Kampf
Es ist ein Kampf mit mir selbst. Dabei sollte ich doch das Kämpfen aufhören.

 

Kanzel der Belehrung
„Schule ist die Kanzel der Belehrung durch die Lehrer*innen“
Otto Herz

 

Kapitalismus
Das ist Kapitalismus. Von der Gesellschaft erarbeitete Unsummen verschwinden einfach. Wo ist der Reichtum unserer Gesellschaft? Wo sind die jährlichen Gewinne der Konzerne?

 

Seit 1989 der „reale Sozialismus“ besiegt wurde, gibt es fortan mehr Krieg, mehr Klimakollaps, mehr Reiche, mehr Arme, mehr Nationalisten und mehr Rassismus.

 

Wenn „Demokratie“ mit Nazis geht, ist Kapitalismus der CDU und FDP wichtiger.

 

Ein Staat, der immer zu Wirtschaft und Banken hielt, geht nicht plötzlich auf díe Seite der Bevölkerung.

 

Was wollen sie, Kapitalismus ist doch okay, wenn sich alle an die Regeln halten. Ach so, Herr Tönnies ist Chef eines Fußballbundesligaclubs, ißt mit den örtlichen CDU-Vorsitzenden zu Abend und zahlt Steuern. Alle großen Supermärkte verkauften sein Fleisch.“ (Erfundene Worte der Wahrheit von Walter Hövel)

 

 

 Das Schwungrad des Kapitalismus darf nicht weiter überdrehen! 

Wolfgang Schäuble, CDU

 

Sie hassen nicht den Montag, sondern den Kapitalismus!“

 

US-amerikanischer Graffitispruch

 

 

Kapital und Wissenschaft
„Wir können die Welt ändern oder wir können die Welt gestalten aufgrund von Management, ein bisschen Wissenschaft und Kapital.“Manager wie Bill Gates.“
zitiert nach Thomas Gebauer, deutscher Gesundheitsexperte

 

Kassenlage
Eingestellt wird an Kitas, Schulen und Unis „nach Kassenlage“ aus „Portokassen“.

 

Katholisch
„Ich bin anti-klerikal und als Rheinländer von Geburt katholisch“

 

Kategorischer Imperativ
Der Satz, dass du niemanden etwas zufügst, was du nicht willst, dass es dir selbst zugefügt wird, ist der kategorische Imperativ von Kant.

 

https://www.kinderzeitmaschine.de/neuzeit/absolutismus/lucys-wissensbox/philosophie-literatur/kant-oder-was-ist-der-kategorische-imperativ/

 

Keine Absicht
Ein Problem vieler Erzieher*innen und Lehrer*innen ist selbst nicht zu wissen was sie tun, und nicht zu sehen was sie nicht können.

 

Kennen
Müssen Lehrer*innen und Erzieher*innen alles kennen, um alles zu können oder alles können, um Kinder zu kennen?

 

Kern
Ein Kollegium sollte sich auf einen gemeinsamen Kern erlernbarer Haltung und Handlung verpflichten, die in allen Lerngruppen praktiziert wird. Dies sind zum Beispiel „Das Erzählen und das Schreiben eigener Texte als Grundlage des Sprachlernens“, „Alle müssen innerhalb des Zehnersystems mit Materialien tauschen lernen“, „In Englisch lernen die Kinder wirklich Englisch zu sprechen“, „Der Klassenrat organisiert und bestimmt die Arbeit aller“, „Die Frage des Kindes ist Ausgangspunkt des Lernens“, „Eigene Wahrnehmung und Ästhetik sind immer Bestandteil des Lernens“, „Das Kind entscheidet was es, wann, mit wem und wie lernt“, „es wird regelmäßig draußen gelernt“, …

 

Ketten
„Wir haben nichts zu verlieren als die Ketten unserer Arbeit“ (Karl Marx)

 

Kinder
„Kinder sind ungehorsam, frech, abenteuerlustig, verträumt, wirklichkeitsfremd, undiszipliniert, unvorsichtig, schalkhaft, maßlos, impulsiv, rauflustig, unordentlich, respektlos.“
Henning Köhler, deutscher Heilpädagoge

 

Aus dem Protokollbuch der Frühkonferenz der Grundschule Harmonie 2007: Kinder machen Unordnung, gucken Löcher in die Luft, haben Angst, verstopfen Klos, bilden Gruppen, suchen falsche Freunde, lassen Grundfertigkeiten vermissen, drücken sich, lassen Müll liegen, können nicht richtig schreiben, laufen weg, bauen Mist, verstehen Gespräche nicht, sind unruhig, sie haben Bauchweh, wenn sie etwas nicht können,…

 

Kinder haben Rechte, daher können sie nur Recht haben.

 

Ich konnte schon früh zeichnen wie Raphael, aber ich habe ein Leben lang dazu gebraucht, wieder zeichnen zu lernen wie ein Kind.“
Pablo Picasso, spanischer Maler

 

Kinder sind von Natur aus neugierig, interessiert an der Welt und an den Sachen, die sie umgeben. Sie haben Forscherdrang. Sie wollen den Dingen, die um sie herum sind, auf den Grund gehen…
Sie wollen Antworten finden auf Fragen, die sie sich selbst stellen im Kontakt mit Alltagsphänomenen, auf Fragen, die sich im Umgang mit den Dingen einfach so ergeben.“
Heintz 2008

 

Pänz sin fresch un Kinde han Jlück“
Trude Herr

 

Kinder als Tyrannen
Diesen Spruch heute zu zitieren ist so dumm wie er alt ist. Kinder werden nur ihren Erwachsenen ähnlicher:
„“Die Kinder von heute sind Tyrannen. Sie widersprechen ihren Eltern, kleckern mit dem Essen
und ärgern ihre Lehrer.” (
Sokrates 470-399 v.d.Z.)

 

Kinderaufbewahrung
Es ist schon ein Problem, dass die jungen Lehrer zu wenig wissen und die Wissenden zu alt sind… vielleicht geht es zu Vielen zuerst um „artgerechte“ Kinderaufbewahrung und nicht ums Lernen.

