbst bilden können - Kooperatives Lernen aus der Erfahrung aller - Lernen mit Kindern reflektieren - Heterogenität leben - Mit den verschiedenen Ansichten über Demokratie leben - Demokratie in der Schule leben -Demokratie in der Klasse.

Demokratie in der Klasse und der Schule
„Kreis ist die frontalste Form des Unterrichtens. Alle sitzen in der ersten Reihe.“
Peter Polding, Graz

 

Lehrer*innen müssen immer auf Augenhöhe bleiben und keine Lehrposition einnehmen.

 

Niemand muss etwas tun, womit er nicht einverstanden ist.“
Hannelore Faulstich-Wieland, Erziehungswissenschaftlerin Uni Hamburg

 

Wenn der Unterricht mit einem Gebet, einem Schwur oder dem Absingen der Nationalhymne beginnt, muss Demokratie noch gelernt werden.

 

Das nehme ich mit: Demokratie in der Schule muss geschützt werden“
Falko Peschel an seinem letzten Arbeitstag an der Grundschule Harmonie

 

Demokratisch über das Lernen denken, bedeutet die Veränderung von Hunderten von Alltäglichkeiten in der Schule.

 

Die Grundlage einer echten Demokratie besteht nicht darin, dass die Leute ihre Regierung wählen können. Echte Demokratie besteht, wenn die Leute ihre Lehrer auswählen können.“
Dayal Chandra Soni, indischer Pädagoge

 

Die Demokratie von morgen wird durch die Demokratie in der Schule vorbereitet.“
Célestin Freinet, französischer Pädagoge

 

Demokratie ist kein schmückendes Beiwerk einer guten Schule, nicht Lernziel zur Kompetenzbereicherung von Kindern. Demokratie verwirklicht sich in der Art und dem Inhalt des freien Lernens selbst.

 

Alle Beschlüsse der Kinder der Grundschule Harmonie waren genauso gültig wie Beschlüsse der Erwachsenen.

 

Demokratisches Zusammenleben ist kein abstrakter Unterrichtsinhalt. Demokratie sind nicht Formen und Spielregeln, sondern täglich zu realisierende Menschenrechte aller Kinder. Die Techniken des Lernens selbst müssen demokratisch sein. Sie sollten so von den Lernenden einsetzbar und benutzbar sein, dass die Kinder selbst ihr Lernen bestimmen und nicht mehr die allgewaltigen Lehrer oder Erzieher, die Lehrpläne oder das Material.

 

Demokraten
Zu viele US-Bürger haben ihren Ruf als Demokraten verloren. Herzensbildung und Demokratiebildung finden in Schulen, Familien und in der Gesellschaft statt.

 

Demokratische Bildung
Kinder müssen die Lehrer fragen, ob sie auf‘s Klo dürfen. Lehrer müssen ihre Vorgesetzten fragen, ob sie etwas sagen dürfen.

 

Gestalten wir Demokratie ,,machhaltig“, also machbar, Macht-bewusst und nachhaltig.

 

Schule ist ein Übungsort für andere Inhalte und Formen des Miteinanders. Mehrheitsdemokratie, z.B., ist e nichts anderes als eine Herrschaftsform.

 

Ist es nicht unglaublich? Da verlangt ein ehemaliger Lehrer von mir „Wenn ich schau … ganz unabhängig von "Demokratie", "Staatsschulwesen" ,"Freie Schule" etc. pp“. Wir sind nicht unabhängig von Demokratie“ Sie wird so aufs Spiel gesetzt.

Denken
„Denken heißt Überschreiten“
Ernst Bloch

 

Die meisten meiner Gedanken kommen von mir aus meiner Umgebung. Sie kommen aus Köln und dem Rheinland. Schließlich komme ich aus dieser Umgebung. Sie kommen aus Deutschland. Schließlich komme ich aus dieser Umgebung. Dann kommen sie aus Europa. Schließlich komme ich aus dieser Umgebung. Dann kommen sie aus der ganzen Welt. Schließlich komme ich aus diesem Zusammenhang.

 

You can get it wrong and still you think it‘s all right“
John Lennon & Paul McCartney

 

„… denn man begreift nur was man selbst machen kann, und man fasst nur was man selbst hervorbringen kann.“
Goethe 1804

 

Spitzer sagte: „Fast alles was wir gelernt haben, wissen wir nicht. Aber wir können es.“
Ich weiß, dass das nicht stimmt!
Er hätte auch sagen können: „Fast alles was wir lernen, wissen wir nicht. Aber wir kennen es“.

 

Und doch hege ich die Hoffnung, dass diese Memoiren…ein Geschlecht von Rebellen anfeuern mögen, die unerträgliche Beschränkung auf eine begrenzte Dimensionalität zu durchbrechen.“
Edwin Abbott Abbott. Englischer Mathematiker und Schuldirektor. Zitiert aus dem letzten Kapitel von Flächenland. 1884

 

Es ist wichtig woher du die die Dinge nimmst und wem du sie gibst. Jean-Luc Godard heftig widersprechend.

 

Philosophen haben den Traum, dass jeder, der sich auf den Weg des Denkens macht, schon deswegen auf dem richtigen Weg sei… Von dieser schönen Hoffnung ist es nur ein kurzer Schritt zu Nietzsches Verachtung der Ungebildeten…Schon die Frage nach Gut und Böse sei überholt, teilt übrigens Martin Heidegger wie die meisten nationalsozialistischen Denker. Deshalb braucht es eine Ethik des Denkens und mehr Wissen über gefährliche Denkwege.
Bettina Stangneth, deutsche Philosophin

 

Lernt in Bildern zu denken!
Temple Granding, amerikanische Tierwissenschaftlerin

 

Wir müssen nicht mehr vom Merksatz bis zur Sure auswendig lernen was wir nicht verstehen. Wir lernen denken um zu verstehen.

 

Alles Gescheite ist schon gedacht worden, man muss nur versuchen, es noch einmal zu denken.“
Johann Wolfgang von Goethe

 

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“
Albert Einstein, Deutsch- Schweizer Naturwissenschaftler

 

Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt?“
Ernst R. Hauschka

 

Denken und handeln
„Nicht das viele Wissen, nicht die auswendig gelernten Lehrsätze, nicht die vielen gelesenen Ratgeber und Lehrbücher, die Welt- und Menschenbilder, mit denen wir herumlaufen, bestimmen unser Denken und Handeln“ … Es ist nur unser Können.
Gerald Hüter

 

Im Nachherein ist jede gute Idee logisch, aber um dorthin zu gelangen, muss man die Denkrichtung verändern.“
Edward de Bono, englischer Systemiker

 

Seit Jahrhunderten leben Menschen wie sie denken und die meisten leben wir sie denken.

 

Denunziation
Die Anstiftung zur Denunziation von Personen ist eine der schlimmsten Strategien von Faschisten

 

Deutsch
„Wer in einem gehobenen Wohnviertel wohnt oder seine Kinder gar zu einer privaten Schule schicken kann, muss sich mit der Situation an Schulen, in denen 80% der Kinder bei der Einschulung kein Deutsch sprechen, nicht auseinandersetzen.“
Sara Wagenknecht

 

Diagnostisches Verfahren
Und wenn Schule es schaffen würden, alle Kinder zu diagnostizieren, würde kein normales übrig bleiben.

 

Didaktik
„Adler steigen keine Treppen.“
Victor Hugo, französischer Dichter

 

Didaktik ist die Kompetenz Menschen, Vorgänge und das eigene Handeln so zu beobachten und zu analysieren, dass ich mich zu meinem Handeln entscheiden kann.

 

Es ist die Didaktik des weißen Blattes!“
Falko Peschel, deutscher Pädagoge

 

Die Didaktik, die nicht vom Kind ausgeht ist wie das Feuer, das immer wieder vom Regen ausgeht.

 

„…weil das didaktische Modell häufig eben doch in einer Art pädagogischer Belauerung mündet, hartes in meinen Augen durchaus auch einen autoritären Kern“
Herbert Renz-Polster

 

Dienen
Auch Schuleleiten führte dank meiner offensiven Alternaivität nicht zu einer dienenden Selbstveränderung.

