Walter Hövel

 

ABC für Lehrer*innen
Ein pädagogisches Wörterbuch für Jung und Alt
Zugehört - Gedanken und Zitate über viele Jahre gesammelt - Praxis gedacht und gemacht – gezweifelt - schlau und faul gewesen – verändert – Vorschläge

 

 

 

Im Original wird jedes(!) Zitat von einem Bild begleitet. Sie sind zu vier Fünftel Bilder aus 20 Jahren Harmonie.

 

Abhängigkeit
Das Schlimme ist nicht, dass sich nicht jeder Lehrer auf jeden Lernenden einstellen kann, sondern dass die Lernenden sich auf jeden Lehrer einstellen müssen.

 

Unser Gehirn wird schon lange beeinflusst, zum Beispiel durch Bilder in der Werbung oder mit chemischen Substanzen“
Christian Ruff, Schweizer Hirnforscher Mai 2017

 

Abitur
Die statistischen Zahlen der Deutschen mit Abitur schwanken zwischen 20% und über 50%. An der Grundschule Harmonie gingen zwischen 1994 und 2014 60-75% der Kinder „gymnasial“ ab. Das Ziel sind 100% Abiturienten in Deutschland!

 

Ablehnung
Viele, oft stille Ablehnungen der Schule haben auch mit der Erfahrung von Proleten und Bauern zu tun, die dort die Bevorzugung von Industrie, Medien und Staat erfuhren.

 

Ablösung
Die Aufgabe des Lösungsprozesses, der in Bindungsprozessen immer stattfinden muss, wird gerne auf die Kinder abgeschoben. Was aber, wo die Helikoptererwachsenen den Steuerknüppel nicht loslassen?

 

Abneigung
„Wir stellen eine wachsende Abneigung gegen die Schule fest, und zwar besonders in Problemgebieten.“
Roger Fauroux, französischer Minister 1997

 

Abrichten
„Die alte Arbeitswelt der oft gleichförmigen Dienstleistungsberufe, auf die uns die Schule noch immer abrichtet, bröckelt dahin“
Richard David Precht

 

Sie waren hungrig, hatten aber keinen Appetit“
Michael Köhlmeier

 

Abschreiben
„Abschreiben, nachplappern oder kopieren macht vielleicht Mönche, Bürokraten oder Unterrichter.“
Andriana Mylchyk

Abstimmen
Im Kollegium der Grundschule Harmonie wurde nicht abgestimmt. Alle erklärten, was sie aus der gemeinsam erarbeiteten Haltung heraus tun würden. So entstand der Maximalkonsens aller und verhinderte den üblichen Minimalkonsens, mit dem du in Schule alles verhindern kannst.

 

Die Demokratie … beruht keineswegs allein auf Abstimmung ..., sondern grundlegend zuerst auf Übereinstimmung hinsichtlich des Unabstimmbaren …“
Adolf Arndt, deutscher Künstler

 

Die Zeiten einer Mehrheitsdemokratie sind vorbei. Sie unterdrückt Minoritäten.

 

Abwerbung
Wie viele Menschen schaffen kein Abitur, brechen ihr Studium ab, werden von Privatschulen oder
von der Industrie und ihren Stiftungen abgeworben, bevor sie jemals Lehrer*innen würden?

 

Achtung
„Achtung der Unwissenheit, der Wissbegierde, der Misserfolge und Tränen und des Eigentum des Kindes.“
Janusz Korczak

 

ADHS
„ADHS gibt es nicht. ADHS ist keine Krankheit. Das Gehirn reagiert normal. ADHS ist nur für alle bequem.“
Gerald Hüther, Hirnforscher 2013

 

Akademikerhaushalte
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt‘s sich ungeniert. „Deutschland ist mit den USA (beide 85%), Österreich (90%) und Italien (93%) bei den ersten zehn Ländern der Welt mit Sprösslingen aus Akademikerhaushalten“ (OECD-Bericht 2018)

 

Alternative
Du kannst selber lernen, dass rechte Alternativen keine sind.

 

So viele alternative Fakten vertragen die alternativen Faktenmacher nicht, denn Kapitalismus und Vergangenheit sind zwar Fakten, aber nicht unsere Alternative.

 

Anachronismen der Macht
„Bis 1918 war die Lehrerausbildung der Gymnasiallehrer an Universitäten und der Volksschullehrer an Lehrerseminaren vollkommen verschieden“ (wikipedia)
Noch heute werden Lehrkräfte für Kindergärten, Grundschulen, getrennte (!) Schulen für 11 bis 16/17jährige, für Sonder- und Förderpädagogik (!), Oberstufen, Berufsschulen, Betrieben, Hochschulen und Universitäten verschieden an fast immer getrennten Orten ausgebildet.

 

Analphabeten
2018 können in Deutschland 7,5 Millionen erwachsene Menschen nicht oder nicht ausreichend lesen und schreiben. Das sind weit über 10 %.
Laut UNESCO haben weltweit mindestens 750 Millionen Erwachsene keine grundlegenden Lese- und Schreibkenntnisse. Auch das sind weit über 10 % der Weltbevölkerung.