 

Kinderautor*innen

 

Der Vorsitzende lässt Kinder Artikel schreiben. Er sieht sie aber nicht als Autor*innen.

 

Kinderfähigkeiten
Nicht „wie ein Kind“ oder „Kinder kennen“, sondern die Fähigkeit eines Kindes behalten.

 

Kinder-Garten
Friedrich Fröbel erkannte schon 1840, dass Lernen als kindereigenes Spielen und Forschen auch und gerade außerhalb des „Kinderhauses“ stattfand. Der Begriff des „Kindergartens“ wurde so geprägt.

 

Kinder kennen
Müssen Lehrer*innen und Erzieher*innen alles kennen, um alles zu können oder alles können, um Kinder zu kennen?

 

Kinderparlament
Die Gefahr ist eher, dass die einstündige Kinderparlamentssitzung so etwas wie eine Folge einer Soap „Kinderparlament“ wird. Viele, Kinder und Erwachsene, spielen „Demokratie“. Es ist wichtig, dass Urabstimmungen, Meinungsbefragungen, Statistiken und Gesprächen in Institutionen, in Kinderräte und Versammlung kommen. Autonomie braucht Kreisläufe, Spiralentwicklungen,Realität und Lebensfreude.

 

Es soll über das eigene Lernen gesprochen werden und nicht über Ausflüge und Wandanstriche.

 

Die Beschlüsse eines Kinderparlaments müssen genauso gelten wie die Beschlüsse der Lehrer*innen oder Eltern.

 

Kindertagesstätten
Wenn Lehrer*innen, egal an welcher Schule, etwas lernen wollen, sollten sie schauen, was Erzieher*innen ohne Unterricht, Schulbücher und Noten in Kindertagesstätten jeden Tag machen.

 

Erstaunliche Dinge passieren, wenn du einen Kindergarten in einem Altenpflegeheim eröffnest: http://wef.ch/2kmiADY

 

Die Arbeit von Kindergärten, Instituten, Hochschulen der sozialen Arbeit, Stiftungen und Vereinigungen der Kinder-, Jugend- und Familienpsychologen leisten heute oft mehr Innovationsarbeit als das staatliche Schul- und Hochschulwesen.

 

2018 fehlen 300.000 Plätze in Deutschlands Kindertagesstätten.

 

Kinder und Demokratie
„In meinem Kindergarten sind keine Ausländer, nur Kinder“
Kind

 

Kinder und Erwachsene

Wir erlauben den Kindern nicht sich zu organisieren, wir missachten sie, vertrauen ihnen nicht, sind unwillig und nachlässig.“

 

Janusz Korcak

 

Kinder und Politik
2019 beginnt selbst eine mediale Öffentlichkeit zu erkennen, dass Unter-16jährige eine politische Meinung haben.

 

Kinder über Stress
Was stresst? (Kinderparlament der Grundschule Harmonie Ende 2002):
Lärm, Lautstärke und Zanken mit Geschwistern (81%)
Trennung oder Streit der Eltern (79%)
Hausaufgaben, zu viele Hausaufgaben, zu wenig Zeit zum Spielen (60%) (Die Kinder der Grundschule Harmonie bekamen von der Schule keine Hausaufgaben)
Gestresste Lehrer (60%)
Wenn man etwas nicht sofort kann, wie Querflöte oder Fußball (60%)
Jungs (56%)
Wenn man nicht richtig mitkommt und denkt man ist schlecht (45%) (Es gab keine Noten, keinen Unterricht im Schulalltag)
Zu wenig Platz (39%)
Mädchen (35%)

 

Ich bin nie gestresst 29% - Ich bin oft gestresst 15-25% - Ich bin manchmal gestresst 50%
„Stress“ heißt „genervt sein“, „etwas stört“, „Angst haben “ oder „traurig sein“

 

Kinderrechte
Alle Kinder sind Menschen! Kinderrechte und Menschenrechte sind identisch!

 

Lehrer*innen, die immer nach dem Rechten schauen, machen Kinder, die ihre Rechte nicht kennen.

 

Alles andere als Gleichberechtigung ist Diskriminierung.“
Volker Beck, Bundestagsabgeordneter

 

Die volle Entfaltung des Kindes mit Rechten der Freinetpädagogik: Jedes Kind hat das Recht auf die maximale Entfaltung aller in ihm angelegten Möglichkeiten. Es hat das Recht auf Genuss und Vergnügen. Es hat das Recht auf Selbständigkeit und Verantwortung. Es braucht das Erlebnis des Erfolgs. Es hat das Recht auf Irrtum. Es hat das Bedürfnis, erfinderisch und kreativ zu sein, sich auszudrücken, mit anderen zu kommunizieren, nach ästhetischen Empfindungen.

 

Freinetpädagogik: Das Kind hat das Recht auf seine Umwelt Einfluss zu nehmen. Das Kind hat das Recht weder indoktriniert noch konditioniert zu werden. Das Kind hat das Recht Kritik zu üben. Das Kind hat das Recht am Berufsleben teilzunehmen, bevor es selbst in die Produktion eingespannt wird. Die Kinder haben das Recht sich demokratisch zu organisieren, um für die Respektierung ihrer Rechte und die Verteidigung ihrer Interessen einzutreten.

 

Schulrecht, Lehrerrecht, Elternrecht und - Kinder recht freundlich.

 

Die Bestimmung der Inhalte und Form des Lernens sind unveräußerliches Recht der Kinder.

 

Das Kinderrecht der Freiheit ist jedoch schwer umzusetzen, da der institutionelle Rahmen von Schule in Deutschland diese Freiheit stark einschränkt.“
Christian Baumann, Student der Uni Bremen 2016

 

Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit.“
Deutsches Grundgesetz

 

Kinder, wie andere Menschen, haben das Recht, Menschen mit denen sie nicht lernen wollen, abzuwählen.“
Frühkonferenz der Grundschule Harmonie

 

Kinder haben das Recht zwischen Kinderverhalten und Erwachsenenentscheidungen jederzeit zu wechseln.