 

Dienst
Die Polizei soll die Polizei der Bürger, nicht die des Staates sein. So sollen Lehrer*innen den Kindern, nicht ihrem Staat dienen. Das ist Demokratie.

 

Dienstvergehen
Der Verstoß gegen Menschenrechte ist ein Dienstvergehen.

 

Da reichte ein einschüchternder, drohender Mitarbeiter einer Dienstaufsicht und alle schwiegen, weil sie glaubten an anderer Stelle gehört zu werden. Das aber ist obrigkeitsstaatliches Denken, zu der Erziehung neigt.

 

Differenzen
Warum sprechen Politiker*innen immer von „tiefgreifenden Differenzen“ und verhalten sich, als ob es keine Armut, keinen Krieg, Unterfinanzierung, Menschenrechte und Unbildung gibt?

 

Diskriminierung
Spätestens Schulen sollten der Ort sein, wo nichts und niemand mehr diskriminiert wird.

 

Disruptiv
Wird eine disruptive Bildung die jetzige Schule abschaffen?

Diversität und Heterogenität
„Die Menge und die Ungleichheit der Kinder erleichtern meinen Gang.“
Pestalozzi, Stanser Gespräche

Wir lernten, dass mehrfachbehinderte Kinder immer begleitet sein müssen, dass sie keine Belastung sind, sondern eine Lebensfreude!

 

Der Leopard leckt alle seine Flecken - schwarze wie weiße.“
Sprichwort der Ndebele

 

Kinder setzen sich sehr unterschiedlich im Sinne ihrer Interessen mit dieser Welt auseinander. Ästhetisches, Sprachliches oder Naturwissenschaftliches entwickeln sich bis ins Erwachsenenleben.

 

Diversität ist ein anderes Wort dafür, was beim Lernen alles möglich ist.

 

Müssen sich demokratische „Organisationen“ wie die EuDEC (European Democratic Education Community) angesichts der Diversität von Zielsetzungen immer wieder auflösen, um Neues zu gründen?

 

Domestizierung
Schulische Bildung wird als Mittel zur Domestizierung von halbwegs wild lebenden Menschen erprobt.

 

Draußen lernen
„Verlasst die Übungsräume!“
Célestin Freinet, französischer Pädagoge

 

Zu den Fragen gehen – draußen lernen!“
Uschi Resch, Walter Hövel

 

Hole die Theorie beim eigenen Lernen mit nach Draußen. Kinder haben bei eigenen Fragen das Recht auf Antworten von Wissenden“
Alexandra Habel, deutsche Lehrerin

 

Dream
“… And so even though we face the difficulties of today and tomorrow, I still have a dream. It is a dream deeply rooted in the American dream. I have a dream that one day this nation will rise up and live out the true meaning of its creed: "We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal." I have a dream that one day on the red hills of Georgia, the sons of former slaves and the sons of former slave owners will be able to sit down together at the table of brotherhood. … I have a dream that my four little children will one day live in a nation where they will not be judged by the color of their skin but by the content of their character. … I have a dream that one day, down in Alabama, with its vicious racists, with its governor having his lips dripping with the words of "interposition" and "nullification" -- one day right there in Alabama little black boys and black girls will be able to join hands with little white boys and white girls as sisters and brothers …”
Martin Luther King

 

Dressur
Schule dressiert Menschen auf Aufnahme von Informationen ohne Bedeutsamkeit und Anschlussfähigkeit für unsere inneren Systeme.

 

Drogen
Alle Soldaten der Welt wurden beim Töten und Vergewaltigen immer unter Drogen gesetzt.
Bei der Wehrmacht gab es Crystal Meth als „Panzerschokolade“ oder „Hermann-Göring-Pillen“.

 

Druck
Das Kind aus der Grundschule Harmonie in der „weiter“führenden Schule: „Ich komme jetzt mit dem Druck klar, weil ich früher nicht unter Druck gesetzt wurde“. Die Mutter des gleichen Kindes: „Ausgerechnet bei den Hausaufgaben hat sich gezeigt, dass meine Tochter ihre Arbeit sehr eigenständig organisiert.“

 

Drucken
„Journalismus heißt, etwas drucken, von dem jemand will, dass es nicht gedruckt wird. Alles andere ist Publik Relation“
George Orwell

 

Du
„Du bist einmalig.“
Max Lucado, US-amerikanischer Autor

 

Dumbing Us Down
Verwirrung (Confusion) Schule macht konfus. Sie präsentiert zusammenhanglose Informationen, die das Kind memorieren muss, um nicht runter zu fliegen. Diese Programmierung funktioniert ähnlich wie das tägliche Fernsehen. Man sieht und hört irgendetwas, um es gleich wieder zu vergessen.
Klassenposition (Class Position) Schule lehrt die Klassenzugehörigkeit zu akzeptieren.
Gleichgültigkeit (Indifference) Schule macht gleichgültig.
Emotionale Abhängigkeit (Emotional Dependency) Schule macht emotional abhängig.
Intellektuelle Abhängigkeit (Intellectual Dependency)
Prov. Selbstwertgefühl (Provisional Self-esteem) Schule bringt eine Art von Selbstvertrauen bei, angewiesen auf ständige Bestätigung durch Experten.
Ohne Schutz (One can't hide) Schule macht deutlich, dass sich niemand verstecken kann, weil jede/r immer überwacht wird.
John Taylor Gatto

 

Dummheit
„Jeder dumme Mensch kann einen Käfer zertreten, aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.“
Arthur Schopenhauer, deutscher Philosoph

 

Durchlässigkeit
2006 gab die Statistik noch wieder, dass 600 Kindern in NRW der „Sprung nach oben“ in Realschule und Gymnasium gelang. Allerdings wurden 18.000 nach unten „abgeschossen“.

 

Durchschnitt
Erst die, die es trotzdem schaffen, weit über dem Durchschnitt zu sein, werden entweder als Stars für die Ziele anderer benutzt oder als Genies verherrlicht, um sie los zu werden.

 

Politische Parteien haben ein Durchschnittsalter von 50 bis 60 Jahren.

 

Ecke
Das Viereckenrechnen ist eine Weiterentwicklung des In-Die Ecke-Gestellt- Werdens.

 

Eigenartig
„Wie das Wort eigenartig, es fast als fremdartig darstellt, eine eigene Art zu haben.“
Erich Fried

 

Eigensinn
Aber niemals konnte eine noch so totalitäre Erziehung jede Familie, jedes Kinderhirn oder –herz erreichen. Das ist keinem Fürsten, Priester, König, Kaiser Wilhelm, keinem Herrn Krupp, den Nazis, der DDR oder der Bundesrepublik gelungen. Menschen können selbst denken.

 

Einfluss
Wenn du pädagogisch gut bist, hast du Einfluss. Lerne ihn nicht zu missbrauchen. Setze ihn für Menschenrechte der Kinder ein.

 

Die Rolle der Freunde ist riesengroß. Der eine begegnete viel rechtem Gedankengut, zwei weitere dem gesellschaftlichen Egoismus, der vierte der buddhistischen Toleranz und die fünfte bewahrte sich ihren Autismus.

 

Einordnen
Es ist schon einfacher sich immer dann einzuordnen, wenn man selber nicht denken will.

 

Einpflanzen
„Das wohl größte gesellschaftlich legitimierte Verbrechen an Kindern und Jugendlichen besteht darin, dass man in den Schulen ihre kreativen Innenräume dazu missbraucht, um dort auf Kolonialherrenart ein Maximum an instrumentalisierendem Gedankengut einzupflanzen“.
Andreas Tenze

 

Einsam
„Wenn man im Zentrum steht, ist man immer einsam – das gilt nicht nur für Chefs, sondern auch für Kinder. Kinder fordern viel Aufmerksamkeit, aber sie brauchen nicht so viel, wie sie fordern. Es ist viel wertvoller, sich um Kinder und Jugendliche zu kümmern, anstatt sie zu "erziehen“
Alle Zitate von Jesper Juul, dänischer Familientherapeut

 

Einschätzen
Menschen nicht nach dem „Das“ oder „Was sie gewöhnlich tun“ einschätzen, sondern (es nicht tun oder zumindest) ihr „Jenes“ und „Anderes“ achten.