 

Andere Sprache
„Wie nützlich ist es dann und wann, wenn man eine andere Sprache kann“
Heinz Erhard

 

Ändern
„Man kann nicht etwas ändern, ohne alles zu ändern“
Martin Buber
Politik, Presse und Schule suggerieren etwas anderes.

 

Ästhetik

 

Die Ästhetik scheint älter, archaischer, aber weniger bekannt und demokratisiert ... wir sollten sehr vorsichtig mit ihr umgehen.

 

Eine Mail braucht Sekundenbruchteile. Ein guter Song dauert einige Minuten. Ein guter Film zwei Stunden. Das Malen eines Bildes ein oder zwei Tage. Ein guter Urlaub drei Wochen. Eine Sonnenumkreisung ein Jahr. Die Grundschule Harmonie gab es 20 Jahre! Demokratie ist kein Konzept, kein Programm. Demokratisches Lernen ist menschliche Ästhetik!

 

Andere
Manche sagen, „Es geht uns viel zu gut“. Dabei geht es uns „nur“ besser als den anderen Menschen auf der Erde. Uns muss es nicht schlechter gehen, sondern den anderen so gut wie uns.

 

Anders
Grundschule Harmonie: Kinder sind der eigene Mittelpunkt. Sie entscheiden und organisieren ihr eigenes Lernen selbst. Kinder entscheiden selbst in welcher jahrgangsgemischten Klasse sie sind. Wir können ihre Klassenzugehörigkeit nicht ändern. Wir lassen keinen Rassismus oder Auswirkung der Armut zu. Demokratie, Autonomie und Selbsteinschätzung arbeiten gegen Gleichgültigkeit. Abhängigkeiten werden in Frage gestellt. Entscheidungen bleiben aber bei den Kindern. Das Primat der Präsentation macht selbstbewusst. Tests und Noten gibt es nicht. Verstecken gab es im Schulgelände immer. Das Selbstentscheiden der Kinder schützt sie. Lehrer*innen schützen mit ihrer Professionalität.

 

Lebe so wie du denkst. Sonst wirst du irgendwann so denken wie du lebst“
Präsident von Uruguay

 

Anfangen
Wenn du vor lauter Veränderungswünschen in der Bildung nicht weißt, wo du anfangen sollst, fange selber bei dir und den Verhältnissen an. Nicht bei „deinen“ Kindern oder Mitmenschen.

 

Anti-Demokraten
Anti-Demokraten wollen ihre Freiheit gegen Demokratie für alle stellen; nur noch ihre Wahrheit hören: das Ende des Wohlfahrtsstaates; eine superreiche „kognitive Elite“, die fernab des Rests des Volkes lebt; die Alternative ihres totalen finanziellen Sieges oder des weltweiten Zusammenbruchs, den sie als Profiteure überleben; Steuern nur die Bürgern zahlen lassen, damit sie Straßen, Krankenhäuser, Pflegeheime und Schulen finanzieren. Sie wollen nicht Faschisten genannt werden.

 

Arroganz
Arroganz ist eigentlich Latein. Es setzt sich zusammen aus „ar“, was „für“, „herbei“, und „rogare“, was „bitten, ersuchen, bittend verlangen“ heißt. Vielleicht kommt es auf die Richtung an. Mit Schule wird das „von oben nach unten“ manifestiert.

 

Aggression
Sich selbst besser einschätzen können, über sich selbst Bescheid sagen können, sind Mittel gegen Aggression.

 

Aktiv und passiv
Er [der Lehrer] muss passiv werden, damit das Kind aktiv werden kann
Maria Montessori

 

Akzeptanz
Du überzeugst als Lehrer*in Kinder nur, wenn du deiner Würde nichts geschehen lässt.

Alternative Realität
„Behauptung ist nicht Beweis.“
William Shakespeare, englischer Dichter

 

Alles
„Omnes omnia omnino“
J. A. Comenius, Prager Pädagoge

 

Alltag
Mind the gap between teachers and students. School is a Tube.

 

Was ich am liebsten an meiner Schule mag (Ein 6jähriges Kind der Grundschule Harmonie):
„Ich mag die Drehräder im Matheraum, mit denen man die Schule ausmessen kann. Draußen mag ich am liebsten den Balancierbalken. Wir haben eine Druckerei, dort kann man seine Geschichten drucken. Ich drucke da immer schöne Bilder. Annalena und ich gehen gerne auf den Speicher. Dort gibt es gute und schlechte Geister. Die Schlechten jagen uns Angst ein, und die Guten begleiten uns durch den Speicher. Bei uns heißt die Nachmittagsbetreuung FLieG. Warum das so heißt, weiß ich nicht. FLieG ist toll, weil ich dann mit Pepe, unserer FLieG-Lehrerin, basteln kann. Rechnen tu ich am liebsten mit dem Papa zu Hause. Im Musikraum bin ich ganz oft. Manchmal bekommen wir Ärger, weil wir zu wild sind. Aber beim Theaterspielen ist man halt manchmal wild. Wenn der Musikraum besetzt ist, gehen wir auch schon mal in die Bücherei. Dort gehe ich auch hin, wenn ich meine Ruhe haben will. Dann guck ich mir ganz lange die Bücher an. Am Teich spiele ich, dass da Delfine und Robben und Seepferdchen drin sind. Manchmal gebe ich ihnen zu fressen oder springe auf einen Delfin, um mit ihm eine Runde durchs Wasser zu tauchen. Das spiele ich natürlich nur. Wenn ich in der Schule oder auf dem Gelände unterwegs bin, fallen mir immer tolle Sachen ein. Dann gehe ich in den Kunstraum und male ein Bild dazu. Was macht ihr denn so in der Schule?“

 

Altes und Neues
Neue Techniken verbünden sich gerne mit alten Gedanken, damit sie anerkannt werden.
So lernen Menschen auf alte Weise Neues.