 

Ab wann kann ein Kind sich aufsetzen, laufen, reden, sich anziehen, ernähren oder einen Vortrag halten? Ein Mensch ist sie, er oder es immer.

 

Kinderrechte von Janusz Korczak
„Kinder haben wie wir das Recht auf Mittelmäßigkeit und Genialität.“
„Das Kind hat das Recht auf seinen eigenen Tod.“
„Das Kind hat das Recht auf den heutigen Tag.“
„Das Kind hat das Recht so zu sein wie es ist.“
„Kinder haben ein Recht auf überschaubare und überschreitbare Grenzen.“
„Verbote sind Mauern des Misstrauens.“
„Kinder werden nicht erst zu Menschen – sie sind bereits welche.“
„Die Aufgabe der Pädagogik ist es, das Kind den Erziehern gewachsen zu machen.“
Korczak zu einem Erzieher, der von einem Kind enttäuscht war: „Hattest du Trottel vergessen, dass das Menschen sind, mit denen du zu tun hast?“
„Ihr sagt: Der Umgang mit Kindern ermüdet uns. Ihr habt Recht. Ihr sagt: Denn wir müssen zu ihrer Begriffswelt hinuntersteigen. Hinuntersteigen, uns herab neigen, beugen, kleiner machen. Ihr irrt euch. „Nicht das ermüdet uns, sondern dass wir zu ihren Gefühlen. Empor klimmen müssen. Empor klimmen, uns ausstrecken, auf die Zehenspitzen stellen, hinlangen. Um nicht zu verletzen.“
„Es gibt das Recht des Kindes auf demokratische Institutionen für das Gemeinschaftsleben: Parlament, Kollegialgericht, Privateigentum, öffentliche Meinungsäußerungen, …“

 

Kindertag
Erst wenn wir einen Kindertag einführen, beginnt ihre Anerkennung als Menschen.

 

Kindertheorien
„Nicht mehr das lernende Kind hat sich auf die „lehrenden“ Lehrer einzustellen, sondern der Lehrer lernt sich auf den Standpunkt des Kindes zu begeben, um diesem in der Entfaltung seiner eigenen Theorien weiterzuhelfen.“
Ellen Mützelfeldt, Gesamtschullehrerin in Niedersachsen

 

Das ist pädagogisches Ernstnehmen! „Jedes Kind hat eine eigene Theorie von Wissen im Kopf. Dieser singulären Welt des Kindes steht die „reguläre Welt“ des Wissens gegenüber. Wenn die beiden Welten sich im gleichberechtigten Dialog gegenüber stehen, bleibt z.B. das mathematische Selbstbewusstsein des Kindes erhalten. Es ist bereit auch andere Theorien anzunehmen und seine Welt immer wieder durch die Sprache umzustrukturieren.“
Urs Luft, Peter Gallin, Angela Glänzel-Zlabinger

 

Kinder und Erwachsene
Unsinnige Alternativen:
- Eltern sollen sich wie früher wieder wie Erwachsene benehmen und Kinder konsequent erziehen
- Andere gehen ins Mittelalter zurück und wollen Kinder wie Erwachsene sehen und behandeln
Beide „Lösungen“ ignorieren unsere gesellschaftliche Entwicklung. Kinder und Erwachsene sind heute bereits in ähnlichen Positionen. Beide müssen lernen und sich auf immer Neues einzustellen. Kinder sind dabei in der Doppelrolle „Kind“ sein zu müssen und eine nicht gekannte Verantwortung für sich selbst zu tragen. Kinder werden mehr Rechte haben als jemals zuvor. Erwachsene werden lernen Kinder als Menschen zu respektieren.

 

Kinder selbst tun lassen, mit Kindern etwas tun und selbst ohne Kinder handeln.

 

Wie wir die Kinder sehen, hat nichts mit dem zu tun, wie Kinder sind.“
Herbert Renz-Polster

 

Kinder und wie sie selbst sein wollen
„Nett - ein gutes Herz haben - selbst Vorbild – hilfsbereit - ein guter Vater - eine gute Mutter – sportlich - ein guter Mensch – Künstler – verständlich - verstehend – mitfühlend sein - Spaß haben - trösten können - andere nicht auslachen - andere nicht äußerlich und innerlich verletzen - nett sprechen – schenken - froh sein - verlieren können - helfen - gute Teamarbeiter - Außenseitern sein - helfen - fröhlich sein - wissen, wann ich Quatsch mache - ein guter Freund sein.“ (Kinder der Grundschule Harmonie 2010)

 

Kinderuni
An der Grundschule Harmonie war das wichtigste Lernen das eigene. Kinder entschieden was, wann, wie, mit wem und wann sie arbeiteten. Sie lernten den eigenen Arbeitsauftrag im Kreis zu formulieren. Aber alle 14 Tage gingen sie für einen Tag bis zu drei Tagen bei anderen lernen. Dies konnten andere Kinder, Lehrer*innen und andere Erwachsene der Schule, Eltern oder andere Menschen aus der Region oder Gäste, die da waren, sein. Die Kinder suchten sich aus zu welchen Themen und Menschen sie gingen. Andernfalls arbeiteten sie an ihrem eigenen Thema weiter. So erweiterten wir das Lernprogramm um das erreichbare Expertenwissen. Dies war ein Beschluss des Kinderparlaments und schulprogrammatisch verpflichtend.

 

Kinder verstehen
„Es ist einer der bösartigsten Fehler anzunehmen, die Pädagogik sei die Wissenschaft vom Kind – und nicht zuerst die Wissenschaft vom Menschen.“
Janusz Korczak polnischer Arzt und Pädagoge

 

Wenn ein Kind nicht arbeitet, hat es immer einen vernünftigen Grund dafür!

 

Wenn du ein Kind verstanden hast, kannst du danach vielleicht das nächste Kind verstehen. Wenn du dich selbst verstehen würdest, verstehst du noch lange kein Kind. Arbeite daran, dass jedes Kind seine Dinge, auf seine Art, mit seinen Mitteln und Freunden, also selbstbestimmt lernt. Wenn ein Kind sich dann selbst versteht, können Viele sich selbst verstehen.

