Walter Hövel
Eine von vielen Beurteilungen

 


Sie absolvierte vor ihrer Ausbildung mehrere Praktika und Hospitationen an unserer Schule. Sie hatte sich bereits als Studentin intensiv mit der Öffnung von Unterricht und Lernen auseinandergesetzt. Sie brachte eine Einstellung mit, die das Lernen von Menschen als einen Vorgang intrinsischer Motivation des selbst gesteuerten Lernens erkennt.

 

Vom ersten Tag an arbeitete sie intensiv an der Frage der Beziehungsarbeit zwischen Kindern und Erwachsenen als der Grundlage eines eigenverantwortlichen Lernens der Kinder und der Aufgabe des Erwachsenen ganzheitliche und fachliche Inhalte und Didaktik in einem Höchstmaße zu adoptieren, um den Kindern eine Lernlandschaft anbieten zu können, die ihre eigene Entwicklung der Strategien des Lernens verstärkt und qualifiziert.

 

Sie strukturiert eigene Unterrichtsangebote klar, kann im Team auf der Grundlage gemeinsamer Planung arbeiten und versteht es die selbst organisierte Arbeit der Kinder professionell zu begleiten. Die Kinder arbeiten bei ihr ausgesprochen selbst identisch, zielbestimmt und sinnvoll, aber auch kindgemäß und freundesorientiert in Gruppenarbeit . Sie haben einen sehr hohen Anteil echter Lernzeit in einer stets anregenden, strukturierten und strukturierenden Atmosphäre.

 

Sie pflegt die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Lerngegenständen der Kinder und ihren eigenen Lernangeboten in einem ungewöhnlich hohen Maße. Ihr eigener Anspruch an die inhaltliche Klarheit kann so hoch sein, dass sie sich fast an der eigenen Arbeit hindern konnte. Sie lernte in der gemeinsamen Vorbereitung, Begleitung, Dokumentation und Auswertung der Arbeit mit den Kindern im Kreis als auch in einzelnen Gesprächen, mit Mentoren und Teams der Schule diesen Anspruch so zu verwirklichen, dass die Ergebnisse richtig akzentuiert und erfolgreich sind.

 

Ebenso intensiv setzte sie sich mit der Frage der Kommunikation zwischen Kindern und Erwachsenen zur Durchführung der Lernarbeit auseinander. Es gelang ihr das kooperative Lernen der Kinder ausgehend von individuellen Bedürfnissen, Kompetenzen und Interessen mit ihnen gemeinsam zu organisieren. Stets ließ sie sich hierbei von der Frage leiten, die sie den Kindern immer wieder stellt: „Ist das sinnvoll, was du da tust oder tun willst?“

 

Sie entwickelte eine große Methodenvielfalt und erweitert kontinuierlich ihr Repertoire der Lern- und Arbeitstechniken. Hierbei hat sie immer im Auge, dass diese die Kinder selbst entwickeln. Sie vermittelt ihnen, dass sie diese nicht übernehmen, „damit sie gute Schüler sind“, sondern dass sie ihr eigenes Lernen-lernen, ihr eigenes Lernerprofil entwickeln. Sie versteht es gleichzeitig, für die Kinder neue und spannende Methoden so zu vermitteln, dass sie die Kinder als eigene Methodik übernehmen können.

 

Sie muss nicht mit Noten oder Tests arbeiten. Sie geht von jedem einzelnen Kind aus und implementiert bei ihm einen Leistungsbegriff, der sich am eigenen Erfolg des Lernens und des Lernens ihrer Lerngruppen und -gemeinschaften orientiert. So wie sie ihre eigene Arbeit reflektiert, tut sie dies mit den Kindern und befähigt sie zur frühen eigenen Reflektion.

 

Sie ist bei den Kindern, Kollegen und Eltern beliebt. Ihre klare, verbindliche eigene Art, ihre Fähigkeit das Gespräch zu suchen und um jeden Inhalt und jedes Kind zu kämpfen, werden geschätzt. Sie kooperiert mit allen, auch und gerade mit außerschulischen Einrichtungen, vorbildlich.

 

Sie ist nicht nur Mitgestalterin des Klassens- und Schullebens, sondern setzte einige Akzente, die das Leben und die Standards der Schule positiv verändert haben. Hierzu zählen vor allem der naturwissenschaftlich-experimentelle Bereich, z.B. in Kooperation mit dem Science Forum der Chemiedidaktik an der Uni Siegen, die Einrichtung eines funktionierenden Matheraums, das „Elterncafe“ und unserer Kinderuni-Veranstaltungen. Sie bot selbst Seminare und Vorlesungen zu Themen wie Kompetenztransfer, Inklusion, Erziehung, hier zu Höflichkeit auf dem Fußballplatz, Lesen, Berühmte Frauen u.a. an.

 

Sie begleitete unsere Kinder beim Besuch der englischen Partnerschule, arbeitete mit an der Vorbereitung der Besuche und engagierte sich beim Besuch unserer englischen Gäste. Sie ist immer an allen Fragen unserer Comeniusarbeit, an nationalen und internationalen Kontakten in Netzwerken, mit Lehrerinnenbildungsstätten, Universitäten und Schulen beteiligt. Sie trug bei zu den sehr guten Ergebnissen bei den VERA-Arbeiten, der Qualitätsanalyse und bei weiteren Auszeichnungen der Schule.

 

Sie wirkte mit bei den Geländeaktionen zur Gestaltung unserer Außenanlage, beim Sponsorenlauf zur Einrichtung einer eigenen Schulküche, beim St.-Martins-Zug und Schulkarneval, bei Theaterbesuchen, Einschulungsfeiern und Sommerfesten. Es ist nahezu unmöglich alle ihre Aktivitäten aufzuzählen.

 

 

 

Die eigene Entwicklung der eigenen Lehrerinnenkompetenz gelang ihr umfassend. Sie sammelte nicht nur hervorragende Qualifikationen im täglichen Unterricht, sondern auch in den Bereichen Ganztag, Inklusion und Lernen in der Altersmischung 1-4, in unserer Diagnose- und Beratungsarbeit, der Arbeit der Selbsteinschätzung der Kinder, Entwicklung von Förderprogrammen und allen anderen Anforderungen an eine moderne Schule.

 

 

 

Sie arbeitete fächerintegrierend und fachfremd in Sport, Deutsch, Musik und Englisch. Organisation und Verwaltung, Darstellung und Dokumentation, Regelvermittlung und Strukturierung sind Bereiche, die wie für sie gemacht sind.

 

 

 

Sie hat uneingeschränkt die Befähigung zur Lehrerin.