 

Weinkenner müssen nicht jeden Wein probieren, nur weil ihnen der Schlauch bekannt
vorkommt
.

 

Analphabetentum
„Unser wahres Analphabetentum ist nicht das Unvermögen, lesen und schreiben zu können, sondern das Unvermögen, wahrhaft schöpferisch tätig zu sein. Das Kind besitzt diese schöpferische Fähigkeit. Das scheinbar analphabetische, scheinbar unwissende Kind ist gar nicht unwissend und kein Analphabet, sondern ein schöpferisch Wissender und wird erst durch unser Erziehungssystem zum wahren, zum schöpferisch Unwissenden degradiert.“
Friedensreich Hundertwasser, Wiener Künstler

 

Über 300.000.000 Kinder auf der Welt gehen nicht zur Schule.

 

Anfang
Du hast keinen anderen Anfang als den gegebenen.

 

Wenn wir einen “Beschluss“ fassen, sind wir dem „Schluss“, dem Ende, dem Alten, sehr nahe. Wenn wir etwas erreichen wollen, fange einfach von vorne an. Wir nennen es „Anfangen“. So, angefangen, findest du besser Anschluss bei dir selbst, den anderen und dem, was du suchst.

 

Anspruch
Haben Sie schon einmal selbst einen Witz, ein Experiment oder eine Theorie erfunden? Von Kindern verlangen wir das.

 

Allgemeinbildung
Noch vor hundert Jahren kamen viele junge Menschen aus proletarischen und bäuerlichen Verhältnissen. Sie waren bürgerlich und menschenrechtlich schlecht gebildet. Durch ihre Volksbildung außerhalb der Schule aber profitierte auch der Mittelstand. Nun wird die Allgemeinbildung immer demokratischer, individualistischer und akademischer, aber Schule bildet auch immer mehr für die führende Industrie aus.

 

Antisemitismus
„Der Antisemitismus ist das Merkzeichen einer zurückgebliebenen Kultur“
Friedrich Engels

 

Alternative Lösungen
„Viele sind offenbar so sehr auf festgelegte Strukturen „gedrillt“, dass ihnen alternative Lösungen suspekt erscheinen!“
Björn Schneider, Student der Uni Bremen 2016

 

Altersmischung
In meinen 30 Jahren Grundschule waren die Grundschulkinder vom 1. bis 4. Schuljahr 4 bis 14 Jahre alt.

 

Jahrgangsklassen wurden eingerichtet, damit junge Männer nach Abschluss der Schule gemeinsam zu Militär gehen konnten. Es ist normaler in einer Altersmischung zu lernen.

 

Jahrgangsübergreifendem Lernen muss aufgrund der positiven schulischen Erfahrungen ein großes pädagogisches und didaktisches Potenzial zugesprochen werden“
Wissenschaftliche Expertise des Grundschulverbandes erstellt von Prof. Dr. Ursula Carle und Heinz Metzen 2014

 

Andere
„…als menschliche Wesen haben wir nur die Welt, die wir zusammen mit anderen hervorbringen - ob wir die anderen mögen oder nicht."
Maturana/Varela, chilenische Biologen

 

Lehrer*innen und Erzieher*innen lernen von Kinderärzten, Hirnforschern, Familientherapeuten, Psychologen, Philosophen, Künstlern, Theatermenschen … und Kindern.

 

Angebot
Unser Ziel ist nicht Menschen zum richtigen Denkenden zu erziehen. Wir können ein menschliches und demokratisches Empfindenden anbieten.

 

Angst
Wenn Angstbürger fordern, man müsse Rücksicht nehmen auf die, die Angst haben vor denen, die von woanders zu uns kommen, bekomme ich Angst vor denen, die schon hier sind.

 

Nur wenn dich die Angst, die die Rechtskräfte schüren, nicht ansteckt, wächst die Kraft der Menschen.

 

Immer wenn „die Deutschen“ noch mehr Angst bekommen als sie eh schon haben, bekomme ich mehr Angst vor diesen „Deutschen“.

 

Habe keine Angst davor Angst zu haben.“ (Don’t be scared to be scared)
Thanks to Yoko Ono

 

Redet mit Kindern, hört ihnen zu. Lasst sie von ihren Ängsten, ihren Überforderungen und Träumen erzählen.

 

Ich verstehe meine Kolleginnen und Kollegen Schulleiter nicht. Sie haben immer so viel Schiss in der Hose.