 

Kinderverhalten
Menschen verhalten sich systemintelligent. Kinderverhalten durchblickt Erwachsene.“
Rainer Schmidt, deutscher Pfarrer und Tischtennisspieler

 

Kinder verstehen
„Keiner darf zurückbleiben.“ Aber viel zu viele Kinder tun dies! „Warum macht ihr das nur, Kinder?“

 

Kinderwissen
Was Kinder wissen könnten
DIE USA gibt es noch keine 250 Jahre. Davon lebten sie nur 17 Jahre in Frieden! Alle US-Präsidenten führten während ihrer Amtszeit mindestens einen Krieg, oft mehrere, unter anderen gegen und in:
Ägypten, Afghanistan, Albanien, Algerien, Angola, Antigua, Argentinien, Australien, Bahamas, Beringmeer, Bermuda, Bolivien, Brasilien, Britisch Guayana, Bulgarien, Chile, China, Costa Rica, Deutschland, Dominikanische Republik, Drummond-Inseln, Ecuador, El Salvador, Fidschi-Inseln, Formosa, Frankreich, Ghana, Goa, Grenada, Griechenland, Grönland [Dänemark], Großbritannien, Guatemala, Haiti, Hawaii, Honduras, Indonesien, Irak, Iran, Island, Jamaika, Japan, Jemen, Johanna-Insel (östlich von Afrika), Jordanien, Kambodscha, Kanada, Kariben, Kolumbien, Kongo, Korea, Kosovo, Kuba, Labrador, Laos, Libyen, Marokko, Marquesas-Inseln, Mexiko, Neufundland, Neu Granada, Niederlande, Niederländisch-Guayana, Nicaragua, Niger, Österreich, Oregon, Pakistan, Peru, Panama, Paraguay, Philippinen, Puerto Rico, Russland, Samoa, Serbien, Somalia, Sowjetunion, St. Lucia, Spanien, Seychellen, Sumatra, Surinam, Syrien, Tripolis (Berber), Trinidad, Tschad, Türkei, Uganda, Ukraine, Uruguay, Vietnam, Zentralafrikanische Republik, Zaire und viele (!) andere mehr.
2015 führen sie nach eigenen Angaben in folgenden Ländern Krieg: Afghanistan, Irak, Syrien, Somalia, Jemen, Kuba, Niger, Tschad, Uganda, Ägypten, Jordanien, Kosovo, Zentralafrikanische Republik und Tunesien.
Es gibt nur zehn Länder, die als frei von Konflikten gelten: Costa Rica, Panama, Mauritius und Schweiz, Uruguay, Botswana, Chile, Japan, Vietnam und Katar.
Costa Rica, Panama, Mauritius, Liechtenstein, Tuvalu, Vanuatu, bedingt Kanada, sind die Länder auf der Welt, die keine Armee oder „Schutzmacht“ haben.
Russland, die Philippinen, Indonesien, Kanada, die USA und China haben die meisten Gebiete anderer Völker besetzt. In Deutschland sind anerkannte Sprachen: Sorbisch, Dänisch, Friesisch, Romanes und Jiddisch. Zudem gibt es sehr viele Sprachen, die als „Dialekte“ bezeichnet werden.

 

Kinder zu Erziehung
Die wichtigsten Eigenschaften von Erwachsenen in der Erziehung: Einfach nett sein - Vorbild sein, Liebe zeigen können, Zeit haben - Beschützen, Spielen, „Mama sein“ - Geduld, Fürsorge, Lustig sein, Loslassen können - Mitfühlen, Trösten und Sport - Hilfsbereitschaft, Knuddeln, die Welt zeigen, Verstehen, Beachten, Helfen, Mittoben, Trennung vermeiden, „Papa sein“, ernst nehmen, Ideen haben. (Kinder der Grundschule Harmonie 2010)

 

Kindeswohl
Es ist zu Recht Gesetz auf das Kindeswohl jedes Menschen zu achten!

 

Jedes Kind hat das Recht auf Entwicklung und Entfaltung seiner Persönlichkeit, auf gewaltfreie Erziehung und auf besonderen Schutz vor Gewalt, Ausbeutung und Vernachlässigung. Die staatliche Gemeinschaft schützt und fördert die Rechte des Kindes und trägt Sorge für kindgerechte Lebensbedingungen.“
Artikel 13 der Verfassung von Berlin

 

Alle 13 Minuten muss ein Kind aus der Familie genommen werden.

 

Marco Reus, SOS Kinderdörfer Deutschland

 

 

Kindheit
„Die Kindheit wurde schon immer verzweckt.“
Herbert Renz-Polster, Kinderarzt

 

Kinder brauchen Kinder.“
Remo Largo

 

Kinder machen oft „das Falsche“, weil sie etwas nicht ertragen.“
Remo Largo

 

Die meisten Menschen legen ihre Kindheit ab wie einen alten Hut. Sie vergessen sie wie eine Telefonnummer, die nicht mehr gilt.“
Erich Kästner

 

Aber statt es unsere Wege zu lehren, lasst uns ihm Freiheit geben, sein eigenes kleines Leben nach seiner eigenen Weise zu leben. Dann werden wir, wenn wir gut beobachten, vielleicht etwas über die Wege der Kindheit lernen“
Maria Montessori, italienische Ärztin und Pädagogin

 

Kindheit, eigene
Wer mit Kindern arbeitet, sollte so viel wie möglich über die eigene Kindheit wissen.

 

In meiner Kindheit war ich ganz durcheinander und konnte mich sehr langsam oder wenig als ein selbständiger Mensch entwickeln. Ich war wie ein Wassertropfen außerhalb des Ozeans Erst als ich erwachsen wurde und selbst darüber entscheiden konnte, was ich wollte und wie ich es wollte, war es für mich möglich, mich als Mensch weiter zu entwickeln und zu entfalten. Ich bin wieder das gesprächige, fröhliche und neugierige Kind, von dem meine Mutter mir erzählte. Deswegen, die Antwort zur Frage „Wie kann man vermeiden, dass ein Wassertropfen austrocknet?“: „Wirf‘ ihn ins Meer. Denn, in seiner natürlichen Umgebung wird er nie austrocknen.“
Elisabeth Naranjo Martinez, Kuba und Uni Bremen 2014 

 

Gute“ Lehrer*innen sollten wissen, was sie selbst für eine Kindheit hatten und was sie prägte.