 

Einstehen
Demokratie will das Einstehen für eigene und anderer Menschenrechte. Andere Konzepte:
„Neuere Führungskonzepte können dafür sorgen, dass die Mitarbeiter auch selbst Verantwortung übernehmen, sich freiwillig engagieren und bereit sind, für ihr Unternehmen einzustehen.“
Peter Muck, Prof. für Wirtschaftspsychologie

 

Elektronik
Wenn ich früher in die BILD-Zeitung sah, wusste ich, das ist gelogen, erfunden, übertrieben war. Die elektronische Presse von heute, „weiß“, welche Gefühle oder Ängste ich habe und zu viele von ihnen schreiben von dieser Position aus ihre Lügen. Die Menschen lernen so aber selbst, und das selbst Gedachte zu schreiben.

 

Okay, du postest dein Selfie bei Instagram, siehst YouNow oder zockst Kickbase oder Call of Duty. Was aber machst du, wenn Politiker und Firmen mit dir ihr Wave-Spiel in deiner Reality spielen?

 

Das Mädchen besser in der Schule sind, liegt wohl auch daran, dass sie seltener vor der Konsole sitzen“
Melanie Mühl

 

Gesichtslose Kommunikation der Medien findet bereits im Alltag von Angesicht zu Angesicht zwischen Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern statt.

 

So wie die Menschen lernten mit Radios, Kinos und Fernseher umzugehen, so werden sie mit der Zeit alle elektronischen Manipulationen und Verwirrungen entzaubern, weglegen oder beherrschen.

 

Elektronische Medien an und für sich sind Maschinen. Nur wir entscheiden, was diese Maschinen mit uns machen - oder wir aus ihnen.

 

Handis, Apps und andere Programme sind Handlungspartner, weniger kompliziert und widersprechend als Menschen.

 

Die einen sagen: Zurzeit erleben wir eine Entwissenschaftlichung gegen das Lesen längerer Texte durch illustriertenartige Kurzfilme; Andere posten: Da heute alle alles veröffentlichen, musst du schon mit Kürze Wesentliches überzeugend bewerben können.

 

Elektronik und Freiheit
„…den sterilen und zutiefst inhumanen Fortschrittswelten des Silicon Valley. Und dessen Freiheits-versprechen durch Technologie ist eher ein Weniger an Freiheit gefolgt: die Ausplünderung der persönlichen Daten, die unbemerkte Überwachung und Kontrolle durch Firmen und Geheimdienste, der Druck auf jeden Einzelnen sich zu optimieren“
David Richard Precht

 

Alle Daten auch ihrer Kinder gehören facebook, web oder google. Es ist egal, ob Sie „Mitglied“ sind oder nicht. Sie wissen alles über dich. Schule und Kita sind lange durchleuchtet. Facebook ist „kostenlos“, weil du das Geschäftsobjekt bist.

 

Alle Infos sind von Ranga Yogeshwar

 

Elektronik und Lernen
Kinder können das! Von 1997 bis 2015 arbeiteten alle Kinder der Grundschule Harmonie im offenen Computernetz und mit eigenen Handys selbstständig lesend, forschend und lernend.

 

Wir können uns nicht immer darüber aufregen, dass unsere Lehrer eine Medien- und Internetkompetenz haben wie Priester aus dem 17.Jahrhundert…“
LeFloid, YouNow 2015

 

Im Schulsystem möchten viele neue elektronische Kommunikationstechniken wie neue Schulbücher einsetzen.

 

Elektronische Medien erziehen zu flüchtigen Ein-Satz-Informationen.“
Ben Schreiner

 

Elektronik und Politik
„Unsere“ CDU-CSU-AfD-FDP-SPD-Politiker*innen und große Teile der Grünen, selbst der Linken, schützen die alte Wirtschaft und die neuen „elektronischen“ Unternehmen.

 

Elend
„Deutschland ist für das Elend in der Welt im höchsten Maße mitverantwortlich“
Rainer Maria Kardinal Woelki Köln

 

Wir haben auf der Erde Geld wie Dreck. Die Behauptung es gibt kein Geld, um dieses Elend zu beenden, ist eine Lüge. Es haben nur die falschen Leute.
Heiner Geissler, Generalsekretär der CDU


Eltern

Du bist niemals verantwortlich für deine Eltern. Du entscheidest, was von ihnen du in deine Haltung und Handlung und in deine Persönlichkeit einbaust.

 

Das bewusste Einsetzen, das die Bedürfnisse des Erziehers befriedigt, zerstört das Selbstbewusstsein des Kindes, macht es unsicher und gehemmt.“
Alice Miller „Am Anfang war Erziehung“, Schweizer Autorin

 

Wenn Kinder Rechtsnachfolger ihrer Eltern sind. War da viel? Was wird da sein?

 

Ehre dein Kind, und es wird dich ehren.“
Sprichwort der Ila

 

Im Zweifelsfall, so die Statistik, wissen Eltern besser, zu welcher „weiter“führenden Schule ihr Kind gehen sollen als Lehrer*innen.

 

Eltern nicht als Gegner, sondern als Bildungspartner sehen.“
Ursula Svoboda, kath. PH Linz Österreich

 

Viele Kinder leiden unter den sozialen und psychologischen Erkrankungen ihrer Eltern. Kinder machen sich oft für ihre Eltern verantwortlich und versuchen Probleme geheim zu halten. Lernen leidet darunter.

 

Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen.“
Augustinus, 354 – 430

 

Man könnt' erzogene Kinder gebären, wenn die Eltern erzogen wären!“
Johann Wolfgang von Goethe

 

Viele Kinder haben schwer erziehbare Eltern.“
Jean-Jacques Rousseau, französischer Pädagoge

 

Japanische Forscher entdeckten, dass überfürsorgliche Eltern vermutlich das Gehirnwachstum ihrer Kinder behindern. Überfürsorgliche Eltern schwächen also die Gehirne ihrer Kinder…“
Niels Birbaumer, Psychologe und Verhaltensneurobiologe

 

„Was erwarten Eltern von der Schule?“ „Was erwartet die Schule von den Eltern?“
Thema eines Elternabend an der Grundschule Harmonie 2008

 

Eltern wollen nicht beruhigt werden. Sie wollen wissen was warum Lehrer*innen tun.

 

Eltern, psychisch kranke
Belastete Eltern belasten viele ihrer Kinder, aber psychisch kranke Eltern sind eine besondere Belastung für sie.

 

Elternschaftskulturen
Es gibt „die Eltern“ nicht, nur „Elternschaftskulturen“ (Kindheitsforschung).

 

Eltern und Lehrer*innen
Lehrer*innen haben Eltern nicht überlegen zu sein. Erwachsene sind Erziehungspartner. Fühle dich als Lehrer*in nicht angegriffen. Sei froh, dass sie mit dir reden. Aber achte im Gespräch darauf, dass du immer weißt, was du selbst und (!) dein Gegenüber wollen.

 

Wie falsch oder unangenehm auch immer Eltern auftreten, finde im Gespräch die Stelle heraus, wo sie Recht haben.

 

In Schule sollten Lehrer*innen wissen was Eltern wollen und Eltern wissen was Lehrer*innen können. Damit Kinder selbständig lernen können.

 

Wenn Lehrer*innen und Eltern sich ständig gegenseitig zur Kontrolle und „Leistungssteigerung“ „ihrer Kinder“ auffordern, ist dies die unqualifizierteste und schädlichste Form ihrer Zusammenarbeit.

 

Zu viele Lehrpersonen erweitern ihr „Unterrichtskonzept“ um das „Lernkonzept Zuhause mit Eltern“. Reiche können das besser.

 

Wer, wenn nicht die Gymnasial- und andere Lehrer haben jene Eltern gebildet, auf die sie sich berufen, wenn sie Veränderungen nicht wollen.