 

Angsterleben
„Als Entstehungsvariablen konnten u.a. demütigende und wenig unterstützende Verhaltensweisen des Lehrers aufgezeigt werden ( Jacobs & Strittmatter 1979). Die Lehrer-Schüler-Beziehung kann direkten Einfluss auf das Angsterleben des Kindes oder Jugendlichen nehmen“  (Rankl 1994, S. 104). 

 

Anpassung
Kaum ein an Schule angepasster Mensch veränderte das Sein der Menschen.

 

Antireformkräfte
„Wer lernt, kann auch lehren“

 

Antwort
„Unsere Antwort wird mehr Offenheit und mehr Demokratie sein“
Jens Stoltenberg, Ministerpräsident Norwegens 2011

Arbeitslos
„E pluribus unum (Aus vielen eines; Englisch: One from many)“ steht im offiziellen Dienstsiegel und Hoheitszeichen der USA. „Unem“ heißt auf Spanisch „arbeitslos“.

 

Arbeitslos darf kein Lebenslos sein.

 

Arbeit und Leben
„Lebe ich um zu arbeiten oder arbeite ich um zu leben - ?“
Hannes Hövel

 

Wieso soll ein Kind den ganzen Tag in KiTa oder Schule sein? Warum soll ein Mensch den ganzen Tag oder nachts für Geld arbeiten? Wieso sollen wir fünf oder mehr Tage in der Woche zum „Lebensunterhalt“ arbeiten? Warum sollen wir für andere arbeiten bis wir 65 Jahre alt sind? Menschen wurden niemals dazu geboren Sklaven, Bauern, Arbeiter oder „bezahlte“ Arbeitskräfte zu sein. Sie lernen und tun mehr für sich selbst in Freiheit.

 

Arbeit und Lernen
Wir sollten unsere Lernarbeit sichtbarer machen. Wer immer gesehen wird, sieht sich selbst. Wer selbst gesehen wird, sieht auch andere. Es ist und wird deine eigene Arbeit.

 

Arbeit und Sinn
Viele Menschen an der Grundschule Harmonie arbeiteten ohne Bezahlung, ohne Verdienst oder für sehr, sehr wenig Geld. Anderen besorgten wir Krankengeld und Rentenanspruch.

 

Kinder werden für ihre Arbeit in Schule, Kita und Hochschule nicht bezahlt. Frauen oder Männer nicht für ihre Hausarbeit. Nur im Beruf oder bei Militär wird gezahlt. Daraus entsteht Abhängigkeit. Aber Arbeit ohne Bezahlung? Eine gute Versorgung aller ist eine Konsequenz!

 

Arm
„Arm ist nicht wer zu wenig hat. Arm ist, wer nicht bekommt, was er braucht.“
Mahatma Gandhi, indischer Staatsmann

In Deutschland sind über 15% aller Kinder arm. „Die im Dunkeln sieht man nicht“.
Bertolt Brecht und Kurt Weill, Dreigroschenoper

 

Arme und Reiche
Wie kommt es, dass Reiche mehr klagen als Arme?

 

Armut
„Die bürgerliche Gesellschaft wird nie reich genug sein, die Übermaße der Armut und die Erzeugung des Pöbels zu steuern“
Georg Friedrich Wilhelm Hegel (1770-1831) in seiner „Rechtsphilosophie“

 

Je mehr es Dinge in der Welt gibt, die man nicht tun darf, desto mehr verarmt das Volk... Je mehr Gesetze, umso mehr Diebe und Räuber.“
Laotse, 6. oder 4. - 3. Jh. v. d. Z., chinesischer Philosoph

 

Falsche Ernährung, fehlende Bewegung, Mobbing, soziale Benachteiligung, religiöser Fanatismus, Lernen für den Test, Konsumverhalten, elektronische Manipulation, rechte Politiker … sind echte Probleme. Unser größtes Problem aber, auch in Deutschland, ist die Armut.

 

Arme Menschen schämen sich zuerst für ihre Armut.

 

Wir leben in einem der reichsten Ländern der Welt“
Mein Nachbar

 

Armutszeugnis
Welch ein Armutszeugnis sich der deutsche Staat jeden Tag ausschreibt. Sie loben und erhalten ihre „Förder“schulen, weil sie so „viel besser sind“ als ihre „Regel“schulen.

 

Armut und Bildung
Armut ist keine eigene „Schuld“, „Strafe“ von Konsum und Kapital oder Dummheit nicht „die Strafe“ Gottes. Adel brauchte Religion und dumme Menschen, die ihnen folgten. Kapitalismus aber braucht gebildete Menschen und leider auch verschiedene Armut um existieren zu können.

 

Arbeiterklasse schreibt Arbeiten in der Schulklasse. Die anderen, die privaten Schulen bezahlt die herrschende Klasse für die eigenen Kinder aus ihrer Portokasse. Diese, wie alle anderen Kassen füllen die, die in der Regelschule Klassenarbeiten schreiben.

 

Armut und Demokratie
Die Frage der Demokratie wird sich daran entscheiden, ob es gelingt die Armut abzuschaffen. Das geht über und vor Bildung, Inklusionsdenken und demokratisches Handeln.