 

Kindheit heute
„Das Kind ist nicht ‚nur Objekt‘, sondern eine Persönlichkeit mit einer eigenen Vorstellungskraft.“
Carlina Rinaldi, italienische Erzieherin, Reggio/Emilia

 

Erwachsene müssen sich zum lebenslangen Lernen entscheiden. Das Kind aber muss „eine erwachsene Entscheidung treffen, um die innere Bereitschaft für Bildung und Erziehung selbst herzustellen“
Wilhelm Rotthaus

 

Kinder können mehr, besser und anders lernen. Sie sind noch nicht erwachsen. Aber sie müssen heute viele erwachsene Entscheidungen treffen.

 

Kindheit morgen
„Die Kinder werden uns die Erde wegnehmen, werden unsterbliche Bäume pflanzen“
Nazim Hikmet

 

Kirche
Alle (eigentlich anti-kirchlichen, zu „christlichen“) Geistlichen vor Ort haben das freie Konzept der Grundschule Harmonie über 10 Jahre bis zu ihrer eigenen Versetzung und Vertreibung unterstützt. Beides mussten viele von uns erst einmal lernen.

 

Kirche und Militär
„Schule hat zwei Eltern, die Kirche und das Militär“
Otto Herz

 

Kirche, Militär und Schule.
Wenn die preußische freiwillige Unterordnung evangelisch ist und die dümmliche Obrigkeitshörigkeit katholisch, so sind ihre Ursachen religiöse Kirchen. Ohne „alles“ bleiben immer noch Militär und Schule.

 

Klappe halten!
Und wird es noch so „in“ gemacht.Ich halte nicht die Klappe!

 

Klasse
Das gilt für Bankengründer, Bankmanager, Hinterbänkler und Menschen in der Schulbank:
Wenn deine Klasse ihre schützende Hand von dir nimmt, bist du schnell verurteilt.

Und ganz am Schluss bleibt jenen Bildungsbürgern kein Argument zur Aufrechterhaltung ihrer Privilegien, als dass sie nicht wollen, dass ihre Kinder mit den Kindern der Ausländer und Prols in die gleiche Klasse gehen.

 

Die Welt bleibt eine Scheibe der Schichten, solange es Unter-, Mittel- und Oberschichten gibt. Nicht umsonst gibt bei uns es die Schule mit und für Klassen.

 

Mindestens ein Drittel unserer Schülerinnen und Schüler kommen aus Unterschichten. Wie viele von ihnen konnten oder können Lehrerinnen oder Lehrer werden? Lehrer sind in der Regel Mittelschichtler. Wer von ihnen versteht Kinder und Jugendliche, in ihrer Mehrheit oder gar insgesamt? 

 

Klassenkampf
Klimaschutz ist Klassenkampf“
der Freitag

 

Klassenrat
Der Kreis der gleichberechtigten Versammlung ist das Wichtigste in der Schule. Jedes Kind hat das Recht nicht am Kreis teilzunehmen.

 

Durch die Selbstbestimmung der Themen und Inhalte, kooperative Arbeitsorganisation und individuelle Lernformen der Kinder im täglichen Klassenrat entwickeln und vermitteln sich enorme Lernkompetenzkräfte.

Ein demokratisches Prinzip, das auch für Lehrer*innen im Klassenrat gilt: Ein Mensch, eine Stimme.

 

Demokratie darf nicht die Macht der Mehrheit über die Minderheit sein. Redet so lange mit einander bis alle Interessen verwirklicht werden können. Die einzige unverzichtbare Orientierung ist die Einhaltung der Menschenrechte.

 

Der Klassenrat ist Handlungskonzept, Strategie der eigenen Führung, Ausgangspunkt einer demokratischen Haltung, Zentrum der Entwicklung aller Kompetenzen, Garant des selbstbestimmten Lernens. Der Klassenrat ist entscheidend!

 

Klassenrat ist das Herz, die Seele, die Mitte. Der Klassenrat ist kein Mittel zur Konfliktlösung, wenn Lehrern nichts mehr einfällt. Der Klassenrat plant, organisiert und bestimmt das eigene und das gemeinsame Lernen.

 

Der Klassenrat ist der Ort des gleichberechtigten Zusammentreffens von Kindern und Erwachsenen. Hier gehen die Kinderinteressen vor.

 

.“Wie Bauern schließen sie sich zusammen um gemeinsam Fragen … zu besprechen. Die Struktur ist nicht von Konkurrenz oder von Gewinnmaximierung geprägt. ... Man hilft sich gegenseitig - kooperiert miteinander.“ (Jürgen Göndor)

 

Beim Klassenrat geht es nicht darum, ob er psychologisch-amerikanisch oder selbstverwaltend-europäisch ist. Es geht darum, ob er eine Quasselbude ist, oder ob in ihm Kinder und Jugendliche das eigene Lernen bestimmen.

 

Den Kindern das Wort geben.“ (Freinet) „Der Klassenrat ist für uns Herzstück der Klasse. Der Klassenrat ist Kernstück demokratischer und kultureller Schulentwicklung. Lehrkräfte können in die Welt der Kinder und ihre Sichtweisen eintauchen. Über die Gestaltung und Organisation des Lernens wird gesprochen.“
GGS Kippekausen

 

Klassenraum
Ich erlebte wie Lehrer*innen versuchten sich durch Schließen der Klassenraumtür der Demokratie zu entziehen.

 

Mittel zur Transparentmachung des Klassenraumgeschehens sind Hospitationen, offene Türen, das ständige Miteinanderreden, unangekündigte Besuche der Eltern und ihre Mitarbeit, Materialien, die bei anderen ausgeliehen werden müssen, „Spionieren“ und andere Formen des Lernens der gesamten Schule, alle Flure und Räume und den Außenbereich zum Lernort machen.