 

Die Schule ist ein Schlachtfeld“
Maria Montessori

 

Die Front der Erwachsenen ist aufgebrochen. Gingen früher Eltern und Lehrer geschlossen gegen die Kinder vor, geraten heute auch Erwachsene zwischen die Fronten. Seither gibt es Opfer auf beiden Seiten.“
Paul Michael Meyer

 

Emotionen
„Unsere aggressiven Emotionen werden immer dann mobilisiert, wenn wir uns nicht als so wertvoll für einen anderen Menschen empfinden, wie wir es gerne hätten. Diese Emotionen werden von Liebe gespeist, aber auch von unseren Schwächen.“
Jesper Juul, Dänischer Familientherapeut

 

Empathie
„Opinion is really the lowest form of human knowledge. It requires no accountability, no understanding. The highest form of knowledge is empathy, for it requires us to suspend our egos and live in another‘s world. It requires profound purpose larger than the self-kind of understanding.
(Eine Meinung zu haben ist wirklich die niedrigste Form menschlichen Wissens. Es verlangt weder Rechenschaft noch Verstehen. Die höchste Form des Wissens ist Empathie. Sie verlangt von uns das eigene Ich auszuschalten und sich in die Welt der Anderen hinein zu leben. Sie verlangt mehr tiefsinnige Absicht als das einfache Verstehen).“

 

Bill Bullard, US-amerikanischer Wissenschaftler

 

Enge
„Wer im Leben in die Enge getrieben ist, hat es auch mit seinen Beziehungen und damit auch in der Erziehung schwerer.“
Herbert Renz-Polster

 

Englisch
Die einen bringen Schüler*innen bei, englische Klassenarbeiten zu schreiben. Die anderen sprechen mit ihnen Englisch.

 

Englisch lernt man trotz, nicht wegen Unterrichts!“
Frühkonferenz der Grundschule Harmonie

 

Enkelkinder
Ich hörte von erfahrenen Pädagog*innen mit Enkelkindern, dass bestehende Schule hilflos wütend machen kann.

 

„…die Enkel fechten‘s besser aus…“
Thomas Müntzer

 

Entscheiden
Es kommt gar nicht so sehr darauf an, dass „Richtige“ zu tun, sondern sich entscheiden zu können.

 

Der Mensch kennt zwei Lehrmeister, die Kunst und die Tortur. Ich habe mich für die Kunst entschieden.“
George Bernard Shaw, irischer Dramatiker

 

Entscheiden Sie sich, Schule zu entschulen.

 

Träumend, aus Büchern, draußen, alleine, wenig, lange, online, mit einem Erwachsenen, an der Uni oder nicht lernen. Das ist die Entscheidung des Kindes!

 

Kinder sind manchmal älter. Man nennt sie auch altklug oder vorlaut. Alte sind manchmal jünger. Sie nennt man Versteher von Kindern oder „zurückgeblieben“ und „kindisch“.

 

Lass Kinder entscheiden was sie angeht. Oder fragt sie, ob sie mit dir gemeinsam entscheiden wollen.
Aber mache es nicht ohne sie.

 

Viele Kinder entscheiden dann doch anders zu werden als ihre Eltern wollten. Aber viele bleiben auch ängstlich, bieder oder rechts.

 

Enttäuschung
Jede Täuschung endet mit einer Enttäuschung.

 

Entwertung
Wenn du pensioniert wirst, wirst du entwertet. Einige schon, wenn sie noch im Dienst sind oder vorher.

 

Da die Hauptschulen in Köln, an denen ich arbeitete verschwanden, wusste ich schon wie bedenkenlos das System durch „meine“ Vorgesetzten, die auch schon alle entwertet wurden, meine Arbeit entwerten würde. Sie taten es dann ohne jede Rücksprache.

 

Man hilft den Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können.“
Abraham Lincoln, Präsident der USA

 

Entwicklungen
Wenn Firmen, Geheimdienste, Banken, Sportorganisationen, Wissenschaftler, Netzbetreiber, Regierungen, Politiker, … wissentlich die Unwahrheit sagen und Informationen fälschen, wie soll ich unterscheiden was stimmt und was nicht? Das geht nur über die kritische und demokratische, selbst bestimmte Selbstbildung und die Arbeit an einer freien Gesellschaft!

 

Entwickelt sich die Welt, weil Kinder immer mehr dazu lernen? Oder begreifen Kinder einfach den neuen Geist der Zeit schneller als die Alten? Oder hören wir immer mehr auf Kinder, die unerfahren, mutig und veränderungswillig sind? Oder ist unsere Entwicklung eh nur eine Vor-Sicht-ige Synthese aus dem Denken von Kindern und Erwachsenen? Oder machen wir nur das, was unsere Mächtigen wollen? Oder konstruieren wir unser Denken und unsere Sprache entlang unserer Entwicklung? Oder…

 

Entwicklung, Erziehung
„Wie war ich doch in der „Erziehung“ meiner eigenen Kinder hin- und hergerissen zwischen der selbst erfahrenen autoritär- schematischen Erziehung und der emotional-intellektuellen Denke meines frühen Erwachsenensein!“ Wie wird es den nachfolgenden Generationen ergehen?

 

Entwicklung, Lehrer*innen
Lehrer*innen von vor 100 Jahren kommen uns heute lächerlich, undemokratisch und falsch vor. Welches Bild geben die Lehrer*innen von heute in 100 Jahren ab?

 

Entwicklung, reale
Schimpfen wir nicht über immer neue Worterfindungen zur Fortsetzung alter Übel. Freuen wir uns vielmehr, dass wir jetzt die Kompetenzen der Kinder mit ihnen kommunizieren sollen.

 

Die Entwicklung des Menschen ist angesichts der stetigen Wiederholung seiner schlechten Kindheiten eigentlich nur zu bewundern.

 

Erziehung ist das Mittel der Erwachsenen die Rasanz der eigenen Entwicklung zu verlangsamen.

 

Entwicklung, Schule
Viele machen Schule so, weil sie es nicht anders können. Sie haben nichts anderes gelernt. Jedes System verschult. Schule muss selbst permanent lernen. Schule nicht verwalten, sondern Schule entwickeln!

 

Eine lernende Schule - oder eine andere lernende Institution -entwickelt sich nicht entlang eines Konzepts, sondern aus den Fragen, Fähigkeiten und Visionen ihrer Menschen.

 

Schulentwicklung mit Klassenräten, Schulversammlungen, Kinderparlamenten und Feedbackrunden, in denen Kinder das eigene Lernen lernen, verstärken das intrinsische Arbeiten auf immer größere Gebiete und heben das Niveau der Qualifikationen, Standards, Fächer und Fähigkeiten.

 

Vorrangige Aufgabe von Schule ist die Entwicklung der Persönlichkeit der Schüler.“
Pekrun, Helke, 1991

 

„Wenn Erzieher*innen darauf verzichten, Kinder mit ‚unverständlichen‘ oder ‚störenden‘ Ideen vorzeitig zu begrenzen, lassen sie sich auf Prozesse mit bisweilen überraschenden Entwicklungen ein.“
Lothar Klein, Herbert Vogt

 

Schule als Zeit für Entwicklung sehen … auch für Lehrerinnen und Lehrer.

 

Seit ihrem Bestehen glauben alle Schulbehörden daran, dass die Entwicklung von Schule und Bildung durch die Fähigkeiten von verantwortlichen Beamt*innen gewährleistet wird. Welch ein funktionierender, ja absichtlicher Irrtum.

 

Wenn heute von den pädagogischen Mitarbeiter*innen des Regierungspräsidenten keiner mehr seine Vorgänger*innen von vor 20 und mehr Jahren kennt, hat das eine Bedeutung?

 

Ich weiß, was für Nazis die Volksschule Harmonie von 1920 bis 1970 geleitet haben.

 

Erbe
„Entsetzlich: Gebet für den Kaiser, Prügel, alles auswendig, verängstigte, seelisch verkrüppelte Kinder“
Lew Tolstoi, 1860 nach einem Besuch in Deutschland.
Und da wundern wir uns über die, die 150 Jahre später im Bundestag sitzen?

 

Erfahrung
„Erfahrungen, die sie als Kind nicht machen konnten, vermitteln Erwachsene nur schwer.“
Jürgen Sellge, deutscher Pädagoge

Zum Beispiel hat die Inquisition einige hundert Jahre mehr Erfahrung als die Inklusion.