 

Demokratie begegnet Armut, Unbildung, Macht und Gewalt. Wer das nicht will wendet sich gegen Demokratie. Sie ist aber nicht mehr mit einem Umsturz abschaffbar. Demokratie muss – wie Sand – Stück für Stück beseitigt werden. Aber so bauen wir sie –immer wieder, - und weiter auf.

 

Auf lange Sicht war eine hierarchisch geordnete Gesellschaft nur auf einer Grundlage von Armut und Unbildung möglich.“
George Orwell

 

Armut und Macht
Ein gegliedertes Schulsystem will das Unten und Oben.

 

Schulische Bildung und berufliche Qualifikation sind eine Grundlage für die Teilnahme und Teilhabe am Abbau der gesellschaftlichen Macht- und Herrschaftsverhältnisse.

 

Schulische Bildung und berufliche Qualifikation sind die Grundlage für Teilhabe am Arbeitsmarkt und der beste Schutz gegen Arbeitslosigkeit und Einkommensarmut.“
Dritter Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung 2008

 

Armut und Reichtum
„Armer Mann und reicher Mann. Standen da und sah‘n sich an. Und der Arme sagte bleich: Wär‘ ich nicht arm, Wärst du nicht reich“
Aus einem Kindergedicht von Bertold Brecht 1934

 

Armutsfalle: Schulbeginn überfordert Zehntausende Familien finanziell“
Schlagzeile Kurier 31.8.2017

 

Schule überfordert Kinder der Reichen psychisch, die Armen und deren Kinder psychisch, bildungspolitisch und finanziell.

 

Armut kann im Rahmen der bestehenden Gesellschaftsordnung nicht durch einen sich vermehrenden Reichtum beseitigt werden.“
Prof. Christoph Butterwegge, Uni Köln

 

Das reichste Prozent der Welt besitzt weit mehr als die restlichen 99 Prozent. 8 Menschen besitzen so viel Vermögen wie die Hälfte der Welt, also mehr als drei Milliarden von uns. (Quellen Oxfam 2017)

 

Aufgabe von Schule
Seit es Geld und Macht gibt kaufen sich die Reichen Fabriken, Verwaltungen, Wissenschaft, und Staaten kaufen Arbeiter*innen, Fachleute und neue Intelligenz. Sie „besorgen“ sich ihre neuen Menschen samt Kindern in anderen Ländern und Kontinenten. Die Aufgabe von Schule ist eine dreifache: Sie muss die Kinder der Reichen als zukünftige Herren erziehen, die Qualifikation der eigenen Unterschichten mehren und die „eingekauften“ neuen Arbeitskräfte so schulen, dass sie ihre neue Arbeit lernen und in der neuen Gesellschaft leben können.

 

Aufeinandertreffen
In der Schule treffen die Natur des Systems und die Natur des Menschen immer wieder aufeinander.

 

Auffallend
Ist es nicht auffallend, dass unsere Gesellschaft und ihre Kinder von elektronischen Medien beherrscht werden und es in der Schule seit Jahrzehnten nicht gelingt deren Benutzung zu lehren? Haben Lehrer*innen und Schule mal den richtigen Riecher??

 

Aufmerksamkeit
„Wir widmeten…den Behinderungen unserer Patienten viel zu viel Aufmerksamkeit und beachteten viel zu wenig, was intakt oder erhalten geblieben war.“
Oliver Sacks, englischer Autor und Neuropsychologe

 

Die Methode der Interiorisation kennt willkürliche und unwillkürliche Aufmerksam. Du brauchst sie zur Konzentration auf etwas, was du lernen willst. Und das ist durch Handlung lernbar.

 

Ausbildung
Hochschule kann nicht auf eine unbekannte eigene Praxis theoretisch vorbereiten. Das Lernen der Menschen ist zu vielfältig und komplex.

 

Ausbildungsschulen
„Praktika“ alleine lösen nichts! Am permanenten Studieren an Ausbildungsschulen führt kein Weg vorbei.

 

Aushalten
Bürgerliche Mütter hielten das freiere Lernen aller Kinder aus, als sie sahen, dass es ihren eigenen Kindern besser ging als an anderen Schulen

 

Kinder lernen in ihrer frühen Kindheit sich selbst auszuhalten, wenn ihre persönlichen Kompetenzen sich um ihre sozialen erweitern.

 

Ausländer
Da alle Menschen aus Ländern kommen, sind alle Menschen Ausländer.

 

Je mehr Kindergärten, Schulen und Universitäten du im In- und Ausland gesehen hast, umso mehr verstehst du, was du selbst tust.

 

Aussehen
Regierungen entscheiden wie Schulen aussehen.

 

Aussteiger
Aussteiger sind Gesellschafts-, Bildungs-, Schul-, Studien-, Berufs- und Pensionsaussteiger.

 

Authentität
„Esch saren wat esch mejn, jonn esch och dodraan kapott.“ (Ich sage was ich meine, gehe ich auch daran kaputt)
Trude Herr

Autismus
Viele Menschen lernen sehr schnell sich an das anzupassen, was wir „Umwelt“ nennen. Diesen Prozess muss jedes Kind durchlaufen, um lebensfähig zu werden.