 

Klein
Kinder sind Menschen, keine „kleinen Persönlichkeiten“.

 

Klientel
Es gibt zu viele „Wissenschaftler*innen“, die glauben, dass Kinder zu widersprüchlich sind, um „richtig“ zu lernen. Sie fordern mehr Wissenschaft. Andere glauben, dass Lehrer*innen einfach lernen müssen besser zu erziehen und zu unterrichten. Beide nennen Kinder gerne „ihre Klientel“ und begreifen Menschsein nicht.

 

Klima
Kinder und Jugendliche bieten den erwachsenen Menschen immer noch ihre Kooperation an.

 

Lerne, oder du stirbst.

 

Klimawandel
Harald Lesch zum Klimawandel: "Meine Generation hat vollständig versagt„.
Ich beziehe diesen Satz auch auf Armut, Bildung, Erziehung, Politik und Wirtschaft

 

Klimaschutz
Den machte Heinz Erhard für die CDU:„Gott hat die Welt aus Nichts gemacht“, so steht es im Brevier, nun kommt mir manchmal der Verdacht, er macht sich nichts aus mir...

 

Was erlaubt ihr euch?“
Greta Thunberg

 

Klirren
Klirrendes Glas versetzt mich hilflos in den Zustand der lähmenden Angst. Ist es diese blanke Gewalt von Nazis?

 

Klopapier
Die Militärs erklärten unseren Vorfahren, dass sie beim Anlegen von Vorräten Klopapier horten sollten. 200 Jahre später funkttioniert es.

 

Klugheit
In der Geschichte der Schule haben immer Erwachsene entschieden, was Kinder lernen, nie die Kinder. Nur kluge Pädagog*innen haben mit den Kindern gemeinsam entschieden.

 

Wie im Fall der Schule wählt die Gesellschaft nicht ihre beste oder klügste Lösung.

 

Kluge Menschen schreiben auf, was ihnen wichtig ist. Sie schreiben auf, was sie schon wissen oder was sie lernen wollen.

 

Klugscheißer
Beweise anderen nicht, dass du es besser kannst. Finde die guten Absichten der anderen und unterstütze sie.

 

Knecht
„Ein Lehrer sollte kein Knecht sein, sonst macht er aus dem Schüler einen zweiten Knecht“
Jean-Jacques Rousseau

 

Können

Einige würden gerne tun was andere können, andere lassen andere tun was sie können. 


„Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“
Antoine de Exupérie

Leider haben das viele „Aus“bildende an Schulen, Unis, Hochschulen, in der Lehrer*innen- und Weiterbildung zu wörtlich genommen. Die Sehnsucht nach der richtigen Haltung wird oft weitergegeben, aber woher wissen die Menschen anschließend wie das geht, was sie wollen?

Ich habe einfach zu viele Lehrer*innen kennengelernt, die nie lernten Kinder zu verstehen. Sie müssen wo anders arbeiten!

 

Kölner sind Kolonisten

Köln wurde vor 2000 Jahren als römische Kolonie gegründet. Ihr Name ist der von Koloniebewohnern. Kölnerinnen und Kölner stehen immer auf der Seite der Menschen aus Kolonien.

 

Könner*innen
Die meisten Schulleiter*innen, Lehrer*innen und Erzieher*innen sind Verwalter und Durchschnitt. Für Kinder brauchst du keine „Ausgebildeten“, sondern Könner*innen!

 

Kollegium
Lernen ist ein Prozess der menschlichen Gemeinschaft. Haltung braucht das Gespräch, den Austausch, das Reden in der menschlichen Gruppe. Die geschlossene Tür des Klassenraumes, das falsche Team, die Vereinsamung im Beruf, lassen die Öffnung zu den Menschen, die demokratische Praxis und die Verbesserung des Lernens weniger werden. Suchen Sie ein Kollegium, das mit ihnen denkt, mit ihnen fühlt, ihre Handlung unterstützt und eine Schule anstrebt, die das autonome Lernen der Menschen provoziert.

 

Komisch

Normalerweise wirst du verurteilt und eingesperrt, wenn du jemanden tötest. In der Armee bekommst du dafür Orden.

 

 

Kommandostruktur
„Im Falle der Existenz einer Kommandostruktur werden die demokratischen Rechte des Einzelnen aufgehoben“
Capitain Kathryn Janeway vom Raumschiff Enterprise

 

Kommunen
Unsere Kommunen denken und existieren finanziell mit ihrer Industrie wie in der Vergangenheit. Sie arbeiten noch nicht in der Gegenwart für die Menschen, die in ihnen leben. „Unser“ Land denkt zentralistisch.

 

Kommunikation
Nicht über, sondern mit Anwesenden reden. Sag, was du vom anderen, was du selber wünschst!

Einen Hund schlagen sie, um ihn zu erziehen. Die Alternative ist Kommunikation.

Kompass
Manchmal gehören Lehrer auch wieder eingenordet.

 

Kompetenzzentrum
„Schulen sind ja geradezu Kompetenzzentren für Integration“
Annette Widmann-Mauz, Integrationsbeauftragte der Bundesregierung 2018

 

Kompromisse
Und jetzt schließt die SPD in Fragen der Grundrente ihren 11.000sten Kompromiss mit der deutschen Industrie und der CDU.

 

Konferenz
„Gegen jeden Grund richtet sich ein gleichwertiger Grund“
Uwe Timm, deutscher Schriftsteller

Machen Sie zur Konferenz- und Unterhaltungskultur: Beginne keinen Satz mit „Aber“. Es gibt immer (!) ein Aber. Beginnen Sie die Sätze mit „Und“.

 

Nicht abstimmen. Nicht überstimmen. Jede*r sagt, was sie oder er tun wird.

 

Auf die Frage eines Lehrers in einer Konferenz, was er jetzt tun solle, antwortete Jürgen Koch als junger Konrektor der Grundschule Harmonie : „Hier musst du das tun, was du kannst!“

 

Übt immer wieder das Elterngespräch in Rollenspielen. Wenn du ein guter Partner sein willst, musst du dich selbst und deine Argumentationen und die anderen gut kennen.