 

Lange Zeit hieß es, Wissen bestimme das Verhalten. Allerdings bestimmen eher die Erfahrungen das Verhalten.“
Richard Louv, US-Amerikanischer Autor

 

Erfahrung der Jugend
Sehr oft wissen junge Menschen was zu verbessern ist. Sie interessiert nicht das Wie. Finden wir es mit ihnen zusammen heraus, indem wir ihren Weg gehen.

 

Erfindung
„Erziehung, das ist eine Erfindung von irgendwelchem Schullehrern; das ist etwas, was es gar nicht gibt“.
Hermann Hesse

 

Erfolg der Fortbildungen
Ich kenne einige Menschen die wirklich hervorragende Fortbildungen machen oder machten. Und der Erfolg? So erhalten sie nur den Prozentsatz derer, die unsere Arbeit fortsetzen. Das ist nicht der Weg der Veränderung.

 

Wir verbessern vor allem in Kitas und Grundschulen ständig die schulische Praxis. Wir bilden aber kaum die Eltern und Großeltern weiter. So entfernt sich die schulische Praxis vom Verständnis des Volks.

 

Nicht nur Kinder, sondern alle bilden.

 

Erfolge
„Sie tun gut daran, einfach in Ruhe weiter zu arbeiten, denn der größte Feind alternativer Methoden sind deren Erfolge.“
Dr. Carstens, Begründerin der Zeitschrift „Natur und Medizin“

 

Es gibt zu viele Therapeuten, Psychologen und Lehrer*innen, die systemische Praktiken erlernen, um größere Erfolge in der Beeinflussung anderer zu haben.

 

Erinnern
Gut lernen ist es selbst tun und selbst erfahren.

 

Erkenntnis
„Staunen ist der erste Weg zur Erkenntnis.“
Louis Pasteur

 

Eine Erkenntnis von heute kann die Tochter eines Irrtums von gestern sein.“
Marie von Ebner-Eschenbach

 

Den Charakter eines Menschen erkennt man erst, wenn er Vorgesetzter geworden ist.“
Erich Maria Remarque, deutscher Schriftsteller

 

Erlaubnis
„Fragen Sie im Schuldienst nicht immer, ob Sie dürfen. Machen Sie!“
Jürgen Rüttgers, Ministerpräsident des Landes NRW 2010

 

Wenn du etwas nicht tun willst, musst du nur fragen, ob das geht was du vorhast.

 

Erlösung
„Mit dem Beschluss, dass die Kinder ihr Lernen mitbestimmen, kehrte bei mir eine Art Erlösung ein.“
Simone Jung

 

Ernst nehmen
Kinder und junge Menschen nicht verhätscheln und bespaßen, nicht beschuldigen und ihnen misstrauen, nicht als bessere Menschen verklären, sondern Kinder als Menschen ernst nehmen.

 

Erreichbarkeit
Erreiche ich mich?

 

Erwachsene und Kinder
Zeigen Erwachsene den Kindern, wie sie zu sich selbst finden – oder dürfen Kinder selbst suchen?

 

Erwachsene
„Ehemals waren die Erwachsenen, wie die Kinder; wie hoffnungslos sind die Zeiten, wo die Kinder, wie die Erwachsenen sind.“
Friedrich Hebbel, deutscher Philosoph 1813-63

 

In den Systemen kann es den Kindern nie besser gehen als den Erwachsenen.“
Jesper Juul, dänischer Familientherapeut

 

Viele Erwachsene können kaum mit Kindern reden.

 

Erwachsene, anders
Wenn bestimmte Menschen einen besseren Zugang zu anderen Menschen finden, haben sie eine bessere Erinnerung an die eigene Kindheit und eine größere Klarheit über ihr Erwachsensein. Da sie wissen was sie wollen, können sie auch gemeinsam Lösungen finden, die ihr Gegenüber selbst tun kann, ohne dass sie das eigene Denken erzieherisch aufzudrängen.

 

Die Signale zur Führung gehen vom Kind, nicht vom Erwachsenen aus.
Jürgen Sellge, deutscher Pädagoge

 

Erwachsenenprobleme
„Die Kinder werden sehr früh mit den (ungelösten) Erwachsenenproblemen konfrontiert.“
Wilhelm Rotthaus

 

Warum versuchen Erwachsene immer wieder offen, verdeckt, trickreich oder systemisch zu erziehen. Warum lassen sie Kinder nicht sich selbst erziehen und sind sie selbst in der Begegnung mit ihnen.

 

Erwachsenenwelt und Lernentscheidung
„… was (aus Sicht der Erwachsenenwelt) gelernt werden soll“ (Martin Kramer) Und welche „Erwachsenenwelt“ entscheiden das?

 

Erwachsenwerden
Während Erwachsene der Frage nachgehen, wie „das Kind“ besser beobachtet werden soll, beobachten die Kinder die Erwachsenen. So lernen Kinder erwachsen zu werden.

 

Die Schule ist jenes Exil, in dem der Erwachsene das Kind solange hält, bis es imstande ist, in der Erwachsenenwelt zu leben, ohne zu stören.“
Maria Montessori, italienische Pädagogin und Ärztin

 

Ich habe dann das Innere der Boa gezeichnet, um es den großen Leuten deutlich zu machen. Sie brauchen ja immer Erklärungen.“.
Saint-Exupéry, französischer Schriftsteller

 

Erwachsen werden
Der Hauptgrund von kleineren Kindern auch von anderen zu lernen ist erwachsen werden zu wollen.

 

Erzieherisches Denken
Die faschistisch-autoritären Erziehungsmethoden einer Johanna Haarer wurden noch bis 1987 gedruckt. Sie bestimmen noch heute das „erzieherische Denken“ großer Teile der Bevölkerung.

Erziehung
Ja, ich kann dich gern haben, aber nur solange wie du so bist und das tust wie ich dich brauche. Die Tragik dieser Menschen liegt darin, dass sie von Anfang an nicht ermutigt werden sich selbst zu erkennen und zu entdecken… Zwischen Autonomie und Abhängigkeit werden diese Menschen genötigt sein ihr Leben lang herauszufinden, was ist nötig, was ist falsch, weil sie es selbst nicht mehr wissen… Also im Grunde genommen ist dies die Basis der Marktwirtschaft … Wenn du das und das hast und kaufst, dann bist du großartig.“
Prof. Hans-Joachim Maaz

 

Eine glückliche Kindheit lohnt sich ja kaum. Aus unglücklichen Kindheiten wachsen die Geschichten, die wir später erzählen.“
Frank McCourt, zitiert nach Elke Heydenreich

 

Meistens sind es die Männer, die „ihren“ Frauen vorwerfen, sie hätten in der Erziehung der Kinder versagt. Falscherweise tendieren viele Frauen zur gleichen Selbsteinschätzung.
Aber die Dritten im Spiel sind – zu unserem Glück - die Kinder selbst, mit ihren Freunden und der Gesellschaft.

 

Gut erzogene Menschen wollen in der Regel sich selbst für ihre schulischen Probleme verantwortlich machen.

 

Erziehung besteht darin, dass der Mensch seine Fähigkeiten selbst lernt um sich als menschliches Lebewesen zu organisieren.
Nach Célestin Freinet

Wenn sie das mit dem Erziehen nicht so recht glauben, hören Sie einmal zu, wie –mit den Jahren – z.B. viele Männer mit ihren Frauen und, wie viele Frauen mit ihren Männern reden.

 

Who‘s The Winner? School education, family education, electronic education, soap education, religious education, media education, social education, self-education, no education …

 

"Wir stehen vor der paradoxen Tatsache, dass die Erziehung zu einem der wesentlichen Hindernisse für Intelligenz und Freiheit des Denkens geworden sind."
Bertrand Russell

 

Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“
Unbekannt, zitiert nach Remo Largo

 

Einige „Pädagogen“ suchen die Nähe der Kinder, um sich selbst durch sie zu definieren, um Macht ausüben oder sie sogar zu missbrauchen. Andere brauchen das nicht. Ihre Trennlinie zwischen Erziehung zum Untertan und einem Weg zu mehr Menschenrechten ist schwer erkennbar.