 

Wir müssen uns anpassen oder die Welt verändern. Dabei lauern einige auf die Chance der Veränderung der Welt. Wenige passen sich scheinbar nie an. Andere lernen, wann sie sich wie die Mehrheit verhalten und wann der Mensch etwas Eigenes sein muss.

 

Jeder Mensch begreift als Kind die Welt „autistisch“, um dann „erwachsen werdend“ von ihr erfasst zu werden.

 

Jeder Mensch wird „als Autist“ geboren. Dann sozialisieren wir, indem wir ein eigenes System des Verstehens der Welt und unser selbst aufbauen.

 

Autonomie
„Dass ein selbstgesteuertes autonomes Lernen nicht nur Zielperspektive, sondern Grundvoraussetzung ist.“
Falko Peschel, deutscher Pädagoge

 

Unsere finnischen Kolleg*innen erzählten, dass sie bei internationalen Vergleichsarbeiten die Kinder – wie sonst auch – im Team arbeiten ließen. Die englischen Kolleg*innen erzählten, dass sie jedem Kind hierbei die Aufgabenstellung so lange erklären, bis sie sie verstanden hatten. Die meisten deutschen Lehrer*innen übten vorher die Aufgabenstellung und die Lösungen. Die finnische Methode setzt auf die Kinder. Sie sind erfolgreich. Die englische setzt auf Erwachsene, deutsche Schule auf Unterricht. Englische und deutsche Lehrer*innen sind weniger erfolgreich.

 

Autoritär
„Die Autorität des Lehrers schadet oft denen, die lernen wollen.“
Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.)

 

Autoritätsduselei ist die Grundlage der Schule. Freiheitsliebe die Grundlage des Lernens.

 

Backlash
Der gegenwärtige autoritäre Backlash unserer Gesellschaft zu einem nationalistisch, rassistischen Denken, hängt auch damit zusammen, dass nicht Kinder mit Kindern leben, sondern Erwachsene und ihre Schulen in ihrem alten Denken erziehen.

 

Superman und die Freiheitlich Demokratische Grundordnung des Grundgesetzes wurden gegen die Nazis erfunden.

 

Der Staat erlaubt es sich, sich von denen wählen zu lassen, die über 10 Jahre ihrer Kindheit und Jugend verpflichtet waren von ihm erzogen zu werden. Zumindest würde ich vom Staat in Schule und Bildung erwarten, dass er mehr Demokratie wagt.

 

Die zukünftige Realität wird eh anders als deine heutige Utopie. Also pass dich an, verstehe das Neue und fordere, fordere, fordere!

 

Jeder Schweizer Bürger hat sein eigenes Gewehr im Schrank. Wer sich den Kämpfer im Schrank hält, muss seine Männer im Alltag domestizieren. Und damit fangen wir in Familie, Kindergarten und Schule an.

 

Die Forderungen werden von jenen höher geschraubt, denen zu wenig -für ihren Vorteil - geleistet wird.

 

Sie wollen noch mehr von unserer Zeit, noch mehr Selbstoptimierung und eine effektivere Ausbildung - ohne die bewusst leer gehaltenen öffentlichen Kassen für Bildung und Schulen zu füllen. Unsere Antwort ist das Offene Lernen, die Öffnung der Gehirne und Schulen, damit etwas bei uns reinkommt.

 

Die Verquickung von technischer Fertigkeit und „realistischem Sich-um-sich-selbst-kümmern-Wollen“ einerseits mit der sturen Weigerung andererseits, die Wirklichkeit geistig zu erfassen, ist genau das Klima, in dem faschistische Bewegungen gedeihen.“
Adorno 1949

 

Backlashtaktik
Angesichts der Realität des Kapitalismus werden alte Erziehungsmethoden wieder ausgegraben und „für das Volk“ in ängstliche Fragen verwandelt: Erziehe ich mein Kind zu selbständig, zu verständnisvoll, zu freundlich, zu pazifistisch, zu demokratisch, etc.?

 

Bänke
Die Regierungsbank tuschelt, feixt, quatscht, hört nicht zu und guckt in das Handy. Welch ein Vorbild für die Schulbank!

 

BAFöG
Ich habe als „Arbeiterkind“ mein BAföG noch nach meinem 50sten Geburtstag mit monatlich 50 DM zurückzahlen müssen. Ich habe meinen Berufseintritt noch über 20 Jahre lang bezahlen müssen.

 

Bauhaus
In der Bauhauspädagogik gossen Künstler ihr Können in ein Lernkonzept. Es wurde nicht umgekehrt versucht Menschen in ein Konzept zu zwingen. Sie formten den Inhalt ihres Erfolgs in eine Form alternativen Lernens. Diese gestaltenden Menschen hießen u.a. Henry van de Velde, Walter Gropius, Gertrud Grunow, Lyonel Feininger, Johannes Itten, Helene Börner, Josef Albers, Paul Klee, Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer, Lucia Moholy, László Moholy-Nagy, Lilly Reich, Joost Schmidt, Marianne Brandt, Alfred Arndt, Gunta Stölzl, Ludwig Mies van der Rohe und viele andere mehr. Miro sagte, „man solle Bauhaus denken und sich vom Konzept nicht einengen lassen“. Wer heute wie ein Künstler denkt, wird durch Re-Formen von Schule und Bildung gebremst. Daher musst du „das
Bauhaus“ selber denken und machen!