 

Konfliktbewusstsein
Grundschule Harmonie 2005: Konfliktbewusstsein contra Konfliktschlichtung. Gewalt ist keine Lösung, ihre Schlichtung auch nicht.

 

Konsens
Konsens ist mehr als die Summe verschiedener Meinungen zum gemeinsamen Handeln.

 

Konsequenz
„Erstaunlich bleibt, dass seit Jahr und Tag von der Gesellschaft ignoriert und unbetrauert, Millionen sterben, die mit ähnlich konsequenten Zugriffen zu retten gewesen wären.“
Daniela Dahn

 

Konsequent
Kindern nicht nur das Wort geben, sondern die ganze Sprache.

 

Der Respekt vor den Entscheidungen des Kindes – auch wenn der Erwachsene sie für falsch hält – macht die Achtung des Kindes ebenso aus, wie die Eindeutigkeit, es die Konsequenzen seines Tuns tragen zu lassen“
Wilhelm Rotthaus

 

Konservatismus
Zwei Ausbildungen geschehen schon immer in Seminaren: Die von Priester*innen und Lehrer*innen. Daher ihre Ähnlichkeit.“
Walter Hövel – Alexander Lubomierski – Donatus Stemmle

 

Konsum
Bewusste Erziehung ist im Prinzip fast ohne Bedeutung, auch wenn uns Medien und Experten etwas anderes verkaufen wollen.
Jesper Juul

 

 

Es ist schon erschreckend wie schnell die Werbung unsere Sprache lernt und uns glauben macht, der Konsum liefere uns das, was wir brauchen.

 

Konsumkompetenz
„In den modernen Industriegesellschaften gilt als erfolgreich, wer ein Maximum an Konsumkompetenz anhäufen kann“
Herbert Renz-Polster

 

Kontext
Einigen Dingen stimme ich zu, bis ich den Kontext kenne.

 

Kontrolle
Früher hieß es „Messer, Gabel, Schere, Licht, ist für kleine Kinder nicht“, dann hieß es „Glucke“, heute „Helikoptereltern“. Das hat Kindern noch nie geholfen!

 

Kontrollwahn gepaart mit Machtfülle und Helfersyndrom sind schlimme Gegner des Lernens.

 

Ein echter Schuss nach hinten: „Qualität braucht Kontrolle“. Kontrolle lässt nur noch mehr Kontrolle und „Tricks“ zur Umgehung folgen.

 

..ihnen medizinische Betreuung und Schulunterricht angedeihen lassen und sie missionieren und unter Kontrolle bekommen lassen.“
Jared Diamonds

 

Konzepte
„Das Konzept der frühen Bildung führte eindeutig nicht vom Kind zum Konzept, sondern vom Konzept zum Kind“
Herbert Renz-Polster

 

Eine lernende Schule - oder eine andere lernende Institution - entwickelt sich nicht entlang eines Konzepts, sondern aus den Fragen, Fähigkeiten und Visionen ihrer Menschen.

 

Wiederbelebung vormoderner Konzepte wie Abschreiben, Auswendiglernen oder Lautlesen“
Harun Maye, Bauhaus-Universität Weimar

Ich glaube nicht an Konzepte, ich glaube an Menschen.

 

Konzepte machen keine Veränderung. Veränderungen gehen mit Menschen, die menschlich und konzeptionell denken und handeln.

 

Kooperation
Der erste Grund für Teamwork oder Teamarbeit, Working together, Zusammenarbeit, Kollektiv, Kooperation und Kollaboration sollte immer sein, dass jeder Mensch etwas anderes erlebt und weiß. Der zweite, dass jeder Mensch leben und etwas wissen will. Das braucht viele Wege, über sich selbst und andere. Kinder sind immer vollwertige Partner dieses Lernens in der Gemeinschaft. Dies kann nur in Freiheit geschehen. Das braucht freie Kinder, und freie Erwachsene!

 

Deine Einmaligkeit erlernst du mit deinen Freunden.

 

Die tollste Art zusammen zu denken, ist Verschiedenes zu denken und gemeinsam zu handeln.

 

Kinder sind nicht für die Massengesellschaft geschaffen. Wir müssen zurück zu neuen vertrauensvollen Lebensgemeinschaften.“
Remo Largo

 

Alle Stiftungen werben für ihre Geldgeber. Sie verkaufen ihr Konzept. Bestenfalls suchen sie die Kooperation mit ihnen.

 

Die Versammlung ist der wichtigste Lernort.“
Platz eins einer Umfrage bei den Kindern der Grundschule Harmonie 2008

 

Kinder wollen kooperieren! „Wenn Kinder aufhören zu kooperieren, dann wurde entweder ihre Kooperationsbereitschaft überstrapaziert oder ihre Integrität verletzt. Es geschieht niemals, weil sie nicht kooperieren wollen.“
Jesper Juul, dänischer Familientherapeut

 

Natürlich klappt das Zusammenlernen nur, wenn die Kooperation auch dann aufrechterhalten wird, wenn einer nicht belohnt wird. (Forschungsergebnis)

 

Kooperationen mit Firmen
An vielen deutschen Grundschulen gibt es Kooperationen um das Programmieren, Roboterbauen oder Lösungsfindung zu lernen. Noch mehr Kooperationen gibt es in naturwissenschaftlichen Bereichen im Rahmen von MINT- oder STEM-Programmen.

 

Kopien
Sollten wir nicht mit Kopien unserer Gene viel aufmerksamer umgehen?

 

Einige Bundesländer entlassen die Vertretungskräfte (Lehrer*innen) während der Sommerferien in die Arbeitslosigkeit, um Kosten zu sparen“
ZEIT-online 28.8.2018

 

Korrektur
„Ständig wird man mit fehlerhaften Informationen belästigt, die dann wieder korrigiert werden.“
Christian Schreger

 

Herummäkeln, von Lehrern geschriebene Korrekturen, rotes Anstreichen, zwangsweises Üben, Abschreiben um zu festigen, zu wiederholen und einzuschleifen, benoten um ab- oder aufzuwerten, Texte ungefragt „bearbeiten“, das Bestrafen von Kindern durch Abschreib- oder andere Strafarbeiten gehören nicht in unsere Schule!