 

Die meisten Erwachsenen und Lehrer*innen erziehen, die Schulaufsicht versucht Lehrer*innen zu erziehen und die Unileute haben viel über Erziehung gelesen. Dabei brauchen Menschen Menschen.

 

Erziehung geht auch von Kindern aus!

 

Wir versuchen Kinder zu erziehen, weil wir uns als Erwachsene überlegen vorkommen,
so wie wir alle von Firmen und Medien zu Konsum und Einordnung erzogen werden.

 

Erziehung ist wie vor Büchern anderer stehen. Je älter du wirst, interessiert nur eines oder keins.

Erziehung anders
„Menschen werden unwissend, nicht dumm geboren. Dumm werden sie erst durch Erziehung.“ Bertrand Russell

 

Begrenze dein Kind nicht auf das, was du gelernt hast, denn es ist in einer anderen Zeit geboren.“
Jüdisches Sprichwort

 

Ich hätte gern eine Welt, in der das Ziel der Erziehung geistige Freiheit wäre und nicht darin bestünde, den Geist der Jugend in eine Rüstung zu zwängen, die ihn das ganze Leben lang vor den Pfeilen objektiver Beweise schützen soll. Die Welt braucht offene Herzen und geistige Aufgeschlossen-heit, und das erreichen wir nicht durch starre Systeme, mögen sie nun alt oder neu sein.“
Bertrand Russell

 

Vergesst nichts!

 

Wenn wir Kinder nicht lassen, erfahren wir nie, was sie täten, wenn wir sie ließen.“
Lothar Klein, deutscher Pädagoge

 

Kinder leben nicht für uns. Sie leben ihr Leben und bin ich einverstanden.“
Prof. Hans-Joachim Maaz

 

Ich bin für das Kind da und es ist für sich selbst verantwortlich.

 

Das Individuum selbst muss die festen Grundlagen seines Lernens schaffen, wobei es die Möglichkeit von Erwachsenen und einer Umgebung hätte, die ihm hilfreich zur Seite stehen. In diesem Fall sprechen wir von Erziehung. Wenn man von außen dem Kind einen Rahmen von Verhaltensregeln auferlegt, die seinen natürlichen Bedürfnissen fremd sind, sprechen wir von Dressur.“
Elise Freinet

 

Beschäme nie ein Kind.

 

Menschen brauchen weder autoritäre noch antiautoritäre Erziehung. Sie brauchen selbst-autoritäres Lernen.

 

Ich wurde nie dazu erzogen, erfolgreich zu sein, sondern ein wertvoller Teil der Gesellschaft.“
Thuli Madonsela

 

Das Kind und sein Selbstinteresse gehen vor im Gespräch, in der Begegnung, in der Zusammenarbeit.“
Jürgen Sellge, deutscher Pädagoge

„Wir erziehen unsere Kinder nicht, wir assistieren ihnen“
Loris Malaguzzi über die Reggio-Pädagogik

 

Erziehung ist, die Kinder dahin zu bringen, die Fehler der Eltern zu wiederholen.“
Arno Schmidt (1914 - 1979), deutscher Erzähler

 

Erziehung sollte das Lernen der Erwachsenen sein den Kooperationswillen der Kinder zu erkennen.

 

Soll das Kind in einem Erziehungsdialog wie bisher den Erwachsenen verstehen, oder beginnen die Erwachsen Kinder zu verstehen?

 

Wenn ich einem Kind etwas vorschlage, weiß ich weder, ob es das annimmt oder ob es funktioniert.

 

Erziehung, eigene
„Self-education is, I firmly believe, the only kind of education there is“
Isaac Asimov, amerikanischer SF-Author

 

Die Forderung, dass Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung. Sie geht so sehr jeglicher anderen voran, dass ich weder glaube, sie begründen zu müssen noch zu sollen.“
Theodor W. Adorno, deutscher Philosoph

 

Das Kind sucht selbst aus im Angebot von Anregungen, Unterstützungen, beispielgebenden Mitmenschen und Beziehungen. Das fördert und erzieht mehr als jede Förderung und Erziehung.

 

Erziehungsfehler
„Echte“ Lehrer*innen an Gymnasien, Sekundar- und Gesamtschulen versuchen immer wieder „die Erziehungsfehler“ der vorherigen Menschen in Familien, Kitas und Grundschulen durch eigene Erziehung zu korrigieren. Das ist unsinnig, weil sie sich lange selbst erzogen haben.

Erziehungsmaßnahmen
Alle Erziehungsmaßnahmen bringen uns nicht weiter. Wir können nur vorleben. Die Kinder entscheiden dann, was sie übernehmen und was nicht.

 

Erziehungssystem
Im August 1949 hing in allen deutschen Lehrerzimmern folgender Erlass: „Es ist das Bestreben der Militärregierung, in Deutschland ein Erziehungssystem aufzubauen, dass von allen nationalsozialistischen und militärischen Tendenzen frei ist … Im Lehrplan ist auszuschalten…, - was den Militarismus verherrlicht - Alles, was versucht die Lehren des Nazismus zu propagieren oder zu rechtfertigen - Alles was eine unterschiedliche Behandlung begünstigt auf Grund von Rasse und Religion - Alles, was den Vereinten Nationen feindlich ist.“

Erziehungsziele
Wir verfolgen feudale Erziehungsziele wie Höflichkeit, Benehmen, Gewissenhaftigkeit, Treue, Ordnung, Ehrlichkeit, Anstand und Ritterlichkeit.

 

In der Erziehung der Deutschen boomen auf den ersten Plätzen die feudal-ritterlichen Tugenden wie Höflichkeit (86%), Ehrlichkeit (82%), Ordnung und Gewissenhaftigkeit (81%) und das Durchsetzungs-vermögen (73%). Bürgerlich-demokratische Erziehungsziele wie Menschlichkeit, Freiheitsliebe oder die Suche nach dem Glück zählen nicht so viel.

 

Erziehung, traditionell
„Erziehung ist die organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend.“
Mark Twain, amerikanischer Schriftsteller

 

Menschen wissen alles erst im Nachherein. Erziehende Menschen sagen, sie wussten es schon vorher.

 

Als ich 2017 Stefan Zweigs Sichtweise seiner großbürgerlichen, jüdisch-wienerischen Familie begegnete, wurde mir etwas klar. Meine eigene Erziehung durch meine faschistischen-subproletarischen Eltern war ganz und gar an diesem großbürgerlichen Gesellschaftsideal ausgerichtet

 

Sie brauchen Kinder nicht zu erziehen, sie machen einem sowieso alles nach.“
Karl Valentin, Münchner Komiker

 

Als ob die Lehrer*innen die Knüppel zur Erziehung verschluckt hätten, die sie geschlagen haben.

 

Durch das weitgehende Verschwinden der Differenz zwischen Kindern und Erwachsenen wurde der Erziehung ihre Basis entzogen … Nur solange es eine Kindheit in überkommener Form gab, solange konnte es auch Elternschaft und Erziehung in traditioneller Weise geben.“
Wilhelm Rotthaus

 

Erziehung und Kinder
Kinder sind sehr wohl in der Lage zu sagen, was für eine, welche, keine und immer verschiedene Erziehung sie erwarten.

 

Eselei
„Ein Schulmeister hat lieber zehn notorische Esel als ein Genie in seiner Klasse.“
Hermann Hesse

Essen
„Nothing- not a conversation, not a handshake or even a hug establishes friendship so forcefully as eating together
Jonathan Safran Foer

 

Die beste Art das gesunde Essen zu lernen ist nicht das gesunde Essen zu lehren, sondern das gesunde Essen selbst zuzubereiten. Und dafür wird auch Schule zuständig sein.

 

Die USA ist mit etwa 12 300 000 000 000 € verschuldet*, Deutschland mit etwa 2 000 000 000 000 €*, Österreich mit etwa 293 000 000 000 €*, NRW mit etwa 191 000 000 000 €*, Köln mit etwa 7 000 000 000 €*, Wien mit etwa 6 000 000 000 €*, Eitorf mit etwa 25 000 000 €*.
(Alle Zahlen entsprechen dem immer ungefähren, herausfindbaren Stand Anfang 2017)
Die Übermittagsbetreuung unserer Schule war immer schuldenfrei. Ein Essen kostete 1€* und das Frühstück war umsonst. Wer kein Geld zum Essen hatte, aß immer mit, ohne dass andere es erfuhren! Das sind zwei Lebensmodelle!