 

Bedürfnisse
Die eigenen Bedürfnisse, die der Kinder, die inneren der Institutionen und die äußeren der gesamten Gesellschaft, also der Menschen sehen!

 

Hat die Gesellschaft ein … Bedürfnis, so hilft das der Wissenschaft mehr voran als zehn Universitäten:“
in heftiger Abwandlung eines Zitats Friedrich Engels (das Wort „technisches“ entfällt)

 

Die Schulen, so wie sie heute sind, sind weder den Bedürfnissen des jungen Menschen, noch denen unserer jetzigen Epoche angepasst.“
Maria Montessori, italienische Pädagogin und Ärztin

 

Selbstverwirklichung und die Suche nach Freiheit sind Urbedürfnisse der menschlichen Entwicklung und des menschlichen Lernens.

 

Beeinflussung
"Du brauchst keinen Lehrer, der dich beeinflusst. Du brauchst einen Lehrer, der dich lehrt, dich nicht beeinflussen zu lassen."
Dalai Lama, tibetanischer Mönch

 

Begabung
Erst begriff ich, dass Behinderungen gemacht werden. Verstehe ich jetzt, dass Begabungen auch machbar sind?

 

Heute gelingt es Schule schon ab und zu den Werdegang eines Kindes zuzulassen. Bald wird gute Schule versuchen jedes Kind seinen Werdegang erkennen zu lassen. Und dann wird sie lernen müssen, jeden dieser Wege bis zur Exzellenz zu fördern.

„Du musst als Lehrer damit rechnen, dass mindestens zwei deiner Schüler intelligenter sind als du selbst“
Jürgen Reichen, Schweizer Pädagoge

 

Jeder Mensch ist begabt.“
Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft

 

Der Weg zur Anerkennung der Begabung aller führt über die Verwirklichung von Menschlichkeit, Freiheit und Autonomie beim Lernen.

 

Begabung und Bildung
Es sind übrigens alle Menschen begabt, aber nicht alle werden begabt.

 

Die Schule für Alle wird jede Begabung finden und fördern müssen.

 

Schule muss begabter werden.

 

Fördere jeden Menschen auf Verdacht.“
BMW-Film „Homo sapiens“

 

Wenn mehr als ein Drittel des Volks dumm gehalten wird, nützt bei fehlender Bildung zur Intelligenz alle Begabung wenig.

 

Jeder Mensch erlernt seine „Gaben“. Gesellschaft entscheidet über die „Begabungen“.

 

98% aller Kinder kommen hochbegabt zur Welt, am Ende der Schulzeit sind es nur noch 2%.“
Erwin Wagenhofer - http://www.alphabet-derfilm.at/

 

Begeisterung
Be inspired to inspire others.

 

Begreifen
Manche Dinge begreifst du nur, wenn du älter bist. Andere nur, wenn du jünger bist.

 

Die Mehrzahl hat in der Schule das auswendig gelernt ohne zu begreifen. Einige haben Materialien be-griffen. Nur einige haben eigene Begriff begriffen

 

Be-greifen
Greifen – Begreifen – Begriff - Sprach-Bildung. Nicht nur Montessoripädagogik

 

Begriffe
Der Begriff der „antiautoritären Erziehung“ wurde erfunden, um eine autoritäre Erziehung besser begründen zu können. Nun erfolgt der nächste Angriff auf unsere demokratische Entwicklung. Neue Begriffe werden erfunden wie „wohlwollende Vernachlässigung“ oder „wieder Erwachsensein“.

 

Begründung
Die UNO, das Grundgesetz, die Menschenrechte, die Rechtsprechung, das Wissen um Menschlichkeit stehen auf der Seite aller Demokraten!

 

Behaviorismus
„Tatsächlich werden in Deutschland Erziehungsratschläge bis heute gerne mit Theorien des Behaviorismus begründet“
Herbert Renz-Polster

 

Beherrschung
„Beherrschen, was sonst mich beherrscht.“
Paul le Bohec, französischer Pädagoge

 

Behindert
„Nicht die Menschen sind behindert, Menschen werden behindert.“
Ingrid Körner

 

Es hilft zu wissen, dass ich selbst und jede*r behindert ist.