 

Krank
Im 5. Jahr meiner Pensionierung wird immer deutlicher: Kaum etwas macht kranker als der (Lehrer*innen)-Beruf. Nur kaum einer von ihnen will das wahrhaben.

 

Die Rolle aller Demokraten in Bildung, Wirtschaft, sozialen Diensten, Politik, Medien und anderer Gesellschaft? Die Rolle einer nachgeordneten Reparaturwerkstatt, die Pflaster auf Wunden klebt, die wir zuvor aufgerissen haben.“
Franz-Josef Radermacher, Professor für Informatik an der Universität Ulm

 

In anderen Ländern habe ich täglich bis mindestens einmal in der Woche in jeder Schule eine Schulärztin gesehen!

 

Krankheit
Auch engagierte Lehrer*innen kompensieren die Anstrengungen des pädagogischen Alltags durch „Kranksein“. Nur so halten sie „Schule“ aus.

 

Burnout heißt medizinisch Überforderungsdepression - Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten.“
Harald Lesch

 

So wie körperliche Arbeit im Beruf den Körper kaputt, so macht geistiger Stress die Psyche kaputt.“
Ulli Schulte, Lehrerin an der Grundschule Harmonie

 

Sarkasmus ist zu sagen, dass die zunehmenden psychischen Erkrankungen von Schüler*innen, und Lehrer*innen und allen anderen Berufen(!), neue Herausforderungen und Arbeitsplätze schaffen.

 

Ua Mau ke Ea o ka Aina ika Pono. Das Leben des Landes wird erhalten durch die Gesundheit der Menschen“
Staatsmotto von Hawaii

 

Vor und während der Hitlerzeit waren die meisten Lehrer*innen bei den Nazis organisiert. Bis heute sind die meisten von ihnen in therapeutischer Behandlung. Gibt's da einen gewaltigeren Unterschied?

 

Kreis
Der Kreis findet zur Kooperation, damit alle lachen, etwas leisten, etwas zu sagen haben und zusammenstehen.

 

Krieg
Wie nenne ich Menschen, die die Ermordung anderer Menschen ankündigen und durchführen?

 

Sportarten sind durch Kriegstraining entstanden. Hat das den gleichen Ursprung wie Tänze?“
Frage der Woche eines Kindes der Grundschule Harmonie

 

Deutsche Soldaten fordern ihren Einsatz. Wer das Töten lernt, braucht auch Krieg.

 

 

 "Er (Trump) ist immerhin seit dem Ende des Kalten Krieges der erste US-Präsident, der nicht selber einen neuen Krieg angefangen hat. Er hat ja auch aus anderen Konflikten Truppen zurückgezogen."

 

Sahra Wagenknecht, November 2020

 

Krieger
Erst werden Menschen Sammler*innen und Jäger*innen, dann Anführer und Krieger.

 

Kriegsführende
Kriegsführende verstehen sich. Ein paar werden nachher geköpft. Die anderen planen den nächsten. Es geht nicht um Menschen, sondern ums Geschäft.

 

Krieg spielen
Wer Kinder Krieg spielen lässt und das auch noch begründet, erzieht zum Krieg. Nicht verbieten, weggucken oder dulden, sondern reden.

 

Krise
Die durchaus verbesserte Ausbildung von Lehrer*innen steckt tief in der Umwandlungskrise von Kita, Schulen und Bildung.

 

Krisenerscheinungen

 

„Zusammenschau aller Krisenerscheinungen, die einen Vorgeschmack auf den europäischen Bürgerkrieg bieten: Arbeitslosigkeit, Individualismus, Niedergang traditioneller religiöser Konfessionen, Fundamentalismus, Terror, Migranten und Flüchtlinge, Verarmung, drastischer Bildungszerfall, Kriminalität, Polarisierung zwischen Arm und Reich.“
Ulrike Guèrot  

 

Krisenzeiten
Krisenzeiten zeigen was menschenrechtlich nicht funktioniert.

 

Kriterien der Pädagogik
„Das einzige Kriterium der Pädagogik ist die Freiheit, die einzige Methode ist die Erfahrung
Leo Tolstoi, russischer Schriftsteller und Reformpädagoge

 

Kritik
Je mehr die Presse gegen Kritik wettert, umso weniger ist sie glaubwürdig.

 

Kümmern
Es ist viel wertvoller, sich um Kinder und Jugendliche zu kümmern, anstatt sie zu "erziehen“.
Jesper Juul

 

Künstler*in
Du musst nicht malen können, um ein*e Künstler*in zu sein. (Allgemeinwissen)

 

Künstliche Intelligenz
Künstliche Intelligenz ist ein menschliches Produkt, das wir ohne Angst angucken sollten.

 

Kulturelle Abschottung
Eine Kultur der Abschottung ist kollektiver Selbstmord. Nur eine Öffnung lässt Menschen weiter lernen und leben.

 

Kunst
In vielen Kindergärten und Klassen ist es dann „aber auch schon mit der Kunst am Ende“. Künstler*in sein wird nicht auf den Menschen und seine Entwicklung oder sein Lernen bezogen. Künstlerisches wird als Fach oder Spiel verständigt oder gilt als schmückendes, vielleicht ergänzendes, neuerdings förderndes, oft manipulierendes Beiwerk.

 

Es ist eine Kunst heute Lehrer*in zu sein, dagegen Lehrer*in zu werden nicht.

 

"Wenn die Kunst ein Spiegel der Zeit ist, so muss sie wahnsinnig sein"
Max Ernst

 

Freinet ist nicht die Kunst (besser) zu unterrichten!

 

Kunst und Musik
Zu wenige Lehrer*innen in Kunst und Musik auszubilden, ist wie ohne Familie, andere Kinder und Freude aufwachsen.

 

Jeder ist ein Künstler. Das Schöpferische erkläre ich als das Künstlerische.“
Joseph Beuys, deutscher Künstler

 

Kurs
Kursklärung des Kapitals: Links waren wir nie, aber rechts sind wir offen.