 

Beim Essen haben Sie die Freiheit Eier aus Käfighaltung, Bodenhaltung oder Freilandhaltung auszuwählen. Die Meisten müssen die Eier aus Käfighaltung essen. Sie sind am billigsten. Die Wenigsten bezahlen für die Freilandhaltung. In der Auswahl der Schulen müssen viele genauso reagieren!“
nach Wolfgang Mützelfeldt, deutscher Pädagoge, Freie Schule PrinzHöfte

 

Wegen Hygienevorschriften darf man nur für 100 Kinder kochen, aber ein bestelltes Catering mit Chemikalien dürfen mehr fressen.“
Lehrerin bei der Frühkonferenz der Grundschule Harmonie

 

Ethnologie
„Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem Umgang mit den kleinen Kindern und der Welt, die diese später einmal gestalten.“
Timo Heimerdinger, Ethnologe

 

Europa
Im Guten wie im Schlechten wird alles gerne auf die EU abgeschoben. Der rechte Politiker fordert die Duftspur einer deutschen Lösung, die Schule soll zur Überlegenheit der Europäer erziehen.

 

Evaluation
Mittel der lernerorientierten Evaluation: Klassenrat , Selbsteinschätzung, Präsentation, Schulversammlung, Kreis, Kinderparlament, Teilversammlungen (Mädchen/Jungen, Jahrgangsgruppen, Bus, Klos, etc.), Entwicklungsgespräche mit Kindern, Kinderfachkonferenzen, Gespräche Kinder-Schule-Eltern,…

 

Experimente
Die Kinder lernen so zu arbeiten, dass sie vor, während und nach dem Experiment Vorhersagen machen und begründen, Hypothesen aufstellen und Vermutungen äußern, neue Fragen entstehen und folgen lassen, an ihr Wissen anknüpfen, Experimente durchführen und auswerten, vereinfachen, reflektieren, argumentieren, Probleme erkennen und lösen, Lösungen verwerfen, Lösungen vergleichen, Abstraktionsfähigkeit und Modelle entwickeln, Eigene Theorien mit bestehenden vergleichen, Fehlschläge korrigieren, falsche Thesen und Wege erkennen, Anderen darstellen können, was sie selbst begriffen haben.
Uschi Resch, Walter Hövel

 

Fachkräfte
1994 startete die Carnegie Corporation in den USA eine sehr erfolgreiche Kampagne zur Bildung der ganz jungen Kinder. Dies geschieht mit viel Geld und Benchmarking. Sie machen viele Eltern glauben, dass ihre Kinder nicht nur nach dem Ratschlag von „Fachkräften“ erzogen werden müssen, sondern direkt von „Fachkräften“ in der frühen Kita bis in die Grundschule.
So wird heue die offizielle Bildungspolitik mit einer „wissenschaftlichen“ Studie begründet, die wissenschaftlich nie belegt wurde!

 

Fachwissen
Fachwissen ist nicht dazu da die Prüfungen zu verschärfen, sondern das Lernen spannender zu machen.

 

Fächer
„Finnland ist das erste Land der Welt, das die Schulfächer abschafft.“
CuriousMindMagazine

 

Die einen unterrichten Fächer. Die anderen unterrichten Schüler*innen. Die nächsten haben gelernt und lernen.

 

Wir brauchen keine neuen Fächer. Schafft die alten ab und lasst die Kinder und Jugendlichen selbst entscheiden, was sie lernen.

 

Die besten, auch zweitbesten Musiker, Chemiker, Mathematiker, Sportler, Physiker, Literaten oder Künstler arbeiten sehr selten in der Schule. Wieso gibt es da Fachausbildungen

 

Fächer, verschwindende
In meiner Lehrerzeit verschwanden Fächer wie Werken und Textil. Jetzt sind Schwimmen, Musik, Kunst und Geschichte in Gefahr.

Fähigkeiten
„Die meisten Institutionen sind paradoxerweise mehr denn je von einem kurzfristigen Denken, blinden Aktionismus und Opportunismus geprägt. Die Diskrepanz zwischen der Notwendigkeit, auf interdependente Weise zu denken und zu handeln, und unseren diesbezüglichen bildet den Kern aller großen Probleme, vor denen wir heute stehen.“
Peter M. Senge, US-Wissenschaftler

Die Schule ist nur so fähig wie es ihre Lehrer*innen sind. Die Lehrpläne sind immer weiter als die Realität der Schulen und der Ausbildung.

 

Kaum leistet jemand etwas in der Klasse, der Schule oder der Pädagogik, wird sie oder er Fachleiter*in, Fortbildner*in, Schulleiter*in, Schulrät*in oder in ein sonstiges Amt befördert. Dadurch fehlen einfach die, die das könnten, was die Beförderten an Qualifizierungsanforderungen formulieren. Das Schulsystem entqualifiziert sich selbst.

 

Fake
Erwachsene faken gerne. Kinder machen ihr Ding.

 

Falsch und richtig
Unterstelle Kindern und anderen Menschen nicht, dass sie etwas „falsch“ machen. Sie alle tun das, was sie können und für „richtig“ halten. Sie gehen ihre eigenen Wege.

 

Familie
„Familienverhältnisse bleiben wie sie sind. Lehrer*innen sind nur für das Lernen der Kinder zuständig. Alle andere Aufgaben gehören in die Hände guter, zuständiger Experten.“
Frühkonferenz der Grundschule Harmonie

 

Durch den Wegfall des Kontaktes zu oder ganzer Familienteile finden heute weniger Kinder trostbringende oder zuhörende Tanten, Großmütter oder andere aus der Familie. Sie brauchen jetzt Therapeuten, „Schulen für Kranke“ oder Freund*innen.

 

Faschismus
„Die Fabrikation von Leichen gab es nur im Hitler-Faschismus“
Eva von Redecker, Philosophin

 

Grundlage des Faschismus ist Krieg führen zu wollen.

 

Fassade
Viele meiner Kolleg*innen wollten, als sie jünger waren, frei lernende Kinder. Heute geben sie sich mit einer netten Fassade ihrer Schulen zufrieden

 

Faulheit
Wer faul sein will, muss schlau sein.

 

Fehlen
Dieses Land glaubt sich Millionen von Arbeitslosen halten zu können. Es glaubt, Flüchtlinge ausweisen zu müssen, Billiglöhne und Harz4 zu zahlen, „Migranten“ als Menschen 2.Klasse zu halten.
Es glaubt, Milliardengeschäfte als Wirtschaft und Staat machen zu können. Und dann fehlen allerorten Bus- und LKW-Fahrer, Pfleger, Polzisten, Erzieher und Lehrer. Es fehlen Zeit, Sinn, Bewegung und Gesundheit

Fehler
„Erziehung ist, die Kinder dahin zu bringen, die Fehler der Eltern zu wiederholen.“
Arno Schmidt (1914 - 1979), deutscher Erzähler

 

Lobt die Fehler! Fehler nicht für Tests und Noten suchen! Aber sichtbare Fehler sind lehrreich!

 

„Seine eigenen Fehler machen dürfen.“ (Lehrerinnen der Grundschule Harmonie)

 

Vielmehr brauchen Kinder Eltern und Erzieher*innen, die Stärken und Schwächen haben, die Fehler machen und dies offen gegenüber Kindern bekennen.“
Wilhelm Rotthaus

 

Feiglinge
Pädagogik kann ein El Dorado für Feiglinge sein.

 

Feindbilder
Ohne Feindbilder wie „Juden“, „Ausländer“, „Islamisten“ oder „Fremde“ haben rechte Populisten keine Angst oder etwas zu bieten. Lehrer*innen sollten in der Schule darauf achten.

 

Fesseln
Die heutige Zeit deckt immer neue Unfreiheiten auf. Sie versucht immer häufiger unsere Befreiung von den eigenen Fesseln. Und dabei legen Erwachsene sich und ihren Kindern immer neue Fesseln durch neue „Begründungen“ zur Erhaltung ihrer Ideologien an.