 

Don‘t always be sorry“
Mutter eines behinderten Kindes

 

Nehmen wir die Schlange, ein Tier ohne Arme und ohne Beine. Lebt sie deswegen in einem speziellen Behindertengebüsch? In einem Ghetto-Wald mit anderen Handicap-Tieren? Nein, sie lebt ganz normal gemeinsam mit anderen Tieren mit Vierbeinern, Vögeln und Mäusen. Letztere hat sie sogar zum Fressen gern.“

 

Gert Becker, Kölner Kabarettist

 

Beibringen
„Man kann niemandem etwas beibringen“
Gerhard Hüther, Hirnforscher

 

Beißen
Ursachen für Beißen nach D. Gutknecht 2014:
- Erkundung der Welt mit dem Mund – nicht ausreichende mundmotorische Erfahrungen – Zahnen – Erfahrung von Kausalität – Selbstwirksamkeit – Aufmerksamkeit – enge und fehlende Rückzugsmöglichkeiten – Bedrängung – zu viele Spielsachen – zu viele Eindrücke – zu stressiger Tagesablauf – zu langes Warten – Müdigkeit – Hunger – Langeweile – fehlende Sprache – Emotionen, Frust, Ärger – hohe Anspannung – Angst

 

Beeinflussung
Versuche ruhig weiter das Handeln anderer zu beeinflussen. Sie werden dich enttäuschen.

 

Begreifen
Erst wenn Lehrer*innen begreifen, was sie jeden Tag Kindern antun, begreifen sie, was ihnen angetan wird.

 

Begreifen wir von Generation zu Generation mehr?

 

Was habe ich davon, wenn ich behaupte, junge Menschen denken nicht mehr über (ihr) Leben nach? Ich kann es nur mit ihnen tun.

 

Belastung
„Die Belastung als Lehrerin belastet mich mehr als die Arbeit mit den Kindern“
Carolina Oslath

 

Kinder werden von Erwachsenen immer belastet. Wenn Kinder erwachsen werden, erleichtern sie sich, indem sie wieder ihren Kindern die ihnen gebliebenen Lasten aufbürden. So lernen Menschen sehr langsam und vorsichtig.

 

Belastete Eltern belasten ihre Kinder, aber psychisch kranke Eltern sind eine besondere Belastung für sie.

 

Belehrung
Belehrung entleert sogar bereits vorhandenes Können.

 

Ich bin immer bereit zu lernen, aber nicht immer, mich belehren zu lassen.“
Oscar Wilde

 

Lass mich lernen, lehre mich nicht“
Pädagogische Weisheit

 

Wagenschein hat … ausführlich dokumentiert, wie sich Kinder zwischen 7 und 11 Jahren auf ihre Weise (und nicht ausführlich belehrt) der Physik annähern.
Zitiert nach Angela Glänzel in Fragen und Versuche 2018

 

Beliebigkeit
Ein häufiges Argument zur Rettung hergebrachter Pädagogik, ist die Warnung vor der „Beliebigkeit“. Dabei ist der Kern des Wortes nicht nur die „Liebe“, sondern Hirnforschung weist auf die Beliebigkeit des Lernens.

Belohnung
„Belohnung“ wegen guten Lernens ist wie noch ‘n Löffel, wenn man satt ist.

 

Beratung
In der Beratung von Familien, Kindern oder Eltern nicht immer wissen was richtig ist. Aber Ahnung musst du haben.

 

Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst. (Regula Aurea)

 

Wenn in einer Beziehung mit Kindern, die/der eine mehr berät und der/die andere mehr erzieht, kannst du nur raten nicht zu erziehen.

 

Die einen beraten Menschen, die anderen Systeme.

 

Berufsleben
„Das Problem schlecht auf das Berufsleben vorbereiteter Jugendlicher, rührt übrigens nicht daher, dass die Lehrer nichts taugen oder die heutige Generation nicht hart genug angefasst wird, wie manche hilflose Seelen behaupten.“
Herbert Renz-Polster

 

Berufspraktika für Grundschüler
Immer mehr Grundschüler*innen sahen ihre Eltern nicht mehr arbeiten. Für einige Schüler*innen konnten wir Praktika bei ihren Eltern oder Verwandten organisieren. Andere arbeiteten in der Schule und machten Besuche an verschiedensten Arbeitsplätzen.

 

Besserungsanstalt
Schule wird „zu einer Art Besserungsanstalt“ umgebaut
Richard Münz, Soziologe

 

Besten
Die besten Lehrer*innen gehören in Kindergarten und Grundschule (Skandinavische Weisheit)

 

Bestimmung
Reformpädagogik wollte „Bildung“ verbessern. Heute geht es nur noch darum Bildung zu bestimmen.

 

Betrügen
Wer, wenn nicht die Schule und Erziehung, lehrten uns Abschreiben, Vorsagen und Pfuschen.

 

Bewegen
Bewegen ist Lernen und keine Pause vom Stillsitzen.

 

Menschen sollen sich entspannen, bewegen, laufen. Schulen und Hochschulen aber schreiben das Schön-Brav-Still-Sitzen und Konzentriert-Lernen als Regel vor. Gute Grundschulen und fast alle Kindergärten kennen diesen Zwang nicht mehr.

 

Lernsätze der Hirnforschung und Pädagogik: Lernen ist Bewegung. Denken und Bewegung sind eins.

 

Bewerten
„Die höchste Form menschlicher Intelligenz ist die Fähigkeit, zu beobachten ohne zu bewerten.“
Jiddu Krishnamurti, indischer Philosoph

 

Beziehung
Beziehung ist etwas, was ich auf beiden Seiten (!) nie weiß.