 

Feudal
Nach 500 Jahren kapitalistischen Handels, nach 200 der maschinellen Produktion und ein paar Jahrzehnten der elektronischen Wirtschaftsorganisation ist Schule mitten in Demokratien immer noch feudal organisiert. Sie untersteht in Deutschland nicht gewählten Bezirksregierungen,
kennt Staatsdiener, besoldet und befiehlt von oben nach unten.

 

Fibel
Schulbücher und Schulfibeln sind ein Riesengeschäft für einige Verlage. Mehr nicht!

 

Finanzierung
Rechtskräfte investieren zuletzt in Bildung. Brauchen sie sie überhaupt?

 

Schule verbessert sich nur durch die Verbesserung derer, die in ihr lernen. Die die Mittel für die Bildung verteilen, sehen keinen einzigen Grund auch nur einen Cent mehr auszugeben.

 

Die ständig die Gelder in der Bildung rekrutieren, setzen auf das Potential derer, die eine bessere Bildung schaffen.

 

Finden
„Finden aber heißt: frei sein, offen stehen, kein Ziel haben“.
Hermann Hesse

 

Fit For Life
Fit for Life bedeutet in Deutschland fit für Kita, Schule, Hochschule und die Arbeit.

 

Fließbandarbeit
„Lernen braucht keine „Taylorisierung“, kein Zerlegen der Arbeit wie bei der industriellen Fließbandarbeit.“
Wolf Weipert, deutscher Lehrer und Gewerkschaftler

 

Lernen ist ein ganzheitlicher individueller und immer gemeinschaftlicher Vorgang.

 

Flüchtlinge
„Ich kenne Schule von meinem Land so: Wenn du in Schule erfolgreich bist, ist das gut. Wenn du Probleme hast, hilft dir die Lehrerin. Warum ist das bei euch anders?“
Tareq Altaaba

 

Große Unternehmen drohen nicht nur mit Flucht, um keine Steuern zu zahlen.
Bürger können nicht ernsthaft mit Flucht drohen.
Und sie werden gegen die aufgehetzt, dir vor Tod und Verhungern flüchten.
nach Herbert Renz-Polster

 

Fördermaßnahmen
„Inklusive Momente als Lernschritte sind keine Meilensteine auf einem vorgezeichneten Weg, die sich durch Fördermaßnahmen schneller erreichen ließen. Sie sind nie der nächste Schritt, der didaktisch planbar wäre und unter Begleitung schon etwas vor seiner ‚natürlichen‘ Zeit möglich wird.“
Andrea Platte, Franz Kröning unter Berufung auf Wygotsky

Förderung
„… dass wir unter allen Umständen die Forderung der gleichmäßigen Förderung aufgeben müssen, und dass wir an ihre Stelle die Forderung der höchstmöglichen Förderung jeder einzelnen Begabung zu setzen haben.“
J. Kühnel 1954

 

Sprachhemmendes, wenig förderndes Verhalten sind Nachsprechen lassen, auf Fehler hinweisen, fehlender Blickkontakt, kritisierende, gut gemeinte Bemerkungen und Reizüberflutung durch ‚Konsumieren‘“
Sabine Schäfer, Sprachheilpädagogin

 

Forderungen
Das sind die ältesten Forderungen seit Bestehen der heutigen Schule an die Schule: Einheitsschule -
Arbeitsschule – Gemeinschaftsschule. Heute heißt das: Abschaffung des gegliederten Schulsystems, eine Schule für alle - Nicht unter-richten, sondern jedes Kind bestimmt das eigene Lernen - Nicht Weltanschauungen, Besitz und Religionen bestimmen, sondern alle haben Teil in der Schule für Alle!

 

10 Forderungen an die Bildung (Student*innen der Uni Bremen im Mai 2016):
Bessere Förderung der unteren Schichten - Mehr außerschulisches Lernen - Mehr Motivation, mehr Spaß beim Lernen - Anpassung der Sprache der Lehrer an die Alltagssprache der Kinder - Die Inhalte beim Lernen in den Vordergrund stellen - Das Positive, nicht die Fehler bewerten - Demokratische Kontrollinstanzen für eine Schulentwicklung mit Bürgerinitiativen, Kindern und Jugendlichen und Projekten der Menschen einrichten - Schüler*innen die gesellschaftlichen Möglichkeiten zur Teilhabe besser aufzeigen - Nicht mehr nach Lehrplänen lernen lassen, mit individuellem Lernen anfangen - Nicht für Staat, Schule oder Lehrer agieren, sondern im Interesse der Schüler*innen.

 

Form und Inhalt
Es reicht nicht an Schulen demokratische Formen zu lehren. Du kannst demokratische Inhalte leben und lernen.

 

Forscher
‚2014 sind bereits 25.000 Kitas als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert‘.
Herbert Renz-Polster

 

Fortbildung
Lehrer*innen und Schulleiter*innen werden gecoucht. Es besteht die Gefahr des Übercoaching.
Wir brauchen Menschen, die selber denken und mit einander reden.

 

Schule wird immer wieder zu Verbesserungen nach vorne gezwungen, weil „das Alte“ nicht so oft als „richtig“ anerkannt werden kann.

 

Noch immer und wieder werden Schulleitungen und Kollegien „Fort“-Bildungen „vorgesetzt“, die hinten und vorne nicht zur Wirklichkeit von Kita und Schule passen.

 

Fort-Bildung
Moderne schulische Erziehung bildet fort
von der Liebe zu den Menschen und der Welt

 

Fortschritt
In Schule gibt es einen sichtbaren Fortschritt. Aber alles Neue muss erfunden, erprobt und durchgesetzt werden. Da macht auch das Alte mit. Es tritt in neuen Kleidern, Worten und Taten auf, um erhalten zu bleiben.

 

Alles erlebt Fortschritt, Demokratie, Kapital Macht und Menschenrechte.

 

Fort-Schritt
Es stimmt nicht, dass Dinge schlechter werden! Alleine am Beispiel der Schule kannst du spätestens alle 50 Jahre den Fortschritt nachweislich messen.

 

Fragen
Immer neue Fragen sollen dich von den eigenen abbringen. Übt das eigene Fragen!

 

Was hat Schule gegen den Moloch Medienindustrie zu bieten? Weder Wissen lehren noch Lernen in qualifizierten Fächern reichen. Sie kann nur die Immunität zum Selberfragen und Hinterfragen lernen lassen.

 

Nicht lehren was man für wichtig hält. Mit den Fragen und Bedürfnissen der kooperierenden Menschen lernen, was ihnen und dir wichtig ist.

 

Wenn Karl Popper aus der Schule kam, fragte seine Mutter nie: „Warst du brav in der Schule?“, sondern: „Hast du eine gute Frage gestellt?“
Zitiert nach Esther Dreiner u.a. In: Lebensfreude, Schöningh

„Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken, eines fremden Tages in die Antwort hinein.“
Rainer Maria Rilke 1903

„Nicht hunderttausend Materialien verbessern mein pädagogisches Handeln, sondern dass ich die Kinder frage.“
Lehrerin aus Oberösterreich

 

Es gibt leider Eltern und Lehrer*innen, die unter Hilfe verstehen, die Fragen der anderen selbst zu formulieren und die richtigen Antworten gleich mit zu geben.

 

Immer wieder „warum?“ fragen …. Selber fragen“.
Hans Freudenthal, dänischer Mathematiker 1980

 

„Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt. Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte, der dem Leben zu antworten - das Leben zu ver-antworten hat.“
Viktor Frankl, Wiener Psychologe“

 

Das Auge schläft, bis der Geist es mit seiner Frage weckt.“
Loris Malaguzzi, Reggio-Pädagogik

 

Nicht einer Ideologie folgen. Selbst die eigene Wahrnehmung überprüfen.

 

Fragen der Kinder
Nicht die Lehrer*innen sollen die demokratischen Antworten auf die Fragen der Kinder geben. Die Kinder lernen selbst ihre „richtigen“ Antworten. Das ist im Alltag der Schule lernbar.

 

Demokratie und Freiheitswille ermöglichen die eigenen Fragen zu formulieren. Werden sie in Schule gef